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Bildrechte beim Verlag
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Zum Inhalt:
Nachdem Franziska vor vielen Jahren aus der Enge ihres kleinen
Heimatdorfes in die Großstadt flüchtete, ist sie nicht einmal
zurückgekehrt. Nun steht sie hier, an der Ostseeküste, auf dem
Campingplatz, den sie nach dem Tod ihres Vaters geerbt hat. Eigentlich
will sie so schnell wie möglich wieder weg, doch der Platz ist zwar
idyllisch, aber völlig marode und damit unverkäuflich. Auch die Camper
sorgen sich um ihr geliebtes zweites Zuhause. Da hilft nur eines:
gemeinsam die Ärmel hochkrempeln – unterstützt von Erik, dem schweigsamen
Elektriker, der Franziska immer wieder aus der Patsche hilft. Und
plötzlich fragt sie sich: Wo gehöre ich hin? Und was will ich wirklich vom
Leben?
Die Autorin:
Kristina Günak wurde 1977 in Norddeutschland geboren. Nachdem sie
jahrelang als Maklerin arbeitete, ist sie heute als Mediatorin und
systemischer Coach tätig. 2011 erschien ihr erster Roman, und seither hat
sie sich mit ihren humorvollen Büchern unter Liebesromanleserinnen einen
Namen gemacht. Sie schreibt auch unter dem Pseudonym Kristina
Steffan.
(Quelle: Lübbe Verlag)
Meine Meinung:
Franziska ist freiberufliche Fotografin und verliert ihren wichtigsten
Auftrag, eine großangelegte Marketingkampagne, die nach den vielen
Ausfällen in der Corona-Krise endlich wieder Schwung in ihr Berufsleben
bringen sollte. Während der Krise konnte sie aufgrund mangelnder Aufträge
ihre Wohnung nicht mehr finanzieren und ist vorübergehend bei ihrem Freund
eingezogen. Dieser beschließt nun, dass nach fünf Jahren Beziehung die
Luft raus ist und er sich trennen möchte.
Doch dieser Schock ist
nicht der einzige, sie erhält kurz darauf einen Anruf und man teilt ihr
mit, dass ihr Vater verstorben ist und sie kommen müsste, denn es gibt
vieles zu regeln.
So fährt Franziska in ihren kleinen Heimatort in
der Nähe von Laboe an der Ostsee, den sie vor vielen Jahren verlassen
hatte und seitdem auch nicht mehr dort war.
Ihr Vater hat dort einen
kleinen Campingplatz mitten im Wald betrieben. Franziska zieht zunächst in
den Wohnwagen ihres Vaters und macht sich dann ein Bild von der Lage. Der
Campingplatz ist sehr heruntergekommen, vieles ist dringend
renovierungsbedürftig, doch das Geld dafür ist nicht da. So beschließt
sie, den Campingplatz schnellstmöglich zu verkaufen und zurück in die
Stadt zu gehen. Doch das stellt sich alles als schwieriger heraus, als sie
vermutet hat.
Anfangs habe ich mich etwas schwer getan,
Franziska zu mögen. Natürlich treffen sie die beiden schlechten
Nachrichten vom Job und ihrem Freund sehr aber sie lässt sich dann hängen
anstatt zu überlegen, wie es weiter gehen soll. Auch gibt sie sich
zunächst sehr unnahbar und wirkt auch etwas überheblich, als sie in ihrem
Heimatort eintrifft. Diesen hatte sie seinerzeit verlassen, weil es ihr
dort zu spießig war. Auch hat sie ihren zweiten Vornamen Franziska als
Rufnahmen gewählt weil ihr offenbar ihr erster Vorname Heike auch nicht
gefallen hat.
Und so kommt es zwischen den Campern und Franziska zu
einigen Verwirrungen, denn diese nennen sie natürlich Heike und
akzeptieren ihre Namensänderung nicht. Ständig korrigiert sie diese zwar
aber sie bleiben bei Heike. Das zieht sich durch die ganze Geschichte und
hat manchmal ein bisschen genervt.
Erst nach und nach lernen wir
Franziska besser kennen und sie beginnt sich auch zu verändern.
Ihr
wird klar, dass die Dauercamper auf dem Campingplatz nicht nur ihr Zuhause
haben sondern auch enge Freunde des Vaters sind. Sie trauern um ihren
Freund und sorgen sich gleichzeitig, dass sie ihr Zuhause verlieren
werden, wenn Franziska den Campingplatz verkaufen wird.
Mit
Franziska und den Campern hat die Autorin sehr facettenreiche Figuren
geschaffen. Und dann ist da auch noch Erik, der Elektriker, der immer da
zu sein scheint, wenn Hilfe gebraucht wird und immer mit anpackt. Denn
anpacken muss man auf dem Campingplatz so einiges, um ihn in einen
besseren Zustand zu versetzen. Das ist die Grundvoraussetzung, wenn er
verkauft werden oder zumindest in der Zwischenzeit zahlende Kunden
anlocken soll.
Franziska macht von allen die größte Veränderung bzw.
Entwicklung durch, denn nach und nach beginnt sie ihr Leben zu überdenken
und sich neue Ziele zu suchen.
Auch die Camper tragen alle ihr
Päckchen mit sich herum und haben ihre Lebensgeschichten, die sich nach
und nach offenbaren.
Aber vor allem zeigen sie Franziska, was
Freundschaft und Zusammenhalt ist.
Gespannt habe ich verfolgt,
wie Franziska die Probleme mit dem Campingplatz lösen wird, allen voran
das Problem der Finanzen bzw. Schulden, die bald zurück zu zahlen sind.
Daneben
war es schön zu erleben, wie sie immer engere Kontakte zu den Campern
schließt und sich auch da eine Freundschaft entwickelt.
Am Ende lösen
sich alle Probleme vielleicht ein bisschen zu leicht, aber das Ende passt
und rundet die Geschichte ab.
Das Setting auf dem kleinen
Campingplatz im Wald nicht weit von der Ostsee ist idyllisch und wirklich
schön beschrieben. Ich habe mich dabei gerne an einen Campingurlaub in
meiner Kindheit ebenfalls in der Nähe von Laboe erinnert.
Dieser
Roman ist ein schöner Wohlfühlroman, der von Trauer, Selbstfindung, Demenz
und vor allem Freundschaft erzählt. Es gibt viele leise und nachdenkliche
Momente, die berühren und bewegen, aber auch der Humor kommt nicht zu
kurz. Und weil der Roman auch aufzeigt, wieviel echte Freundschaften wert
sind, habe ich ihn gerne gelesen und kann ihn weiterempfehlen!
Fazit: ⭐⭐⭐⭐
Herzlichen Dank für das
Rezensionsexemplar an den Lübbe Verlag
und NetGalley!
Herausgeber : Lübbe; 2. Aufl. 2022 Edition (29. April 2022)
Sprache
: Deutsch
Taschenbuch : 336 Seiten
ISBN-10 :
3404187814
ISBN-13 : 978-3404187812
Kindle-Ausgabe
ASIN : B09KX918F1
Herausgeber : Lübbe (29. April 2022)
Sprache : Deutsch
Dateigröße : 2247 KB
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