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Bildrechte beim Verlag
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Zum Inhalt:
Nora ist Tänzerin in Chicago. Sie und ihr Mann Christopher freuen sich auf
die Geburt ihres ersten Kindes. Doch es gibt Komplikationen, die das Baby
nicht überlebt. Nora fällt in ein tiefes Loch, aus dem sie lange Zeit nicht
mehr herausfindet. Erst ein Ortswechsel in das idyllische Städtchen Avon auf
den Outer Banks schenkt ihr ein wenig Hoffnung. Sie findet Trost im Tanzen
und bei Gesprächen mit ihrer älteren Vermieterin Rose. Schafft Nora es bei
den wilden Pferden und dem Leuchtturm, der sie magisch anzuziehen scheint,
dem Leben doch noch zu vertrauen?
Die Autorin:
Manuela Inusa wollte schon als Kind Autorin werden. Mit Ende zwanzig
beschloss die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin, sich ganz aufs
Schreiben zu konzentrieren. Nach einigen Publikationen gelang ihr 2017 der
Durchbruch: Die »Valerie Lane«-Reihe eroberte die SPIEGEL-Bestsellerliste
im Sturm. Mit den »Kalifornischen Träumen« und »Lake Paradise« folgten
weitere Bestsellerreihen. Die »Coastlines«-Reihe, in der sie ihre
Leser*innen an idyllische Orte an der US-Ostküste entführt, ist Manuela
Inusas erste Reihe im Heyne Verlag. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in
Hamburg und schreibt am liebsten bei Musik, Tee und Kerzenlicht. Ihre
Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt.
(Quelle: Heyne Verlag)
Meine Meinung:
Nora ist klassische Balletttänzerin und lebt mit ihrem Mann Christopher
in Chicago. Die beiden erwarten ihr erstes Kind. Durch ein schlimmes
Unglück verliert Nora jedoch das Baby einige Wochen vor dem Geburtstermin.
Nora fällt in ein tiefes Loch und versinkt in ihrer Trauer. Auch
Christopher leidet doch die beiden verarbeiten ihre Trauer nicht
gemeinsam, so dass sie sich schließlich auch noch selbst verlieren und die
Ehe zerbricht. Durch eine TV-Serie wird Nora auf die Outer Banks
aufmerksam und beschließt irgendwann, dorthin zu gehen. Dort lernt sie
eine ältere Dame namens Rose kennen, bei der sie auch eine Unterkunft
findet. Wird Nora dort Trost finden können?
Mit diesem Roman
legt Manuela Inusa den dritten Band ihrer Coastlines-Reihe vor. Die Romane
sind aber unabhängig voneinander lesbar.
Zu Beginn lernen wir
das glückliche Ehepaar Nora und Christopher kennen und auch deren Freunde,
wo ebenfalls ein Kind erwartet wird.
Ich habe mich mit dem jungen
Ehepaar gefreut, doch durch den Klappentext wusste ich ja bereits, dass
das Baby nicht überleben und nur tot geboren werden wird. Das machte
mich von Beginn an schon etwas traurig, wenn ich Noras große Vorfreude
erlebte.
Als das Unglück dann geschehen ist, erhält das junge Ehepaar
noch eine weitere traurige Nachricht, die für beide hart ist.
Doch
noch während des Krankenhausaufenthaltes konnte ich spüren, dass zwischen
den jungen Eheleuten etwas gewaltig schief läuft.
So war die Trennung
für mich dann auch keine Überraschung, wobei Christopher sich aus meiner
Sicht nicht besonders nett sondern eher unsympathisch verhalten hat.
Bewundert
habe ich dann Noras Mut, ohne Vorbereitungen einfach loszufahren und in
wenigen Tagen die weite Reise auf die Outer Banks anzutreten. Sie hat
Glück und findet bei der älteren Rose eine Unterkunft und bezieht dort ein
Zimmer mit „Familienanschluss“. Denn Rose spürt offenbar genau, dass Nora
etwas zu verarbeiten hat. So kommt es zwischen den beiden zu sehr schönen und einfühlsamen Gesprächen, in denen auch Rose ihre Geschichte
offenbart.
Es war wirklich schön zu erleben, wie Nora langsam
beginnt, ihr Schicksal zu akzeptieren und ihren schweren Verlust zu
verarbeiten. Dabei helfen ihr nicht nur die Gespräche mit Rose sondern
auch die Ruhe und die wunderschöne Natur auf den Outer Banks. Der
Leuchtturm zieht sie besonders an und dort am Strand beginnt sie plötzlich
auch wieder zu tanzen. Durch ihren Job, den sie sich für den Lebensunterhalt sucht, und andere
Begegnungen lernt Nora auch andere Menschen kennen und beginnt vorsichtig
Freundschaften zu schließen. Auch kann sie wieder einen engeren Kontakt zu
ihrem Vater aufbauen, der ihr vorher gefehlt hatte.
Wie es zu
erwarten war, lernt sie auch einen netten Fischer kennen, der alleine mit
seiner Teenager-Tochter lebt. Dass sich hier etwas zwischen den beiden
entwickeln könnte, war auch leicht vorhersehbar.
Gegen Ende tauchen
jedoch noch Schwierigkeiten auf und es gibt ein dramatisches Ereignis.
Letzteres hätte ich vielleicht nicht unbedingt noch gebraucht, die
Probleme hätte man auch anders auflösen können.
Es hat mir sehr
gut gefallen, wie einfühlsam und sensibel die Autorin mit diesem
schwierigen Thema umgeht. Sie zeigt Noras Schicksal und den Verlust sehr
eindrucksvoll und übertreibt dabei auch nicht. Ich konnte sehr mit Nora
und ihrem Mann mitfühlen und verstehen, warum Nora in so ein tiefes Loch
gefallen ist.
Um so mehr habe ich mich für sie gefreut, dass ihr
mutiger Entschluss, auf die Outer Banks zu reisen, belohnt wird und sie
dort beginnen kann, wieder nach vorn zu schauen.
Das Setting dort auf
den kleinen Inseln ist gut gewählt und sehr anschaulich beschrieben. Man
sieht die Natur, die Wildpferde und den Strand mit dem Leuchtturm vor dem
inneren Auge und spürt den Wind in den Haaren.
„Leuchtturmtänze“
ist ein sehr gefühlvoller und emotionaler Roman über Verlust, Trauer,
Heilung und den Mut ganz woanders völlig neu anzufangen. Der schöne
Schauplatz und authentische Protagonisten machen den Roman zu einer
unterhaltsamen Lese-Auszeit!
Fazit:
⭐⭐⭐⭐
Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den
Heyne Verlag und das Bloggerportal!
Herausgeber : Heyne Verlag
Erscheinungstermin : 11. März 2026
Auflage : Originalausgabe
Sprache : Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 448 Seiten
ISBN-10 : 3453442407
ISBN-13 : 978-3453442405
Kindle-Ausgabe
ASIN : B0DLP416WF
Herausgeber : Heyne Verlag
Erscheinungstermin : 11. März 2026
Sprache : Deutsch
Dateigröße : 3.0 MB
ISBN-13 : 978-3641333836
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *)
Von Manuela Inusa außerdem gelesen und rezensiert: