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Donnerstag, 23. April 2026

Das Leuchten von Ligurien von Cristina Caboni [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Ein Wein, der auf dem Meeresgrund gereift ist – so etwas hat Adeline noch nie gehört. Der edle Tropfen ist von Miranda, einer alten Dame, die im Rathaus von Nizza, Adelines Arbeitsplatz, nach Hinweisen auf ihren tot geglaubten Sohn gesucht hat. Sie ist überzeugt, ihn auf der Straße gesehen zu haben. Adeline, die sich als Archivarin leidenschaftlich für Familienforschung interessiert, fasst sich ein Herz und reist zu Miranda nach San Remo, in die Stadt der Blumen, traumhaften Buchten und malerischen Strände, um Nachforschungen anzustellen. Das Geheimnis, das sie ans Licht bringt, führt sie auf die Spur ihrer eigenen Vergangenheit … 
(Kurzbeschreibung lt. Blanvalet Verlag)
 
 
 
Die Autorin:
Cristina Caboni lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf Sardinien, wo sie sich leidenschaftlich um die Imkerei ihrer Familie kümmert. Ihr Debütroman »Die Rosenfrauen« war ein internationaler Erfolg und stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Seitdem inspiriert Cristina Caboni ihre Leser*innen mit Geschichten über mutige Protagonistinnen, die sich nach einer Krise neu erfinden. Vor der wunderschönen Kulisse Italiens, zwischen verwunschenen Dörfern und flirrenden Sommertagen, wachsen sie über sich hinaus und finden das Glück. 
(Quelle: Blanvalet Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Adeline lebt in Nizza und ist als Archivarin tätig, die sich besonders für Familienforschung interessiert. Sie lebt ziemlich zurückgezogen und hat nicht viele soziale Kontakte. Nur Damien ist wie ein Vater für sie, denn er hat sie als Sozialarbeiter vor Jahren als Jugendliche von der Straße geholt. Ihn und seine Familie liebt sie sehr.
Durch Zufall erfährt Adeline im Einwohnermeldeamt beim Besuch einer Kollegin, dass dort eine Frau erscheint, die ihren Sohn sucht. Sie hatte ihn angeblich bei einer Veranstaltung gesehen, obwohl man ihr erzählte, dass er im Jahr 1949 bei der Geburt gestorben war.
Die Kollegin kann jedoch keine Eintragungen zu dem Mann finden. Da die Dame völlig aufgelöst ist, nimmt sich Adeline ihrer an und erfährt, dass sie Miranda heißt und auf einem Weingut in San Remo lebt. Sie ist fest davon überzeugt, dass der Mann den sie sah, ihr Sohn sein muss, den sie damals Nikolaj nannte. Die Augen waren ihr vertraut und eine Mutter spürt das.
Adeline lässt die Geschichte nicht los und da sie Familienforschung liebt und gut beherrscht, möchte sie sich der Sache annehmen.
Als Dank erhält Adeline von Miranda eine Flasche Wein zugesandt, der auf dem Meeresboden gereift ist. Bei der Verkostung überkommt Adeline ein merkwürdiges Gefühl, dass sie noch darin bestärkt, nach Nikolaj zu suchen. Doch ihr väterlicher Freund Damien ist irgendwie dagegen und möchte sie von der Suche abhalten.
Welches Geheimnis verbirgt sich dahinter?

Anfangs lernt man Adeline und ihre Lebensgeschichte kennen. Sie hat als Kind und Jugendliche einiges erleben müssen, dass sie fast von der richtigen Bahn hat abkommen lassen. Doch mit Damians Hilfe bekam sie seinerzeit die Kurve und machte eine Ausbildung, die sie dann wieder auf einen guten Weg führte. Sie ist eine facettenreiche Figur, die ich mochte, weil sie geradlinig ist und ihren Weg geht, so wie sie das mag und möchte. Ihre Leidenschaft für die Archive und besonders die Familienforschung ist gut bei mir angekommen. Und so konnte ich gut verstehen, dass sie Mirandas Geschichte nicht mehr losgelassen hat und sie schließlich nach San Remo zu Miranda reist, um mehr zu erfahren.
Es war sehr schön zu erleben, welche wunderbare Verbindung zwischen den beiden so unterschiedlichen Frauen entsteht. Mit Mirandas Informationen beginnt Adeline mit der Suche nach Nikolaj. Dabei deckt sie ganz langsam und nach und nach einige Fakten auf, die sie regelrecht erschüttern, denn es gibt tatsächlich eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit.
Zwischenzeitlich gibt es ein paar Längen, wenn es nicht so richtig voran geht, aber auch diese tragen auf ihre Weise zur Handlung bei.

Das Archiv, in dem Adeline arbeitet, bekommt einen neuen Leiter, da der aktuelle nach vielen Jahren in Rente geht. Der neue Chef ist kein geringerer als ihr Ex-Freund Janus, was Adeline zuerst auch einmal aus der Bahn wirft und tatsächlich über eine Versetzung nachdenken lässt.
Gespannt habe ich verfolgt, wie die beiden, die etwa ein Jahr ein Paar waren, nach einigen Jahren wieder aufeinander treffen und miteinander klar kommen müssen, eben im Vorgesetzten-Mitarbeiterin-Verhältnis. Ich habe fast erwartet, dass da noch oder wieder Gefühle entstehen könnten.

Das Thema Wein spielt ebenfalls eine große Rolle in dieser Geschichte. Es war interessant im Zusammenhang mit Mirandas Weingut einiges darüber zu erfahren. Von Wein, der auf dem Meeresgrund in Flaschen reift, hatte ich auch noch nie gehört. Mit Interesse habe ich auch die Fakten und Informationen über Wein und Weinbau zu Beginn eines jeden Kapitels gelesen.

„Das Leuchten von Ligurien“ ist ein durchaus fesselnder Roman über ein Familiengeheimnis und der Suche nach den Wurzeln. Cristina Cabonis lebendiger und mitreißender Schreibstil macht ihn zu einem schönen Leseerlebnis, das mit Herzlichkeit und Gefühlen auch berühren kann!


Fazit:
⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 18. März 2026
Auflage ‏ : ‎ Deutsche Erstausgabe
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 352 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3734115035
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3734115035
Originaltitel ‏ : ‎ La ragazza senza radici 
Übersetzung  :  Ingrid Ickler 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0F2SLCVVZ
Herausgeber ‏ : ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 18. März 2026
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 7.6 MB
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3641335243 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *) 
 
 
 
Von Cristina Caboni außerdem gelesen und rezensiert:
Caboni, Cristina - Die Rosenfrauen   
Caboni, Cristina - Die Oleanderschwestern
Caboni, Cristina - Der Zauber zwischen den Seiten     
Caboni, Cristina - Die Seidentöchter      
Caboni, Cristina - Die Gartenvilla      
Caboni, Cristina - Die Glücksmalerin    
Caboni, Cristina - Der Zauber der Lagune    
 
 

Freitag, 13. September 2024

Der Zauber der Lagune von Cristina Caboni [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Die 23-jährige Juliet hat ein ungewöhnliches Talent: Sie kreiert die filigransten Kunstwerke aus Glas. Als sie die Zulassung zu Muranos renommierter Glasbläserschule erhält, ist ihre Freude grenzenlos.
Dort angekommen, lernt sie Marcus kennen, der ihr aus der Patsche hilft, als sie vor ausgebuchten Hotels steht und alles schief zu gehen scheint. Marcus zeigt ihr die atemberaubenden Schönheiten seiner Stadt entlang der glitzernden Wasserstraßen, und die beiden empfinden immer mehr Zuneigung füreinander. Als Juliet wenig später ein rätselhaftes Symbol auf der Kette entdeckt, die sie von ihrer Kinderfrau geschenkt bekommen hat, gibt dies den Anstoß für eine Spurensuche, die alles verändert … 
(Kurzbeschreibung lt. Blanvalet Verlag)
 
 
 
Die Autorin:
Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Ihr Debütroman »Die Rosenfrauen« verzauberte die Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang auf der Bestsellerliste. Auch ihre weiteren Romane bewegen und begeistern mit atmosphärischen Details und jeder Menge Italienflair. Mit »Der Zauber der Lagune«, ihrem zehnten Buch, entführt uns Cristina Caboni ins wunderschöne Venedig. 
(Quelle: amazon.de)
 
 
Meine Meinung:
Juliets große Leidenschaft ist die Glasbläserei und sie liebt es, Kunstwerke aus Glas herzustellen. Heimlich hat sie sich an der Glasbläserschule in Murano beworben und ist überglücklich, als sie die Zulassung erhält.
In ihrer Familie stößt sie bei ihren Eltern und sogar bei ihren Brüdern auf Unverständnis und sogar Ablehnung. Doch sie setzt sich durch und reist nach Italien. In Venedig angekommen muss sie feststellen, dass mit der Hotelreservierung irgendwas schief gegangen ist und alle Hotels sind ausgebucht. Verzweifelt fährt sie zur Glasbläserschule und trifft davor auf Marcus, der ihr hilft sowohl die im Wassertaxi vergessene Handtasche zurück zu bekommen als auch bei dem Problem der Unterkunft. Da Marcus der Sohn der Schulbetreiber ist, organisiert er es, dass Juliet schon vorzeitig in ihr Zimmer in der Schule einziehen kann.
Marcus zeigt ihr in den ersten Tagen viele schöne Orte seiner Heimatstadt und die beiden kommen sich näher.
Juliet bekam von ihrer Kinderfrau vor der Abreise eine Kette aus gläsernen Perlen geschenkt, die sie seitdem trägt. Auf der Kette entdeckt sie ein Symbol, dem sie in Murano wiederbegegnet. Eine Spurensuche nach einem Rätsel beginnt …

Die 23-jährige Juliet wir mir von Anfang an sympathisch, ganz im Gegensatz zu ihrer Familie, die sie ständig bevormunden, regelrecht übergriffig sind, und ihr offenbar so gar nichts zutrauen. Dem künstlerischen Talent von Juliet können sie so gar nichts abgewinnen. Daher habe ich Juliet sehr bewundert für ihre Stärke, die sie entwickelt, indem sie sich gegen ihre Familie durchsetzt und die Reise nach Venedig antritt. Den Kurs auf der Glasbläserschule möchte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Als dann bei ihrer Ankunft einiges schief geht, beginnen ihre Selbstzweifel erneut aber sie schafft es, dann auch mit der Hilfe von Marcus, den sie vor der Schule trifft.
Als der Kurs beginnt ist sie als Frau alleine unter Männern. Doch unter den Schülern findet sie dann auch Anschluss und kann mit ihrem Talent überzeugen.

Im zweiten Handlungsstrang erleben wir Venedig bzw. Murano in den 1940er und 1950er Jahren und lernen Marina kennen, die auch damals als Mädchen bzw. junge Frau versuchte Zugang zur Glasbläserkunst zu bekommen. Mit diesem Handlungsteil begeben wir uns dann auch auf Spurensuche nach dem Geheimnis und der Bedeutung des Symbols.

Ich fand es sehr interessant in beiden Handlungssträngen viel über die Glasbläserkunst zu erfahren. Da werden Techniken und Besonderheiten beschrieben und ich konnte die Entwicklung dieses besonderen Handwerks verfolgen. In ihrem Nachwort erklärt die Autorin, dass einige historische Fakten, die den Hintergrund dieser fiktiven Geschichte bilden, real sind.

Sehr gut gefallen hat mir die wirklich warmherzige und einfühlsame Darstellung dieser außergewöhnlichen jungen Frau Juliet. Sie hat anfangs nur ihre Kunst im Kopf, ist aber ansonsten von Selbstzweifeln getrieben und sucht irgendwie immer noch ihren Platz im Leben. Es war wunderschön zu erleben, wie sie sich während ihres Aufenthalts in Murano entwickelt und zu sich selbst findet und sich neben ihrem Glasbläser-Kurs noch auf Spurensuche begibt und dabei auf ein Geheimnis stößt.

Cristina Caboni hat hier eine sehr stimmungsvolle, warmherzige und auch romantische Geschichte vorgelegt. Bildhafte Beschreibungen von Venedig und Murano, eine liebenswerte Protagonistin, interessante Informationen zur Glasbläserkunst und ein spannendes Geheimnis runden die Handlung ab. Ich habe die magische Stimmung Venedigs und diese berührende Geschichte sehr genossen!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (19. Juni 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 416 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3734113571
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3734113574
Originaltitel ‏ : ‎ La collana di cristallo
Übersetzung  :  Ingrid Ickler

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0CMJBCTBT
Herausgeber ‏ : ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag (19. Juni 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 2800 KB 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *)
 
 
 
Von Cristina Caboni außerdem gelesen und rezensiert:
Caboni, Cristina - Die Rosenfrauen   
Caboni, Cristina - Die Oleanderschwestern
Caboni, Cristina - Der Zauber zwischen den Seiten     
Caboni, Cristina - Die Seidentöchter      
Caboni, Cristina - Die Gartenvilla      Caboni, Cristina - Die Glücksmalerin     
  

Dienstag, 9. August 2022

Die Glücksmalerin von Cristina Caboni [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag

 
Zum Inhalt:
Eine junge Frau auf den Spuren einer außergewöhnlichen Geschichte. Und eine Reise in die Vergangenheit, die sie zu neuem Glück führt ...

Als Stella aus heiterem Himmel ihren Job verliert, beschließt sie, an den Gardasee zu ihrer Großtante Letizia zu fahren, die nach dem Tod ihres Mannes Gesellschaft brauchen kann. Kurz nach ihrer Ankunft entdeckt sie einen Stapel Kinderzeichnungen, von dem eine seltsame Energie auszugehen scheint. Stella, die selbst über ein außergewöhnliches Gespür für Farben verfügt, möchte wissen, was es mit dem mysteriösen Fund auf sich hat. Ihre Nachforschungen führen sie in die Vergangenheit, zurück ins Jahr 1942, in den kleinen Ort Nonantola, wo jüdische Kinder aus ganz Europa in einer Villa Zuflucht fanden. Was Stella nicht ahnt: Ihre Spurensuche bringt nicht nur ihr selbst, sondern auch Letizia das Glück zurück … 
(Kurzbeschreibung lt. Blanvalet Verlag
 
 
 
Die Autorin:
Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Ihr Debütroman Die Rosenfrauen verzauberte die Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang auf der Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman Die Honigtöchter, der auf ihrer Heimatinsel spielt, und Die Oleanderschwestern waren ebenfalls große Erfolge. Der Zauber zwischen den Seiten ist nun Cristina Cabonis viertes Buch, das in der faszinierenden Welt der Bücher spielt.
(Quelle: Blanvalet Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Stella hat ihren Job verloren und muss überlegen, wie es nun weitergehen soll. Sie beschließt zunächst zur ihrer Großtante Letizia an den Gardasee zu reisen und später ins Ausland zu gehen, um dort einen Neuanfang zu wagen.
Letizia trauert um ihren Mann Orlando, der großen Liebe ihres Lebens, der verstorben ist. Orlando hatte Stella noch vor seinem Tod ein kleines Geschenk geschickt, das unter anderem ein Zugticket enthielt.
Auf einem kleinen Bahnhof beim Umsteigen lernt Stella durch einen Zufall den Arzt Alexander kennen, der ihr auch später wieder begegnen soll.
Letizia lebt in einer alten Villa und genießt Stellas Gesellschaft. Stella findet immer wieder kleine „Geschenke“, die Orlando für sie irgendwo deponiert hat. Unter anderem entdeckt sie in einem Koffer einen Stapel bunter Kinderzeichnungen. Stella, die selbst die Farben und auch die Kunst liebt und selbst auch zeichnet, ist von diesen Bildern sehr angetan.
Doch als sie Letizia die Bilder zeigt, bricht diese zusammen und Stella beginnt auf eigene Faust mit Recherchen, woher diese Bilder stammen und warum sie Letizia emotional so aufwühlen. Dabei stößt sie auf eine Geschichte weit in der Vergangenheit, die bei Letizia alte Wunden aufreißt. Doch Stella gibt nicht auf und versucht herauszufinden, was damals geschah und wie es endete, damit Letizia zur Ruhe kommen kann.

Die Handlung wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart erleben wir Stella und Letizia in der alten Villa am Gardasee und vor allem Stellas Recherchen.
Im zweiten Handlungsstrang lernen wir Letizia als junges Mädchen kennen. Sie wurde früh von ihren Eltern getrennt und in ein kirchlich geführtes Internat geschickt. Dort lernt sie eine Freundin kennen, die aus der Schweiz stammt und entwickelt sich allmählich zu einer selbstbewussten jungen Frau, die das Herz am rechten Fleck hat.
Und so geht sie nach dem Schulabschluss als Lehrerin nach Nonantola, wo sie Kinder unterrichtet. Als während des 2. Weltkrieges dort viele jüdische Kinder in einer Villa Zuflucht finden, entschließt sich Letizia, die Hilfsaktion zu unterstützen und sich um die Kinder zu kümmern. So wird sie Teil des Widerstands gegen die Nazis und verhilft den Kindern zur Flucht, als die Nazis in Italien einmarschieren. Die Kinder sollen über die Schweiz in Sicherheit gebracht werden, doch nicht alles klappt wie geplant.

Wie oft bei solchen Romanen ist der Handlungsstrang in der Vergangenheit der bedeutendere. Das ist auch hier so, denn letztendlich erfährt man so erst, warum Letizia so schlimme Erinnerungen hat, die sie bis ins hohe Alter nicht loslassen.
Die Autorin hat hier sehr gut recherchiert und diese reale Geschichte hervorragend mit ihrer fiktiven Handlung verknüpft.
Die Geschichte der Villa Emma in Nonantola und der unglaublichen Hilfsaktion der Einwohner des Ortes ist sehr bewegend und ergreifend und war mir bisher nicht bekannt. Die Einwohner versteckten die Kinder in ihren eigenen Häusern, Ställen und Kellern, als die deutschen Truppen einmarschierten und halfen schließlich alle gemeinsam, die Flucht vorzubereiten und durchzuführen. Die Autorin lässt der jungen Letizia, die als Lehrerin Kontakt zu den Kindern hatte, hier ebenfalls eine wichtige Rolle zukommen und verwischt damit geschickt Realität und Fiktion.
Diese Geschichte hat mich wirklich sehr aufgewühlt und bewegt.

Aber auch in der Gegenwart ist die Handlung emotional. Stellas Bemühungen, die Geschichte der Kinderbilder herauszufinden, sind nur ein Thema. Dazu kommt ihre Verbindung zu Alexander, ihren Eltern und neue Freundschaften, die sie schließen kann. Sie überdenkt dabei auch ihr Leben und sucht einen neuen Weg für sich selbst. Dabei ist sie sehr herzlich, einfühlsam und hilfsbereit.
Ich war sehr gespannt, wie sich am Ende alles für Stella entwickeln würde und ob sie die Geschichte und das Schicksal der jüdischen Kinder aufklären kann.

Cristina Caboni hat hier einen wirklich packenden Roman mit einer Achterbahn der Gefühle vorgelegt.
Ihr Erzählstil ist lebendig, mitreißend und doch emotional und gefühlvoll. Die Beschreibungen der Örtlichkeiten sind bildgewaltig, so dass das Kopfkino einiges zu tun hat und man die Geschichte nicht nur lesen sondern regelrecht erleben kann.

„Die Glücksmalerin“ ist ein wunderbarer Roman, der reale historische Ereignisse mit Fiktion verbindet. In ihrem Nachwort gibt die Autorin noch ausführliche Erläuterungen, welche Teile real sind und was ihrer Phantasie entsprungen ist.
Die Geschichte hat mich sehr berührt und vor allem auf beiden Zeitebenen völlig gefangen genommen.
Dieses wunderbare Leseerlebnis empfehle ich gerne weiter, denn es ist ein absoluter Genuss!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Blanvalet Verlag
und das Bloggerportal!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (20. Juni 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 384 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3734111536
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3734111532
Originaltitel ‏ : ‎ La Ragazza dei Colori
Übersetzung  :  Ingrid Ickler 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B09KPVKNJD
Herausgeber ‏ : ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. Juni 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 2445 KB  
 
 
 
 
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Von Cristina Caboni außerdem gelesen und rezensiert:
Caboni, Cristina - Die Rosenfrauen   
Caboni, Cristina - Die Oleanderschwestern
Caboni, Cristina - Der Zauber zwischen den Seiten     
Caboni, Cristina - Die Seidentöchter      
Caboni, Cristina - Die Gartenvilla       
Caboni, Cristina - Das Versprechen der Rosenfrauen  
 

Mittwoch, 22. September 2021

Das Versprechen der Rosenfrauen von Cristina Caboni [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Eine junge Frau auf den Spuren ihrer Vorfahren. Eine Reise, die sie tief in die geheimnisvolle Welt der Düfte eintauchen lässt. Und eine Entdeckung, die das Glück in greifbare Nähe rückt ...

Elena lebt glücklich mit ihrem Mann in Paris, wo sie in einer kleinen Parfümerie die Emotionen ihrer Kunden in kostbaren Düften verewigt. Nur ganz selten denkt sie noch an den alten Palazzo im Herzen von Florenz, wo die Frauen ihrer Familie viele Jahre lang nach der verlorenen Rezeptur für das Parfüm ihrer Großmutter gesucht haben. Ein Duft, der so perfekt war, dass er den Mensch in all seinen Facetten erfassen konnte. Das ändert sich, als Elenas Mutter sie einlädt, nach Florenz zu kommen und mit ihr auf eine Reise aufzubrechen, die sie einander wieder näherbringen soll. Und nicht nur das – während die beiden auf den Spuren der Vergangenheit wandeln, drängt ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht …
(Kurzbeschreibung lt. Blanvalet Verlag)
 


Die Autorin:
Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Ihr Debütroman Die Rosenfrauen verzauberte die Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang auf der Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman Die Honigtöchter, der auf ihrer Heimatinsel spielt, und Die Oleanderschwestern waren ebenfalls große Erfolge. Der Zauber zwischen den Seiten ist nun Cristina Cabonis viertes Buch, das in der faszinierenden Welt der Bücher spielt.
(Quelle: Blanvalet Verlag)


Meine Meinung:
 
*** Achtung, die Rezension kann Spoiler zum ersten Teil enthalten ***
 
Mit diesem Roman legt Cristina Caboni die Fortsetzung zu „Die Rosenfrauen“ aus dem Jahr 2015 vor.
Der Roman war erfolgreich und Cristina Caboni träumte immer von einer Fortsetzung, um die Geschichte von Elena Rossini zu Ende zu erzählen. Diesen Traum hat sie sich mit dem vorliegenden Roman erfüllt.

Im ersten Teil hatte Elena ihr Glück mit Cail und ihrer kleinen Tochter Beatrice gefunden. Gemeinsam mit ihrer Freundin Monique hatte sie in Paris eine Parfümerie eröffnet, wo sie für ihre Kunden ganz persönliche Parfums entwickelt. Doch plötzlich hat Elena ihr Gefühl für die Kunden und den speziellen Duft verloren, worunter die Kreativität leidet.
Da erhält sie überraschend eine Einladung von ihrer Mutter nach Florenz in den Palazzo der Familie.
Elena beschließt, dass ihr eine Auszeit gut tun würde und nimmt die Einladung an, obwohl sie sich nicht gut mit ihrer Mutter versteht.
Und so reist sie mit Cail und Beatrice nach Florenz, ohne zu ahnen, dass ihr eine Reise in die Vergangenheit bevorsteht.

Ich war sehr gespannt, wie sich das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter entwickeln würde und ob Elena ihre Gabe wiederfinden kann.
Schon im ersten Teil bekommt man ein Gefühl für das schwierige Verhältnis zwischen Elena und ihrer Mutter.
Im Palazzo in Florenz gibt es immer noch das alte Labor der Großmutter, bei der Elena aufwuchs und die sie seinerzeit in die Geheimnisse der Parfums einführte. Das weckt Erinnerungen in Elena und auch die kleine Beatrice zeigt bereits Interesse an den Düften und Essenzen.

Passend zum Thema wird jedes Kapitel eingeleitet von einer kurzen Erklärung zu einer Blume oder Pflanze. Da bekommt man einige interessante Informationen über die Essenzen, die sich daraus herstellen lassen.
Anfangs plätschert die Geschichte so dahin und man bekommt nur einige Andeutungen, was zu Elenas Kinderzeiten dazu geführt hat, dass ihre Mutter sie verließ und Elena bei deren Mutter aufwuchs.
Erst als Elenas Mutter Susanna sie auf eine Reise nach Japan, Indien und Saudi Arabien einlädt, beginnt die Geschichte Spannung zu entwickeln.
Diese Reise soll in die Vergangenheit von Susanna führen und erklären, warum sie seinerzeit diese Entscheidung getroffen hat.
Die Beschreibung dieser Reise und all der Erlebnisse hat mir gut gefallen. Der Autorin gelingt es in einem bildhaften und detailreichen Schreibstil die jeweiligen Orte und Ereignisse zu beschreiben, so dass ich mich nah dabei fühlte.
Und während dieser Reise kommen dann nach und nach Einzelheiten über Susannas Vergangenheit ans Licht, die zur Klärung beitragen.
Auch ihr großes Geheimnis, dass sie viele Jahre lang vor ihrer Tochter hütete, lüftet sie dort und versetzt Elena damit einen kleinen Schock.

Ehrlich gestanden war mir Susanna nicht sehr sympathisch, denn obwohl sie doch versucht, wieder Nähe zu ihrer Tochter herzustellen, wirkte sie auf mich weiterhin recht gefühlskalt und teilweise unnahbar.
Elena erlebt eine Achterbahn der Gefühle in doppelter Hinsicht.
Denn das was sie einst erlebt hat, könnte nun auch ihre Tochter erleben, was sie aber verhindern möchte.
So richtig nett und sympathisch reagiert Elenas Partner Cail auf all das.
Er zeigt viel Verständnis, kümmert sich um Beatrice und ist immer für Elena da. Und letztendlich trägt er auch Elenas schwerste Entscheidung mit.

Die Fortsetzung von Elenas Geschichte ist eine Reise in die Vergangenheit mit Folgen für die Gegenwart und Zukunft. Sie erzählt viel über Familienbande, Geheimnisse, Blüten, Düfte und Essenzen, die ich beim Lesen oft in der Nase hatte.
Ich habe Elena gerne auf ihrem Weg begleitet und kann diesen Roman empfehlen, jedoch mit dem Rat, den ersten Teil vorher zu lesen!


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Blanvalet Verlag
und das Bloggerportal!












Herausgeber ‏ : ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (16. August 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 352 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3734110149
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3734110146
Originaltitel ‏ : ‎ Il Seguito de il Sentiero dei Profumi
Übersetzung:  Ingrid Ickler
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B08MCBMWJK
Herausgeber ‏ : ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (16. August 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 1650 KB 




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Von Cristina Caboni außerdem gelesen und rezensiert:
 

Donnerstag, 30. Juli 2020

Die Gartenvilla von Cristina Caboni [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)

Zum Inhalt:
Eine geheimnisvolle Villa voller Spiegel. Eine Frau, die auf rätselhafte Weise verschwindet. Und eine unbeirrbare Heldin, die Jahre später alles ans Licht bringt.
In den 50er Jahren träumt die junge Eva von einer Karriere als Schauspielerin in verheißungsvollen Amerika. Doch als Glanz und Ruhm ausbleiben und sie sich in den gutaussehenden Michele verliebt, bricht sie alle Zelte ab und folgt ihm in seine Heimat Italien, in eine Villa ans glitzernde Meer, wo sie eine Familie gründet. Das Leben könnte süßer nicht sein – bis eine verhängnisvolle Begegnung alles verändert.
Positano in der Gegenwart: Die zwanzigjährige Milena wächst bei ihrem Großvater Michele auf. Ihre Großmutter Eva, die vor Jahrzehnten auf geheimnisvolle Weise verschwand, hat sie nie kennengelernt, doch als im Garten ein vergrabener Leichnam gefunden wird und alle vor einem Rätsel stehen, begibt sie sich auf Spurensuche.
(Kurzbeschreibung von Blanvalet Verlag)

Die Autorin:
Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien. Ihr Debütroman »Die Rosenfrauen« verzauberte die Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang auf der Bestsellerliste. Mit ihren nächsten Romanen »Die Honigtöchter«, »Die Oleanderschwestern«, »Der Zauber zwischen den Seiten« und »Die Seidentöchter« konnte sie an ihren phänomenalen Erfolg anknüpfen und ihre Fans jedes Mal aufs Neue begeistern. »Die Gartenvilla« ist Cristina Cabonis sechstes Buch und entführt die Leser in eine Villa nach Positano, in der unentdeckte Geheimnisse darauf warten, ans Licht zu kommen ...
(Quelle: amazon.de)


Meine Meinung:
In ihrem neuen Roman entführt uns die sardische Autorin Cristina Caboni in den italienischen Ort Positano an der Amalfiküste in Süditalien.
Die heute 20-jährige Milena hat viele Jahre ihrer Kindheit in der Villa ihres Großvaters gelebt. Als ihre Mutter starb, holte ihr Vater sie zu sich nach Rom. Doch die Sehnsucht nach der Amalfiküste und ihrem Großvater hat Milena nie losgelassen. Ihre Großmutter Eva, die vor vielen Jahren von heute auf morgen spurlos verschwand und die Familie verlassen hat, lernte sie nie kennen.
Nun kehrt Milena zurück in die schöne Villa auf den Klippen zu ihrem Großvater, da dieser an einer beginnenden Demenz leidet und sie für ihn da sein möchte.
Bei Gartenarbeiten an einer Mauer werden Skelettteile entdeckt, die dort schon lange liegen müssen. Handelt es sich um Eva, die vielleicht doch nicht freiwillig gegangen ist?

In einem zweiten Handlungsstrang erleben wir Milenas Großmutter Eva, die in den 1950er Jahren als junge Schauspielerin russischer Herkunft in Amerika lebt. Doch ihre Karriere kommt nicht voran. Als sie den jungen Italiener Michele kennen und lieben lernt, folgt sie ihm in seine Heimat. Doch in Rom wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. So geht sie mit Michele in die schöne Villa nach Positano und die beiden gründen eine Familie. Eva kommt zur Ruhe und ist glücklich. Doch was geschah, das zu ihrem Verschwinden geführt hat?

Während in der Gegenwart die Polizei um den rätselhaften Skelettfund ermittelt, erfahren wir nach und nach auf der anderen Zeitebene Evas Geschichte. Die war sehr aufwühlend und berührend.
Aber auch die Gegenwart kommt spannend daher, denn die Polizei ermittelt in alle Richtungen und sogar Milenas Großvater Michele wird verdächtigt. Dennoch kann Milena zu dem leitenden Polizisten ein Vertrauensverhältnis aufbauen.
Das Ganze liest sich fast ein bisschen wie ein Krimi, denn es ist sehr spannend zu verfolgen. Aber ebenso spannend und fesselnd ist die eigentliche Familiengeschichte, um die es hier geht.
Milena will das Rätsel um das geheimnisvolle Skelett unbedingt gelöst wissen, denn sie erhofft sich dadurch auch etwas über das Verschwinden ihrer Großmutter zu erfahren. Es geht hier ja auch um ihrer eigene Geschichte bzw. ihre Wurzeln.

Milena hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, denn sie ist eine warmherzige Person, die sich liebevoll um ihren Großvater kümmert, der ihr sehr nahe steht. Aber sie ist auch zielstrebig, selbstbewusst und entschlossen.
Aber auch die Nebenfiguren sind gelungen und fügen sich gut in die Geschichte ein.

Cristina Caboni ist eine wunderbare Erzählerin, die diese spannende Geschichte sehr fesselnd aber doch mit einer angenehmen Leichtigkeit erzählt. Sie lässt auch etwas Zeitgeschichte einfließen, wie z. B. die McCarhy-Ära in den USA zu Beginn der Zeit des Kalten Krieges.
Aber auch dieses Thema verarbeitet sie mit einer gewissen Leichtigkeit, so dass es interessant zu lesen war.

Auch die Liebe hat ihren Anteil in dieser Geschichte, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Die Liebesgeschichte steht aber nicht im Vordergrund, ist herzerwärmend und kommt ohne Kitsch aus.

Diese wunderbare Geschichte vermittelt viel Sommergefühl durch das schöne Setting am Meer an der Amalfiküste, ist aber deutlich mehr als ein leichter Sommerroman.
Cristina Caboni hat mich erneut begeistert und diese geheimnisvolle Familiengeschichte hat mir spannende und unterhaltsame Lesestunden beschert!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Blanvalet Verlag
und das Bloggerportal!











Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (15. Juni 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734107989
ISBN-13: 978-3734107986
Originaltitel: La Casa degli specchi
Übersetzung: Ingrid Ickler


Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 1662 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 289 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3734107989
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (15. Juni 2020)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07ZTFZVC7




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Mittwoch, 7. August 2019

Die Seidentöchter von Cristina Caboni [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Eine wundervolle Geschichte über Träume aus Samt und Seide und die Kraft, das eigene Schicksal zu verändern ...

Camilla hat hochfliegende Träume von einer glitzernden Karriere in der Modewelt, doch als Marianne, ihre Ziehmutter, schwer erkrankt, beschließt sie, an ihrer Seite zu bleiben. Was wie eine Sackgasse erscheint, entpuppt sich als Neuanfang voll ungeahnter Möglichkeiten, denn Camilla findet wunderschöne, von Mariannes Mutter gefertigte Kleidungsstücke, die ihr Ungeahntes offenbaren.
In den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts weiß die junge Caterina um ihr Talent fürs Schneidern und dass sie die Gabe hat, das Leben ihrer Kundinnen zu verändern. Ihr größter Wunsch wäre ein eigenes Unternehmen, doch das Schicksal hat andere Pläne mit ihr ...

(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Ihr Debütroman Die Rosenfrauen verzauberte die Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang auf der Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman Die Honigtöchter, der auf ihrer Heimatinsel spielt, und Die Oleanderschwestern waren ebenfalls große Erfolge. Der Zauber zwischen den Seiten ist nun Cristina Cabonis viertes Buch, das in der faszinierenden Welt der Bücher spielt.
(Quelle: Blanvalet Verlag)

Cristina Caboni auf Twitter und Facebook


Meine Meinung:
Camilla ist Schneiderin mit Leib und Seele und hat sich einer ganz besonderen Aufgabe verschrieben. In einem kleinen Atelier in Bellagio arbeitet sie für ihre Kundinnen alte Kleider, die diese mit Erinnerungen verbinden, um und verleiht ihnen neuen Glanz. Dabei geht sie ganz auf die Erinnerungsstücke und die Persönlichkeit der Kundinnen ein.
Als ihre Ziehmutter Marianne, die ein Modeimperium leitet, krank wird, reist Camilla nach Mailand, um Marianne beizustehen.
Marianne vertraut Camilla ein Geheimnis an, das Mariannes Mutter Caterina betrifft. Caterina hatte vor Marianne bereits eine Tochter, wie sie Marianne erst auf dem Sterbebett gestand. Doch im 2. Weltkrieg verlor sie ihre Tochter aus den Augen und hat sie nie wiedergefunden. Jedes Jahr zu deren Geburtstag schneiderte Caterina ein Kleid für ihre verlorene Tochter. In diesen Kleidern erkennt Camilla Gemeinsamkeiten und den Stil der berühmten Modeschöpferin Maribelle, die vor vielen Jahren in ihrem Pariser Atelier verbrannt ist.
Mariannes Mutter nahm ihr das Versprechen ab, nach ihrer verschollenen Schwester zu suchen, was Marianne aber nie getan hatte.
Nun bittet sie Camilla um Unterstützung bei der Suche …

Cristina Caboni erzählt hier eine sehr fesselnde und spannende Geschichte aus der Welt der Mode, die gleichzeitig auch eine Familiengeschichte ist.
Auf zwei Zeitebenen erleben wir Camilla und Catarina auf ihren Wegen.
Catarinas Geschichte hat mich sehr bewegt und berührt.
Aufgewachsen als ungeliebte Tochter bei einer Amme, die ihr das Weben und Nähen beibrachte, führt sie ihr Weg später über Mailand nach Paris. Aber Catarinas Leben soll nicht leicht werden, sie erleidet einige Schicksalsschläge, nur ihre Liebe zu Stoffen und Mode bleibt ihr immer erhalten. Der 2. Weltkrieg wird ihr zum Schicksal das alles verändert.

In der Gegenwart begleiten wir Camilla, die ihr Versprechen gegenüber Marianne einhalten möchte und erleben ihre Recherchen und die Suche nach Mariannes Schwester. Unterstützung bekommt sie dabei durch Marco, der ihre Jugendliebe war und auch nachdem sich die beiden jahrelang nicht gesehen haben, sprühen wieder die Funken. Wird es den beiden gelingen, Mariannes Schwester zu finden?

An diesem Roman haben mich einige Dinge begeistert.
Die bildhafte Sprache und der dabei lockere Schreibstil machen das Lesen zum Vergnügen.
Cristina Caboni schreibt sehr warmherzig und gefühlvoll dabei aber auch lebendig und mitreißend. Ich fühlte mich mitten in der Geschichte und konnte die Empfindungen der Figuren nachvollziehen.
Die Idee, alte und getragene Kleider wiederzuverwenden und umzuarbeiten fand ich besonders schön. Sicher kennt das jeder, dass er ein besonderes Kleidungsstück hat, mit dem man besondere Erinnerungen verbindet. Wenn das nun entsprechend umgearbeitet und aufgewertet wird und damit wieder tragbar, wird es zu einem wertvollen Erinnerungsstück.
Die Autorin hat sicher intensiv über das Thema, die Mode allgemein und auch über Stoffe recherchiert.
Jedes Kapitel wird eingeleitet von einer Beschreibung eines Stoffes, seiner Herstellung und auch dem hauptsächlichen Verwendungszweck, was sehr gut zum Roman passt aber auch interessante Informationen liefert.

„Die Seidentöchter“ ist ein vielfältiger Roman, der schöne Einblicke in die Welt der Mode und deren Herstellung gibt und dabei eine tragische Familiengeschichte erzählt, die Auswirkungen bis in die Gegenwart hat.
Berührend, fesselnd und unterhaltsam - für mich war das eine perfekte Mischung!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Blanvalet Verlag
und das Bloggerportal!












Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (18. Juni 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734107385
ISBN-13: 978-3734107382
Originaltitel: La Stanza della tessitrice
Übersetzung: Ingrid Ickler 



Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 2124 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 385 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (18. Juni 2019)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07K269SW2




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Freitag, 23. November 2018

Die Rosenfrauen von Cristina Caboni [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Ein Parfüm ist wie ein Versprechen ...

Elena Rossini hat ein besonderes Talent für Düfte, denn sie stammt aus einer Familie begnadeter Parfümeurinnen. Lange hat sie sich dagegen gesträubt, die Tradition fortzusetzen. Doch als Elenas Leben plötzlich zerbricht, beschließt sie kurzerhand, sich ihrem Schicksal zu stellen: Sie will herausfinden, was sich hinter dem »perfekten Parfüm« verbirgt, das eine ihrer Ahninnen entdeckt haben soll. Die Suche danach führt Elena in die Toskana und die Provence, in die Vergangenheit ihrer Familie, vor allem aber zu sich selbst – und zur Liebe ...

(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Ihr Debütroman Die Rosenfrauen verzauberte die Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang auf der Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman Die Honigtöchter, der auf ihrer Heimatinsel spielt, und Die Oleanderschwestern waren ebenfalls große Erfolge. Der Zauber zwischen den Seiten ist nun Cristina Cabonis viertes Buch, das in der faszinierenden Welt der Bücher spielt. 
(Quelle: Blanvalet Verlag)

Cristina Caboni auf Twitter und Facebook


Meine Meinung:
Schon seit Kindertagen beschäftigt sich Elena Rossini mit Parfüm, denn sie stammt aus einer Familie mit brillanten Parfümeuren. Ihre Großmutter unterrichtete sie mit einiger Strenge in dieser Kunst und verlangte immer Perfektion. Da Elena sich nie gut genug fühlte und den hohen Anforderungen ihrer Großmutter nicht gerecht werden konnte, gab sie ihren Beruf auf.
Nach einer Enttäuschung in der Liebe flüchtet sie zu ihrer besten Freundin Monique nach Paris, um dort neu anzufangen.
Sie erinnert sich ihrer Talente als Parfümeurin und beschließt wieder in diesem Beruf zu arbeiten und sich gleichzeitig auf die Suche nach dem „Perfekten Parfüm“ zu machen, das eine ihrer Vorfahrinnen in einem Tagebuch beschreibt und das bisher noch niemand herstellen konnte.

In dieser Geschichte sind die Parfüms der rote Faden und die Hauptsache, um die sich alles dreht. Deshalb hat die Autorin jedem Kapitel eine Parfüm-Essenz mit passenden Erläuterungen vorangestellt. Am Ende des Buchs gibt es noch ein Duftlexikon mit vielen Essenzen und deren Düften und Wirkungsweisen.
Auch in Elenas Leben hat sich eigentlich immer alles um die Parfüms gedreht, denn sie hat ein besonderes Talent und kann Gefühle und Düfte analysieren und verbinden.
Sie ist eine warmherzige und sympathische Frau, die ich schnell in mein Herz geschlossen hatte und deren Neuanfang in Paris ich gespannt verfolgt habe.
Ihre Freundin Monique ist ebenfalls eine liebenswerte Figur, die sich allerdings von ihrem Chef und Liebhaber ausnutzen lässt. Ich hätte sie manchmal schütteln mögen, dass sie so blauäugig reagiert.
Mir hat es viel Freude gemacht zu erleben, wie Elena ihr Talent wieder für sich entdeckt und sich wieder in der Welt der schönen Düfte betätigt.
Die Autorin hat einiges über die Parfümherstellung bei italienischen Parfümeurinnen recherchiert und so haben all die Erklärungen und Erläuterungen auf mich schlüssig und glaubhaft gewirkt. Ich fand es sehr interessant neben der Unterhaltung auch noch viele Informationen über Düfte, Essenzen, ätherische Öle und ihre Wirkungsweisen zu erfahren.

Sehr gut gefallen hat mir Elenas Idee, individuelle Düfte perfekt auf den jeweiligen Träger zu kreieren. Dabei beschäftigt sie sich intensiv mit der jeweiligen Person und deren Charakter und wählt dann Essenzen aus, die die Person perfekt widerspiegeln.
Elenas Suche nach dem Geheimnis des „Perfekten Parfüm“ gestaltet sich schwierig und sie muss wie bei einem Puzzle viele Fakten und Hinweise zusammensetzen. Das hat Spannung in die Geschichte gebracht und auch für so manche Überraschung gesorgt.
Aber auch in Elenas persönlicher Welt verändert sich so einiges. Und da ist auch noch ihr geheimnisvoller Nachbar, der Rosenzüchter Cail, der ihr Interesse weckt. Da kommt dann auch noch die Liebe und Romantik ins Spiel.

Cristina Caboni erzählt Elenas Geschichte in der Welt der Düfte sehr anschaulich und ausdrucksvoll. Dabei bleibt der Schreibstil dennoch leicht und flüssig. Sie hat eine schöne Mischung von Themen zu einem fesselnden Gesamtwerk zusammengefügt, was mich begeistert und gut unterhalten hat!


Fazit: 5 von 5 Sternen











 
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (22. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 373410033X
ISBN-13: 978-3734100338
Originaltitel: Il sentiero dei profumi -
Übersetzung: Ingrid Ickler 


 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2286 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 481 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (22. Juni 2015)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00QZEL2V6




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Dienstag, 17. April 2018

Der Zauber zwischen den Seiten von Cristina Caboni [Rezension]

Kennzeichnung #Werbung Dieses Buch habe ich im Rahmen der
Hello Sunshine-Kampagne im Zusammenhang mit einer Gewinnmöglichkeit als eBook vom Blanvalet Verlag erhalten. Herzlichen Dank dafür!
Das Buch erscheint erst am 20.08.2018, ist aber bereits vorbestellbar. Meine Rezension beinhaltet dennoch meine uneingeschränkte ehrliche Meinung!



Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Denn Bücher duften nach Träumen ...

Seit sie denken kann, ist Sofia von Büchern fasziniert. Sie liebt das Rascheln der Seiten, den Geruch des Papiers und vor allem die darin beschriebenen Welten. Schon immer haben sie der schüchternen Frau geholfen, der Realität zu entkommen. Als sie eines Tages in einem Antiquariat ein altes Buch kauft, findet sie darin enthaltene Manuskripte und Briefe einer gewissen Clarice, die Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt haben soll. Sofia und Clarice scheinen viel gemeinsam zu haben, und Sofia spürt eine Verbindung zu ihr. Um mehr über sie zu erfahren, reist Sofia quer durch Europa. Dabei stößt sie nicht nur auf eine unglaubliche Liebesgeschichte, sondern findet endlich auch ihr eigenes Glück …

(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet Verlag)

Leseprobe (steht leider noch nicht zur Verfügung)


Die Autorin:
Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Ihr Debütroman Die Rosenfrauen verzauberte die Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang auf der Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman Die Honigtöchter, der auf ihrer Heimatinsel spielt, und Die Oleanderschwestern waren ebenfalls große Erfolge. Der Zauber zwischen den Seiten ist nun Cristina Cabonis viertes Buch, das in der faszinierenden Welt der Bücher spielt.
(Quelle: Blanvalet Verlag)

Cristina Caboni auf Facebook und Twitter


Meine Meinung:
Sofia Bauer lebt in Rom, hat jedoch deutsche Wurzeln. Sie gab nach ihrer Hochzeit mit Alberto ihren Beruf als Bibliothekarin auf, obwohl Bücher ihre große Leidenschaft sind. Nun wird sie in ihrer Ehe zunehmend unglücklicher, da Alberto sie immer mehr zur der Frau formte, die er sich wünschte und Sofia ließ das zu und passte sich an. Sie entschließt sich zur Trennung und verlässt Alberto.
Ihre neue Freiheit genießend stellt sie plötzlich fest, wie alleine sie doch ist, denn ihre Freundschaften gab sie für ihren Mann auch auf.
Auf einem ihrer Streifzüge durch Rom entdeckt sie einen alten Buchladen wieder, in dem sie früher häufig mit ihrem Großvater Max gewesen ist.
Sie führt eine schöne Unterhaltung mit dem alten Buchhändler Andrea Vinci und entdeckt eine sehr alte Erstausgabe des ersten Bandes einer Trilogie des Schriftstellers Christian Philipp Fohr. Sie möchte den Band kaufen und restaurieren, da er im Laufe der vielen Jahre einige Schäden davon getragen hat. Daraufhin schenkt der Buchhändler ihr das alte Buch.
Bei näherem Betrachten entdeckt Sofia in dem alten Einband versteckt ein Dokument einer gewissen Clarice Marianne von Harmel, die im 19. Jahrhundert gelebt haben muss und offenbar Buchbinderin war.
Sofia ist fasziniert von Clarices Aufzeichnungen und beginnt zu recherchieren, um mehr über Clarice zu erfahren.
Dass sich damit ihr Leben völlig verändern soll, ahnt sie da noch nicht.

Zitat, eBook S. 92, Pos. 1403
„Ein Buch träume, hat Ennio Flaiano einmal gesagt. Er hielt Bücher sogar für die einzigen leblosen Gegenstände, die die Fähigkeit zu träumen haben.“


Cristina Caboni erzählt diese Geschichte auf zwei Zeitebenen. Neben der Gegenwart, in der wir Sofia erleben, lernen wir im Jahr 1804 Clarice kennen. Sie verlor ihre Eltern und wächst bei Tante und Onkel in Wien auf. Dort wird sie sehr streng erzogen und nicht gut behandelt. Als sie eines Tages zur Strafe in den Keller gesperrt wird, entdeckt sie hinter einer versteckten Tür eine Buchbinderei. Clarice, die Bücher liebt, ist fasziniert von den herrlichen und edlen Einbänden der Bücher und lässt sich von dem dortigen Meister in der Buchbindekunst ausbilden.

Zitat, eBook S. 156, Pos.2387
„Nichts macht dich so frei wie ein Buch zu lesen. Zwischen den einzelnen Seiten findest du immer Freiraum und kannst entscheiden, wie du ihn nutzt.“


Im Wechsel erzählt die Autorin nun die Geschichte der beiden Frauen. Jedes Kapitel ist dabei mit einem Zitat aus Werken von z. B. Goethe, Marcel Proust, Oscar Wilde, Emily Brontë, Jane Austen oder Victor Hugo überschrieben.
Mich haben beide Handlungsstränge sehr gefesselt und auch fasziniert. Sofias Nachforschungen führen sie unter anderem auch mit dem Graphologen Tomaso zusammen. Dieser unterstützt und begleitet sie bei ihren weiteren Recherchen. Die Suche nach den weiteren beiden Bänden der Trilogie des Schriftstellers Fohr, in denen sich Sofia weitere Dokumente von Clarice erhofft, gestaltet sich sehr spannend und fördert viele interessante Dinge zutage, die sich auch auf Sofias Leben auswirken.
Clarices Geschichte ist dagegen stellenweise traurig, sogar dramatisch, und ich mochte diese starke junge Frau sehr. Denn man muss berücksichtigen, welchen Stand Frauen in der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten. Ich habe sehr mit Clarice gelitten und auch gefiebert, dass sich für sie alles zum Guten wendet.
Sofia und Clarice verbindet nicht nur die Liebe zu den Büchern. Beide sind auch auf der Suche nach ihrem Weg im Leben, ihrer Unabhängigkeit und der Liebe. Die Autorin hat hier zwei wunderbare Protagonistinnen geschaffen, die ich auf ihrem Weg gerne begleitet habe.

Zitat, eBook S. 162, Pos. 2484
„Bücher haben die Fähigkeit, etwas in dir aufglimmen zu lassen wie ein Funke. Sie entfachen ein Feuer, helfen dir zu wachsen und dich weiterzuentwickeln.“


Die Geschichte von Clarice und Sofia hat mich sehr in ihren Bann gezogen und gefangen genommen. In beiden Handlungssträngen bin ich gebannt den Ereignissen gefolgt und mochte das Buch kaum weglegen. Cristina Caboni bedient sich eines sehr flüssigen und schönen, ausdrucksvollen Schreibstils und hat in mir beim Lesen die unterschiedlichsten Emotionen ausgelöst.
Die Liebe zu Büchern und zu den darin enthaltenen Geschichten wird immer wieder sehr deutlich, was mich begeistert hat.
Es ist ihr sehr gut gelungen, die beiden Handlungsstränge zu verbinden, so dass man in der Gegenwart den „Geist der Vergangenheit“ spüren und Sofias Faszination von Clarice und deren Geschichte nachvollziehen konnte.
Und wie ich es bei so einem schönen Buch mag, haben mich die Enden beider Handlungsstränge zufrieden lächeln lassen.

Zitat, eBook S. 280, Pos. 4280
„Bücher haben ein grenzenloses Potential. Sie geben Antworten auf drängende Fragen, selbst auf solche, die man sich gar nicht stellt.“


Cristina Caboni hat mich mit dieser bewegenden Geschichte über Bücher und die Liebe sehr begeistert, gefesselt und wunderbar unterhalten.
In diesem Buch ist sehr viel Zauber zwischen den Seiten!


Fazit: 5 von 5 Sternen







 
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. August 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734105846
ISBN-13: 978-3734105845
Originaltitel: La Rilegatrice dei libri proibiti
Übersetzung: Ingrid Ickler 


 
Format: Kindle Edition
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. August 2018)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B077C3YLZ7





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