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Dienstag, 25. Januar 2022

Die falsche Zeugin von Karin Slaughter [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Anwältin Leigh musste schon immer härter kämpfen als andere. Denn ihre Kindheit war geprägt von Gewalt und wurde vor Jahrzehnten durch ein brutales Verbrechen abrupt beendet. Seitdem sucht sie Schutz hinter der unauffälligen Fassade ihres gutbürgerlichen Lebens. Bis sie den Auftrag bekommt, die Verteidigung eines mutmaßlichen Vergewaltigers zu übernehmen. Der Fall könnte Leighs Karriere einen mächtigen Schub verpassen. Doch als sie dem Angeklagten gegenübersteht, wird ihr klar, warum er ausgerechnet sie als seine Anwältin auserkoren hat. Sie kennt ihn. Und er kennt sie. Und er weiß genau, wovor Leigh seit zwanzig Jahren davonläuft.
(Kurzbeschreibung lt. HarperCollins Verlag)
 
 
 
Die Autorin:
Karin Slaughter ist eine der populärsten und gefeiertsten Schriftstellerinnen weltweit. Ihre Bücher erscheinen in 120 Ländern und haben sich insgesamt über 35 Millionen Mal verkauft. Sie hat 20 Bücher geschrieben, darunter die Grant-County- und die Georgia-Reihe. Ihr Thriller Cop Town war für den Edgar-Allan-Poe-Award nominiert. Die Bücher Pretty Girls, Die gute Tochter, Ein Teil von ihr und Die letzte Witwe waren allesamt Bestseller. Slaughter setzt sich als Gründerin der Non-Profit-Organisation »Save the Libraries« für den Erhalt und die Förderung von Bibliotheken ein. Die Autorin stammt aus Georgia, lebt aber mittlerweile in Atlanta. Ein Teil von ihr wird gerade für Netflix, die Grant-County- und die Georgia-Reihe werden fürs Fernsehen verfilmt. 
(Quelle: HarperCollins Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Harleigh „Leigh“ Collier ist Rechtsanwältin, verheiratet, aber getrennt lebend und Mutter einer Tochter.
Sie arbeitet in einer großen Kanzlei und wird von ihrem obersten Chef gerufen, als ein Mandant ausdrücklich nach ihr verlangt.
Andrew Tenant wird der mehrfachen Vergewaltigung beschuldigt und Leigh soll seine Verteidigung übernehmen.
Schnell erkennt Leigh den Mandanten, der mit seiner Mutter zur ersten Besprechung erscheint und ahnt, warum er nach ihr verlangt hat.
Da die Vergangenheit sie einzuholen scheint, sorgt sich Leigh sehr um ihre Sicherheit, die ihrer Familie und ihrer Schwester Callie.
Callie lebt auf der Straße und ist drogenabhängig.
Leigh fühlt sich verantwortlich für ihre jüngere Schwester, da die Mutter der beiden sie schon in Kindertagen vernachlässigt hat. Außerdem wird Leigh von Schuldgefühlen geplagt, da sie sich dafür verantwortlich macht, dass Callie in den Drogensumpf abgerutscht ist.

Die Geschichte beginnt im Sommer 1998 als Callie als junges Mädchen als Babysitterin bei dem kleinen Trevor arbeitet, dessen Eltern ihren Berufen nachgehen. Callie hat es nicht nur mit einem schwierigen kleinen Jungen zu tun sondern erlebt dort auch schreckliche Dinge, die sie für ihr Leben zeichnen.
Nach dieser ausführlichen Einleitung springt die Handlung ins Frühjahr 2021 und wir erleben Leigh, die an einem Sonntag an einer Schulaufführung ihrer 16-jährigen Tochter teilnimmt und von ihrem obersten Chef gerufen wird, der ihr den Fall des Andrew Tenant überträgt.

Im Vordergrund der Handlung stehen die aktuellen Ereignisse um Leigh, die die Verteidigung vorbereiten muss und dazu einiges recherchiert, Gespräche mit ihrem Mandanten führt und sich eine Strategie überlegt.
Immer wieder eingeschoben werden Rückblicke in das Jahr 1998 und auch zu einem Ereignis im Jahr 2005.
Immer mehr kristallisiert sich heraus, was damals geschah und wie die Verbindung zu den Ereignissen in der Gegenwart ist.
Das war fesselnd und spannend dargestellt. Teilweise sind allerdings auch die Beschreibungen recht brutal.
Neben Leigh bekommt man auch einen guten Einblick in Callies aktuelles Leben auf der Straße und als Drogensüchtige.
Beide Figuren, Leigh und Callie, haben mir gut gefallen, so unterschiedlich sie auch sind. Callie schildert den Umgang mit ihrer Sucht sehr offen aber wir bekommen auch einen Einblick in ihre Tierliebe und ich konnte ihr gutes Herz erkennen.
Leigh ist Anwältin mit Leib und Seele, aber ihre oberste Priorität ist der Schutz ihrer Familie und von Callie, denn sie sieht sie alle in Gefahr. Dabei geht sie sehr clever vor.
Beide schleppen Trauma aus ihrer Vergangenheit mit sich herum, die sie nun nach 20 Jahren einzuholen drohen.

Schritt für Schritt ergibt sich ganz allmählich ein Gesamtbild und es wird klar, worauf es hinauslaufen wird. Dabei gibt es aber auch ein paar kleine Längen und am Ende einen großen Showdown. Außerdem hat die Autorin auch noch einige Überraschungen eingebaut.

Was mich wirklich gestört hat ist, dass die Autorin die Corona-Pandemie in die Handlung eingebaut hat und ich dauernd etwas von Masken, Abstandsregeln usw. lesen musste.
Sie erklärt im Nachwort ihre Gründe dafür aber eigentlich möchte ich beim Lesen durch die Geschichten von der Corona-Situation abgelenkt werden. Hier war sie aber auch allgegenwärtig.

Dieser Thriller hat einen raffinierten Plot, ist größtenteils kurzweilig, spannend und weist auch einige Brutalität auf.
Trotz meiner kleinen Kritikpunkte hatte ich fesselnde Lesestunden und kann das Buch Thriller-Fans durchaus empfehlen!


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Harper Collins Verlag
und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ HarperCollins; 1. Edition (23. November 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 592 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3749902194
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3749902194
Originaltitel ‏ : ‎ False Witness
Übersetzung  :  Fred Kinzel  
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B08NPH47ZF
Herausgeber ‏ : ‎ HarperCollins; 1. Edition (23. November 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 1920 KB  
 
 
 
 
 
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Außerdem von Karin Slaughter gelesen und rezensiert:
Slaughter, Karin - Die gute Tochter  
Slaughter, Karin - Ein Teil von ihr
  

Mittwoch, 15. August 2018

Ein Teil von ihr von Karin Slaughter [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Wir alle kennen unsere Mütter. Oder etwa nicht?  Wieder und wieder sieht Andrea Oliver das Gesicht ihrer Mutter Laura vor sich: gelöst, gutmütig, beherrscht – während sie einem Menschen das Leben nimmt. Nur knapp konnten sie beide einer grauenvollen Schießerei entkommen. Andrea will Antworten, doch stattdessen zwingt ihre Mutter sie in eine riskante Flucht. Weil sie verfolgt wird. Weil sie ein dunkles Geheimnis hat. Andrea folgt dem Befehl ihrer Mutter. Doch je weiter sich ihr die wahre Identität dieser Frau enthüllt, desto mehr entpuppt sich ihr Leben als eine Lüge. Wer ist ihre Mutter wirklich?   
(Kurzbeschreibung gem. Harper Collins Verlag

Leseprobe


Die Autorin:
Die internationale Nummer-1-Bestsellerautorin Karin Slaughter ist eine der weltweit populärsten und gefeiertsten Schriftstellerinnen. Ihre Bücher wurden in 33 Sprachen übersetzt und haben sich insgesamt über 30 Millionen Mal verkauft. Ihr Gesamtwerk beinhaltet die Grant County und Will Trent-Reihen, außerdem Cop Town- Stadt der Angst, das für den renommierten Edgar-Krimipreis nominiert wurde, sowie den psychologischen Thriller Pretty Girls. Karin Slaughter stammt aus Georgia und lebt zurzeit in Atlanta.
(Quelle: Harper Collins)


Meine Meinung:
Seit einer Krebserkrankung ihrer Mutter Laura lebt Andrea in einem kleinen Appartement über der Garage ihrer Mutter und kümmert sich um sie. Ihren Vater kennt Andrea nicht, aber zu ihrem Stiefvater Gordon, der inzwischen von Andreas Mutter geschieden ist, hat sie ein sehr gutes Verhältnis. Auch zwischen Laura und Gordon besteht noch ein guter Kontakt.
An ihrem Geburtstag ist Andrea mit ihrer Mutter zum Essen in einem Diner und die beiden geraten in einen Amoklauf. Zwei Frauen werden getötet und Laura beschützt ihre Tochter wie eine Wölfin. Sie tritt dem jungen Amokläufer entschlossen entgegen, wird selbst verletzt, kann ihn aber überwältigen und schließlich tötet sie ihn.
Andrea kann nicht fassen, dass ihre Mutter in der Lage war, dies zu tun und ist von der Reaktion ihrer Mutter völlig überrascht. Denn Laura verlangt vor ihr, keine Aussage bei der Polizei zu machen und sich auch am besten von ihr zu lösen und auszuziehen.
Als ein Mann in Lauras Haus eindringt und versucht, sie zu töten, kann Andrea ihre Mutter retten. Aber dann zwingt ihre Mutter sie, zu fliehen und gibt ihr diverse Anweisungen mit auf den Weg.
Andrea hält sich an die Anweisungen ihrer Mutter, auch wenn diese ihr mysteriös und rätselhaft erscheinen. Sie macht sich auf den Weg, fest entschlossen herauszufinden, welches Geheimnis ihre Mutter umgibt und wer sie wirklich ist.

Die Geschichte beginnt mit einem rätselhaften Prolog, erstreckt sich dann über etwa eine Woche und endet mit einem langen Epilog, etwa einen Monat später.
Wir begleiten im wesentlichen Andrea auf ihrer Flucht und bei ihren Versuchen, mehr über ihre Mutter herauszufinden.
Dazwischen gibt es einen weiteren Handlungsstrang der Rückblicke in das Jahr 1986 bietet.
Anfangs fand ich diese Rückblicke nur verwirrend, wenn sie auch mit einem spannenden Ereignis beginnen. Die handelnden Figuren stehen auf den ersten Blick in keinem Zusammenhang zu Andrea oder Laura.
Erst nach Weile hatte ich einen Verdacht, wo der Zusammenhang bestehen könnte und dieser hat sich dann später auch bestätigt.
Wir lernen in diesen Rückblicken eine Reihe interessanter Figuren kennen und erleben ihre Lebensweise, Ansichten und Aktionen in der damaligen Zeit. Aber all das wurde mir insgesamt zu ausführlich und detailliert geschildert. Man erhält zwar tiefe Einblicke in die Charaktere, aber das wurde dann manchmal etwas langatmig.

In der Gegenwart macht Andrea einen Roadtrip quer durch die USA und erlebt so eine Art Schnitzeljagt, auf der sie versucht mehr über ihre Mutter und deren Vergangenheit herauszufinden. Dabei gibt es etliche brenzlige und gefährliche Situationen und Andreas Verwirrung wird zunächst größer ehe sie ganz allmählich einige Fakten über ihre Mutter aufdecken kann. Dieser Part der Geschichte hat mich weit mehr gefesselt als der Teil in der Vergangenheit. Als Leser hat man gegenüber Andrea keinen Wissensvorsprung und nur durch den Wechsel der beiden Handlungsstränge und Andreas Fortschritte setzt sich langsam ein Bild zusammen.
Die Spannung, die am Anfang ziemlich schwankt, steigert sich mehr und mehr, je näher man dem Ende der Geschichte kommt. Besonders in der Gegenwart gibt es etliche Wendungen und Überraschungen und ich habe Andreas Jagd nach der Wahrheit wirklich gebannt verfolgt.
Was sich dann am Ende offenbart ist eine sehr komplexe Story, die so nicht vorhersehbar war. Der relativ lange Epilog bietet dann noch eine Überraschung und klärt am Ende alle Fragen auf.

Insgesamt ist lässt mich dieser Thriller mit ein paar gemischten Gefühlen zurück. Es ist der Autorin gelungen, die Protagonisten sehr gut zu charakterisieren und sie lebendig und authentisch darzustellen. Aber einige Charakterstudien sind mir dann doch zu ausführlich, so dass etwas die Spannung verloren geht.
Sehr gut gefallen hat mir, dass lange im Dunkeln bleibt, wie alles zusammenhängt bzw. zusammen passt und auch die verarbeiteten Themen waren interessant und gut umgesetzt.
Trotz kleiner Kritikpunkte bietet der Thriller fesselnde Lesestunden!


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Harper Collins Verlag
und NetGalley!
 









 
Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (1. August 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959672144
ISBN-13: 978-3959672146
Originaltitel: Pieces Of Her
Übersetzung: Fred Kinzel 


 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 7375 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (1. August 2018)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07BFF3XJ1




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Dienstag, 22. August 2017

Die gute Tochter von Karin Slaughter [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
"Lauf!", fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. "Lauf weg!" Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein. 

(Kurzbeschreibung gem. Harper Collins

Leseprobe


Trailer 



Die Autorin:
Die internationale Nummer-1-Bestsellerautorin Karin Slaughter ist eine der weltweit populärsten und gefeiertsten Schriftstellerinnen. Ihre Bücher wurden in 33 Sprachen übersetzt und haben sich insgesamt über 30 Millionen Mal verkauft. Ihr Gesamtwerk beinhaltet die Grant County und Will Trent-Reihen, außerdem Cop Town- Stadt der Angst, das für den renommierten Edgar-Krimipreis nominiert wurde, sowie den psychologischen Thriller Pretty Girls. Karin Slaughter stammt aus Georgia und lebt zurzeit in Atlanta.
(Quelle: Harper Collins)


Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt mit dem grausamen Ereignis im Jahr 1989, dass das Leben der Familie Quinn für immer verändern soll. Zwei Täter dringen auf der Suche nach Rusty, dem Familienvater und Rechtsanwalt, in das Haus der Familie ein. Die Schwestern Samantha und Charlie müssen mit ansehen, wie die Situation eskaliert und ihre Mutter Gamma, bei dem Versuch ihre Töchter zu schützen, erschossen wird. Die Täter treiben die Mädchen in den nahe gelegenen Wald und wollen die unliebsamen Zeuginnen ebenfalls loswerden.

28 Jahre später sind Samantha und Charlie, die den brutalen Übergriff damals überlebt haben, beide Rechtsanwältinnen geworden, wie ihr Vater Rusty. Aber beide leiden bis heute unter dem Trauma der damaligen Ereignisse, Samantha sogar unter erheblichen körperlichen Beeinträchtigungen. Während Samantha ihre Heimat verlassen hat, lebt Charlie immer noch in der beschaulichen Kleinstadt und teilt sich mit ihrem Vater ein Büro.
Doch dann gerät Charlie durch einen dummen Zufall in einen Amoklauf an ihrer ehemaligen Schule, bei dem ein Lehrer und eine Schülerin getötet werden. Rusty übernimmt die Verteidigung der Amokschützin und wird wenig später vor seinem Haus niedergestochen und schwer verletzt. Samantha kehrt zurück in ihre Heimatstadt und übernimmt auf Rustys Bitte die Verteidigung.

Geprägt ist die Geschichte von den Fragen, was genau bei dem Amoklauf in der Schule geschah, wer Rusty niedergestochen hat und ob es eine Verbindung zu den Ereignissen vor 28 Jahren gibt.
Und so dreht sich die Handlung vordergründig mehr um die Aufarbeitung des Familiendramas als um die Aufklärung des Kriminalfalls. Von den Ermittlungen der Polizeibehörden erfährt man relativ wenig, lediglich den Teil, an dem Samantha als Anwältin und Charlie als Zeugin beteiligt ist.
Im Fokus stehen die beiden Schwestern, die sich seit den damaligen Vorfällen nicht mehr besonders nahe stehen. Sie setzen sich mit der aktuellen Situation auseinander aber auch mit ihrer Beziehung zueinander und den damaligen Ereignissen. In Rückblicken erfährt der Leser was mit den beiden damals wirklich geschah und erfährt dabei überraschende Details. Obwohl dadurch vieles klar wurde und die Autorin auch versucht beide Figuren vielschichtig und mit Tiefe darzustellen, ist es mir nicht gelungen, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Auch Rusty blieb für mich ziemlich blass.
Gefesselt hat mich aber die Frage nach den Zusammenhängen und dem Motiv für den Amoklauf. Die Spannung flacht allerdings nach den blutigen Ereignissen zu Beginn deutlich ab und erhöht sich erst zum Ende wieder deutlich.
Das Ende klärt aber dann alle Zusammenhänge auf und lässt keine Fragen mehr offen. Insgesamt wirkte der Plot auf mich aber ein bisschen zu konstruiert, wenn auch alle Fäden sehr geschickt verknüpft wurden.
Gewarnt seien alle zartbesaiteten Leser, denn viele der grausamen und brutalen Geschehnisse werden sehr detailliert beschrieben.

„Die gute Tochter“ ist mehr ein psychologisches Familiendrama als ein Thriller.
Manches wurde mir zu ausschweifend erzählt und anderes kam zu kurz aber insgesamt konnte mich die Geschichte doch aufgrund ihrer Thematik fesseln und trotz kleiner Schwächen gut unterhalten!



Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an Harper Collins Germany!






 

 
Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (3. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959671105
ISBN-13: 978-3959671101
Originaltitel: The Good Daughter
Übersetzung: Fred Kinzel 


 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2952 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 608 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (3. August 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B06XRK55YM





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