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Donnerstag, 30. Januar 2025

Die Besucherin von Joy Fielding [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Als Linda Davidson ihre Freundin Carol in der Klinik besucht, ist die Station in heller Aufregung. Ein Patient ist am Morgen völlig unerwartet gestorben. War es wirklich ein natürlicher Tod? In großer Sorge um ihre Freundin, versucht Linda herauszufinden, was passiert ist. Dabei stößt sie auf die quirlige Jenny Cooper, eine ältere Patientin, die unumwunden zugibt, bereits einige Menschen umgebracht zu haben. Sagt Jenny die Wahrheit, oder versucht sie nur, sich interessant zu machen? Lindas Neugier ist geweckt, und sie beginnt, sich unauffällig umzuhören. Doch sie ahnt nicht, dass sie damit in einen tödlichen Strudel aus Geheimnissen und Lügen gerät, der auch ihrem Leben eine mörderische Wende gibt ... 
(Kurzbeschreibung lt. Goldmann Verlag)



Die Autorin:
Joy Fielding gehört zu den großen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller »Lauf, Jane, lauf« waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding hat zwei Töchter und lebt mit ihrem Mann in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.
(Quelle: Goldmann Verlag)


Meine Meinung:
Linda Davidson ist Witwe und lebt mit ihrer jüngeren Tochter und deren Ehemann in ihrem Haus. Die Tochter schreibt an ihrer Doktorarbeit und der Ehemann baut gerade ein Unternehmen auf, so dass bei den beiden das Geld eher knapp ist. Deshalb gewährt Linda ihnen die Unterkunft in ihrem Haus, um zu helfen.
Lindas beste Freundin Carol leidet an Demenz und wurde von ihrem Ehemann in einer dafür spezialisierten Pflegeeinrichtung untergebracht. Linda besucht Carol jede Woche und ist erschüttert über den ständig wachsenden Verfall. Bei einem ihrer Besuche lernt Linda die Mitpatientin Jenny Cooper kennen, die schon über 90 Jahre alt ist und ebenfalls an Demenz leidet. Die beiden unterhalten sich und Jenny gesteht Linda, dass sie schon mehrere Menschen getötet hat. Lindas Neugier ist geweckt und sie beginnt sich umzuhören und versucht mehr darüber herauszufinden, ob Jenny die Wahrheit sagen könnte. Ein weiterer Mitpatient stirbt plötzlich völlig unerwartet. Hat Jenny ihre Finger im Spiel? Ist auch Carol in Gefahr?

Das Buch wird, sicherlich bewusst, nicht als Krimi oder Thriller bezeichnet sondern als Roman. Aber aufgrund des Klappentextes hatte ich wirklich mehr Spannung erwartet.
Es war interessant zu lesen, wie Linda ihre Besuche in der Pflegeeinrichtung gestaltet und sich dort auch oft mit Jenny unterhält. Nach einer Weile hatte ich den Eindruck, dass sie mehr wegen Jenny dorthin fährt und nicht, um ihre Freundin Carol zu besuchen.
Sie wird regelrecht süchtig nach den Besuchen bei Jenny und den Gesprächen, die die beiden führen.
Die zogen sich dann irgendwann sehr hin, denn sie verlaufen oft gleichartig. Jenny erzählt häufig dieselben Dinge, erinnert sich manchmal an etwas, am nächsten Tag dann wieder nicht. Ob Jenny als typische Demenz-Kranke dargestellt wird oder nicht, kann ich nicht beurteilen.
Aber die Wiederholungen langweilten dann irgendwann doch etwas.
Mit der Zeit findet Linda einiges heraus, warum und wie Jenny die Menschen angeblich getötet hat. Die einzige Spannung war dann tatsächlich, ob sich irgendwann herausstellt, ob Jenny die Wahrheit sagt oder nicht.

Bei Linda zu Hause spitzt sich die Lage dann irgendwann auch zu. Linda sorgt sich natürlich um ihre Tochter und misstraut ihrem Schwiegersohn, der sich mehr mit anderen Dingen und evtl. auch anderen Frauen zu beschäftigen scheint, als mit dem Aufbau seiner Firma. Dann kommt auch noch häusliche Gewalt ins Spiel.

Am Ende gibt es dann aber noch einen Paukenschlag, einen Plottwist, der eigentlich eine logische Folge der ganzen Geschichte ist und den man vielleicht erwarten durfte. Dennoch hat mir diese Ausarbeitung gefallen.

Die Protagonisten hat Joy Fielding gut gezeichnet. Besonders Linda hat mir gefallen, denn ihre „Sucht“ nach Gesprächen mit Jenny ist gut bei mir angekommen. Ob die Demenz-Erkrankung bei Jenny und auch bei Carol realistisch dargestellt ist, kann ich wirklich nicht beurteilen, da ich keine Menschen kenne, die dement sind.
Aber insgesamt hat mich Joy Fielding mit diesem Buch etwas enttäuscht. Mir hat der Kick gefehlt, die unterschwellige, ständig vorhandene psychologische Spannung und auch der letzte Kick oder der „Whow-Effekt“. Das kann die Autorin meiner Meinung nach besser.

„Die Besucherin“ ist ein eher dramatischer Roman mit interessantem Plot aber leider wenig Spannung, der aber dennoch unterhalten kann!


Fazit: ⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal!
















Herausgeber ‏ : ‎ Goldmann Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (11. Dezember 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 448 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3442317878
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442317875
Originaltitel ‏ : ‎ Jenny Cooper Has A Secret
Übersetzung  :  Kristian Lutze

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0DBCGNMR4
Herausgeber ‏ : ‎ Goldmann Verlag (11. Dezember 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 5772 KB 
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Von Joy Fielding außerdem gelesen und rezensiert:
Fielding, Joy - Herzstoß
Fielding, Joy - Das Herz des Bösen
Fielding, Joy - Sag, dass du mich liebst      
Fielding, Joy - Die Schwester     
Fielding, Joy - Home, sweet home    
Fielding, Joy - Die Haushälterin    
 

Mittwoch, 7. Dezember 2022

Die Haushälterin von Joy Fielding [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Denn jedes Haus braucht eine gute Seele ...

Jodi Bishop ist erfolgreiche Maklerin und lebt mit ihrem Ehemann und zwei Kindern in Toronto. Da ihre Mutter an Parkinson erkrankt ist, beschließt sie, eine Haushälterin für ihre alternden Eltern einzustellen. Als sie die erfahrene Elyse trifft, ist sie begeistert von deren warmherziger, anpackender Art. Sogar Jodis skeptischer Vater scheint sie zu mögen. Aber schon nach kurzer Zeit nimmt Jodi beunruhigende Veränderungen wahr. Ihre Eltern verlassen kaum noch das Haus, ihre Mutter scheint sich regelrecht vor Elyse zu fürchten. Und als ihre Mutter unerwartet verstirbt, muss Jodi sich fragen: Wem hat sie da die Tür zum Leben ihrer Eltern geöffnet ...?
(Kurzbeschreibung lt. Goldmann Verlag)
 


Die Autorin:
Joy Fielding gehört zu den großen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller »Lauf, Jane, lauf« waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding hat zwei Töchter und lebt mit ihrem Mann in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.
(Quelle: Goldmann Verlag)


Meine Meinung:
Jodi Bishop ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Toronto. Sie ist erfolgreiche Maklerin und ernährt mit ihrem Einkommen die Familie, da ihr Mann als Autor noch nicht so erfolgreich ist und seinen aktuellen Roman erst mal fertigstellen muss.
Jodi kümmert sich neben ihrer eigenen Familie auch um ihre alternden Eltern, da ihre Mutter seit Jahren an Parkinson erkrankt ist und ihr Vater mittlerweile auch auf den 80. Geburtstag zusteuert und die Pflege der Mutter alleine nicht mehr schaffen kann.
Ihre Schwester Tracy, die vom Vater immer bevorzugt wurde, kümmert sich leider wenig und unterstützt ihre Schwestern kaum.
Daher entschließt sich Jodi, eine Haushälterin für die Eltern zu suchen, damit beide Unterstützung erhalten.
Die nette und hilfsbereite Elyse scheint ein Glücksgriff zu sein, denn sie hat Erfahrung und gute Referenzen.
Jodi gelingt es mit Hilfe ihrer Schwester den skeptischen Vater zu überzeugen und Elyse wird eingestellt. Doch schon bald geschehen merkwürdige Dinge und Jodi beobachtet beunruhigende Veränderungen an ihren Eltern. Dann stirbt die Mutter überraschend und Jodi beginnt sich zu fragen, ob im Haushalt der Eltern noch alles mit rechten Dingen zugeht.

Jodi erzählt die Geschichte in der Ich-Form, was uns tief in ihre Gedanken und Gefühle blicken lässt. Schnell ist klar, dass sie sich zwischen allem sehr aufreibt. Ihr Beruf verlangt von ihr oft ungewöhnliche Arbeitszeiten, was ihr die Kritik ihres Mannes einbringt, der die Kinder nicht hüten möchte, weil er Ruhe zum Schreiben braucht. So kommt es oft zu Reibereien zwischen den Eheleuten und um die Ehe steht es nicht besonders. Dazu kommt die Hilfe für die Eltern, wo sie bei ihrem Vater oft auf Ablehnung stößt und ihm nichts recht machen kann. Auch die Beziehung zu ihrer Schwester ist nicht besonders und von dort bekommt sie auch kaum Hilfe.
Ich hätte Jodi oft schütteln mögen, weil sie sich das alles gefallen lässt, von allen drei Personen. Sie lässt sich einschüchtern, sogar beleidigen und unter Druck setzen, aber sie macht einfach weiter. So würde ich mich nicht behandeln lassen. Aber als Figur fand ich Jodi von der Autorin sehr gut gezeichnet.

Die Haushälterin Elyse wirkt auf den ersten Blick wie ein rettender Engel, den der Zufall geschickt hat. Sie ist hilfsbereit, gütig, freundlich und scheint auch sehr erfahren zu sein. Ich dachte beim Lesen gleich, dass es viel zu schön ist, um wahr zu sein.

Es war sehr spannend zu erleben, wie sich im Haushalt von Jodis Eltern die Dinge mehr und mehr verändern. Schon bald muss Jodi sich anmelden, wenn sie ihre Mutter besuchen möchte und mir entstand der Verdacht, dass Elyse in dem Haushalt immer mehr das Zepter übernimmt. Doch was dann noch alles geschieht, ließ sich nicht erahnen oder vorhersehen. Aber auch in Jodis eigenem Leben geschehen Dinge, die teilweise auf ihre Eheprobleme zurückzuführen sind.
Zwischenzeitlich zog sich das allerdings ein bisschen und ich konnte einige Reaktionen von Jodi nicht nachvollziehen bzw. hätte sicherlich anders gehandelt.

Der Roman zeigt auf eindrückliche Weise, wie sich Menschen manipulieren lassen ohne es selbst zu bemerken. In diesem Fall geschieht die Manipulation sehr subtil und schleichend aber skrupellos. Dabei war wenig vorhersehbar und dadurch steigerte sich der Spannungsbogen allmählich aber stetig. Dazu bietet die Autorin noch einige Twists und Überraschungen, die ich so nicht erahnt hätte. Auch das Ende hat noch mal eine Wendung, die überraschend war.

„Die Haushälterin“ ist ein spannender Roman mit Psychothriller-Elementen, der mich in seinen Bann gezogen und auch emotional aufgewühlt hat. „Trau, schau wem“ ist hier das Motto, das auch zum Nachdenken anregt!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal!












Herausgeber ‏ : ‎ Goldmann Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (19. Oktober 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 448 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 344231576X
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442315765
Originaltitel ‏ : ‎ The Housekeeper
Übersetzung  :  Kristian Lutze
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B09X1TLYL8
Herausgeber ‏ : ‎ Goldmann Verlag (19. Oktober 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 2023 KB  
 
 
 
 
 
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Von Joy Fielding außerdem gelesen und rezensiert:
Fielding, Joy - Herzstoß
Fielding, Joy - Das Herz des Bösen
Fielding, Joy - Sag, dass du mich liebst      
Fielding, Joy - Die Schwester      
Fielding, Joy - Home, sweet home    
  

Dienstag, 14. September 2021

Home, sweet home von Joy Fielding [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Auf gute Nachbarschaft ...

Nach einem traumatischen Erlebnis zieht Maggie mit ihrer Familie nach Palm Beach Gardens in Florida. Sie hofft, in der gepflegten Gegend mit den freundlichen Nachbarn ihre Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. Doch dann verlässt sie ihr Mann, und auch die Idylle ihres Viertels erweist sich als trügerisch: Eine lautstarke Auseinandersetzung im Haus gegenüber, zwielichtiger Besuch nebenan, spitze Bemerkungen bei einem gemeinsamen Grillfest. Schnell gerät Maggie zwischen die Fronten und muss um ihre und die Sicherheit ihrer Kinder fürchten. Und als an einem heißen Sommermorgen der Knall eines Schusses die Stille zerreißt, ist allen klar: Hier ist mehr passiert als ein gewöhnlicher Nachbarschaftsstreit …
(Kurzbeschreibung lt. Goldmann Verlag)
 


Die Autorin:
Joy Fielding gehört zu den großen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller »Lauf, Jane, lauf« waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding hat zwei Töchter und lebt mit ihrem Mann in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.
(Quelle: Goldmann Verlag)


Meine Meinung:
Joy Fieldings neuer Roman spielt in Palm Beach Gardens in Florida.
Am Ende einer Sackgasse stehen in einem Wendehammer fünf identische Häuser in Hufeisenform. Eine kleine Nachbarschaft, die eigentlich idyllisch zusammenleben könnte. Aber hier leben sehr unterschiedliche Menschen zusammen und in jedem Haus scheint es ein Geheimnis zu geben.
Maggie, die nach einem Trauma mit ihrer Familie dorthin zog, lebt nun mit ihren beiden Kindern alleine, da ihr Mann sie verlassen hat.
Außerdem leben dort ein junges Ehepaar, ein bekannter, erfolgreicher Arzt mit seiner Frau, eine über 80-jährige alte Dame ganz alleine und ein weiteres Ehepaar bei dem die Frau arbeitet, der Mann aber offenbar arbeitslos ist.

Zu Beginn stellt uns die Autorin die Bewohner der einzelnen Häuser ausführlich vor, man lernt sie gut kennen und erfährt schon so einiges über die jeweiligen Lebenssituationen und –umstände. Das zog sich erstmal ein bisschen hin, aber ich war dann froh darüber, da es doch eine Reihe Figuren sind, die alle im weiteren Verlauf der Geschichte wichtig sind. Schnell stellt sich heraus, dass es auch in dieser Siedlung ist, wie so oft im Leben. Nach außen hin wird ein gewisser Schein gewahrt aber hinter verschlossenen Türen sieht es ganz anders aus.
Die Autorin lässt uns am Leben jeder einzelnen Familie teilhaben und bald konnte ich die jeweiligen Probleme erkennen.
Thematisiert werden z. B. Arbeitslosigkeit und das Problem in einem gewissen Alter einen neuen Job zu finden, häusliche Gewalt und auch das Älterwerden.
Da im Klappentext von einem Schuss die Rede ist, habe ich gebannt darauf gewartet, wann das passiert und wer hier wohl auf wen schießt.
Überrascht hat mich dann, dass dieser erwähnte Schuss tatsächlich erst zum Ende der Geschichte fällt.

Wir erleben also zunächst das normale Leben der Familien und die Entwicklung ihrer Probleme. Es kommt auch zu gegenseitigen Begegnungen, Nachbarschaftsfesten und zufälligen Ereignissen.
Die Lage in den einzelnen Familien spitzt sich im Verlauf der Handlung mehr und mehr zu, so dass ich häufig spekuliert habe, wer hier zuerst die Nerven verliert. Die Spannung war dadurch unterschwellig ständig vorhanden und es war spürbar, dass sich die Bedrohung zuspitzt.
Dazu kommt noch, dass nahezu in jedem Haushalt eine Waffe zur Verfügung steht, wie es in den USA ja oft der Fall ist.

Gefallen hat mir die Charakterisierung der einzelnen Figuren, die Joy Fielding gut gelungen ist und die zu den jeweiligen Figuren auch gut passt. Besonders ist hier sicher Maggie hervorzuheben, die trotz schlimmer Ereignisse in der Vergangenheit eine erstaunliche Entwicklung durchmacht. Ihr soziales Verhalten hat sie nie verloren und ihre Zivilcourage und ihr Selbstbewusstsein findet sie nach und nach wieder. Ihr fallen viele Dinge in ihrer Nachbarschaft auf, die sie auch beschäftigen und denen sie auch nachgehen möchte.
Aber auch die anderen Figuren entwickeln sich weiter, je nach ihrer Situation zum positiven oder auch negativen hin.
Erwähnenswert ist auch noch die die alte Dame, deren Sohn sie unbedingt zu einem Umzug in ein Altersheim bewegen möchte, die aber ihre ganz eigenen Vorstellungen hat und diese auch durchsetzt.

Der neue Roman von Joy Fielding ist weder Thriller noch Krimi sondern für mich ein Spannungsroman mit psychologischen Elementen.
Man könnte die Geschichte durchaus als gesellschaftskritisch bezeichnen aber sie bietet auch einige Spannung. Das Ende habe ich dann irgendwann kommen sehen aber dennoch hatte ich fesselnde Lesestunden!


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Goldmann Verlag
und das Bloggerportal!












Herausgeber ‏ : ‎ Goldmann Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (26. Juli 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 480 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3442315743
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442315741
Originaltitel ‏ : ‎ Cul-De-Sac
Übersetzung: Kristian Lutze
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B091KZPMPJ
Herausgeber ‏ : ‎ Goldmann Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (26. Juli 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 1502 KB  
 
 
 
 
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Von Joy Fielding außerdem gelesen und rezensiert:
 

Donnerstag, 17. August 2017

Das Herz des Bösen von Joy Fielding [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Ein einsames Hotel in den Bergen, eine teuflische Serie von Morden und eine Frau, die mit ihrem Leben spielt ...

Valerie Rowe ist in keiner beneidenswerten Lage. Sie muss nicht nur der Tatsache ins Auge blicken, dass ihr Mann Evan sie wegen einer jüngeren Frau verlassen will. Eine Verkettung von Umständen führt auch noch dazu, dass sich Valerie plötzlich mit ihrer pubertierenden Tochter und ihrer verhassten Rivalin gemeinsam in einem entlegenen Luxushotel in den Bergen wiederfindet. Doch die Schönheit der Natur ist trügerisch, denn in der Weite der Wälder hat sich kurz vorher eine grausame Mordserie ereignet – und Valerie ahnt nicht, dass sie sich geradewegs auf einen mörderischen Abgrund zubewegt ...
(Kurzbeschreibung gem. Goldmann Verlag)


Leseprobe


Die Autorin:
Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller »Lauf, Jane, lauf« waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.
(Quelle: Goldmann Verlag)


Meine Meinung:
Anfangs stellt sich die Geschichte eher als Familiengeschichte bzw. -drama dar.
Valerie wollte eigentlich ihren Geburtstag mit zwei guten Freunden feiern und über das Wochenende verreisen.
Valeries Mann Evan hat sie wegen einer jüngeren Frau verlassen und will mit seiner neuen Verlobten Jennifer über das Wochenende in ein Hotel in die Berge reisen.
Valeries und Evans pubertierende Tochter Brianne soll sie begleiten. Doch der viel beschäftigte Evan verspätet sich mal wieder und bittet ausgerechnet Valerie, die beiden doch schon mal zu dem Hotel zu fahren. Valerie willigt nach einiger Überredung ein und fährt schließlich mit ihren Freunden, der Tochter und ihrer Rivalin in das Hotel.
Schon diese Tatsache kam mir etwas komisch vor, denn mal ehrlich, welche betrogene Ehefrau würde das machen?
Da Evan seine Ankunft immer wieder verschiebt, verlängert sich der Aufenthalt der zusammen gewürfelten Truppe ungewollt über das ganze Wochenende.
Dabei kommt es natürlich immer wieder zu Problemen und Spannungen und besonders Brianne ist über die Situation nicht glücklich. Sie wollte das Wochenende eigentlich lieber mit ihrem Freund verbringen. Da dieser ihr nachgereist ist, kommt es zu heimlichen Treffen und nächtlichen Ausflügen.

Im zweiten Handlungsstrang erleben wir ein mordendes junges Pärchen, dass sich in den Wäldern in der Nähe des Hotels rumtreibt.
Die Autorin lässt den Leser hautnah die brutalen Taten des Pärchens miterleben. Die beiden agieren sehr grausam und genießen es einfach zu töten ohne ein besonderes Motiv zu haben.

Beide Handlungsstränge laufen länger nebeneinander her. Das zog sich für meinen Geschmack ein bisschen zu lange hin. Als sie sich dann verknüpfen und klar wird, auf welche Weise Valerie und ihre Gruppe in den Blick des mörderischen Pärchens geraten, steigert sich die Spannung merklich.
Weitere Protagonisten und diverse Wendungen bringen Rätsel und Verwirrung in die Handlung, so dass sie mich dann auch fesseln konnte.

Insgesamt betrachtet, ist dies sicher nicht das stärkste Buch von Joy Fielding. Dennoch hatte der Thriller-Anteil durchaus Stärken und die zweite Hälfte war auch sehr packend.
Die Auflösung und das Ende waren nicht vorhersehbar und actionreich.
Auch wenn mir ein bisschen der Nervenkitzel und der Kick gefehlt haben, der flüssige Schreibstil und die Atmosphäre im zweiten Teil machen das Buch doch zu einer unterhaltsamen Lektüre!



Fazit: 4 von 5 Sternen





 
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Goldmann (17. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442477255
ISBN-13: 978-3442477258
Originaltitel: Shadow Creek
Übersetzung: Kristian Lutze 


 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2268 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 384 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3442477255
Verlag: Goldmann Verlag (13. August 2012)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B0083LT3ZQ




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Dienstag, 26. Juli 2016

Die Schwester von Joy Fielding [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Ein kleines Mädchen verschwindet. Ihre Mutter und ihre Schwester bleiben zurück. Und werden Jahre später mit einer Wahrheit konfrontiert, die sie ins Herz der Finsternis führt ...

Caroline Shipley ist voller Vorfreude, denn ihr Mann Hunter hat sie zur Feier ihres Hochzeitstages in ein Luxushotel in Mexiko eingeladen. Gemeinsam mit ihren beiden kleinen Töchtern reisen sie an und beziehen ihre komfortable Suite. Doch was als paradiesischer Aufenthalt geplant war, wandelt sich zum tiefen Trauma in Carolines Leben, von dem sie sich nie erholen wird – denn eines Abends wird die zweijährige Samantha aus der Suite entführt und bleibt für immer verschwunden. Caroline zerbricht beinahe an dem Verlust und muss sich auch noch den Verdächtigungen der Presse stellen, an der Entführung beteiligt gewesen zu sein. Die Jahre vergehen, und irgendwann gibt Caroline selbst den letzten Funken Hoffnung auf, dass Samantha doch noch am Leben ist. Bis sie eines Tages den Anruf einer mysteriösen jungen Frau erhält, die behauptet, ihre verlorene Tochter zu sein – und damit einen Strudel von Ereignissen auslöst, der Caroline die schockierende Wahrheit darüber offenbart, was wirklich geschah in jener heißen Sommernacht in Mexiko ...

(Kurzbeschreibung gem. Goldmann Verlag) 

Leseprobe


Die Autorin:
Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller „Lauf, Jane, lauf“ waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.
(Quelle: Goldmann Verlag)

Website der Autorin


Meine Meinung:
Das neue Buch von Joy Fielding hat mich schon beim Lesen des Klappentextes stark an das Verschwinden der kleinen Maddie McCann aus Großbritannien erinnert, die 2007 im Alter von knapp 4 Jahren aus einer Ferienanlage in Portugal mutmaßlich entführt wurde.
Und tatsächlich erleben wir in dieser Geschichte fast die gleiche Ausgangssituation.
Caroline und Hunter Shipley feiern mit Freunden ihren Hochzeitstag in einem Hotel in Mexiko. Während der Feier am Abend wird die kleine 2-jährige Samantha entführt und wird nicht mehr aufgefunden.
Im Gegensatz zum Fall von Maddie, deren Schicksal bis heute ungeklärt ist, meldet sich in dieser Geschichte nach 15 Jahren telefonisch eine junge Frau bei Caroline, die behauptet, sie könnte Samantha sein.
Und so dreht sich in diesem Buch alles um die Fragen, ob die mysteriöse junge Frau tatsächlich Samantha ist und was geschah vor 15 Jahren an dem Abend in Mexiko?

Joy Fielding erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen, eben die Gegenwart und die Ereignisse vor 15 Jahren.
Wir erleben also im Detail den schicksalhaften Abend in Mexiko und lernen dabei auch Carolines und Hunters Freunde sowie Carolines Bruder und Schwägerin kennen, die seinerzeit ebenfalls zu einem Kurzurlaub dort waren.
Und vor allem lernen wir auch Michelle kennen, die als Kleinkind ziemlich eifersüchtig auf ihre kleine Schwester war. Diese Eifersucht, die ich später fast als Neid bezeichnen würde, zieht sich bis in die Gegenwart und Michelle verhält sich als Teenager gegenüber ihrer Mutter oft sehr extrem. Das geht manchmal sogar soweit, dass sie ihre Mutter regelrecht bevormundet oder gegen sie rebelliert. Und Caroline lässt sich das Verhalten ihrer Tochter meistens gefallen, was mich doch sehr verwundert hat.

Carolines Ehemann Hunter erscheint zunächst als liebender Ehemann, der seiner Frau zum Hochzeitstag überraschend eine Freude mit dem Kurzurlaub in Mexiko macht. Je besser man ihn kennenlernt, desto mehr zeigt er sich egoistisch und rücksichtslos.

Caroline selbst ist eine fürsorgliche Mutter, aber manchmal fast auch eine „Übermutter“. Und sie selbst muss auch am meisten Leid ertragen. Zunächst werden die Eltern nach der Entführung von der Polizei verdächtigt, selbst etwas mit dem Verschwinden von Samantha zu tun zu haben. Später wird Caroline durch die Medien und die Öffentlichkeit immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, nicht gut genug auf ihre Kinder aufgepasst zu haben. Ihren Job als Lehrerin verliert sie, findet kaum wieder einen neuen und wenn doch, verliert sie ihn schnell wieder. Ich habe sehr mit Caroline gelitten. Einerseits macht sie sich selbst und auch ihrem Mann Vorwürfe und andererseits sieht sie sich bis in die Gegenwart mit der „Verurteilung“ durch die Öffentlichkeit konfrontiert. Dazu kommt die Ungewissheit, nicht zu wissen, was mit Samantha geschah.
Diese Emotionen und Carolines Situation hat die Autorin meiner Meinung nach glaubhaft und gut dargestellt.

Auch wenn es keine knisternde Spannung gab, war ich doch durchgängig von der Geschichte gefesselt. Durch die Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen, die sich ganz allmählich zeitlich annähern, setzt sich mehr und mehr ein Bild zusammen, nicht nur über die damaligen Geschehnisse sondern auch über den Charakter der maßgeblichen Protagonisten. Besonders Michelle macht durch die aktuellen Ereignisse eine erstaunliche Entwicklung und Veränderung durch.

Die endgültige Aufklärung, was vor 15 Jahren geschah, hat mich fassungslos gemacht. Kleine Details, wie die Entführung möglich wurde, konnte ich voraus ahnen, aber Täter und Motiv nicht. Das hat mich dann doch überrascht.

Gut gefallen hat mir Joy Fieldings mitreißender Schreibstil und die ständig vorhandene Ungewissheit über Samanthas Schicksal, wie sie auch Caroline empfunden hat.
Zwischendurch gab es ein paar Dinge, die ich zunächst als nebensächlich angesehen habe, die sich aber im Verlauf der Geschichte dann als wichtig für die Entwicklung von Figuren oder Ereignissen herausgestellt haben.

Insgesamt war dieser Roman für mich ein fesselndes Familiendrama mit einem überraschenden Ende und vielen interessanten und gut charakterisierten Protagonisten.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung!



Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Goldmann Verlag
und das Bloggerportal!





 
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (11. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442312728
ISBN-13: 978-3442312726
Originaltitel: She's not there
Übersetzung: Kristian Lutze 


 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1267 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 449 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3442312728
Verlag: Goldmann Verlag (11. Juli 2016)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B0196U7PW0



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Donnerstag, 9. April 2015

Sag, dass du mich liebst von Joy Fielding [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Bailey Carpenter ist eine erfolgreiche Privatermittlerin in Miami, und sie ist es gewohnt, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Nachts von einem Unbekannten brutal überfallen wird und nur knapp dem Tod entkommt. Von da an quälen Bailey Panikattacken und Alpträume, sie ist besessen von dem Gedanken, verfolgt zu werden, und zieht sich völlig in sich zurück. Einzig ihrer Halbschwester Claire, die sich liebevoll um sie kümmert, vertraut sie sich zunehmend an. Und dann entdeckt sie eines Tages, dass ihr Nachbar im Hochhaus gegenüber sie beobachtet. Bailey ist außer sich vor Angst, denn er scheint ein makabres Spiel mit ihr zu treiben. Doch niemand will ihr Glauben schenken – selbst dann nicht, als sie sieht, wie dieser Mann in seiner Wohnung einen kaltblütigen Mord begeht ...
(Kurzbeschreibung gem. Goldmann Verlag) 

Leseprobe


Meine Meinung:
In Joy Fieldings neuem Psychothriller erzählt sie die lange Leidensgeschichte der jungen Privatermittlerin Bailey Carpenter.
Gleich im 2. Kapitel erlebt der Leser den schrecklichen Übergriff, der zu diesem Leiden führt.
Aber dann dauert es rund 100 Seiten, bis die Ereignisse um den "Nachbarn von gegenüber" beginnen und der im Klappentext erwähnte Mord passiert sogar erst auf Seite 387. Bis dahin beschreibt die Autorin Baileys Leidensweg nach der Tat, wie sie sich in ihrer Wohnung vergräbt, vor allem und jedem Angst hat und allmählich Psychosen entwickelt.
Das gelingt Joy Fielding aber sehr gut. Die Emotionen und Ängste von Bailey, ihre Panikattacken und ihr Verhalten insgesamt waren für mich nachvollziehbar und glaubwürdig. Auch wenn man sich selbst nur schwer in so eine schlimme Situation hineindenken kann, habe ich mit Bailey gelitten und mir immer wieder überlegt, wie es mir in dieser Situation gehen würde.

Etwas Abwechslung kommt auf, als sich Baileys Halbschwester Claire und deren Tochter Jade beginnen, sich um Bailey zu kümmern. Besonders Jade hat mir gut gefallen, weil sie kein gewöhnlicher Teenager ist, sondern ein bisschen aus der Rolle fällt. Mit ihrer direkten und ein bisschen frechen Art hat Jade nicht nur Bailey sondern auch mich als Leserin hin und wieder zum Lachen gebracht.

In einer "Nebenhandlung" geht es noch eine Familienfehde zwischen Bailey und ihren Halbgeschwistern um die Erbschaft des Vaters in Millionenhöhe. Dieser Handlungsstrang erklärt die Familienverhältnisse, fügt sich nahtlos in die Handlung ein und lockert diese ein bisschen auf.

Mit den Ereignissen um den Nachbarn im Hochhaus gegenüber steigert sich dann allmählich die Spannung. Bailey beginnt in so ziemlich jedem den Täter zu vermuten, vertraut so gut wie niemandem mehr und ist ständig von der Angst geplagt, dass der Täter sie erneut überfallen könnte, da er ja bisher nicht gefasst wurde.
Ihre Psyche spielt ihr Streiche, so dass sie bald Realität und Wahnvorstellungen kaum noch unterscheiden kann. Dennoch ist sie fast besessen davon, den Täter zu finden, damit sie sich endlich wieder sicher fühlen kann.
Auch das war für mich nur logisch und nachvollziehbar. Ich denke, es geht hier weniger darum, den Täter seiner Bestrafung zuzuführen, sondern mehr darum wieder ein Gefühl von Sicherheit zu haben und den Weg in ein "normales" Leben zurück zu finden. Dieses Gefühl konnte mir die Autorin gut vermitteln.

Mit ihrem flüssigen und aussagekräftigen Schreibstil hat Joy Fielding es geschafft, mich an Baileys Geschichte zu fesseln, auch wenn der Spannungsbogen zwischendurch immer wieder mal abflacht und der Nervenkitzel dann fehlt.
Völlig überrascht wird man als Leser mit einem grandiosen Ende, das alle losen Fäden verknüpft und zwei absolut unvorhersehbare und unerwartete Auflösungen bietet. Erst dann wird klar, welches ausgeklügelte und perfide Spiel mit Bailey gespielt wurde.

Joy Fielding hat wieder einmal einen cleveren Krimi mit interessanten und glaubhaften Charakteren abgeliefert, der mir am Ende dann doch noch ein Gänsehautgefühl und ein paar spannende Lesestunden bereitet hat.


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag!





 
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (29. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344231271X
ISBN-13: 978-3442312719
Originaltitel: Someone is Watching



 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1375 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 449 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (29. September 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00KG6ALKM




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Mittwoch, 18. März 2015

Herzstoß von Joy Fielding [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Das Leben von Marcy Taggart gerät völlig ins Wanken, als ihre Tochter bei einer Bootsfahrt unter rätselhaften Umständen verschwindet. Auch wenn ihre Leiche nie gefunden wird, gilt Devon als tot – nur Marcy weigert sich, dies zu glauben, und klammert sich an die Hoffnung, dass Devon noch lebt. Als Marcy alleine nach Irland reist, passiert das Unfassbare: Bei einem Besuch im Pub glaubt sie, ihre Tochter auf der Straße vorbeilaufen zu sehen. Von nun an setzt sie alles daran, Devon zu finden – nicht ahnend, dass sie ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt ...
(Kurzbeschreibung gem. Goldmann Verlag) 

Leseprobe

Interview mit Joy Fielding zum Buch

Die Webseite von Joy Fielding


Meine Meinung:
Joy Fieldings Romane versprechen immer spannende Unterhaltung und auch mit diesem Buch hat sie eine großartige Geschichte gut umgesetzt.
Marcy, die den rätselhaften vermeintlichen Tod ihrer Tochter Devon nie akzeptiert und schon gar nicht überwunden hat, glaubt während eines Irland-Urlaubs ihre Tochter vor einem Pub gesehen zu haben.
Damit beginnt die Odyssee der Marcy Taggart auf der Suche nach ihrer Tochter.

Die Figur der Marcy ist Joy Fielding sehr gut gelungen. Ihre Entscheidungen und Handlungen waren für mich glaubhaft und nachvollziehbar. Auch ihre Gedanken, Gefühle und Ängste sind bei mir gut angekommen und ich habe mit Marcy gefiebert und gelitten.
Immer wieder eingeschobene Rückblicke geben Einblicke in Marcys eigene Jugend und ihr Verhältnis zu ihrer Mutter und ihrer Beziehung als Mutter zu ihrer Tochter Devon. Dadurch bekommt die Figur Tiefe und einige Zusammenhänge werden nach und nach klarer.
Auch die anderen Figuren sind facettenreich und interessant.
Besonders die beiden Zufallsbekanntschaften Vic und Liam haben mir gefallen. Sie sind beide einerseits sehr sympathisch, andererseits aber auch etwas undurchsichtig dargestellt. Bei beiden hatte ich oft ein "komisches Gefühl", was ihre Aufrichtigkeit betrifft.

Eigentlich dreht sich in dieser Geschichte alles um einige Fragen:
- Lebt Devon wirklich noch?
- Warum versteckt sie sich offenbar und will nicht gefunden werden?
- Welche Rolle spielen die beiden Männer? 
- Und warum will offenbar jemand verhindern, dass Marcy ihre Tochter findet?

Joy Fieldings gewohnt flüssiger Schreibstil macht das Lesen zum Vergnügen, auch wenn es zwischendurch Passagen gibt, in denen nicht viel passiert und das Tempo und die Spannung ein wenig auf der Strecke bleiben.
Dennoch sorgen überraschende Wendungen und Ereignisse, ein fast dramatischer Showdown sowie eine unvorhersehbare Auflösung für gute und spannende Unterhaltung, bei der mir nur das gewisse "Prickeln" und die "Gänsehaut" gefehlt hat.


Fazit: 4 von 5 Sternen





 
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (12. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344231206X
ISBN-13: 978-3442312061
Originaltitel: Now you see her




 
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442478642
ISBN-13: 978-3442478644
Originaltitel: Now you see her




Format: Kindle Edition
Dateigröße: 624 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 385 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 344231206X
Verlag: Goldmann Verlag (12. September 2011)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B005MI6EV4



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