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Montag, 10. Oktober 2022

Das Verschwinden der Sterne von Kristin Harmel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag

Zum Inhalt:
So außergewöhnlich wie herzergreifend: ein dramatisches Frauenschicksal zur Zeit des 2. Weltkriegs
Eine junge Frau nutzt ihr Wissen über die Wildnis, um jüdische Flüchtlinge vor den Nazis zu retten – bis ein grausames Geheimnis alles zu zerstören droht.

Seit sie als kleines Kind aus ihrem Elternhaus entführt wurde, ist Jona fast auf sich allein gestellt in der unerbittlichen Wildnis Osteuropas aufgewachsen. 1942 trifft sie tief im Wald auf eine Gruppe Juden, die den Nazis entkommen konnten. Jona ist fassungslos, als sie erfährt, was in der Welt geschieht. Sie bringt den Flüchtlingen alles bei, was sie über das Überleben abseits der Zivilisation weiß. Doch dann treibt ein bitterer Verrat Jona zur Flucht. Als sie sich ausgerechnet in einem von den Deutschen besetzten Dorf wiederfindet, muss sie sich einer Erkenntnis stellen, die ihr ganzes Leben verändert: Sie ist nicht die, die sie zu sein glaubte …

Einfühlsam, berührend und gleichzeitig hochspannend erzählt Kristin Harmel eine eindrucksvolle Geschichte von Hoffnung, Liebe und Mut in finsteren Zeiten. 
(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)
 


Die Autorin:
Kristin Harmel arbeitet als Autorin und Journalistin. Mit ihrem Debüt Solange am Himmel Sterne stehen landete sie einen weltweiten Bestseller.
Sie lebt mit ihrem Mann in Orlando, Florida.
(Quelle: Knaur Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Dieser Roman erzählt in erster Linie die Geschichte von Jona, die als Kleinkind, als sie noch Inge hieß, aus ihrem Elternhaus in Berlin entführt wurde. Ihre Entführerin, eine rund 80-jährige Frau, hat „seherische“ Fähigkeiten und war der Meinung, dass Jona etwas Besonderes ist und dort nicht bleiben durfte. Sie geht mir ihr in die Wälder Osteuropas und erzieht sie im jüdischen Glauben. Außerdem bringt sie ihr alles bei, was man zum Überleben im Wald wissen muss, z. B. welche Pflanzen man essen kann, welche über eine Heilkraft verfügen usw. Sie zeigt ihr, wie man im Winter bei Kälte überleben kann und lehrt sie, keinem Menschen zu vertrauen. Als die alte Frau mit über 100 stirbt, ist Jona auf sich alleine gestellt. Inzwischen tobt bereits der zweite Weltkrieg und Jona trifft eines Tages im Wald auf Menschen, die Hilfe benötigen. Es stellt sich heraus, dass es Juden auf der Flucht sind, die in den Wäldern Schutz suchen und sich verstecken wollen. Sie berichten vom Krieg und all den schrecklichen Taten, die den Juden angetan werden. Doch es kommt zum Verrat und Jona muss fliehen, um sich selbst in Sicherheit zu bringen. Sie landet ausgerechnet in einem von deutschen besetzten Dorf und es kommt zu einer schicksalshaften Begegnung, die sie fast aus der Bahn wirft.

Kristin Harmel hat hier einen sehr aufwühlenden, teilweise dramatischen und ergreifenden Roman vorgelegt.
Im ersten Teil erleben wir Jonas Entführung und ihre Kindheit und Jugend im Wald. Im zweiten Teil beginnt dann ihr Leben alleine im Wald und es kommt zur Begegnung mit den jüdischen Flüchtlingen.
Was sich dann entwickelt ist eine sehr spannende und fesselnde Geschichte, denn zum einen ist das Überleben im Wald nicht leicht und auch gefährlich und zum anderen kommt die Gefahr von außen dazu, denn die deutschen Soldaten dringen immer wieder in den Wald ein und sind regelrecht auf der Jagd nach den Flüchtlingen.
Jona macht eine große Entwicklung durch. Sie ist das Zusammenleben mit anderen Menschen ja nicht gewöhnt und hier kommt es auch zu Konflikten. Aber es gibt auch zarte Liebesbande, die sich entwickeln und die auf eine harte Probe gestellt werden. Mich hat beeindruckt, wie Jona meistens ihrem gesunden Menschenverstand und den Werten folgt, die ihr als Kind beigebracht wurden. Sie macht es sich förmlich zur Lebensaufgabe, den jüdischen Flüchtlingen zu helfen.

Die Handlung hat mich sehr gefesselt, denn sie ist in vielerlei Hinsicht spannend und auch dramatisch. Da geht es nicht nur um die Schwierigkeiten beim Überleben im Wald sondern auch um Konflikte innerhalb der Gruppe und eben das Kriegsgeschehen.
Ich war sehr gespannt, ob alle es schaffen würden, den Krieg im Wald zu überleben.

Während Jona und ihre Entführerin fiktive Figuren sind, hat die Autorin die Gruppen der jüdischen Flüchtlinge angelehnt an das Schicksal real existierender Gruppen, die seinerzeit tatsächlich vor den Deutschen in den Nalibocka-Wald geflohen sind, in der Hoffnung, hier den Krieg überleben zu können. Die meisten haben es auch tatsächlich geschafft.
In ihrer Anmerkung am Ende des Buchs erklärt Kristin Harmel ihre Recherchen, die sehr umfangreich waren. Sie konnte sogar, nachdem sie bereits einen großen Teil des Buchs geschrieben hat, mit einem Überlebenden sprechen, so dass sie viele Details in die Handlung einfließen lassen konnte.
Daher wirkt die gesamte Geschichte auf mich auch sehr authentisch und hat mich somit auch sehr berührt.

Kristin Harmel hat mit „Das Verschwinden der Sterne“ einen wunderschönen, aufwühlenden und ergreifenden Roman vorgelegt. Sie ist eine großartige Erzählerin und so lässt sich die Geschichte trotz all der Gräueltaten und Gefahren gut lesen. Durch Wendungen und Überraschungen bietet sie fesselnde Lesestunden und vermittelt die Botschaften, niemals zu vergessen aber auch die Hoffnung nie aufzugeben!
Mich hat Kristin Harmel wieder einmal begeistert!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag!













Herausgeber ‏ : ‎ Knaur HC; 1. Edition (1. September 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 400 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426227711
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426227718
Originaltitel  :  The Forest of Vanishing Stars
Übersetzung  :  Veronika Dünninger
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B09XLWJGJ5
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur eBook; 1. Edition (1. September 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 2402 KB  
 
 
 
 
 
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Von Kristin Harmel außerdem gelesen und rezensiert:
Harmel, Kristin - Über uns der Himmel
Harmel, Kristin - Heute fängt der Himmel an 
Harmel, Kristin - Ein Ort für unsere Träume     
Harmel, Kristin - Das letzte Licht des Tages   
Harmel, Kristin - Das Buch der verschollenen Namen    
  

Mittwoch, 17. November 2021

Das Buch der verschollenen Namen von Kristin Harmel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Liebe und Mut im Angesicht des Bösen:
Kristin Harmels historischer Roman aus der Zeit des 2. Weltkriegs ist inspiriert von der wahren Geschichte einer kleinen Stadt in Frankreich, die zu einem Symbol des Widerstands wurde.
Nur knapp entkommt die Studentin Eva Abrams 1942 aus Paris, nachdem ihr Vater, ein polnischer Jude, verhaftet wurde. Eva findet Zuflucht im kleinen Bergdorf Aurignon in der unbesetzten Zone, wo sie auch den jungen Widerstandskämpfer Rémy kennenlernt.
Bald beginnt Eva, im Auftrag der Résistance Ausweispapiere für jüdische Kinder zu fälschen – doch deren wahre Identität möchte sie für eine Zeit nach dem Krieg bewahren. Zusammen mit Rémy fertigt sie verschlüsselte Aufzeichnungen an: das Buch der verschollenen Namen. Als jedoch ihre Widerstandszelle verraten wird und Rémy plötzlich verschwindet, bedeutet das Buch für sie beide tödliche Gefahr …
»Das Buch der verschollenen Namen« ist nach »Solange am Himmel Sterne stehen« und »Das letzte Licht des Tages« der dritte Roman der internationalen Bestseller-Autorin Kristin Harmel, der in Frankreich zur Zeit des 2. Weltkriegs spielt.
Inspiriert von einer wahren Geschichte, ist der historische Roman über die Résistance ein ebenso berührendes wie beeindruckendes Leseerlebnis, das Hoffnung schenkt. 
(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)
 


Die Autorin:
Kristin Harmel arbeitet als Autorin und Journalistin. Mit ihrem Debüt Solange am Himmel Sterne stehen landete sie einen weltweiten Bestseller.
Sie lebt mit ihrem Mann in Orlando, Florida.
(Quelle: Knaur Verlag)


Meine Meinung:
Dieser historische Roman spielt in Frankreich zur Zeit des 2. Weltkriegs sowie in den USA und ist inspiriert von einer wahren Geschichte.
Im Mittelpunkt steht Eva, Tochter einer jüdischen Familie.
Der Roman wird in zwei Handlungssträngen auf zwei Zeitebenen erzählt. Es beginnt im Jahr 2005 in den USA als die inzwischen über 80-jährige Eva auf einem Foto in einem Zeitungsartikel ein Buch entdeckt, das einst ihr gehörte. Es ist das „Buch der verschollenen Namen“, das sich in Berlin in einer Bibliothek befindet. Dort hat es sich ein Bibliothekar zur Aufgabe gemacht hat, sechzig Jahre nach dem Ende des
2. Weltkriegs, von den Nazis geraubte Bücher ihren Besitzern zurückzugeben. Eva beschließt sofort, nach Berlin zu fliegen, um das Buch zu holen.

Im Jahr 1942 ist Eva Studentin und lebt mit ihren Eltern in Paris. Die Judenverfolgung nimmt immer stärkere Formen an und auch in Paris gibt es immer wieder Verhaftungen und Deportationen in großer Zahl. Trotz einer Warnung durch einen Kommilitonen kann Eva die Verhaftung ihres Vaters nicht verhindern. Ihr gelingt es, mit Hilfe eines Freundes ihres Vaters, gefälschte Papiere herzustellen und sie flieht mit ihrer Mutter in den unbesetzten Süden Frankreichs in das kleine Dorf Aurignon.
Dort kommen sie in einer Pension unter und Eva lernt den Dorfpfarrer kennen, der ihr Unterstützung anbietet. Evas gut gefälschte Dokumente wecken das Interesse einer Gruppe von Widerstandskämpfern, die ebenfalls Dokumente fälschen und damit vielen Menschen, besonders Kindern, zur Flucht in die neutrale Schweiz verhelfen. In dieser Gruppe lernt Eva Remy kennen, mit dem sie bald eng zusammenarbeitet. Zwischen den beiden entwickelt sich eine enge Beziehung, die zu Liebe wird. Als immer mehr Kinder ohne ihre Eltern in die Schweiz gebracht werden müssen, beschließen die beiden, die echten Identitäten der Kinder chiffriert in einem religiösen Buch festzuhalten, was sie in der Bibliothek der Dorfkirche verstecken.
Eines Tages fliegt die Gruppe auf, Evas muss fliehen und Remy ist wie vom Erdboden verschluckt. Man geht davon aus, das er tot ist.

Der Handlungsstrang in der Vergangenheit nimmt den deutlich größeren Teil der Geschichte ein. Es gibt immer nur kurze Einblicke in die Gegenwart, in der Eva sich gegen den Willen ihres Sohnes zur Reise nach Berlin entschließt und das auch umsetzt. Erst am Ende erleben wir ihren Besuch in der Bibliothek in Berlin. Da hätte ich gerne zwischendurch noch etwas mehr über ihr Leben nach der Flucht damals bis in die Gegenwart erfahren.

Die Beschreibung der Widerstandsgruppe, die zur Résistance gehört, und deren Aktivitäten hat mich unglaublich gefesselt und das Buch für mich schnell zu einem Pageturner gemacht.
Es wird detailreich beschrieben, wie die Gruppe agiert, sich gegenseitig schützt und alles dafür tut, anonym zu bleiben. Sie wollen sich gegen die Naziherrschaft und deren grausame Taten wehren und so viele Menschen retten, wie eben möglich. Dabei riskieren sie ständig ihre eigene Sicherheit bzw. sogar ihr Leben. Aber sie sind gut vernetzt, handeln völlig selbstlos und können viel Gutes tun. Das hat mich nicht nur sehr bewegt sondern ich hatte auch höchsten Respekt und Bewunderung für diese Menschen, deren Nächstenliebe, Entschlossenheit und Mut beeindruckend war.
Kristin Harmel ist es wunderbar gelungen, historische Fakten mit ihrer fiktiven Geschichte zu verknüpfen. Neben Eva und Remy gibt es einige weitere Figuren, die alle lebendig, authentisch und wirklich gut gezeichnet sind. Ich fühlte mich ihnen allen nahe und habe mit ihnen gehofft und gefiebert und selbst auch eine Achterbahn der Gefühle beim Lesen erlebt. Die Stimmung ist oft bedrückend, besonders wenn man über die schrecklichen Taten dieser Zeit liest. Es gibt auch immer wieder gefährliche Situationen aber auch hoffnungsvolle und schöne Momente. Und vor allem zeigt es, dass es öfter gutherzige Menschen gibt, als man denkt und es sich lohnt, die Hoffnung nicht aufzugeben.

Dieser spannende, fesselnde und emotionale Roman hat mich sehr bewegt und mir die Schrecken des 2. Weltkriegs anhand von menschlichen Schicksalen noch einmal lebendig vor Augen geführt.
Kristin Harmel ist eine großartige Erzählerin und hat mich mit dieser tiefgründigen Geschichte wirklich begeistert!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag
und NetGalley!














Herausgeber ‏ : ‎ Knaur HC; 1. Edition (1. Oktober 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 384 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426227134
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426227138
Originaltitel ‏ : ‎ The Book of Lost Names
Übersetzung: Veronika Dünninger
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B091Y4ZGT9
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur eBook; 1. Edition (1. Oktober 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 1477 KB  
 
 
 
 
 
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Von Kristin Harmel außerdem gelesen und rezensiert:
 

Freitag, 4. Dezember 2020

Das letzte Licht des Tages von Kristin Harmel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag

Zum Inhalt:
Eine grausame Zeit, ein schrecklicher Fehler und die Hoffnung auf Vergebung:
»Das letzte Licht des Tages« von Bestseller-Autorin Kristin Harmel erzählt eine ebenso gefühlvolle wie dramatische Familiengeschichte aus Frankreich zur Zeit des 2. Weltkriegs

Frankreich 1940: Als Inés herausfindet, dass ihr Ehemann auf dem Weingut der Familie Flüchtlinge und Waffen für die Résistance versteckt, ist auch sie gezwungen, eine Seite zu wählen. Inés schließt sich dem Widerstand an – und begeht einen schrecklichen Fehler, der das Leben aller auf dem Weingut für immer verändert.
Jahrzehnte später begleitet die junge Amerikanerin Liv ihre exzentrische Großmutter auf eine Reise nach Frankreich. Vom Weingut Chauveau fühlt Liv sich wie magisch angezogen – auch, weil sie spürt, dass ihre Großmutter nicht zufällig hierher wollte. Mithilfe des sympathischen Anwalts Julien Cohn beginnt Liv, die Geschichte des Weinguts zu erforschen. Ihre Recherchen führen sie zurück in die dunkelste Zeit des 2. Weltkriegs, zu einer Geschichte von Liebe und Verrat – und der Hoffnung auf Vergebung.
(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)
 
 
 
Die Autorin:
Kristin Harmel arbeitet als Autorin und Journalistin. Mit ihrem Debüt Solange am Himmel Sterne stehen landete sie einen weltweiten Bestseller.
Sie lebt mit ihrem Mann in Orlando, Florida.
(Quelle: Knaur Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Die Amerikanerin Liv steht vor den Scherben ihrer Ehe, die nach 12 Jahren an einem unerfüllten Kinderwunsch zerbrochen ist. Da sie dafür auch ihren Job aufgegeben hatte, steht sie nun vor dem Nichts und wird durch ihre Großmutter Edith unterstützt.
Dann steht diese plötzlich vor ihrer Tür und fordert Liv auf, sie auf eine Reise nach Paris zu begleiten. Die Gründe für die Reise möchte die 99-jährige Edith ihrer Enkelin erst vor Ort erzählen. Von Paris geht es dann weiter in die Champagne nach Reims, aber auch hier zeigt sich Edith zunächst noch sehr verschlossen. Ediths Anwalt Julien, dessen Familie schon viele Jahre für Edith arbeitet, ist zwar sehr sympathisch, erzählt Liv aber auch nichts über die Gründe, denn das möchte er Edith überlassen. Liv ist sehr verwirrt und gespannt, auf das große Geheimnis ihrer Großmutter.

Im Jahr 1940 erleben wir Inès Chauveau die mit ihrem Mann sowie dem Kellermeister Theo und dessen Frau Celine auf einem Weingut lebt, wo Champagner hergestellt wird.
Als die Invasion der Deutschen in Frankreich beginnt, entdeckt Inès nach einer Weile, dass ihr Mann Waffen für die Résistance versteckt und auch Flüchtlingen hilft. Die Situation auf dem Weingut ist angespannt, denn Celine ist jüdischer Abstammung. Inès entschließt sich, ebenfalls der Résistance zu helfen und trifft schließlich eine schwerwiegende Entscheidung …

Der Roman wird wechselnd auf zwei Zeitebenen erzählt, wobei der Handlungsstrang in der Vergangenheit deutlich mehr Raum einnimmt.
In der Gegenwart geschieht nicht sehr viel. Liv versucht immer wieder ihrer Großmutter die Gründe für die Reise zu entlocken und das Geheimnis, das Edith umgibt, zu lüften. Aber die alte Dame hüllt sich lange in Schweigen und gibt nur wenige Kleinigkeiten preis. Liv versucht mit Juliens Hilfe etwas herauszufinden, nachdem sich herausstellt, dass Edith irgendeine Verbindung zum Weingut Chauveau zu haben scheint. Auch in einer Brasserie findet sie Hinweise auf ihre Großmutter. Aber erst gegen Ende soll sich das Geheimnis lüften.

Der Handlungsstrang in der Vergangenheit hat mich schon sehr gefesselt. Kristin Harmel schildert hier sehr eindrücklich die Zeit der deutschen Besatzung in Frankreich und des französischen Widerstands mit all ihren Schrecken und Gefahren. Sie hat hier offenbar gut recherchiert und lässt ihre Figuren aktiv am Geschehen mitwirken. Dabei hat sie die Figuren vielschichtig gezeichnet und deren Emotionen und Gedanken gut zum Leser transportiert. Ich habe mich oft gefragt, wie ich in deren Situation gehandelt hätte. Aber ich denke, das kann man nicht nachvollziehen, wenn man es selbst nicht erlebt hat. Ein Richtig oder Falsch gibt es hier sicherlich nicht.
Es entwickelt sich ein Familiendrama und die schlimmen Kriegsereignisse haben ihre Auswirkungen auf alle. Aber die Autorin erzählt auch von der großen Liebe und Leidenschaft, die alles überdauern kann.
Hier gibt es eine Achterbahn der Gefühle und ich konnte mit allen Figuren mitfühlen, leiden und hoffen. Die ganze Entwicklung war packend erzählt und für mich lange nicht durchschaubar, wie es alles enden wird. Erst gegen Ende hatte ich eine Ahnung, wie die Verknüpfung zur Gegenwart und das große Geheimnis von Edith aussehen könnten.
Je mehr sich beide Handlungsstränge verbinden, desto fesselnder wurde die Geschichte bis zum großen Finale.
Hier gab es dann allerdings eine Szene, die für mich so nicht hätte sein müssen, denn sie passte nicht so ganz in diese ansonsten sehr realitätsnahe Handlung.

Interessant fand ich die vielen, in die Handlung eingebundenen Informationen über die Herstellung und Lagerung von Champagner und den Anbau der dafür benötigten Trauben. Da ich selbst zu besonderen Gelegenheiten gerne Champagner trinke, haben mich diese Fakten dieses leckere Getränk mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten lassen.

Kristin Harmel hat es wieder geschafft, eine emotionale und packende Geschichte mit realem historischen Bezug wunderbar mitreißend zu erzählen. Die Geschichte hat mich nicht losgelassen und mir ein unterhaltsames Lesevergnügen geboten!


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Broschiert : 384 Seiten
Originaltitel : The Winemaker's Wife
Übersetzung: Veronika Dünninger
ISBN-10 : 3426227126
ISBN-13 : 978-3426227121
Herausgeber : Knaur HC; 1. Edition (2. November 2020)
Sprache: : Deutsch  



 
Kindle-Dateigröße : 1048 KB
Herausgeber : Knaur HC; 1. Edition (28. Oktober 2020)
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 412 Seiten
ASIN : B086SKF1TP
Sprache: : Deutsch 






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Mittwoch, 21. November 2018

Ein Ort für unsere Träume von Kristin Harmel [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Eine große Liebe in Paris zur Zeit des Zweiten Weltkrieges ...

New York 1939: Die junge Amerikanerin Ruby liebt das Leben und die Liebe. Als sie den Franzosen Marcel kennenlernt, ist es sofort um sie geschehen – überglücklich nimmt sie seinen Heiratsantrag an und zieht mit ihm nach Paris. Doch die Deutschen haben Frankreich besetzt, und die Lebensbedingungen sind schwierig. Auch Rubys Ehe verläuft kompliziert, denn Marcel scheint etwas vor ihr zu verbergen. Der einzige Halt für Ruby ist die Nachbarstochter Charlotte. Als Marcel den Krieg nicht überlebt, bricht für Ruby eine Welt zusammen. Bis eines Tages ein junger Mann vor ihrer Tür steht – eine Begegnung, die alles verändern wird ...

(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Kristin Harmel ist Autorin und Journalistin. Ihre Bestseller Solange am Himmel Sterne stehen, Über uns der Himmel und Heute fängt der Himmel an waren in Deutschland große Erfolge und verzauberten auch weltweit viele Leserinnen. Auch ihr neuester Roman Ein Ort für unsere Träume erzählt wieder eine bewegende Geschichte von Liebe und Verlust. Kristin Harmel lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Orlando, Florida. 
(Quelle: Blanvalet Verlag)

Homepage der Autorin

Kristin Harmel auf Twitter und Facebook


Meine Meinung:
Die Amerikanerin Ruby verliebt sich 1939 in den Franzosen Marcel, heiratet ihn und zieht mit ihm nach Paris.
Während sie in den USA von den Schrecken des 2. Weltkriegs noch nicht so viel mitbekommen hat, ist dieser in Paris sehr viel näher.
Die Deutschen besetzen Frankreich und sind auch in Paris sehr präsent. Die Judenverfolgung beginnt auch in Paris.
Rubys Ehe mit Marcel verläuft nicht sehr harmonisch, denn Marcel ist oft unterwegs und scheint etwas vor Ruby zu verbergen.
Eine zufällige Begegnung mit Charlotte, der jungen Tochter der jüdischen Nachbarfamilie, begründet eine neue Freundschaft für Ruby.
Charlotte und ihre Eltern sind es auch, die Ruby bei einem Schicksalsschlag zur Seite stehen.
Wenig später schlägt das Schicksal erneut zu, denn Marcel kommt ums Leben. Rubys Welt bricht zusammen, aber sie denkt nicht daran, zurück in die USA zu gehen. Sie bleibt in Paris und ist fest entschlossen, zu helfen, wo sie nur kann. Sie schließt sich der Résistance an, versteckt alliierte Piloten und verhilft ihnen zur Flucht zurück in deren Heimat.
Unterstützung erfährt sie immer durch Charlotte, die ihre engste Freundin und Vertraute wird. Als Charlottes Eltern deportiert werden, zieht Charlotte bei Ruby ein.
Als Ruby eines Tages den britischen Piloten Thomas mehrere Tage versteckt, verlieben sich die beiden ineinander und Ruby findet noch einmal die große Liebe. Sie kann Thomas zur Flucht verhelfen und beide hoffen auf ein Wiedersehen und eine Chance für ihre Liebe.

Kristin Harmel hat erneut einen sehr gefühlvollen und emotionalen Roman vorgelegt, der mich völlig gefangen genommen hat.
Rubys Geschichte ist tragisch, oft traurig aber ständig voller Hoffnung.
Mit Ruby hat die Autorin eine wirklich tolle Protagonistin geschaffen, die ich von Anfang an sehr mochte. Sie ist mutig und lässt sich nicht unterkriegen. Selbst als die Zeiten immer schwerer werden, das Essen knapp wird und die Schrecken des Krieges überall sind, gibt Ruby nicht auf und setzt sich selbst unter größten Risiken für die gute Sache ein. Die Liebe und ihre Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Thomas geben ihr ungeahnte Kraft.
Auch Charlotte fand ich ganz wunderbar gezeichnet. Ihre Entwicklung vom „kleinen Mädchen“ zur selbstbewussten jungen Frau geht, resultierend durch den Krieg, schneller als normal, aber ist dabei glaubhaft und nachvollziehbar. Auch Charlotte wird immer noch von der Hoffnung getragen, ihre Eltern eines Tages wiederzusehen.

Dieser Roman hat mich mit seinem einfühlsamen Schreibstil tief in diese schreckliche Kriegszeit eintauchen und das Schicksal der Menschen erleben lassen.
Ich habe mit Ruby und auch mit Charlotte gelitten, gebangt und gehofft. Kristin Harmel versteht es ganz hervorragend, die Emotionen ihrer Figuren zum Leser zu transportieren.
Daher hat mich die Geschichte sehr berührt, bewegt und so gefesselt, dass ich das Buch in kürzester Zeit durchgelesen hatte.

Kristin Harmel hat wieder einmal mein Herz berührt und diese emotionale Geschichte mit viel Tiefgang wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.
Für mich ist das Buch ein Lesehighlight!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Blanvalet Verlag
und das Bloggerportal!












 
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734105676
ISBN-13: 978-3734105678
Originaltitel: The Room on Rue Amelie
Übersetzung: Veronika Dünninger 


 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 934 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. September 2018)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B077C25JQ6




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Mittwoch, 13. September 2017

Heute fängt der Himmel an von Kristin Harmel [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Die Journalistin Emily Emerson befindet sich kurz nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter Margaret an einem besonders schwierigen Punkt in ihrem Leben. Da erreicht sie unvermittelt ein mysteriöses Gemälde, das eine Frau unter einem wunderschönen violettfarbenen Himmel zeigt. Schnell erkennt Emily, dass es sich dabei um Margaret handeln muss, doch dem Bild ist nur eine Notiz mit den Worten »Sie war die Liebe seines Lebens.« beigelegt. Emily ist von diesen Zeilen tief bewegt und begibt sich auf die Suche nach dem Absender. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte, die auch ihr eigenes Leben nicht unberührt lässt ...
(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet Verlag)

Leseprobe


Grußwort der Autorin und Vorstellung des Buches


Die Autorin:
Kristin Harmel ist Autorin und Journalistin. Ihre Bestseller Solange am Himmel Sterne stehen und Über uns der Himmel waren in Deutschland ein großer Erfolg und verzauberten auch weltweit viele Leserinnen. Auch ihr neuester Roman Heute fängt der Himmel an erzählt wieder eine bewegende Geschichte von Liebe und Verlust. Kristin Harmel lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Orlando, Florida. (Quelle: Amazon)


Die Autorin auf Facebook und Twitter



Meine Meinung:
 
Sie hat es wieder getan!
Nach "Solange am Himmel Sterne stehen" und "Über uns der Himmel" hat Kristin Harmel mich mit "Heute fängt der Himmel an" wieder sehr berührt und begeistert!
Das Buch erzählt die Geschichte der freien Journalistin Emily, die es gerade nicht leicht hat. Sie verlor ihre eigene Kolumne in einer Zeitung die ihr Hauptjob war und kürzlich ist ihre geliebte Großmutter Margaret verstorben.
Margaret stand Emily besonders nahe, da Emilys Vater die Familie verlassen hatte und Emilys Mutter früh verstorben ist. So war Margaret, die Mutter von Emilys Vater, ihre wichtigste und engste Bezugsperson.
Als Emily überraschend ein Gemälde aus einer Münchner Galerie erhält, ist sie völlig fassungslos, dass dieses Bild offenbar ihre Großmutter als junge Frau zeigt. Auf einer beigelegten Karten steht "Ihr Großvater hat nie aufgehört sie zu lieben. Margaret war die Liebe seines Lebens". Über ihren Großvater weiß Emily aber nichts, da er verschwand noch bevor Emilys Vater geboren wurde und Margaret nie von ihm erzählt hat.
Um herauszufinden, was es mit diesem Gemälde und der Botschaft auf sich hat, muss Emily notgedrungen Kontakt zu ihrem Vater Victor aufnehmen, dem sie einfach nicht verzeihen kann, dass er sie als elfjähriges Kind verlassen hat.
Und so taucht Emily tief in die Vergangenheit ihrer Familie ein.

Mit ihrem wunderschönen, gefühlvollen Schreibstil hat mich Kristin Harmel schnell in den Bann der Geschichte gezogen. Ich hatte aber am Anfang keine Vorstellung davon, wie komplex diese Geschichte sein wird.
Ich habe also mit Emily gerätselt und sie bei ihrer Reise auf den Spuren ihrer Großeltern begleitet. Schon dieser Teil war sehr bewegend und fesselnd.
In einem zweiten Handlungsstrang nimmt uns die Autorin mit in das Jahr 1944 und folgende und wir erleben das Schicksal des jungen Deutschen Peter Dahler, der als Kriegsgefangener nach Amerika gebracht wird und auf einer Zuckerrohrplantage arbeitet. Dort trifft er auf ein junges Mädchen namens Margaret und ist sofort von ihr verzaubert.
Im Wechsel erleben wir also die gegenwärtige Recherche und Suche von Emily sowie die tragische Geschichte von Peter.
Emily nähert sich nach vielen Reisen und Mühen ganz langsam der Wahrheit. Je tiefer Emily in die Vergangenheit eintaucht desto weiter schreitet auch Peters Geschichte voran, bis sich am Ende alles zeitlich verknüpft.

Mit Peters Geschichte verarbeitet die Autorin hier ein Stück Zeitgeschichte, nämlich die der deutschen Kriegsgefangenen in Amerika und später auch als Zwangsarbeiter in England. Dieses Thema nutzt sie für ihre Geschichte und behandelt es sehr einfühlsam ohne wertend oder gar verurteilend zu werden.
Mich hat Peters und damit auch Margarets Schicksal sehr berührt und bewegt.
Aber auch Emilys Geschichte, die neben dem frühen Verlust der Mutter und dem Groll auf den Vater auch noch mit ganz persönlichen Dämonen kämpft, hat mich bewegt. Ich habe mit ihr gelitten und gehofft, dass sich auch für sie alles zum Guten wenden wird.

Diese Geschichte hat mich völlig gefangen genommen und ich hätte das Buch am liebsten in einem Stück durchgelesen. Ich habe eine Achterbahn der Gefühle erlebt und wurde auch durch die Emotionen der Protagonisten mitgerissen.
Auch wenn ich irgendwann ein bestimmtes Ereignis erahnen konnte, gab es besonders gegen Ende noch viele Überraschungen und "Gänsehaut-Momente".
Diese sehr emotionale und bewegende Familiengeschichte über eine große Liebe, Familie, Vergangenheitsbewältigung und Verzeihen hat mich sehr gefesselt und mit den Protagonisten mitfühlen lassen.
Am Ende war ich traurig, dass es schon zu Ende war!
"Heute fängt der Himmel an" ist für mich ein wunderbarer Lesegenuss und ein absolutes Lesehighlight, das mein Herz berührt hat!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Blanvalet Verlag
und das Bloggerportal!








 
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734102898
ISBN-13: 978-3734102899
Originaltitel: When We Meet Again
Übersetzung: Veronika Dünninger 


 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1619 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 417 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3734102898
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. August 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B01NAG9ULN




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Donnerstag, 19. März 2015

Über uns der Himmel von Kristin Harmel [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Als die Welt zerbrach, blieb ihre Liebe …
Die junge Kate Waithman lebt mit ihrer großen Liebe Patrick in Manhattan. Eines Morgens geht sie am Hudson River joggen, als plötzlich ein Flugzeug den Himmel durchbricht. Momente später ist das World Trade Center in Rauch gehüllt. Es ist das Gebäude, in dem Patrick arbeitet ...

Dreizehn Jahre später fühlt sich Kate endlich bereit, ihr Herz wieder zu öffnen. Doch dann hat sie einen Traum, der realer scheint als alles, was sie umgibt – von dem Leben, das sie mit Patrick gehabt haben könnte. Während sie versucht, an der Vergangenheit festzuhalten, beginnt Kate zu ahnen, dass es für sie einen zweiten Weg zum Glück geben könnte ...
(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet-Verlag)

Leseprobe

Interview mit Kristin Harmel

Kristin Harmel bei Facebook und bei Twitter 



Videosong zum Buch




Meine Meinung:
Die schrecklichen Ereignisse des 11. September 2001 sind sicher noch jedem in Erinnerung. Mit diesem realen Ereignis beginnt die Autorin die Geschichte von Kate, die an diesem 11. September mit ansehen muss, wie ihr Ehemann Patrick ums Leben kommt und ihre Welt zerbricht.
Danach erleben wir, wie Kate sich ihr Leben 13 Jahre später eingerichtet hat.
Zuerst fand ich es schade, dass es diesen großen Zeitsprung gab, aber im weiteren Verlauf gibt es immer wieder Rückblicke in die Zeit von Kate und Patrick, die einige Dinge erklären und so Kates Handlungen nachvollziehbar machen.

Kate ist eine ganz wundervolle Protagonistin, die ich auf Anhieb sympathisch fand, weil sie sehr warmherzig, gefühlsbetont und ehrlich ist. Ich fand mich in vielen ihrer Gedanken und Gefühle wieder.
Aber auch die anderen Figuren, die in Kates Leben eine Rolle spielen, sind gut gelungen, authentisch und passen gut in die Geschichte.

Die "realistischen" Träume, die Kate immer wieder erlebt und sie mit der Zeit dazu veranlassen, ihr Leben zu überdenken, haben mich anfangs etwas irritiert. Ich konnte nicht ganz einschätzen, welche Idee die Autorin damit verfolgt, was aber im Laufe der Geschichte klar wird.

Sehr gut gefallen hat mir, dass sich die Autorin neben den Themen Liebe, Verlust und Trauer auch noch mit einem anderen Thema auseinandergesetzt hat. Kate ist von Beruf Musiktherapeutin und trifft im Rahmen ihrer Tätigkeit auf gehörlose Kinder und Jugendliche. Man merkt deutlich, dass sich die Autorin mit der Thematik beschäftigt und gut recherchiert hat.

Kristin Harmel erzählt mit der Geschichte von Kate eine gefühlvolle, warmherzige und auch nachdenkliche Geschichte.
Ihr einfühlsamer, leichter Schreibstil schafft eine ganz besondere Atmosphäre und macht das Lesen zum Vergnügen.
Auch wenn man irgendwann ahnen kann, wie es ausgehen könnte, war ich durchgehend von Kates Schicksal gefesselt und am Ende gab es auch noch eine große Überraschung.

Ich habe Kate gerne auf ihrem Weg aus der Trauer in ein neues, anderes Leben und zu einem neuen Glück begleitet, weil ich dadurch auch einige Denkanstöße erhalten habe. Vielleicht gibt es doch schicksalhafte Fügungen und ein Ende ist auch immer wieder ein Anfang.
Ich bin sicher, jeder kann für sich etwas aus diesem Roman mitnehmen.
Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung für diesen tollen Roman, der mich völlig überzeugt und sehr begeistert hat!


Fazit: 5 von 5 Sternen


Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Blanvalet Verlag!



 
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442383331
ISBN-13: 978-3442383337
Originaltitel: The Life Intended



 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1106 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. März 2015)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00M1NNTES




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