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Donnerstag, 22. Januar 2026

Deadline von Alex Lake [Rezension]

Bildrechte beim Verlag

 
Zum Inhalt:
In freudiger Erwartung besteigen Jill und ihre Kollegen nach einer Vorstandssitzung den Privatjet ihrer Firma, um nach Hause zu ihren Familien in Portland zu fliegen. Das Wetter ist gut, die Sicht klar, Turbulenzen sind nicht zu erwarten. Doch kurz nach dem Abflug meldet sich die Pilotin über die Lautsprecher. Anstatt Jill und ihre Kollegen zu begrüßen, hat sie den Jet aufs offene Meer hinausgesteuert und stellt den Passagieren ein schockierendes Ultimatum: An Bord befindet sich ein Mörder, und sie wird die Maschine erst wieder auf Kurs bringen, wenn derjenige gesteht. Der Schuldige hat dreißig Minuten Zeit, um die Wahrheit zu sagen – sonst stürzt das Flugzeug in den Atlantik …
(Kurzbeschreibung lt. Goldmann Verlag)
 
 
 
Der Autor:
Alex Lake ist ein britischer Romanautor, geboren in Nordwestengland. Sein Debüt »After Anna« ist der erste unter diesem Pseudonym verfasste Roman des Autors und wurde auf Anhieb ein Sunday-Times-Bestseller. Der Autor lebt heute im Nordosten der USA. 
(Quelle: Goldmann Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Jill und mehrere Kollegen, alle Mitarbeiter eines Lebensmittelkonzerns, fliegen nach einer Sitzung im firmeneigenen Privatjet zurück nach Portland. Es ist kurz vor Weihnachten und alle wollen zu ihren Familien nach Hause. Zusätzlich an Bord ist noch eine Krankenschwester, die nicht zur Firma gehört, aber die man aus Freundlichkeit mitnahm.
Kurz nach dem Abflug fällt plötzlich auf, dass nicht nur das WLAN an Bord ausgefallen ist sondern dass die Maschine anstatt in Richtung Portland hinaus aufs offene Meer fliegt. Die Pilotin, die sich im Cockpit verschanzt hat, stellt per Durchsage ein Ultimatum. Laut ihrer Aussage befindet sich ein Mörder an Bord und dieser soll innerhalb der nächsten 30 Minuten gestehen und die Wahrheit sagen, warum er das getan hat.
Ansonsten wird dem Jet der Treibstoff ausgehen und das Flugzeug ins Meer stürzen.

Was nach einem Albtraum klingt, wird auch zu einem.
Die Stimmung unter den Passagieren in dem kleinen Flugzeug kippt schnell von Vorfreude auf zu Hause und die Feiertage zu Panik. Niemand ist sich einer Schuld bewusst und die Überlegung, dass einfach einer von ihnen den Mord gesteht, kann nicht funktionieren, denn die Pilotin verlangt eine Erklärung und die ganze Wahrheit. Da offenbar niemand weiß, worum es gehen könnte, kann man nicht einfach eine Geschichte erfinden. Das WLAN steht nicht zur Verfügung, so dass niemand über Internet Kontakt mit jemandem aufnehmen könnte und ein Einbruch ins Cockpit, um die Pilotin zu überwältigen, schlägt auch fehl.

Zu Beginn stellt uns der Autor die einzelnen Passagiere sowie die Pilotin vor und man erfährt einiges über Lebensumstände, Gewohnheiten und Probleme. Dabei bleibt die Pilotin zunächst namenlos und schnell wird klar, dass jeder der Figuren auch seine eigenen Nöte und Probleme hat. So richtig sympathisch waren sie mir eigentlich alle nicht.
Die Erzählperspektive wechselt zwischen der Pilotin und den Passagieren wobei die Abschnitte jeweils entsprechend überschrieben sind.

In einem zweiten Handlungsstrang springen wir zurück ins Jahr 2018 in den Ort Barrow in Maine, wo einige der Mitarbeitenden leben. Dort erkrankten seinerzeit einige Kinder an einer merkwürdigen Krankheit, die die Leber angriff und diese letztendlich versagte. Drei der Kinder starben an dieser schrecklichen Erkrankung, deren Ursache niemand erklären konnte.
Ich hatte dann nach einigen Abschnitten dieser Rückblicke einen Verdacht, wer die Pilotin sein könnte und wie das alles zusammenhängt.
Meine Vermutung bestätigte sich dann auch, aber wie sich die Situation im Flugzeug auflösen würde, konnte ich da noch nicht erahnen. Und es gibt weitere Fragen, wer die Verantwortung für die Taten trägt und ob die Pilotin das Flugzeug doch noch zum Absturz bringen wird, denn sie hat eigentlich nichts mehr zu verlieren. 

Die Handlung hat für mich sehr schnell einen regelrechten Sog entwickelt und der Thriller wurde zum Pageturner.
Wobei der Thriller ziemlich unblutig bleibt und sich mehr Richtung Psychothriller entwickelt. Die Stimmung in dem kleinen Flugzeug, das das perfekte Setting ist, ist bedrückend und die Angst der Passagiere ständig spürbar. Ebenso das Verlangen der Pilotin nach der Wahrheit und Vergeltung ist nachvollziehbar, auch wenn Selbstjustiz sicher keine Lösung ist.
Gegen Ende, als ich dachte alles sei nun geklärt, überrascht der Autor mit einem erneuten Twist und einer Überraschung, die noch mal alles dreht.

„Deadline“ ist ein Thriller bzw. Psychothriller der mit der Handlung in der Vergangenheit auch noch Drama ins Spiel bringt. Es gibt häufige Perspektivwechsel, Twists und Überraschungen und einen Spannungsbogen der ständig so hoch ist, dass man es kaum aushalten kann.
Alex Lake hat mich wieder einmal überzeugt und mit dieser Story sehr begeistert!


Fazit:
⭐⭐⭐⭐⭐
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Goldmann Verlag
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 17. Dezember 2025
Auflage ‏ : ‎ Deutsche Erstausgabe
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 464 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 344249608X
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442496082
Originaltitel ‏ : ‎ FINAL CALL 
Übersetzung  :  Peter Beyer

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0F2SF4B37
Herausgeber ‏ : ‎ Goldmann Verlag
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 1. Dezember 2025
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 3.2 MB
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3641324902 
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Von Alex Lake außerdem gelesen und rezensiert:
Lake, Alex - Jeden Tag gehörst du mir      
Lake, Alex - Wovon du nichts ahnst      
 
 

Donnerstag, 17. Januar 2019

Wovon du nichts ahnst von Alex Lake [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Als die Ärztin Sarah Havenant von einer alten Freundin kontaktiert und gefragt wird, welches ihr richtiges Facebook-Profil sei, geht sie dem nach. Und tatsächlich findet Sarah zwei Profile mit ihrem Namen: eines hat sie selbst angelegt, das andere hat sie noch nie gesehen. Und doch findet sie dort private Fotos von sich und ihrer Familie. Fotos, die im Inneren ihres Hauses gemacht werden. Als sie es ihrem Mann zeigen will, ist das fremde Profil gelöscht – doch ihr Leben nicht mehr ihr eigenes …  
(Kurzbeschreibung gem. Harper Collins) 

Leseprobe 


Der Autor:
Alex Lake ist ein Pseudonym für einen in den 70er Jahren im Nordwesten von England geborenen Autor, der nun in den USA lebt. „Es beginnt am siebten Tag“ ist sein erster Roman und war bei Erscheinen eine Ebooksensation und in den Top 10 der Sunday-Times-Bestsellerliste. 
(Quelle: Harper Collins)


Meine Meinung:
Sarah Havenant ist Ärztin, glücklich verheiratet, hat drei Kinder und lebt in einer Kleinstadt. Über Facebook meldet sich eines Tages eine ehemalige Schulkameradin, die nach einigen Jahren Abwesenheit zurück in ihre Heimatstadt kommt. Beiläufig fragt sie nach, welches Facebook-Profil denn nun Sarahs richtiges Profil sei und schickt Sarah den Link zu dem zweiten Profil. Sarah erschrickt, denn das gefälschte Profil enthält ganz aktuelle Bilder ihrer Familie und auch von ihrem Haus.
Nach einer Weile wird das falsche Profil wieder gelöscht, aber Sarah hat keine Ruhe, denn es geschehen weitere merkwürdige Dinge, wie gefälschte Mails, die unter ihrem Namen an Freunde und Bekannte versendet werden, Bücherbestellungen über ihren eigenen Amazon-Account und Postkarten mit ihrer Handschrift an ihre Familie.
Nach und nach gerät Sarahs Leben immer mehr aus den Fugen, ihr Mann vermutet eine psychische Störung bei seiner Frau und Sarah kann immer nur beteuern, dass sie mit all diesen Dingen nichts zu tun hat.
Wer will Sarahs Leben zerstören und warum?

Dieser Thriller hat etliche Elemente eines Psychothrillers und hat es wirklich in sich.
Der hauptsächliche Handlungsstrang wird aus der Perspektive von Sarah erzählt. Dazwischen gibt es Kapitel, die Ereignisse von vor 10 Jahren schildern und weitere, in denen der Leser Einblick in Gedanken des Täters erhält. Die Ereignisse der Vergangenheit lassen sich anfangs naturgemäß nicht einordnen und erst zum Ende erschließen sich die Zusammenhänge.
Die Einblicke in die Psyche und Gedanken des Täters dagegen geben einen großen Aufschluss über dessen perfide Pläne, ohne jedoch einen Rückschluss auf die Person zu geben.

Fast atemlos bin ich durch die Seiten geflogen und habe Sarahs Geschichte verfolgt. Während immer wieder merkwürdige Dinge geschehen und offenbar jemand Sarahs Identität einnimmt um sie selber zu zerstören, versucht Sarah mit allen Mitteln ihrem Umfeld klar zu machen, dass sie nicht krank ist und selbst dahinter steckt. Weiter versucht sie natürlich herauszufinden, wer all diese Dinge tut und was er damit bezweckt. Sarahs Verzweiflung und ihre Ängste sind deutlich bei mir angekommen und sie werden stetig größer.
Die Polizei kann nicht helfen, denn rein rechtlich geschehen keine Straftaten, da ja alles so aussieht, als hätte Sarah es selbst getan und keine Beweise für das Gegenteil vorliegen.
Sarah und ihr Mann sind auf sich allein gestellt, aber Ben beginnt irgendwann zu zweifeln. Die Ehe leidet sehr unter dieser Krise und Sarah ist nahe daran, an der Situation zu zerbrechen.
Der Autor spielt hervorragend nicht nur mit der Protagonistin sondern auch mit seinen Lesern und legt viele Fährten, so dass ich irgendwann so ziemlich jeden verdächtigt habe. Nur Gründe konnte ich nicht erkennen.

Nach gut zwei Dritteln des Buchs erfährt man, wer dahinter steckt und auch die Gründe dafür.
Was dann beginnt, ist so unfassbar und wird für Sarah lebensbedrohlich.
Der ohnehin schon sehr hohe Spannungsbogen steigert sich noch einmal merklich und mündet schließlich in einem spektakulären Showdown.

Das Szenario des Identitätsdiebstahl ist sicher nicht neu, zeigt aber deutlich, wie einfach man in Zeiten von Internet, E-Mail uns Social Media die Identität einer anderen Person einnehmen kann.
Alex Lake hat dieses Szenario aber sehr klug und gut durchdacht in Szene gesetzt und mit Hochspannung zu einem Thriller aufgebaut, der mich begeistert hat. Die Charaktere sind glaubhaft und facettenreich gezeichnet und auch die Handlung hat mich so in ihren Bann gezogen, dass sich das Buch für mich schnell zum Pageturner entwickelt hat.

Dieser Thriller überzeugt mit einem tollen Plot, Überraschungen, Wendungen, gut gezeichneten Charakteren und fesselnder Hochspannung!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an Harper Collins
und NetGalley!
 







 
Broschiert: 434 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (4. Januar 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 395967256X
ISBN-13: 978-3959672566
Originaltitel: COPYCAT
Übersetzung: Jeannette Bauroth 


 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3937 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 434 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (4. Januar 2019)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07BFDRQWY




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Mittwoch, 15. November 2017

Jeden Tag gehörst du mir von Alex Lake [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Kate liebt ihre Freiheit. Sie hat den attraktiven Irish Look: Lange glatte dunkle Haare, helle Haut, dunkle Augen. Die Achtundzwanzigjährige will das Leben in vollen Zügen genießen. Sie mag die Keinstadt in der Nähe von Manchester. Bis die Freiheit vorbei ist und die Angst um sich greift. als ein Serienmörder Frauen umbringt. Frauen, die eines gemeinsam haben: Alle sehen auf erschreckende Art aus wie sie. Ist es Zufall oder nicht, dass sie sich vor kurzem von ihrem Freund getrennt hat, der die Trennung nicht gut verkraftet?
(Kurzbeschreibung gem. Harper Collins)

Leseprobe


Der Autor:
Alex Lake ist ein Pseudonym für einen in den 70er Jahren im Nordwesten von England geborenen Autor, der nun in den USA lebt. „Es beginnt am siebten Tag“ ist sein erster Roman und war bei Erscheinen eine Ebooksensation.
(Quelle: Harper Collins)


Meine Meinung:
Nach „Es beginnt am siebten Tag“ legt Alex Lake mit „Jeden Tag gehörst du mir“ seinen zweiten Thriller vor.
Zu Beginn lernen wir im Prolog „The Fab Four“ kennen, die vier Freundinnen Kate, May, Gemma und Beth. Seit Kindertagen sind sie beste Freundinnen bis sich irgendwann etwas geändert hat und sie Beth verloren.
Nach diesem mysteriösen Auftakt erleben wir Kate, die sich nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund Phil mit ihren Freundinnen May und Gemma spontan für eine Woche im Urlaub in der Türkei befindet. Kurz vor der Abreise der Freundinnen wurde in ihrem Heimatort eine ermordete Frau gefunden und die Mordserie setzt sich nach ihrer Rückkehr fort. Erschreckend ist, dass die getöteten Frauen alle Kate sehr ähnlich sehen. Ist sie in Gefahr und hat der Täter es auf sie abgesehen?

Die Geschichte um Kate und die rätselhaften Serienmorde hatte mich schnell gepackt und bald auch nicht mehr losgelassen.
Das Buch gliedert sich in drei Teile in der Gegenwart und dazwischen zwei Teile, die Ereignisse aus der Vergangenheit erzählen. Cliffhanger beim Wechsel zwischen den Teilen, kurze Kapitel, häufige Perspektivwechsel zwischen den Protagonisten und ein eingängiger Schreibstil sorgen für einen tollen Lesefluss. Dabei ist die Spannung durchgehend vorhanden und steigert sich mit der Zeit noch.
Relativ früh hatte ich einen Verdacht, wer hinter den Morden stecken könnte, aber damit lag ich weit daneben. Rückblickend betrachtet ist das vom Autor genau so beabsichtigt und er lockt die Leser auch noch auf weitere Fährten, so dass ich irgendwann das Gefühl hatte, niemandem mehr trauen zu können.

Kate ist eine sehr starke und selbstbewusste Protagonistin. Dem Autor ist es sehr gut gelungen sie als Figur glaubhaft handeln zu lassen und ihre Emotionen, vor allem ihre Angst, ist deutlich bei mir angekommen. Auch die anderen wichtigen Figuren sind gut dargestellt. Manche sind ein bisschen undurchsichtig wie z. B. Kates Ex-Freund Phil. Die leitende Ermittlerin der Mordkommission DI Wynne erfüllte so ziemlich jedes Klischee des „Bad Cop“ und war mir nicht sonderlich sympathisch, auch wenn sie gute Polizeiarbeit verrichtet.

Nach etwa drei Vierteln des Buches klärt sich die Identität des Mörders und auch sein Motiv. Aber man sollte nicht denken, dass damit die Spannung weg wäre. Es beginnt ein nervenzerreißender Showdown mit steigender Spannung, den ich dann in einem Stück lesen musste, bis ich wusste, wie alles endet.
Und mit diesem Ende hat mich der Autor ein weiteres mal überrascht. Aber es ist ein zufriedenstellendes Ende bei dem keine Fragen offen bleiben.

Dieser absolut fesselnde Thriller hat mich mit seinem gut durchdachten und raffinierten Plot, facettenreichen Protagonisten und jede Menge Gänsehaut-Gefühl begeistert.
Packende Lesestunden sind garantiert!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Harper Collins Verlag

und NetGalley!



  




 
Broschiert: 432 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (13. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959671369
ISBN-13: 978-3959671361
Originaltitel: Killing Kate
Übersetzung: Stefanie Kruschandl

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3835.0 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (13. November 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B06XR2CZGK




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Mittwoch, 21. Dezember 2016

Es beginnt am siebten Tag von Alex Lake [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Der Albtraum einer jeden Mutter: Die fünfjährige Anna ist verschwunden, als Rechtsanwältin Julia sie von der Schule abholen will. Wurde sie entführt? Ist sie tot? Sechs Tage und Nächte voller Angst, sechs Tage voller Selbstvorwürfe. Am siebten Tag taucht das Mädchen wieder auf. Es scheint unverletzt und hat keine Erinnerung an das, was geschah. Julia und ihr Mann Brian sind unendlich erleichtert. Bis Julia merkt, dass das Schlimmste für sie nun erst beginnt. Denn wer auch immer ihre Tochter in der Gewalt hatte und wiedergebracht hat, will nicht das Kind vernichten …
Ein Mädchen verschwindet. Doch der wahre Albtraum beginnt, als sie wieder auftaucht – am siebten Tag.
(Kurzbeschreibung gem. Harper Collins)

Leseprobe


Der Autor:
Alex Lake ist ein Pseudonym für einen in den 70er Jahren im Nordwesten von England geborenen Autor, der nun in den USA lebt. „Es beginnt am siebten Tag“ ist sein erster Roman und war bei Erscheinen eine Ebooksensation. Der Autor schreibt an seinem zweiten Roman.
(Quelle: Harper Collins)


Meine Meinung:
Dieser Thriller, der für mich eher ein Psychothriller ist, ist das Debüt des britischen Autors Alex Lake.
Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil erleben wir die Entführung der kleinen Anna und deren unversehrte Rückkehr am siebten Tag.
Am Anfang jedes Kapitels erhalten wir Einblicke in die Gedanken des Täters, die ich interessant fand, die aber keinen Aufschluss darüber geben, welches Motiv der Täter hat.
Und so geht es im ersten Teil im wesentlichen um Julia und Brian, Annas Eltern, und deren Sorgen und Ängste. Da man bereits aus dem Klappentext weiß, dass die kleine Anna wieder auftauchen wird, stellte sich nur noch die Frage, wie sich das abspielen wird und warum sie entführt wurde. Daher hat mir ein bisschen die Spannung gefehlt, auch weil man von den polizeilichen Ermittlungen nur wenig mitbekommt.
Julias Angst um ihre Tochter und ihre Selbstvorwürfe, weil sie als viel beschäftigte Anwältin am Tag der Entführung zu spät an der Schule ankam, nehmen einen großen Teil ein. Aber auch, warum Julia ihre Ehe mit Brian für gescheitert hält, wird ausführlich dargestellt.
Brian erschien mir dabei sehr egoistisch und auch etwas blauäugig. Aber vor allem wird er offenbar stark von seiner Mutter Edna beeinflusst.
Edna ist für mich der Albtraum einer Mutter und Schwiegermutter. Sie ist herrisch, sehr dominant, von sich eingenommen und war schon immer der Meinung, dass Julia nicht die richtige Frau für ihren Sohn ist. Das lässt sie Julia auch deutlich spüren. Sie ist also so richtig unsympathisch.

Im zweiten Teil dagegen wird es spannender.
Die Presse und auch die Internet-Medien haben Julia schon während der Entführung als schlechte und unzuverlässige Mutter verurteilt und die mediale Hetze geht weiter. Es werden Details aus Julias Privatleben bekannt und sie wird als suizidgefährdete, alkoholabhängige unfähige Mutter dargestellt.
Der Paukenschlag folgt, als Brian und seine Mutter sich die Hetze gegen Julia zu Nutze machen. Brian zieht mit Anna zu seiner Mutter, heimlich und ohne Julias Einverständnis, und will das Sorgerecht für seine Tochter haben, wofür die Chancen durch Julias schlechten Ruf in der Öffentlichkeit sicher gut stehen würden.
Aber Julia kämpft erbittert um ihre Tochter, ihren Ruf, ihr neues Leben und lebt ständig in der Angst, der Entführer könnte wieder zuschlagen. Denn es ist immer noch nicht klar, warum das Kind überhaupt entführt wurde und Anna kann sich an nichts erinnern.

Mir ist dieser Teil sehr unter die Haut gegangen, weil er doch deutlich macht, welche Auswirkungen so eine mediale Hetze haben kann.
Nach und nach wird klar, was für ein perfides Spiel da mit Julia gespielt wird und ich hatte auch einen Verdacht, wer dahinter stecken könnte.
Doch das Ganze steigert sich in einen großen Showdown, der dann noch Details ans Licht bringt, die ich so nicht erwartet hätte und die das ganze grausame Ausmaß der Geschichte deutlich machen.
Das Ende löst zwar alles auf, lässt aber auch eine Fortsetzung der Geschichte zu.

Der flüssige und eingängige Schreibstil hat mir gefallen und hat mich schnell und leicht in die Geschichte eintauchen lassen.
Was mir im ersten Teil an Spannung gefehlt hat, macht der zweite Teil auf jeden Fall wieder gut. Denn diesen empfand ich als absolut fesselnd bis zum Schluss, auch wenn schon eine Weile vor dem Ende Täter und Motiv klar waren.
Die Protagonisten waren für mich gut gezeichnet und ihre Emotionen und Absichten sind gut bei mir angekommen.

Dieser Thriller, der für mich eine Mischung aus Psychothriller und Drama ist, hat mich nach ein paar Längen im ersten Teil gut unterhalten und gefesselt.
Ich bin auf das zweite Buch des Autors gespannt.


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an  
und den Verlag Harper Collins! 





 
Broschiert: 480 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (5. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959670559
ISBN-13: 978-3959670555
Originaltitel: After Anna
Übersetzung: Stefanie Kruschandl




 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 998 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 397 Seiten
Verlag: HarperCollins (5. Dezember 2016)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B01F5AB6WA




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