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Donnerstag, 12. Dezember 2024

Im Takt der Freiheit von Hanna Caspian [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Als die Frauen das Radfahren entdeckten:

Hanna Caspians historischer Roman »Im Takt der Freiheit« entführt ins Deutsche Kaiserreich zu einer jungen Frau, der das Fahrrad den Weg in ein selbstbestimmtes Leben weist – und zu ihrer großen Liebe.

Berlin, im Dreikaiserjahr 1888: Als Tochter eines Eisenbahn-Tycoons hat Felicitas Louisburg scheinbar unendliche Möglichkeiten und kann sich leisten, was immer ihr Herz begehrt. Nur eines ist in ihrem Leben nicht vorgesehen: persönliche Freiheit.

Das erkennt die junge Frau schmerzlich. Auf einem opulenten Sommerball soll sie anders als gedacht keineswegs nach einem geeigneten Heiratskandidaten Ausschau halten – den hat ihr Vater längst für sie ausgesucht. Nach seinem Willen wird Felicitas den Sohn eines Grafen heiraten, um seinem Unternehmen einen gigantischen Großauftrag zu sichern. Doch dann lernt sie Lorenz kennen, der sich für Zweiräder begeistert und mit seiner Unbeschwertheit alles infrage stellt, was Felicitas bislang für unausweichlich hielt …

Mehr als eine Liebesgeschichte: ein gefühlvoller historischer Roman, der eine hochspannende Zeit der Emanzipation von Frauen lebendig werden lässt .
(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)
 
 
 
Die Autorin:
Die SPIEGEL-Bestseller-Autorin Hanna Caspian beleuchtet mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Sagas bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte.
Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Politikwissenschaft und Sprachen in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.
(Quelle: Knaur Verlag)
 
 
Meine Meinung:
In diesem historischen Roman entführt uns die Autorin ins deutsche Kaiserreich nach Berlin.
Im Jahr 1888, das als Dreikaiserjahr in die Geschichte eingehen sollte, lernen wir Felicitas Louisburg kennen, die wohlbehütet als Tochter des wohlhabenden Eisenbahn-Magnaten Egidius Louisburg mit ihrer jüngeren Schwester Tessa unter der Aufsicht der Gouvernante Fräulein Korbinian aufwächst. Die Mutter der beiden Mädchen ist früh verstorben und der Vater führt das Haus mit strenger Hand. Seinen Töchtern gesteht er keine persönlichen Freiheiten zu und für Felicitas, die im heiratsfähigen Alter ist, hat er längst einen passenden und standesgemäßen Ehemann ausgesucht. Seine Wahl fällt auf den Sohn eines Grafen, der hochrangiger Beamter im Reichseisenbahnamt ist und ihm einen Großauftrag sichern soll.
Für die geplante Verlobung plant er einen großen prunkvollen Ball, auf dem sogar der Kaiser zu Gast sein soll und über den in der Gesellschaft noch lange gesprochen werden soll. Doch Felicitas lernt bei einem Spaziergang Lorenz Schwerdtfeger kennen, der sich für Zweiräder, genauer Fahrräder begeistert und als Maschinenbau-Student und Sohn eines mittelständischen Kutschenfabrikanten sogar selbst welche konstruiert. Er kann Felicitas nicht nur für die Zweiräder begeistern sondern auch für sich selbst …

Hanna Caspian ist mit ihrem Roman erneut tief in die deutsche Geschichte eingestiegen. Mit Felicitas zeigt sie eine höhere Tochter dieser Zeit, für die der Lebensweg vom Vater vorbestimmt wird. Sie erhält zwar Bildung aber thematisch nur eingeschränkt und verfügt über keinerlei Selbständigkeit. Ihre Interessen werden ignoriert und alles was sie tut geschieht unter der Aufsicht der Gouvernante. Doch Felicitas hat vielfältige Interessen, unter anderem interessiert sie sich auch für Technik und Wirtschaft und möchte gerne einmal das Unternehmen des Vaters übernehmen. Von ihrer Zofe Minna lässt sie sich heimlich Tageszeitungen geben, damit sie sich auch politisch informieren kann und nachts schleicht sie ins Arbeitszimmer des Vaters und erhält so die Information über ihr persönliches Vermögen, auf das sie selbst aber keinen Zugriff hat und wohl als Mitgift an den künftigen Ehemann gehen soll.
Auch wenn mir klar ist, dass zu dieser Zeit die höheren Töchter so erzogen wurden, tat sie mir sehr leid. Sie hat keinerlei Möglichkeiten, sich selbst zu entfalten. Daher war ihr großes Interesse und ihre Begeisterung spürbar, als sie den Studenten Lorenz kennenlernt und dieser ihr anbietet, alles über Fahrräder zu erzählen und ihr das Fahren beizubringen.
Heimlich schleicht sie sich mit ihrer Zofe aus dem Haus, um Lorenz zu treffen. Schnell ist klar, dass die beiden sich ineinander verlieben werden. Aber haben sie auch eine Chance?
Unabhängig davon beschließt Felicitas den Grafensohn niemals zu heiraten, nachdem sie ihn kennengelernt hat. Doch kann sie den Plänen ihres Vaters entkommen, der finanziell auf das große Geschäft angewiesen ist? Und dann fliegen ihre heimlichen Treffen mit Lorenz auf.
Felicitas sieht sich unter Druck und sucht Hilfe bei ihrer Tante.

Es war sehr spannend, Felicitas Geschichte zu verfolgen. Diese starke junge Frau gewinnt mehr und mehr an Selbstbewusstsein und versucht alles zu tun, damit sie ihren eigenen Weg gehen kann.
Gebannt habe ich verfolgt, ob und wie ihr das gelingen kann. Dabei erlebe ich beim Lesen mit der Protagonistin tatsächlich eine emotionale Achterbahnfahrt.
Aber auch die Nebenfiguren sind durch die Autorin wunderbar gezeichnet. Hervorzuheben sind hier sicherlich die Zofe Minna, die im mehr an Bedeutung für Felicitas gewinnt und auch Tante Apollonia Melzer, die Schwester der verstorbenen Mutter von Felicitas.

Die Autorin hat in ihrer Geschichte neben der politischen Entwicklung im Land auch noch einige andere historische Ereignisse thematisiert, die sie wie immer sehr gut recherchiert hat.
Wir erleben wirtschaftlichen Aufschwung, die Entwicklung sozialer Gerechtigkeit und die Mobilisierung der Menschen. Der Eisenbahnbau wurde massiv vorangetrieben, Fahrräder in einer sicheren niedrigen Variante als Nachfolger der Hochräder erfunden, erste Elektroautomobile wurden entwickelt und auch die Erste Fahrt mit dem ersten Automobil von Gottlieb Daimler und Carl Benz durch Bertha Benz wird thematisiert.
Hanna Caspian hat wieder einmal eine fiktive Geschichte hervorragend in reale historische Hintergründe und Ereignisse eingebettet und zeigt auch anschaulich die damalige Gesellschaft in den verschiedenen Ständen und deren Lebensweise.

„Im Takt der Freiheit“ ist ein wunderbarer, emotionaler Roman über eine starke junge Frau auf dem Weg zur Emanzipation in einer sehr spannenden Zeit der deutschen Geschichte.
Liebevoll gezeichnete Figuren, ein mitreißender lebendiger Schreibstil und interessante Fakten machen den Roman zu einem tollen historischen Leseerlebnis!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB; 1. Edition (1. Oktober 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 448 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426659506
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426659502 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0CZ9XNFJS
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur eBook; 1. Edition (1. Oktober 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 2269 KB 
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Von Hanna Caspian außerdem gelesen und rezensiert:
Caspian, Hanna - Die Kirschvilla    
Caspian, Hanna - Gut Greifenau - Abendglanz (Gut Greifenau-Reihe Teil 1) 
Caspian, Hanna - Gut Greifenau - Nachtfeuer (Gut Greifenau-Reihe Teil 2)
Caspian, Hanna - Gut Greifenau - Morgenröte (Gut Greifenau-Reihe Teil 3)  
Caspian, Hanna - Gut Greifenau - Goldsturm (Gut Greifenau-Reihe Teil 4) 
Caspian, Hanna - Gut Greifenau - Silberstreif (Gut Greifenau-Reihe Teil 5) 
Caspian, Hanna - Gut Greifenau - Sternenwende (Gut Greifenau-Reihe Teil 6) 
Caspian, Hanna - Das Parfum der Liebe       
 
 

Mittwoch, 22. September 2021

Das Parfum der Liebe von Hanna Caspian [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
1904 ist Ecuador von Dresden aus gesehen das Ende der Welt – und der perfekte Ort für die junge Viola, um zwischen kargen Hochplateaus und üppigem Regenwald ihre verpatzte Verlobung zu vergessen. Auf einer Hacienda lernt sie den Hamburger Adrian kennen, der das Land auf der Suche nach neuen Düften für die Parfümherstellung durchstreift. Ihr erstes Treffen verläuft nicht gerade glücklich, und Viola kann nicht umhin, Adrian für einen reichen Schnösel zu halten. Doch die Düfte exotischer Blüten und schwerer Hölzer nehmen sie mehr und mehr gefangen – ebenso wie Adrian, der jedoch nicht ganz ehrlich zu ihr ist …
(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)
 
 
 
Die Autorin:
Die SPIEGEL-Bestseller-Autorin Hanna Caspian beleuchtet mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Familiensagas bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte.
Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Politikwissenschaft und Sprachen in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.  
(Quelle: Knaur Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Dieser Kurzroman ist mit fünf weiteren in der Reihe „Sehnsuchtsmomente“ erschienen.
Hanna Caspian entführt uns im Jahr 1904 nach Ecuador auf eine Hacienda am Rande des Dschungels.
Viola, deren Verlobung geplatzt ist, begleitet ihren Onkel Nepomuk auf eine Reise nach Ecuador. Der Onkel ist Apotheker und auf der Suche nach Pflanzenarten, die sich für pharmazeutische Zwecke eignen. Viola soll seine Funde zeichnerisch festhalten.
Gleich zu Beginn lernt Viola durch ein Missgeschick den Parfumeur Adrian kennen, der ebenfalls auf der Hacienda untergebracht ist und vor Ort nach Pflanzen sucht, aus denen sich Essenzen für Parfums herstellen lassen.
Anfangs sind beide wie „Hund und Katz“ und streiten sich nur. Doch schon bald wecken nicht nur die Düfte sondern auch Adrian Violas Interesse.
Auch Adrian findet offenbar Gefallen an Viola, doch er hat ihr etwas verschwiegen …

Hanna Caspian hat in ihrem bildhaften und lebendigen Schreibstil hier einen unterhaltsamen historischen Kurzroman vorgelegt.
Das Setting auf der Hacienda und auf Expeditionen in der Umgebung ist sehr schön und bildgewaltig beschrieben, so dass das Kopfkino schnell anspringt. Ich sah die vielfältige Pflanzenwelt und die Landschaft vor mir und konnte die Figuren auf ihren Ausflügen begleiten.
Dazu kommt dann die Liebesgeschichte zwischen Viola und Adrian, die sehr zart beginnt, wie es für die damalige Zeit sicher üblich war.
Auch wenn es für die beiden etwas schwierig läuft, war es ein bisschen vorhersehbar, wie es ausgehen könnte.
Dennoch hat mir die Entwicklung der Geschichte und auch von Viola als Figur gut gefallen. Sie überwindet die geplatzte Verlobung und wird selbstbewusster. Auch als sie sich gegen falsche Vorwürfe verteidigen muss, reagiert sie besonnen, clever und zielstrebig.

„Das Parfum der Liebe“ ist eine warmherzige Geschichte mit einem farbenfrohen, exotischen Setting, etwas Romantik und auch Spannung und ideal für einen kleinen literarischen Kurzurlaub!


Fazit: 4 von 5 Sternen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB; 1. Edition (1. September 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 128 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426527618
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426527610




 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B091YJSHND
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur eBook; 1. Edition (1. September 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 526 KB





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Von Hanna Caspian außerdem gelesen und rezensiert:
Die Kirschvilla    
Gut Greifenau - Abendglanz (Gut Greifenau-Reihe Teil 1) 
Gut Greifenau - Nachtfeuer (Gut Greifenau-Reihe Teil 2)
Gut Greifenau - Morgenröte (Gut Greifenau-Reihe Teil 3)  
Gut Greifenau - Goldsturm (Gut Greifenau-Reihe Teil 4) 
Gut Greifenau - Silberstreif (Gut Greifenau-Reihe Teil 5) 
Gut Greifenau - Sternenwende (Gut Greifenau-Reihe Teil 6) 
 

Mittwoch, 1. September 2021

Gut Greifenau - Sternenwende von Hanna Caspian [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Der große Abschluss der historischen Bestseller-Saga über ein Gut in Hinterpommern und seine adligen Herrschaften und Dienstboten von Erfolgsautorin Hanna Caspian
Berlin 1929: Katharina erleidet einen schweren Schicksalsschlag. Plötzlich scheint ihr Traum von einem Leben als Ärztin in weite Ferne gerückt.
Auch über Gut Greifenau hängen dunkle Wolken, denn die Weltwirtschaftskrise setzt seinen Bewohnern – der Grafenfamilie wie auch den Bediensteten – schwer zu.
Graf Konstantin ändert angesichts der finanziellen Probleme und der bedrohlichen Lage immer mehr seine politische Haltung – sehr zum Ärger seiner Frau Rebecca. Die kümmert sich tatkräftig um ihre drei Kinder und um Katharina, die in ihrer Not auf das heimatliche Gut flüchtet. Diese freundet sich mit dem Gutsverwalter Albert an – und entdeckt sein Geheimnis …
Derweil überschlagen sich in der Dienstboten-Etage die Ereignisse. Bertha ist zurück, und nicht nur sie bringt unerwarteten Zuwachs mit. Aus Amerika kommen überraschende Gäste ...
Das fulminante Finale der Gut-Greifenau-Serie und der krönende Abschluss der Familiensaga! 
(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)
 
 
 
 
Die Autorin:
Die SPIEGEL-Bestseller-Autorin Hanna Caspian beleuchtet mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Familiensagas bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte.
Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Politikwissenschaft und Sprachen in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.
(Quelle: Knaur Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Mit „Sternenwende“ legt Hanna Caspian den 6. und finalen Band ihrer historischen Reihe um das fiktive Gut Greifenau in Hinterpommern vor.
Zeitlich deckt das Buch den Zeitraum von Dezember 1928 bis Dezember 1932 ab.
Und in dieser Zeit geschieht so einiges in Deutschland, das auch das Leben der Bewohner von Gut Greifenau beeinflusst.
Die Weltwirtschaftskrise, keine mehrheitsfähige Regierung und häufige Neuwahlen, der schleichende Aufstieg der NSDAP und der beginnende Judenhass sind nur einige Themen, die diese Zeit bestimmt haben.
Aber wir erleben auch die gesellschaftliche Entwicklung in dieser Zeit und den Adelsstand, der sich mit der Abschaffung der Monarchie weiterhin nicht abfinden will und im Hintergrund Pläne schmiedet.

Schnell war ich wieder eingetaucht in das Leben der Familie von Auwitz-Aarhayn und ihrer Dienstboten.
Katharina muss einen schweren Schicksalsschlag erleiden und dann auch noch einen schweren Kampf gegen ihren Schwiegervater führen.
An ihrem Beispiel sieht man gut, welche Stellung die Frauen damals hatten und wie fremdbestimmt sie oft lebten. Doch Katharina ist eine starke Frau, die sich durchzukämpfen weiß.
Auch zwischen Graf Konstantin und seiner Frau Rebecca gibt es Probleme, denn Konstantin trifft aufgrund der bedrohlichen finanziellen Lage Entscheidungen, die Rebecca nicht gutheißen kann.
Aber auch die restlichen Familienmitglieder erleben Veränderungen und in der Dienstbotenetage ist ebenfalls so einiges los.
Freud und Leid liegen wie immer nah beieinander, so dass sich hier auch eine Achterbahn der Gefühle auftut.
Geheimnisse werden gelüftet, es wird geliebt, gelacht, gehofft und auch getrauert.

Wie auch in den vorherigen Bänden ist es Hanna Caspian erneut hervorragend gelungen, das Leben ihrer fiktiven Figuren in die reale deutsche Geschichte einzubinden. Nikolaus betätigt sich sogar politisch während die anderen Figuren mehr unter der Politik und der Situation im Land zu leiden haben.
Man kann fast sagen, man erlebt nicht nur in diesem Band sondern in der gesamten Reihe sehr lebendig die deutsche Geschichte dieser Zeit.
Die Figuren werden alle glaubhaft und schlüssig weiterentwickelt, so dass man erneut mit jedem Einzelnen mitfiebern kann. Sie sprühen förmlich vor Lebendigkeit und sie sind mir im Laufe der Reihe auch alle ans Herz gewachsen. Daher war es schön, dass sich alle Handlungsfäden um die einzelnen Figuren am Ende auflösten und zu einem nachvollziehbaren Ende geführt wurden.
Dabei ist die Handlung immer voller Spannung, Wendungen, Überraschungen, Intrigen und Gefühlen, so dass sie stets fesselnd und auch unterhaltsam ist.

Der Schreibstil von Hanna Caspian ist auch in diesem Abschlussband lebendig und mitreißend, so dass ich förmlich an den Seiten geklebt habe und die Handlung wie einen Film vor meinem inneren Auge sah.
Ich könnte mir die gesamte Reihe auch gut als verfilmte Serie vorstellen, was sie eigentlich auch verdient hätte, und ich würde die Verfilmung sicher mit Begeisterung anschauen.

„Sternenwende“ ist der großartige Abschlussband einer wunderbaren Reihe, die mich von Beginn an in ihren Bann gezogen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen hat.
Die Mischung aus realen historischen Hintergründen, lebendigen und wundervoll gezeichneten Figuren und einer spannenden Handlung macht nicht nur diesen letzten Band sondern die gesamte Reihe zu einem Lesegenuss auf hohem Niveau!
Diese Reihe muss man gelesen haben!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB; 4. Edition (2. August 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 592 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426525461
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426525463  
 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B08M5LD7YT
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur Taschenbuch; 1. Edition (1. Juli 2021)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 3234 KB  
 
 
 
 
 
 
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Von Hanna Caspian außerdem gelesen und rezensiert:
 

Mittwoch, 30. Dezember 2020

Gut Greifenau - Silberstreif von Hanna Caspian [Rezension]

Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Herbst 1923. Deutschland befindet sich auf dem Höhepunkt der Hyperinflation. Das Geld verliert stündlich seinen Wert, Existenzen werden vernichtet, die Menschen sind verzweifelt. Auch an den Bewohnern von Gut Greifenau geht die Wirtschaftskrise nicht spurlos vorbei. Doch dann kommt ausgerechnet die Inflation Konstantin zu Hilfe, und er kann das bedrohte Familiengut retten. Als Konstantins geliebte Frau Rebecca ein Mädchen zur Welt bringt, scheint das Glück vollkommen. Doch immer noch schwelt in Rebecca die Angst vor Konstantins hinterhältigem Bruder Nikolaus, und auch das Gutspersonal taumelt von einer Krise in die andere. Währenddessen scheint Katharina endlich ihren Traum vom Medizinstudium verwirklichen zu können.
Opulent, brillant recherchiert und fesselnd geschrieben – Hanna Caspian entführt ihre unzähligen Leser mit dem fünften Band ihre Leser erneut auf das Gut Greifenau in Hinterpommern - diesmal in den 20er Jahren.
(Kurzbeschreibung gem. Knaur Verlag)
 
Weitere Teile:
 
 
Die Autorin:
Die SPIEGEL-Bestseller-Autorin Hanna Caspian beleuchtet mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Familiensagas bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte.
Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Politikwissenschaft und Sprachen in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist. 
(Quelle: Knaur Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Mit „Silberstreif“ legt Hanna Caspian den 5. Band ihrer Reihe um das fiktive Gut Greifenau in Pommern vor.
Das Buch deckt den Zeitraum von September 1923 bis Dezember 1928 ab und schließt damit nahtlos an Band 4 an.
Es erzählt die Zeit der Weimarer Republik mit all ihren anfänglichen Problemen für die Menschen wie hohe Reparationszahlungen, die Inflation und nur ganz langsam zeigt sicht ein Silberstreif am Horizont.

Es war eine große Freude nach Greifenau und Berlin zurückzukehren und die Familie und die Bediensteten wieder zu erleben.
Aber sie alle haben zu kämpfen, denn die Inflation und damit die Entwertung des Geldes macht ihnen allen sehr zu schaffen und bringt sie teilweise sogar in Existenznöte.
Graf Konstantin und seine Frau Rebecca tun alles was ihnen möglich ist, das Gut zu retten und damit der Familie und auch den Bediensteten weiterhin ein zu Hause zu bieten. Besonders Rebecca zeigt sich da sehr einfallsreich und findet einige Möglichkeiten, die dem Gut auch finanziell weiterhelfen.
Seine Schwester Katharina, die mit ihrem Mann Julius weiterhin in Berlin lebt, kann endlich ihr Medizinstudium aufnehmen. Aber sie muss mit einigen Schwierigkeiten kämpfen, denn Frauen werden im Studium kaum akzeptiert und ihre Familie erwartet die gleiche Fürsorge wie immer, so dass Katharina viel Mühe hat, Familie und Studium gleichzeitig zu bewältigen.
Auch die anderen Familienmitglieder kämpfen weiterhin mit ihren Problemen und die „alte“ Gräfin Feodora will weiterhin nicht wahrhaben, dass die Monarchie am Ende ist. Sie gibt ihren Standesdünkel nicht auf und sucht standesgemäße Komtessen, mit denen sie ihre beiden Söhne Alexander und Nikolaus verheiraten will.

Die Bediensteten auf Greifenau füllen auch in diesem Band einen Teil der Handlung, denn auch ihre Schicksale werden nahtlos weitergeführt.
Es gibt einen Neuzugang auf dem Gut und auch eine neue Dorflehrerin nimmt ihre Arbeit unter den wachsamen Augen von Rebecca, die selbst einmal Dorflehrerin war, in Greifenau auf.

Wieder einmal gelingt es Hanna Caspian wunderbar, die fiktiven Lebensgeschichten ihrer Figuren mit der realen Zeitgeschichte zu verbinden.
Eindrücklich schildert sie die politische Situation im Land, die Sorgen der Menschen, die nach dem großen Krieg und dem Ende der Monarchie den Umschwung im Land nur schwer verkraften und das langsame Aufkommen der Nationalsozialisten, die zu dieser Zeit aber noch eine untergeordnete Rolle spielen.
Sie zeigt auch die Entwicklung in der Landwirtschaft mit neuen Maschinen und im Haushalt, wo es auch erste Errungenschaften gibt, die den Menschen die Hausarbeit erleichtern sollen.
Auch die Erschließung von Dörfern und dem Gut für den elektrischen Strom und die damit verbundenen Schwierigkeiten sind ein Thema.
Ebenso die sogenannten „Goldenen Zwanziger Jahre“, die längst nicht für alle so golden waren. Aber gerade in Berlin gab es einen Aufschwung für Theater, Kino und Revuen, womit sich die Menschen, die es sich leisten konnten, vom Alltag ablenken ließen.

Auch in diesem Band hat mich begeistert, wie Hanna Caspian das Leben ihrer fiktiven Figuren und den Alltag auf einem Landgut in die reale deutsche Historie eingebunden hat. Neben den historischen Fakten zeigt sie auch das gesellschaftliche Leben, in dem sich einige Dramen abspielten und besonders auch am Beispiel von Katharina, den Stand der Frau.
Ihre Figuren sprühen vor Lebendigkeit und wirken authentisch.
Ich habe gebannt ihr Leben verfolgt, mit ihnen gehofft, gelitten und auch freudige Momente erlebt.
All das ist sehr kurzweilig, unterhaltsam und vor allem fesselnd dargestellt. Die Geschichte übt nach wie vor einen Sog auf mich aus und kann den finalen Band kaum erwarten!

„Silberstreif“ ist eine absolut gelungene Fortsetzung einer Familiengeschichte, die mich von Beginn an in ihren Bann gezogen hat. Die Mischung aus historischem Hintergrund, lebendigen Protagonisten und einer spannenden Handlung macht diese Reihe und auch diesen 5. Band zu einem Pageturner und einem großen Lesevergnügen!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag!













 
Herausgeber : Knaur TB; 3. Edition (1. Dezember 2020)
Sprache: : Deutsch
Taschenbuch : 544 Seiten
ISBN-10 : 3426525453
ISBN-13 : 978-3426525456 




 
Herausgeber : Knaur Taschenbuch; 1. Edition (1. November 2020)
Sprache: : Deutsch
Dateigröße : 1121 KB
ASIN : B086SKP3FP
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 557 Seiten 






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Dienstag, 5. Mai 2020

Gut Greifenau - Goldsturm von Hanna Caspian [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)

Zum Inhalt:
Der vierte Band der Gut-Greifenau-Reihe von Bestseller-Autorin Hanna Caspian über die Bewohner eines Gutes in Pommern.
Konstantin und Rebecca kämpfen mit den Folgen, die Misswirtschaft und Krieg auf ihrem Pommerschen Gut hinterlassen haben. Doch schwerer als die aufkommende Hyperinflation wiegen die persönlichen Schicksalsschläge. Noch ist nichts entschieden, wenn es um Greifenau geht – nicht, solange Konstantin keinen Erben hat.
Die ehemalige Komtess Katharina dagegen kann sich alles leisten, was sie will. Dieser Luxus ist nicht nur allzu verführerisch, er führt auch zu Neid, der in Bösartigkeit umschlägt. Doch bleibt Katharina der eine große Traum vom Medizin-Studium versagt. Daran ist sie allerdings nicht ganz unschuldig. Erst als sie das erkennt, findet sie zurück auf ihren Weg. Das gefällt allerdings nicht allen.
Auch in der Dienstboten-Etage warten einige noch auf ihr persönliches Glück. Ida war Albert gegenüber wohl doch nicht ganz aufrichtig, was ihre Vergangenheit angeht. Für Eugen und Wiebke jedoch scheint eine gemeinsame Zukunft vorgezeichnet. Doch dann entgleitet Eugen das so sicher geglaubte Glück.

Mit der an die Kaisersturz-Trilogie anschließenden Geschichte nimmt Bestseller-Autorin Hanna Caspian uns mit in die erste deutsche Republik – durch die Höhen und Tiefen der chaotischen goldenen Zwanziger.

(Kurzbeschreibung gem. Knaur Verlag)

Weitere Teile:
1. Gut Greifenau - Abendglanz  

2. Gut Greifenau - Nachtfeuer    

3. Gut Greifenau - Morgenröte  
5. Gut Greifenau - Silberstreif 
6. Gut Greifenau - Sternenwende   



Die Autorin:
Die SPIEGEL-Bestseller-Autorin Hanna Caspian beleuchtet mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Familiensagas bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte.
Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Politikwissenschaft und Sprachen in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.

(Quelle: Knaur Verlag)


Meine Meinung:
Mit „Goldsturm“ legt Hanna Caspian den 4. Band ihrer Reihe um das fiktive Gut Greifenau in Pommern vor.
Das Buch deckt den Zeitraum von Oktober 1919 bis September 1923 ab und erzählt damit die Zeit nach dem Kaisersturz in der ersten deutschen Republik mit allen Höhen und Tiefen der Nachkriegszeit.

Es war schön nach Pommern, Berlin und auf Gut Greifenau zurückzukehren und all die bekannten Figuren aus den ersten drei Bänden wieder zu erleben.
Konstantin von Auwitz-Aarhayn hat von seinem verstorbenen Vater den Grafentitel geerbt und ist Gutsherr, auch wenn der Adelstitel keine Bedeutung mehr hat. Seine Rebecca, die ehemalige Dorflehrerin, hat er geheiratet und sie ist damit die Gutsherrin und wächst noch mit ihrer neuen Aufgabe.

Was dem Glück noch fehlt ist ein Erbe.

Katharina hat ihren Julius geheiratet und lebt mit der Industriellenfamilie Urban im Luxus. Doch ihren Traum, Medizin zu studieren und Kinderärztin zu werden, konnte sie sich trotzdem noch nicht erfüllen. Stattdessen haben ihre Schwiegereltern gewisse Erwartungen an sie.

Auch von den Bediensteten sind noch einige auf Gut Greifenau. Albert, der ehemalige Kutscher, ist jetzt Gutsleiter und mit seiner Ida verheiratet. Eugen und Wiebke sind noch in der Flirtphase und auch die Mamsell Ottilie, die Kochin Bertha und einige andere halten Greifenau die Treue.

Mit den Herrschaften und auch den Bediensteten erleben wir zwar das Glück des überstandenen Krieges aber auch die Hungersnot, Inflation und die vielen Lasten, die auf der jungen Republik liegen.

Viele wünschen sich die Kaiserzeit zurück.
Die Abschaffung der Standesprivilegien und des Adels wollen auch viele nicht akzeptieren, besonders die ehemalige Gutsherrin Gräfin Feodora.
Die Gutsherren kämpfen mit den Kriegsfolgen, die meistens auch Misswirtschaft bedeuteten und mit den neuen Steuergesetzen, die Abgaben verlangen.

Ich habe mich schnell wieder heimisch gefühlt auf Gut Greifenau und in der Familie, denn die Schicksale der Figuren aus den ersten Bänden werden nahtlos weitergeführt. Gespannt habe ich verfolgt, wie Konstantin und Rebecca unermüdlich um das Gut kämpfen und irgendwann auch Hilfe annehmen müssen. Katharinas Mann Julius verfügt über viel Geld und hilft mit „Anleihen“, die ihm aber auch Anteile an Gut Greifenau verschaffen.
Die Hyperinflation macht allen schwer zu schaffen, denn alles wird immer teurer, Lebensmittel, Kleidung, einfach alles was lebenswichtig ist. Dabei haben die Bewohner des Gutes es noch recht gut, da sie selbst anbauen, was zum Essen benötigt wird.
Aber es sind für alle sehr schwere Zeiten, die ihre Spuren hinterlassen und alle Sorgen und Nöte der Menschen sind deutlich geworden. Aber ich habe auch die Glücksmomente genossen, z. B. als Kinder geboren werden.

Wie auch schon bei den vorherigen Bänden hat mich die tolle Recherche der Autorin begeistert. Sehr anschaulich und mit viel Detailreichtum erzählt sie in diesem Roman ein Stück deutsche Geschichte und veranschaulicht das Leben in dieser Zeit sowie die politische Entwicklung im Land sehr authentisch. So ist die Geschichte nicht nur unterhaltsam sondern auch lehrreich und frischt die Erinnerung an unsere Vorfahren auf.
Dabei ist der Schreibstil sehr mitreißend und bildhaft, so dass ich mich immer mitten im Geschehen fühlte und die Ereignisse gebannt verfolgt habe.
Sehr gut gefallen hat mir auch, dass sich die Figuren glaubhaft und der Zeit angemessen weiter entwickeln wobei sie nichts von ihrer Lebendigkeit und Authentizität verloren haben.

„Goldsturm“ ist die fesselnde Fortsetzung der Geschichte um Gut Greifenau und seiner Bewohner vor dem realen historischen Hintergrund dieser Zeit, von Hanna Caspian großartig erzählt.
Vor mir gibt es gerne eine Leseempfehlung für die gesamte Reihe und ich freue mich schon auf die Fortsetzung „Silberstreif“, die dann nahtlos im Herbst 1923 anschließen wird.


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag!











 
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Knaur TB; Auflage: 1. (1. April 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426525445
ISBN-13: 978-3426525449
 




 
Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 1683 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (1. März 2020)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07ZPTX9JF
 



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Dienstag, 19. März 2019

Gut Greifenau - Morgenröte von Hanna Caspian [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Der 3. Band der großen Familien-Saga um das Gut Greifenau von Hanna Caspian voller dramatischer Verwicklungen für alle Leser von Anne Jacobs und alle Fans von Downton-Abbey
1918 ist der Frieden mit Russland in greifbarer Nähe.
Nach einem Mordanschlag ist es fraglich, ob Konstantin das noch erleben wird. Immerhin pflegte die Dorflehrerin Rebecca ihn aufopferungsvoll. Graf Adolphis indes ist verzweifelt. Durch den Kauf von Kriegsanleihen ist das Gut hoch verschuldet.
Gräfin Feodora drängt Katharina zur Hochzeit mit dem Scheusal Ludwig, einem Neffen des Kaisers. Diese Verbindung wird zur Überlebensfrage für Gut Greifenau. Doch Katharinas Herz schlägt für den Industriellensohn Julius. Kurz vor der Hochzeit flieht sie. In Berlin gerät sie mitten in die Wirren der Novemberrevolution.
Der Krieg ist zu Ende und der Kaiser selbst geflohen.

(Kurzbeschreibung gem. Knaur Verlag)

Weitere Teile:
1. Gut Greifenau - Abendglanz  

2. Gut Greifenau - Nachtfeuer    
4. Gut Greifenau - Goldsturm   
5. Gut Greifenau - Silberstreif 
6. Gut Greifenau - Sternenwende    


Die Autorin:
Hanna Caspian ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Mit ihren gefühlvollen und spannungsgeladenen Familiensagas beleuchtet sie bevorzugt fast vergessene Themen deutscher Geschichte.
Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften, Sprachen und Politikwissenschaft in Aachen und arbeitete danach lange Jahre im PR- und Marketingbereich. Zuletzt war sie Anzeigenleiterin und Projektmanagerin in einem Fachverlag. Mit ihrem Mann lebt sie heute als freie Autorin in Köln, wenn sie nicht gerade durch die Weltgeschichte reist.

(Quelle: Knaur Verlag)


Meine Meinung:
„Morgenröte“ ist der dritte und finale Teil der Trilogie um das Gut Greifenau in Hinterpommern.
Er deckt den Zeitraum Dezember 1917 bis August 1919 ab.
Die Handlung knüpft nahtlos an die dramatischen Ereignisse an, mit denen der zweite Teil endete.
So war ich gleich wieder gefangen in der Geschichte rund um die Grafenfamilie von Auwitz-Aarhayn, die Bediensteten des Guts und die Bewohner des Dorfs Greifenau.
Wie auch in den anderen Bänden gibt es am Anfang noch mal eine Personenübersicht über alle Mitwirkenden.

Wir erleben in diesem Teil die letzte Kriegszeit, das Kriegsende und all die Veränderungen, die darauf folgten.
Neben Armut und Hunger für die Bevölkerung bemerkt auch der Adel, dass gravierende Veränderungen vorgehen. Der Einfluss und das Ansehen des Adels werden immer geringer und auch die Grafenfamilie auf Gut Greifenau steht vor großen Problemen. Die finanzielle Situation ist mehr als schlecht, es gibt nicht genug Personal, um die Felder zu bestellen und die Pächter revoltieren.
Die Soldaten glauben immer noch an einen Sieg Deutschlands und viele kehren nicht zurück. Die spanische Grippe, die das Land förmlich überrollt fordert ebenfalls viele Opfer.

Hanna Caspian hat die historischen Hintergründe sehr gut recherchiert und bettet ihre fiktive Geschichte um Gut Greifenau und seine Bewohner hervorragend in die realen Ereignisse ein. Sie thematisiert u. a. die Schrecken und Folgen des Krieges, das Ende der Monarchie, die Novemberrevolution und die ersten Wahlen.
Dadurch ist die Geschichte authentisch und vor allem sehr lebendig. Der Schreibstil ist sehr mitreißend, fesselnd und detailreich, so dass die Geschichte fast wie ein Film vor dem inneren Auge abläuft.
Die Vielfalt der Themen und die vielen Schicksale der einzelnen Figuren machen die Geschichte sehr vielschichtig, abwechslungsreich und dadurch durchgängig spannend.
Es gibt natürlich ein Wiedersehen mit allen den bekannten Figuren aus den Vorgängerbänden und ich konnte mit allen mitfühlen, bangen, hoffen. Besonders hervorzuheben sind die Tochter Katharina und der älteste Grafensohn Konstantin. Diese beiden machen wohl insgesamt die größte Entwicklung durch und besonders Katharina hat mich dabei sehr beeindruckt. Sie entwickelt sich vom verwöhnten Grafentöchterchen zur starken und selbstbewussten jungen Frau, die ihren Weg geht und sich von niemandem davon abbringen lässt.
Auch Konstantin geht seinen Weg gegen alle Widerstände und bleibt sich selbst dabei treu.

Hanna Caspian führt zum Ende dieses Teils und damit der Trilogie alle Handlungsfäden zu Ende, so dass keine Fragen offen bleiben.
Das Ende hat sie sehr versöhnlich und hoffnungsvoll gestaltet, fast wie ein Aufbruch in eine neue Zeit. Das hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich fast ein bisschen traurig war, dass diese schöne Geschichte nun zu Ende geht.

Dieser finale Teil der Trilogie hat mich genauso begeistert wie die vorherigen Teile. Diese wunderbare Familien-Saga um Gut Greifenau und seine Bewohner hat mich in allen Punkten überzeugt, denn sie ist authentisch, lebendig und fesselnd erzählt und zeigt dabei ein Stück deutsche Geschichte.
Deshalb empfehle ich nicht nur diesen dritten Teil sondern die gesamte Trilogie gerne weiter. Diese brilliante Trilogie muss man gelesen haben!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag!









 
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. März 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426521520
ISBN-13: 978-3426521526





 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1489 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (1. Februar 2019)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07K199T2Y




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