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Samstag, 3. Januar 2026

Die Magnolientochter von Tessa Collins [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Ein verborgenes Erbe, eine große Liebe und die Suche nach Heilung

Magnolia weiß sehr genau, was sie will und wo sie steht. Doch als sie in den Unterlagen ihrer verstorbenen Großmutter ein altes Flugticket nach Neuseeland entdeckt, gerät etwas ins Wanken. Was verband Rose mit der fernen Heimat von Magnolias Mutter, über deren Vergangenheit stets geschwiegen wurde? Auf der Suche nach Antworten macht sich Magnolia auf den Weg in das Land am anderen Ende der Welt. Während sie sich für den Erhalt der einzigartigen Landschaft einsetzt und den Zauber einer neuen Liebe erlebt, kommt sie dem dunklen Geheimnis ihrer Familie immer näher. Wird es ihr gelingen, die alten Wunden zu heilen? 
(Kurzbeschreibung lt. Ullstein Verlag)
 
 
Weitere Teile der Reihe:
5. Die Rosentochter * (erscheint am 27.08.2025) 
 
 
Die Autorin:
Tessa Collins ist das Pseudonym der deutschen Autorin Silke Ziegler. Sie lebt mit ihrer Familie in Weinheim an der Bergstraße. Wenn sie nicht auf Reisen ist, schreibt sie sich ihre Traumländer herbei oder verbringt Zeit in der Natur.  
(Quelle: Ullstein Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Magnolia ist Umwelttechnikerin und verbrachte wie auch ihre Cousinen viele Sommer in der Gärtnerei ihrer Großeltern.
Als diese nun verstorben sind, werden in den Unterlagen ihrer Großmutter Rose ein altes Flugticket nach Neuseeland, eine alte Quittung sowie ein altes Foto gefunden. Magnolia weiß, dass ihre Mutter Maia ursprünglich aus Neuseeland stammt und dort bei Adoptiveltern aufgewachsen ist. Doch was hat ihre Großmutter damit zu tun und warum war sie im Besitz dieser Dokumente?
Magnolia begibt sich auf Spurensuche und fliegt nach Neuseeland.

Dies ist der vierte Teil der Blumentöchter-Reihe, in dem Magnolia und ihre Mutter im Mittelpunkt stehen.
Mit Magnolia habe ich gleich meinen ersten kleinen Kritikpunkt.
Sie ist Umwelttechnikerin, fast militante Vegetarierin und setzt sich sehr für Umweltschutz, Naturschutz und gegen den Klimawandel ein. Dabei wirkt sie auch als Aktivistin und geht manchmal auch etwas radikal vor, weswegen sie auch schon Kontakt mit der Polizei hatte. Im Verlauf der Handlung werden diese Themen noch öfter in ziemlich eindringlicher Weise angesprochen. Das war mir ehrlich gestanden für eine Unterhaltungslektüre oftmals etwas zu viel. Mit diesem Themen und Problemen wird man nahezu täglich in den Medien konfrontiert, da möchte ich in einem Unterhaltungsroman nicht auch noch den „erhobenen Zeigefinger“ vorgehalten bekommen.
Ansonsten ist Magnolia genau so sympathisch wie ihre Cousinen. Sie ist ein Familienmensch, legt viel Wert auf den Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung in der Familie. Ihre Mutter, die unter Depressionen leidet, liegt ihr naturgemäß besonders am Herzen.
Deshalb beschließt sie nach dem Fund der Dokumente, nach Neuseeland zu reisen, um etwas über die Herkunft und Vergangenheit ihrer Mutter herauszufinden. Sie hat die Hoffnung, dass dies ihrer Mutter helfen kann.
Damit sie keinen unbezahlten Urlaub nehmen muss, beauftragt ihr Chef sie, in Neuseeland mit einem alten Freund Kontakt aufzunehmen, der dort als Winzer arbeitet aber auch für eine Umweltorganisation tätig ist. Magnolia soll sich dort informieren und vernetzen. So bekommt sie weiterhin Gehalt muss lediglich Flug und Unterkunft selbst tragen.

Magnolias Spurensuche in Neuseeland gestaltet sich zunächst schwierig und umständlich aber sie kommt schrittweise voran. Unterstützung erhält sie durch Kyle, den alten Freund ihres Chefs, der sie nicht nur mit den Umweltmaßnahmen in Neuseeland vertraut macht sondern ihr auch bei ihren Recherchen hilft. Dass sich da eine zarte Liebesbeziehung anbahnen würde, habe ich erwartet. Aber diese Liebesgeschichte ist wirklich dezent und drängt sich nicht in den Vordergrund der Handlung.

In einem zweiten Handlungsstrang reisen wir zurück in die 1960er Jahre. Dort erleben wir eine junge Maori namens Amiri, die eine Arbeit auf einer Farm eines weißen Ehepaares erhält und dann auch auf dieser Farm lebt.
Es ereignet sich eine Geschichte, wie sie in dieser Zeit sicherlich nicht so selten war. Hier jedoch geschieht etwas besonders tragisches und ich hatte dann schnell einen Verdacht, wie hier der Bezug zu Magnolias Mutter sein kann. Dieser bestätigt sich dann auch später.
Dennoch war dieser Teil der Geschichte sehr bewegend und emotional.
Auch die spätere Auflösung und Zusammenführung der beiden Handlungsstränge ist sehr berührend und aufwühlend.

Das Setting in Neuseeland ist wunderbar gewählt und auch beschrieben. Auch durch die Umweltschutzthemen erfahre ich viel über die dortige Natur und durch den zweiten Handlungsstrang in der Vergangenheit über die Kultur der indigenen Bewohner.
Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt lebendig, mitreißend und bildhaft und lässt mich alles wunderbar miterleben.

„Die Magnolientochter“ ist eine emotionale Geschichte, die zu den Wurzeln von Magnolias Familie führt. Auch in diesem vierten Teil der Reihe gibt es noch keine Auflösung, warum Großmutter Rose all diese Hinweise versteckt und geheim gehalten hat, anstatt sie ihren Enkelinnen auszuhändigen. Hier hoffe ich auf eine Erklärung im fünften und letzten Teil. Aber auch dieser Teil konnte mich wieder gut unterhalten und ist aufgrund seines besonders schönen Settings auch empfehlenswert!


Fazit:
⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Ullstein Verlag und Vorablesen!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Taschenbuch
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 2. Januar 2026
Auflage ‏ : ‎ 1.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 496 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3548073174
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3548073170 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0DSWN5QCG
Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Ebooks
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 2. Januar 2026
Auflage ‏ : ‎ 1.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 3.7 MB
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3843736008 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *) 
 
 
 
Von Silke Ziegler außerdem gelesen und rezensiert: 
Ziegler, Silke - Tödlicher Verrat    
Ziegler, Silke - Am Ende der Unschuld     
Ziegler, Silke - Im Schatten des Sommers       
Ziegler, Silke - Im Angesicht der Wahrheit     
Ziegler, Silke - Im Licht der Erinnerung
Ziegler, Silke - Im Tal der Hoffnung      
Ziegler, Silke - Im Zauber der Stille  
Ziegler, Silke - Im Sog des Schweigens
Ziegler, Silke - Die Nacht der tausend Lichter - Ein Fall für Sina Engel      
Ziegler, Silke - Stille Sünden - Ein Fall für Sina Engel (2) 
Ziegler, Silke - Zerbrochene Träume - Ein Fall für Sina Engel (3) 
Ziegler, Silke - Böse Stimmen - Ein Fall für Sina Engel (4)
Ziegler, Silke - Liebe unter Mandelblüten     
Ziegler, Silke - Die Frauen von Château Blanc   
 

Samstag, 23. August 2025

Die Nelkentochter von Tessa Collins [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Nach dem Tod ihrer Großmutter hat Lali den Halt verloren. Bei Rose hat sie Trost und Wärme gefunden, nachdem ihre eigene leibliche Mutter die Familie früh verlassen und nach Sri Lanka gegangen ist ist. Lali hat nie begreifen können, wieso ihre Mutter das getan hat, und ist nun vollkommen überrumpelt, als sie in der Gärtnerei eine Gedichtsammlung von ihr findet. Die feinfühligen Texte brechen in Lali etwas auf und sie beschließt, ihre Mutter endlich zur Rede zu stellen. Zum ersten Mal in ihrem Leben verlässt sie ihr Nest in Cornwall und geht nach Sri Lanka. Dort begibt sie sich auf die Spuren einer alten Teeplantage und stößt auf ein großes Familiengeheimnis … 
(Kurzbeschreibung lt. Ullstein Verlag)
 

Weitere Teile der Reihe:
5. Die Rosentochter * (erscheint am 27.08.2025)
 
 
Die Autorin:
Tessa Collins ist das Pseudonym der deutschen Autorin Silke Ziegler. Sie lebt mit ihrer Familie in Weinheim an der Bergstraße. Wenn sie nicht auf Reisen ist, schreibt sie sich ihre Traumländer herbei oder verbringt Zeit in der Natur. 
(Quelle: Ullstein Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Lali wuchs mehr oder weniger ohne ihre Mutter auf, denn diese hat die Familie verlassen, als Lali noch klein war. Deshalb war Großmutter Rose ihr Halt, dort fand sie die Nähe und Wärme, die ihr sonst fehlte.
Nun ist Lali eine erwachsene junge Frau und hat erneut den Halt verloren, als Rose starb. Bei ihrem Vater findet sie nicht den nötigen Rückhalt und auch ansonsten hat sie ihren Platz im Leben noch nicht gefunden. 
Als in der Gärtnerei ihrer Großeltern ein Büchlein gefunden wird, das offenbar von ihrer Mutter stammt und selbstgeschriebene Gedichte enthält, lösen diese Gedichte etwas in Lali aus.
Sie beschließt spontan, nach Sri Lanka zu fliegen, ihre Mutter aufzusuchen und endlich zu erfahren, warum diese sie damals verlassen hat und zurück in ihre Heimat ging.

Lali ist „Die Nelkentochter“ und damit legt Tessa Collins den dritten Teil ihrer Blumentöchter-Reihe vor.
Dieses Mal ist nicht die Suche nach der Mutter der Mittelpunkt der Geschichte, denn Lali trifft ihre Mutter auf der Teeplantage ihrer Familie an. Doch so sehr diese sich freut, ihre inzwischen erwachsene Tochter zu sehen, empfängt sie sie doch mit den Worten „Du hättest nicht herkommen sollen“. Das löst in Lali natürlich tiefe Enttäuschung aus, denn sie denkt, sie ist wirklich nicht willkommen, was sie nicht verstehen kann. Es dauert eine Weile, bis Lali versteht, warum ihre Mutter das sagte. Isha selbst ist ebenfalls ohne Mutter aufgewachsen und sie hat aus verschiedenen Gründen und auch aus Aberglauben schlicht Angst um ihr Kind.
Lali stößt auf eine alte Familiengeschichte und beginnt nachzuforschen.
Daneben lernen sich Lali und Isha näher kennen und bauen langsam eine Mutter-Tochter-Beziehung zueinander auf.
Santosh, der Geschäftsführer der Teeplantage, steht Lali nicht nur bei ihren Recherchen zur Seite sondern bringt ihr auch vieles über Sri Lanka, das Leben dort und die Kultur näher. So lernt Lali vieles im Land ihrer Mutter schätzen und lieben. Dabei lernen sich auch Lali und Santosh besser kennen und kommen sich näher.
Lali macht in der Zeit ihres Aufenthalts eine Entwicklung durch und findet dabei auch zu sich selber. Sie sieht mit der Zeit ihren weiteren Weg genau vor sich und schlägt diesen auch konsequent ein. Das fand ich sehr entschlossen und mutig und ich habe Lali dabei gerne begleitet.

Zwischendurch gibt es Rückblicke in die 1980er Jahre und die Vergangenheit von Ishas Familie. Insbesondere liegt hier der Schwerpunkt auf den Frauen in der Familie und da auf Lalis Großmutter. 
Es waren die Zeiten des Bürgerkriegs in Sri Lanka und es waren schwere Zeiten. Unbeteiligte wurden zu Opfern und von ihren Familien getrennt. 
Lali dringt immer weiter in die Geschichte ihrer Großmutter vor und ich lerne als Leserin vieles über die Geschichte des Landes und die damalige Zeit. Dieser Handlungsstrang war für mich sehr emotional und bewegend. Auch die Zusammenführung der Handlungsstränge und das Ende der Geschichte war für mich sehr berührend und auch stimmig.

Tessa Collins ist es sehr gut gelungen, die besonderen Schönheiten von Sri Lanka zu beschreiben. Aber sie konnte mir auch das Leben dort und vieles über die dortige Religion und Kultur nahebringen, was ich alles mit großem Interesse verfolgt habe. Das alles schildert sie sehr bildhaft und ich konnte mir die großen Teeplantagen, schöne Landschaften und Sonnenaufgänge gut vorstellen. Auch besondere Schauplätze wie ein Elefantenwaisenhaus bindet sie geschickt in die Handlung ein. Damit schafft sie eine ganz besondere Atmosphäre, die mich im gesamten Buch begleitet hat.

„Die Nelkentochter“ hat mich, wie die beiden Vorgängerinnen, erneut begeistert und mitgenommen auf eine ganz besondere Reise. Ich habe den literarischen Ausflug nach Sri Lanka mit der sympathischen und liebenswerten Lali sehr genossen und freue mich schon auf die nächste Reise mit der vierten Blütentochter!


Fazit:
⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Ullstein Verlag und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Taschenbuch
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 31. Juli 2025
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 496 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3548068863
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3548068862 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0CZTXX4FK
Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Ebooks
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 31. Juli 2025
Auflage ‏ : ‎ 1.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 3.6 MB
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3843733069 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *) 
 
 
 
Von Silke Ziegler außerdem gelesen und rezensiert:
Ziegler, Silke - Tödlicher Verrat    
Ziegler, Silke - Am Ende der Unschuld     
Ziegler, Silke - Im Schatten des Sommers       
Ziegler, Silke - Im Angesicht der Wahrheit     
Ziegler, Silke - Im Licht der Erinnerung
Ziegler, Silke - Im Tal der Hoffnung      
Ziegler, Silke - Im Zauber der Stille  
Ziegler, Silke - Im Sog des Schweigens
Ziegler, Silke - Die Nacht der tausend Lichter - Ein Fall für Sina Engel      
Ziegler, Silke - Stille Sünden - Ein Fall für Sina Engel (2) 
Ziegler, Silke - Zerbrochene Träume - Ein Fall für Sina Engel (3) 
Ziegler, Silke - Böse Stimmen - Ein Fall für Sina Engel (4)
Ziegler, Silke - Liebe unter Mandelblüten     
Ziegler, Silke - Die Frauen von Château Blanc   
 

Freitag, 7. Februar 2025

Die Wildblütentochter von Tessa Collins [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Soley hat alles, was sie sich je erträumt hat: Erfolg, Geld, einen gutaussehenden Freund. Doch obschon von den Fans bejubelt, fühlt sich die Sängerin auf der Bühne so allein wie noch nie. Als nach dem Tod ihrer Großmutter Rose auf dem Familienanwesen das Ölgemälde einer Frau auftaucht, die aussieht wie sie, glimmt eine Sehnsucht in ihr auf. Sie muss herausfinden, wer diese Frau war und was sie mit ihr zu tun hat. Auf eigene Faust folgt sie den Spuren des Bildes nach Island, und sie taucht ein in die Geschichte eines Landes, mit dem sie tiefer verbundener ist, als sie es je hätte ahnen können …   
(Kurzbeschreibung lt. Ullstein Verlag)
 
 
Weitere Teile der Reihe:
5. Die Rosentochter * (erscheint am 27.08.2025)
 


Die Autorin:
Tessa Collins ist das Pseudonym der deutschen Autorin Silke Ziegler. Sie lebt mit ihrer Familie in Weinheim an der Bergstraße. Wenn sie nicht auf Reisen ist, schreibt sie sich ihre Traumländer herbei oder verbringt Zeit in der Natur. 
(Quelle: Ullstein Verlag)


Meine Meinung:
Dies ist der zweite Teil aus der Blumentöchter-Saga von Tessa Collins aka Silke Ziegler.
Im Mittelpunkt steht diesmal Soley, die eine bekannte und sehr erfolgreiche Sängerin ist. Doch seit einiger Zeit fühlt sie sich trotz ihres Erfolges und vieler Fans sehr alleine und hat sich irgendwie verloren. Von ihrem ebenfalls berühmten Freund tauchen plötzlich Fotos mit einer anderen Frau auf. Offenbar betrügt er sie und Soley trennt sich.
Als sie sich nach dem Tod von Großmutter Rose mit den anderen Familienmitgliedern auf dem Familienanwesen in Cornwall aufhält, entdeckt sie ein Gemälde, das eine Frau zeigt, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Sie befragt ihre Eltern, wer diese Frau sein könnte, doch besonders bei ihrem Vater stößt sie nur auf Schweigen. Sie weiß zwar, dass er aus Island stammt aber über seine Herkunft oder gar seine Familie spricht er nicht.
Soley beschließt, sich eine Auszeit zu nehmen und reist nach Island, auf der Suche nach ihren Wurzeln und der geheimnisvollen Frau auf dem Gemälde.

Die Reise mit den Blumentöchtern geht weiter.
Diesmal reisen wir mit Soley in den hohen Norden nach Island.
In ihrem mitreißenden und lebendigen Schreibstil beschreibt die Autorin auch in diesem Teil die Orte und Landschaften sehr bildgewaltig. Mein Kopfkino hatte viel zu tun und ich fühlte mich gleich als Beobachterin mit vor Ort und sah die Weite des Landes, wunderbare Wasserfälle und viel schöne Natur.
Auch wenn Soley ziemlich schnell Verwandte ihres Vaters antrifft, hat sie eine größere Mission zu erledigen und ein Familiengeheimnis zu lüften. Das Geheimnis steckt erwartungsgemäß in der Geschichte der geheimnisvollen Frau auf dem Gemälde.

Zwischendurch eingeschoben sind einige Kapitel mit einem zweiten Handlungsstrang, der uns in die 1940er Jahre führt und die Geschichte von Soleys Urgroßmutter erzählt, deren Tagebuch in Soleys Hände gerät.

Aber Soley lernt nicht nur Familienangehörige kennen sondern auch Einheimische und einer davon, Jon, interessiert sie sehr. Da entwickelt sich nach anfänglichen Schwierigkeiten eine zarte und schöne Liebesgeschichte.
Soley entdeckt auch das wunderschöne Land ihrer Vorfahren und Familie und lernt viel über die Menschen dort, Kultur und Mythen.
Dabei wird sie immer nachdenklicher und überdenkt nicht nur ihr Leben sondern auch ihren Beruf und ihre Karriere. Sie entwickelt sich und fasst schließlich einen Entschluss.

Ich habe Soley sehr gerne auf ihrer Reise ins Land ihrer Vorfahren auf der Suche nach ihren Wurzeln und sich selbst begleitet. Die Autorin versteht es nicht nur wunderbar die Handlungsorte bildhaft zu beschreiben sondern genau so toll transportiert sie die vielfältigen Emotionen der handelnden Personen, so dass ich wunderbar mitfühlen konnte. Und Emotionen gibt es hier wirklich viele bei Soley aber auch bei den Familienangehörigen und Jon.

„Die Wildblütentochter“ ist eine wunderschöne literarische Reise nach Island, die mir dieses Land näher gebracht hat. Eine emotionale und auf beiden Handlungsebenen spannende Geschichte, gut gezeichnete Figuren und nachdenkliche Momente haben mich in ihren Bann gezogen und gut unterhalten. Ich habe diese Reise und Soleys Geschichte nicht nur sehr gerne gelesen sondern auch sehr genossen!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Ullstein Verlag und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Taschenbuch (31. Oktober 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 528 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3548068855
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3548068855

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0CZTYXJQW
Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein eBooks; 1. Edition (7. Oktober 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 4222 KB 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *)
 
 

Von Silke Ziegler außerdem gelesen und rezensiert:
Ziegler, Silke - Tödlicher Verrat    
Ziegler, Silke - Am Ende der Unschuld     
Ziegler, Silke - Im Schatten des Sommers       
Ziegler, Silke - Im Angesicht der Wahrheit     
Ziegler, Silke - Im Licht der Erinnerung
Ziegler, Silke - Im Tal der Hoffnung      
Ziegler, Silke - Im Zauber der Stille  
Ziegler, Silke - Im Sog des Schweigens
Ziegler, Silke - Die Nacht der tausend Lichter - Ein Fall für Sina Engel      
Ziegler, Silke - Stille Sünden - Ein Fall für Sina Engel (2) 
Ziegler, Silke - Zerbrochene Träume - Ein Fall für Sina Engel (3) 
Ziegler, Silke - Böse Stimmen - Ein Fall für Sina Engel (4)
Ziegler, Silke - Liebe unter Mandelblüten    

Donnerstag, 6. Februar 2025

Die Blumentöchter von Tessa Collins [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Für Dalia ist die Gärtnerei ihrer Großeltern ihr Zuhause. Hier in Cornwall ist sie aufgewachsen, gemeinsam mit ihren vier Cousinen hat sie viele Sommer zwischen den leuchtenden Blumenfeldern verbracht. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Großmutter Rose kommen die inzwischen erwachsenen Cousinen im Herrenhaus der Gärtnerei zusammen und machen eine Entdeckung, die für Dalia alles verändert: ein Brief ihres vermeintlich unbekannten Vaters. Wieso hat Rose ihr verheimlicht, dass sie ihn kennt, Dalias Leerstelle, die sie ihr Leben lang geschmerzt hat? Auf der Suche nach Antworten beschließt sie nach Mexiko zu reisen, um ihren Vater ausfindig zu machen und kommt einer großen Liebe auf die Spur, die an einer Mayastätte ihren Anfang nahm.   
(Kurzbeschreibung lt. Ullstein Verlag)
 

Weitere Teile der Reihe:
5. Die Rosentochter * (erscheint am 27.08.2025)


Die Autorin:
Tessa Collins ist das Pseudonym der deutschen Autorin Silke Ziegler. Sie lebt mit ihrer Familie in Weinheim an der Bergstraße. Wenn sie nicht auf Reisen ist, schreibt sie sich ihre Traumländer herbei oder verbringt Zeit in der Natur. 
(Quelle: Ullstein Verlag)


Meine Meinung:
Mit diesem Roman legt Tessa Collins, Pseudonym der Autorin Silke Ziegler, den Auftakt ihrer fünfteiligen Saga über fünf Frauen auf fünf Kontinenten vor.
In diesem ersten Teil lernen wir alle fünf Cousinen, die alle Blumen-Namen tragen, kennen, um die es in dieser Saga gehen wird.
Mittelpunkt und Protagonistin dieses Romans ist Dalia. Sie ist in Cornwall in der Gärtnerei und im Herrenhaus „Blooming Hall“ ihrer Großeltern aufgewachsen, da ihre Mutter bei der Geburt verstarb. Sie hat ein enges familiäres Verhältnis zu ihren Cousinen wie sie es auch zu ihren Großeltern hatte, die ihr die Eltern ersetzten.
Nun ist Großmutter Rose plötzlich verstorben und sie finden im Nachlass einen Brief von Dalias Vater. Sie ging bisher davon aus, dass dieser unbekannt sein, so wie man es ihr immer gesagt hatte. Doch nun muss sie feststellen, dass Großmutter Rose von seiner Existenz wusste und ihn kannte.
Da Dalia sich nach dem Tod ihrer Großmutter ohnehin ein bisschen verloren fühlt und auch ihr Beruf ihr im Moment nicht die richtige Erfüllung bringt, beschließt sie, nach Mexiko zu reisen, ihren Vater und damit auch ihre Wurzeln zu suchen.

Es war wirklich schön, zunächst die Familie von Dalia kennenzulernen und auch so einiges über die Großeltern und die Gärtnerei zu erfahren.
Mit dem Geheimnis um Dalias Vater hat mich die Autorin schnell gefesselt und ich habe mich auf das Reiseziel Mexiko gefreut.
Wie ich es auch schon aus den Südfrankreich-Krimis, die die Autorin unter ihrem Namen Silke Ziegler schreibt, kenne, beschreibt sie die Landschaft und die Örtlichkeiten sehr bildgewaltig. Ich konnte mir beim Lesen alles sehr gut vorstellen und lernte auch die Mexikaner auf eine bestimmte Art und Weise kennen. Das war schon eine literarische Reise in dieses tolle Land mit einer wirklich spannenden Kultur.

Wir begleiten also Dalia bei ihrer Reise nach Mexiko, die sie ziemlich überstürzt und unvorbereitet antritt. Und so gerät sie auch bereits kurz nach ihrer Ankunft aufgrund zuviel blindem Vertrauen in eine kleine Notlage, aus der sie aber durch einen freundlichen und hilfsbereiten Einheimischen gerettet wird.
In Mexiko-Stadt angekommen lernt Dalia Pablo kennen, der an der Universität Anglistik unterrichtet und über viel Kontakte verfügt. Er kann ihr wertvolle Hilfe bei ihrer Suche leisten.
Und so führt uns Dalias Suche nach ihrem Vater, von dem sie nur den Vornamen kennt, zu einigen Maya Stätten, denn ihre Mutter hatte seinerzeit ein Forschungsstipendium und hat sich mit den Maya beschäftigt.
Dadurch erhält man so einige Informationen über die mexikanische Kultur und lernt berühmte Orte wie Chichén Itza, Tulum und Uxmal kennen. Dalia trifft interessante Menschen, findet durch eine Begegnung mit einer älteren Künstlerin auch wieder zu ihrer eigenen Malerei und sich selbst.
Dalias Reise ist abenteuerlich und führt sie Schritt für Schritt in die Vergangenheit und die Jugend ihrer Mutter.
In Rückblenden erleben wir Dalias Mutter bei ihrer damaligen Forschungsreise und erfahren Stück für Stück, was damals geschah, als sie Dalias Vater kennenlernte.
Und so beinhaltet die Geschichte zwei Liebesgeschichten, die von Dalias Mutter und auch in Dalias Leben schleicht sich die Liebe ein.

„Die Blumentöchter“ und Dalias Geschichte ist ein wunderbarer Auftakt zu dieser Familiensaga. Wir lernen interessante, gut gezeichnete Figuren kennen und erleben eine abenteuerliche aber auch sehr emotionale Reise durch Mexiko zu berühmten Ausgrabungsorten. Die Autorin konnte mich mit diesem Ausflug sehr überzeugen und ich freue mich sehr auf die folgenden Teile der anderen Blumentöchter!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Taschenbuch; 2. Edition (25. April 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 528 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3548068847
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3548068848

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0CLD3YK7M
Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein eBooks; 1. Edition (15. April 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 4296 KB 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *)



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Ziegler, Silke - Stille Sünden - Ein Fall für Sina Engel (2) 
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Ziegler, Silke - Böse Stimmen - Ein Fall für Sina Engel (4)
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