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Donnerstag, 9. April 2026

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers von Gabriella Engelmann [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Vor Jahrzehnten verschwand Fenja Lorenzens ältere Schwester spurlos. Jetzt wird sie endlich erfahren, was damals wirklich geschah.

Es ist Spätsommer, als Journalistin Anna März nach Sylt zurückkehrt, um der 85-jährigen Fenja Lorenzen bei der Suche nach ihrer Schwester Martje zu helfen. Denn nach einer Sturmnacht im Jahr 1958 verliert sich jede Spur von ihr. Anna ahnt nicht, dass Martje sich damals in den charismatischen Strandpiraten Hark verliebt hatte und sich nach einem Schiffsunglück auf die Insel Amrum retten konnte. Fenja dagegen scheint mehr über Martjes Verschwinden zu wissen, als sie bereit ist zuzugeben. Je tiefer Anna gräbt, desto klarer wird, wie kompliziert das Verhältnis der Schwestern gewesen sein muss, die sich als Kinder abgöttisch liebten, bevor das Schicksal sie auseinanderriss. Und da ist auch noch Eric, für den Annas Herz nach wie vor schlägt … 
(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)
 
 
Der erste Teil der Dilogie:
 
 
Die Autorin:
Die gebürtige Münchnerin entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben und fühlt sich im Norden pudelwohl. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Romanautorin. Ihre Liebe gilt Nordfriesland, einer Region, die sie regelmäßig bereist und in der sie gern in einem Häuschen am Deich leben würde.
(Quelle: Knaur Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Die Journalistin Anna hatte die 85-jährige Bücherfrau Fenja Lorenzen auf Sylt bereits früher kennengelernt. Sie hatte sie für ihren Podcast interviewt und dann besucht, da sie als Sachbuchautorin deren Biografie schreiben möchte.
Nun kehrt Anna nach Sylt an den Lister Ellenbogen zurück, um Fenja bei der Suche nach deren älterer Schwester Martje zu helfen, die im Jahr 1958 spurlos verschwand.
Anna beginnt zu recherchieren und zu suchen und taucht in das Verhältnis der Schwestern und der Familie ein. Wird sie Martje finden und die Schwestern wieder zusammenführen können?
Und dann begegnet sie erneut Eric, Fenjas Sohn, für den ihr Herz schlägt.

Ich habe mich sehr auf diesen zweiten Teil der Dilogie um die Bücherfrauen von Listland gefreut und wurde nicht enttäuscht. Dieser zweite Teil hat mir fast noch besser gefallen als der erste Teil.
Schnell habe ich mich in der wunderbaren Landschaft auf Sylt wieder heimisch gefühlt und habe die Atmosphäre der schönen Natur, des Meeres und der Strände genossen. Alles wird lebendig und detailreich beschrieben und man spürt den Wind und hört die Wellen rauschen.

Es gibt ein Personenregister, das die Figuren sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit aufzeigt und erklärt.
Das Buch gliedert sich in zwei Teile und führt uns nicht nur nach Sylt, sondern auch auf die Inseln Amrum und Föhr.
Es gibt wieder zwei Handlungsstränge, die Gegenwart mit der Suche und die Vergangenheit, die im Jahr 1958 beginnt, als Martje nach einer Sturmnacht spurlos verschwand und sich über die 1960er und 1970er Jahre bis in die 1990er Jahre und die Gegenwart erstreckt.
Beide Handlungsstränge wechseln sich passend zu den Erkenntnissen in der Gegenwart ab und sind regelrecht miteinander verknüpft. So gibt es eine ziemliche Spannung, denn Martje hat so einiges erlebt und durchgemacht. Ihre junge Liebe damals zu dem Strandpiraten Hark hatte etwas Verwegenes, ja gar Abenteuerliches und war für die damalige Zeit sicher ungewöhnlich für eine junge Frau. Mutig begibt Martje sich in der Sturmnacht auf eine Reise und muss sogar ums Überleben kämpfen. Sie ist eine wirklich spannende und interessante Figur, die ihr Leben dann eigenwillig und eigenständig gestaltet. Auch wenn ich manche Entscheidungen von ihr nicht nachvollziehen konnte, hatte sie immer meine Achtung.

Neben der Familiengeschichte und der Geschichte um die beiden Halbschwestern gibt es passend zum Titel der Bücherfrauen auch schöne Bücherthemen, die das Herz jedes Buch- und Lesefans höher schlagen lassen. Zusätzlich gibt es ein Schreibstipendium, das Fenja ausgeschrieben hat. Die Gewinnerin Leevke reist zu Fenja nach Sylt und ihre Geschichte bzw. die Figur verknüpft sich auf überraschende Weise mit der Handlung und sorgt für ein wunderschönes und warmherziges Finale der Handlung.
Auch wenn gegen Ende alles ziemlich schnell ging, hat mir die Auflösung sehr gut gefallen, wie die gesamte Geschichte.
Die Bücherfrauen und ihre geheimnisvolle Geschichte haben mich in ihren Bann gezogen und gefesselt.

„Der Duft des Strandhafers“ ist ein fesselnder Roman, der mit wunderschönen Schauplätzen auf den Nordsee-Inseln, starken und toll gezeichneten Frauen-Figuren, schönen Bücherthemen und einer geheimnisvollen Familiengeschichte überzeugen kann. Ich empfehle gerne nicht nur diese Fortsetzung sondern die gesamte Dilogie!


Fazit:
⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 2. März 2026
Auflage ‏ : ‎ 2.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 320 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426525089
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426525081 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0FZNJV4HJ
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur eBook
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 2. März 2026
Auflage ‏ : ‎ 1.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 2.2 MB
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426456804 
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Von Gabriella Engelmann außerdem gelesen und rezensiert:
Engelmann, Gabriella - Zu wahr, um schön zu sein     
Engelmann, Gabriella - Zauberblütenzeit (Im Alten Land 3) 
Engelmann, Gabriella - Ich dachte schon, du fragst mich nie    
Engelmann, Gabriella - Die Liebe tanzt barfuß am Strand (Lütteby 1) 
Engelmann, Gabriella - Das Glück kommt in Wellen (Lütteby 2) 
Engelmann, Gabriella - Das Wunder küsst uns bei Nacht (Lütteby 3) 
Engelmann, Gabriella - Der Winter zaubert Träume am Meer (Lütteby 4) 
 
 

Samstag, 29. März 2025

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben von Gabriella Engelmann [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Die 55-jährige Journalistin und Podcasterin Anna reist für das Schreiben eines Beitrags über die 85-jährige Bücherfrau Fenja Lorenzen an den abgelegenen Lister Ellenbogen. Im reetgedeckten Haus der alten Dame trifft Anna allerdings nur deren Tochter Elisa an. Als ein heftiges Gewitter die antiquarischen Buchschätze bedroht, die Fenja auf dem Dachboden hortet, packen die Frauen gemeinsam an. Dabei fällt Anna ein alter Gedichtband in die Hände, der als Versteck für einen Samtbeutel und eine silberne Dose dient. Ehe sie es sich versieht, wird Anna mit Geheimnissen aus der Vergangenheit konfrontiert, die bis in die Gegenwart reichen. Denn Fenja hatte eine Schwester, die von einem Tag auf den anderen spurlos verschwand - genau wie Fenja jetzt … 
(Kurzbescheibung lt. Knaur Verlag)
 
 
Der zweite Teil der Dilogie:
 
 
Die Autorin:
Die gebürtige Münchnerin entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben und fühlt sich im Norden pudelwohl. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Romanautorin. Ihre Liebe gilt Nordfriesland, einer Region, die sie regelmäßig bereist und in der sie gern in einem Häuschen am Deich leben würde. 
(Quelle: Knaur Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Die Journalistin und Podcasterin Anna reist nach Sylt, genauer an den Lister Ellenbogen, um dort die 85-jährige Fenja Lorenzen zu treffen. Sie hatte Fenja, die Bücherfrau, zuvor bereits für ihren Podcast interviewt und möchte nun deren Biografie schreiben, denn Anna ist auch Sachbuchautorin. In dem alten Reetdachhaus trifft Anna aber nur Fenjas Tochter Elisa an, die keine Ahnung hat, wohin ihre Mutter verschwunden ist. Als ein Unwetter den Regen durch das alte Reetdach auf den Dachboden treibt, sind die von Fenja dort gelagerten Bücherschätze in Gefahr.
Anna und Elisa retten die Bücher soweit es möglich ist und finden in einem Versteck einen alten Gedichtband, der als Versteck für ein silbernes Döschen sowie einen Samtbeutel dient. Die Gegenstände werfen Fragen auf, Fenja bleibt verschwunden und ist nicht erreichbar. Anna beginnt zu recherchieren und wird mit Geheimnissen aus der Vergangenheit konfrontiert.

Der Roman ist der Auftakt zu einer Sylt-Dilogie über die Bücherfrauen von Listland.
Neben der aktuellen Handlung in der Gegenwart treffen wir im zweiten Handlungsstrang in der Vergangenheit im Jahr 1937 auf Fenjas Mutter Lene, die mit ihren Eltern im Reetdachhaus in Listland lebt. Dort erleben wir, wie diese sich als junges Mädchen in Marten verliebt, der dann plötzlich von einem Tag auf den anderen abreist und verschwindet. Aufgrund des zeitlichen Rahmens konnte ich mir leicht denken, was der Grund dafür war.
Der Handlungsstrang in der Vergangenheit hat mich sehr gefesselt, denn ich erlebe, wie Lene später heiratet, Fenja und ihre ältere Schwester Martje geboren werden aber auch Lügen und Intrigen, die die Familie zerreißen. Der Handlungsstrang zieht sich durch die Kriegszeit bis 1945. Man spürt deutlich, dass die Autorin hier sehr gründlich die historische Zeit recherchiert hat.

In der Gegenwart tritt neben Fenjas Tochter Elisa und später Fenja selbst auch noch Elisas Bruder Eric in Annas Leben. Anna erzählt diesen Teil in der Ich-Form und die Geschichte entwickelt sich neben den Recherchen um die Familiengeschichte hier auch zum Wohlfühlroman in typischem Gabriella Engelmann Stil. Aber die gesamte Entwicklung, besonders bei Fenja, ist interessant zu erleben.
Die alte Dame muss sich ihrer Vergangenheit stellen und ihr Schweigen brechen. Und dann ist da auch immer noch die Frage, wo Fenjas Schwester Martje steckt, die vor vielen Jahren spurlos verschwand. Ob sie überhaupt noch lebt? Diese Frage wird wohl erst im zweiten Teil der Dilogie geklärt werden.

Sehr gut gefallen hat mir das Bücherthema, dass sich durch beide Handlungsstränge zieht. Die Autorin zeigt die Liebe zu Büchern und die Magie von Geschichten sehr eindrucksvoll.

Die Hauptfiguren in dieser Geschichte sind, wie der Titel schon sagt, die Frauen. Sie hat hier auf beiden Zeitebenen interessante und starke Frauenfiguren geschaffen, die mir gut gefallen haben.

Die Örtlichkeit im Listland auf Sylt ist gut gewählt. Hier passt die gesamte Geschichte sehr gut hin und Gabriella Engelmann beschreibt die Gegend bildhaft und detailreich, dass man fast den Wind spüren und das Meer rauschen hören kann.

„Der Gesang der Seeschwalben“ erzählt sehr lebendig und emotional eine geheimnisvolle Familiengeschichte über mehrere Generationen, die tiefer geht und teilweise dramatisch ist. Ein tolles Setting, die Bücherliebe und liebenswerte Charaktere runden den schönen Wohlfühlroman ab und wecken die Vorfreude auf den zweiten Teil!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag und NetGalley!
 












 
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB; 1. Edition (3. März 2025)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 352 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426525070
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426525074 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0DLJ1R1GW
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur eBook; 1. Edition (3. März 2025)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 2.1 MB 
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Von Gabriella Engelmann außerdem gelesen und rezensiert:
Engelmann, Gabriella - Zu wahr, um schön zu sein     
Engelmann, Gabriella - Zauberblütenzeit (Im Alten Land 3) 
Engelmann, Gabriella - Ich dachte schon, du fragst mich nie    
Engelmann, Gabriella - Die Liebe tanzt barfuß am Strand (Lütteby 1) 
Engelmann, Gabriella - Das Glück kommt in Wellen (Lütteby 2) 
Engelmann, Gabriella - Das Wunder küsst uns bei Nacht (Lütteby 3) 
Engelmann, Gabriella - Der Winter zaubert Träume am Meer (Lütteby 4)
 
 

Dienstag, 11. Februar 2025

Der Winter zaubert Träume am Meer von Gabriella Engelmann [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Wenn Schnee die Dächer von Lüttebys Giebelhäuschen ziert, ähnelt der Küstenort an der Nordsee einem nostalgischen Adventskalender. Doch hinter den heimelig leuchtenden Fenstern wartet so manches Geheimnis darauf, gelüftet zu werden: Lina und Jonas sind frischverheiratet, doch Lina sorgt sich um die Verwirklichung ihres Kinderwunsches. Wird der Fluch, der auf allen Frauen der Familie Hansen lastet, auch sie ereilen? Wie soll Pastorin Sinje damit umgehen, dass die Tochter von Sven ihrem Glück im Weg steht? Und warum taucht die verloren geglaubte Liebe von Amelie plötzlich in ihrem französischen Café auf? Zu allem Übel zieht an Weihnachten ein gefährlicher Sturm auf und bedroht das zauberhafte Lütteby, so wie es die Sage einst prophezeit hat … 
(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)
 
 
weitere Teile:
 
 
Die Autorin:
Die gebürtige Münchnerin entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben und fühlt sich im Norden pudelwohl. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Autorin von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern. Seit sie zum ersten Mal an der Nordsee war, träumt sie von einem eigenen Häuschen am Deich, mit einem Garten voller Wildrosen und knorrigen Apfelbäumen.
(Quelle: Knaur Verlag)  
 
 
Meine Meinung:
Dies ist der vierte Teil der Reihe „Zauberhaftes Lütteby“ um die fiktive Kleinstadt Lütteby in Nordfriesland und ihre Bewohner.
Eigentlich sollte die Reihe nach dem dritten Teil enden, doch die Autorin hat sich inspiriert durch die Begeisterung der Leserinnen und Leser den Wunsch nach diesem vierten Teil erfüllen können.
Somit kann die Rezension Spoiler zu den vorherigen Teilen enthalten.

Es ist Winter in Lütteby und Lina Hansen, die inzwischen die Leiterin der Touristeninfo geworden ist, ist frisch mit ihrem Jonas verheiratet. Der große Kinderwunsch muss jedoch noch zurückstehen, da Jonas häufig aus beruflichen Gründen verreist und Lina alleine in Lütteby ist.
Linas Freundin, die Pastorin Sinje hofft auf ihr Glück mit Sven, doch dessen Tochter Carla hat für ihn höchste Priorität und ihr ordnet er alles unter.
Und auch die charmante Französin Amelie, die gemeinsam mit einem Partner ein Café und Bistro betreibt, steht vor Problemen.
Das Haus in dem sie ihre Wohnung hat soll nach den Plänen des Bürgermeisters abgerissen werden und sie würde ihre Wohnung verlieren. Dann taucht auch noch ihr Exfreund Jules auf, der sie wegen einer anderen Frau verlassen hatte und möchte eine zweite Chance.
Falk van Hove ist nicht nur der Bürgermeister sondern auch der Vater von Lina, wie sie erst seit einiger Zeit weiß.
Im weht heftiger Gegenwind von den Bewohnern wegen des geplanten Abrisses des Hochhauses entgegen.
Gleichzeitig entdeckt Lina, dass er und ihre Mutter Florence sich offenbar heimlich wieder öfter sehen und erneut zusammen kommen könnten.
Und dann ist genau für die Weihnachtstage noch ein gefährlicher Sturm angekündigt, der Lütteby bedrohen könnte.

Es war überraschend und schön, dass wir lesend doch noch einmal nach Lütteby zurückkehren können.
In diesem wohl nun endgültig letzten Teil der Reihe ist viel los in dem Städtchen. Im Mittelpunkt steht nicht nur Lina sondern auch die Geschichten um Sinje und Amelie rücken mehr in den Vordergrund und nehmen einen größeren Teil der Handlung ein.
Daneben knüpft die Autorin geschickt eine alte Sage in die Handlung ein, nach der im
18. Jahrhundert bereits eine verheerende Sturmflut die Gegend heimsuchte und die Deiche brechen ließ.
Diese alte Geschichte unterbricht immer wieder die aktuelle Handlung und sorgt für Spannung und vermittelt eine etwas bedrohliche Atmosphäre.

Mir hat es wieder gut gefallen, die liebenswerte Gemeinschaft der Bewohner von Lütteby und die Hauptfiguren zu erleben. Der Zusammenhalt in dieser charmanten Kleinstadt ist groß, egal ob es um das Hochhaus geht, dass vielleicht besser saniert anstatt abgerissen werden sollte oder um das nicht erklingende Glockenspiel der Kirche.
Dazu kommt eine schöne winterliche bzw. vorweihnachtliche Stimmung, die das Wohlfühlgefühl beim Lesen noch abrundet.
Im Anhang gibt es noch einige alte, traditionelle Rezepte für süße und deftige Gerichte.

Der vierte Teil ist wie die vorherigen Teile eine warmherzige Geschichte zum Abtauchen und genießen. Der Zauber von Lütteby sorgt für eine schöne Stimmung und die liebenswerten Figuren bieten unterhaltsame Geschichten aus dem Leben. Im empfehle gerne die gesamte Reihe, die man unbedingt in der chronologischen Reihenfolge lesen sollte!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB; 2. Edition (13. September 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 272 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426217538
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426217535 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0D18P1QVC
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur eBook; 1. Edition (13. September 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 1935 KB 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *)
 
 

Von Gabriella Engelmann außerdem gelesen und rezensiert:
Engelmann, Gabriella - Zu wahr, um schön zu sein     
Engelmann, Gabriella - Zauberblütenzeit (Im Alten Land 3)  
Engelmann, Gabriella - Ich dachte schon, du fragst mich nie   

 

Mittwoch, 12. Oktober 2022

Das Wunder küsst uns bei Nacht von Gabriella Engelmann [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Große Geheimnisse erschüttern Lütteby, die zauberhafte Kleinstadt an der Nordsee:

Lina Hansen erfährt Dinge über ihre Mutter und ihre geliebte Oma Henrikje, die sie mitten ins Herz treffen. Wer ihr Vater ist, weiß sie aber immer noch nicht. Währenddessen findet Linas beste Freundin, Pastorin Sinje, zwar endlich heraus, wer der geheimnisvolle L ist, dessen Liebesbriefe sie so sehr berührt haben, doch es scheint zu spät zu sein. Als wäre das nicht genug, hat es Linas große Liebe Jonas beruflich nach London verschlagen, und der Bürgermeister der verfeindeten Nachbarstadt Grotersum spinnt weiterhin seine bösen Intrigen.

Können die Freundinnen Lüttebys Zauber bewahren und gleichzeitig ihr Glück finden?
(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)
 

weitere Teile:
 

Die Autorin:
Die gebürtige Münchnerin entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben und fühlt sich im Norden pudelwohl. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Autorin von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern. Seit sie zum ersten Mal an der Nordsee war, träumt sie von einem eigenen Häuschen am Deich, mit einem Garten voller Wildrosen und knorrigen Apfelbäumen.
(Quelle: Knaur Verlag)


Meine Meinung:
Dies ist der dritte und finale Teil der Lütteby-Trilogie, daher kann die Rezension Spoiler zu den beiden vorherigen Teilen enthalten!

Lina Hansen muss den Schock verarbeiten, den sie durch das plötzliche Auftauchen ihrer Mutter erlitten hat. Da auch ihre Großmutter ihr so einiges verschwiegen hat, ist sie vorübergehend ins Pfarrhaus zu ihrer besten Freundin Sinje gezogen, um sich erst mal über einiges klar zu werden. Dazu kommt, dass ihr Freund Jonas den Job in London angenommen hat und die beiden sich nur selten sehen können. Lina fehlt seine Nähe und vor allem auch die Gespräche mit ihm.
Lena hat also so einiges um die Ohren, denn sie hat viele Fragen an ihre Mutter. Auch ihre Großmutter hat viele Jahre ein Geheimnis gehütet, die Liebe betreffend. Und das Wichtigste ist, dass sie nun endlich eine Chance bekommt zu erfahren, wer ihr Vater ist.
Dann bekommt sie auch noch ein Angebot für einen neuen Job, der interessant klingt. Es geht turbulent zu in Lütteby und in Linas Leben.

Es war schön, endlich wieder in den fiktiven Ort Lütteby zu reisen, dessen Charme mich schon im ersten Teil verzaubert hat.
Und natürlich war ich neugierig, ob in diesem finalen Teil endlich alle offenen Fragen geklärt werden.
Dieser Roman hat etwas mehr Tiefgang als seine Vorgänger.
Die Autorin hat sehr einfühlsam und glaubhaft die zaghafte Annäherung zwischen Lina und ihrer Mutter Florence beschrieben. Da gab es viele sehr emotionale Szenen und Gespräche zwischen den beiden., denn es gibt ja vieles aufzuarbeiten. Lange weicht Florence immer wieder aus, wenn Lina nach der Identität ihres Vaters fragt. Das erzeugt eine gewisse Spannung.
Als Florence dann endlich das Geheimnis um Linas Vater lüftet, war ich sehr überrascht, denn mit dieser Person hätte ich nicht gerechnet.
Auch hier beginnt dann ein zaghafter Annäherungsprozess obwohl die beiden sich schon unter anderen Bedingungen kennen.
Linas neuer Job stellt sie vor große Herausforderungen und bringt sie in eine Situation, in der sie beginnt, sich selbst zu hinterfragen. Sie kommt schließlich zu dem Entschluss, dass für sie die Zeit für einen Neuanfang gekommen ist.

Eingefügt ist noch eine Liebesgeschichte, die vor 60 bzw. 35 Jahren spielt. Diese war romantisch und mir war schnell klar, um wen es sich hier handelt. Das trägt dann auch dazu bei, dass mein die Dinge bezüglich einer der Figuren klarer und verständnisvoller sieht.

Auch Linas beste Freundin Sinje ist in einem Liebeschaos gefangen. Sie erfährt endlich, wer der geheimnisvolle Liebesbriefschreiber ist, aber es ist dann doch nicht alles in Ordnung. Und so sind beide Freundinnen oft aufeinander angewiesen und trösten sich gegenseitig.

Obwohl noch ein Unglück geschieht, das noch einmal alles hätte verändern können, wendet sich am Ende alles zum Guten. Manche Probleme lösten sich vielleicht ein bisschen zu leicht und es gab auch ein paar Zufälle, aber alle Fragen werden geklärt, alle Handlungsfäden schlüssig beendet, so dass ich am Ende dann auch ein Lächeln im Gesicht hatte.

Der Abschlussband der Trilogie ist wie seine Vorgänger ein warmherziger Wohlfühlroman. Der Zauber der charmanten Kleinstadt Lütteby und seiner Bewohner sorgt für eine schöne Atmosphäre und ich habe mich gefreut, dass es für alle lieb gewonnen Figuren ein Happy End gab!
Ich empfehle die Trilogie gerne weiter, die man unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen sollte, am besten alle drei Bände gleich nacheinander!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag!














 
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB; 3. Edition (1. September 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 304 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426526239
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426526231 




 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B09Q5Z1258
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur eBook; 1. Edition (1. September 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 1963 KB 





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Von Gabriella Engelmann außerdem gelesen und rezensiert:
Engelmann, Gabriella - Zu wahr, um schön zu sein     
Engelmann, Gabriella - Zauberblütenzeit (Im Alten Land 3)  
Engelmann, Gabriella - Ich dachte schon, du fragst mich nie   
 

Mittwoch, 11. Mai 2022

Das Glück kommt in Wellen von Gabriella Engelmann [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
In Lütteby, der märchenhaft schönen Kleinstadt an der Nordsee, stehen große Entscheidungen an: Soll Lina Hansens beste Freundin, Pastorin Sinje, endlich ihren Verlobten Gunnar heiraten und eine Familie gründen, obwohl sie sich noch nicht bereit fühlt? Was wird aus der Spukvilla am Waldrand, die Sinje gerne zum Pastorat umbauen würde, die Grotersums skrupelloser Bürgermeister Falk van Hove sich aber unter den Nagel reißen will, um ein Golfhotel daraus zu machen? Auch bei Lina und ihrem Vorgesetzten Jonas Carstensen läuft nicht alles wie erhofft – Lina bekommt bei seinem Anblick Herzklopfen, und auch Jonas fühlt sich zu ihr hingezogen. Aber die Hinweise verdichten sich, dass er gemeinsame Sache mit Falk van Hove macht. Schlaflose Nächte bescheren Lina auch die Nachforschungen, die sie anstellt, um endlich ihre Mutter Florence zu finden. Warum ist sie verschwunden und hat Lina als Säugling bei Oma Henrikje gelassen? Warum hat sie nie ein Lebenszeichen gesendet? Zum Glück hat Oma Henrikje immer einen weisen Rat zur Hand: Die Zukunft macht, was sie will, besser du vertraust ihr und stemmst dich nicht gegen sie.  
(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)
 

weitere Teile:
 
 
Die Autorin:
Die gebürtige Münchnerin entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben und fühlt sich im Norden pudelwohl. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Autorin von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern. Seit sie zum ersten Mal an der Nordsee war, träumt sie von einem eigenen Häuschen am Deich, mit einem Garten voller Wildrosen und knorrigen Apfelbäumen.
(Quelle: Knaur Verlag)
 
 
Meine Meinung:
So zauberhaft der kleine Ort Lütteby und seine Bewohner auch sind, Linas Leben ist gerade so gar nicht zauberhaft.
Sie hatte entdeckt, dass ihre Großmutter etwas vor ihr verschwiegen hat, was das Verschwinden von Linas Mutter Florence betrifft.
Auch ihr Chef Jonas, zu dem sie sich sehr hingezogen fühlt, scheint etwas vor ihr zu verbergen und gemeinsame Sache mit dem skrupellosen, geldgierigen Bürgermeister von Grotersum zu machen.
Linas beste Freundin Sinje quält sich immer noch mit Zweifeln, ob sie nun ihre Jugendliebe Gunnar heiraten soll und grübelt über den geheimnisvollen Liebesbriefe-Schreiber nach.
Dann stirbt plötzlich ein Bewohner Lüttebys, der vielen sehr nahe gestanden hat und plötzlich gerät alles andere erst mal in den Hintergrund.

Es war so schön, zurück zu sein in Lütteby und die Geschichte um Lina, Sinje und die anderen netten Menschen dort weiter zu erleben. Die Handlung schließt nahtlos am ersten Teil an, der ja mit einem gewaltigen Cliffhanger endete.
Neben Lina und Sinje haben auch andere Bewohner Lüttebys Sorgen und Probleme und wie man es schon im ersten Teil erleben durfte, halten alle zusammen und sind füreinander da.
Linas Großmutter Henrikje ist mit der Witwe des plötzlich Verstorbenen befreundet und steht dieser bei.
Amelie, die Inhaberin des kleinen Cafés, hat existenzielle Sorgen und Linas eigentlicher Chef Thorsten bricht seine Reha ab und erscheint plötzlich wieder im Büro, allerdings wie verwandelt.

Schnell war ich wieder in der Handlung gefangen, denn es geschieht ja so einiges. Die Handlungsfäden aus dem ersten Teil werden alle gekonnt und gut weitergeführt und Neues kommt dazu.
Der für mich wichtigste Teil der Handlung ist natürlich das Geheimnis um Linas verschwundene Mutter Florence. Es kommt dann doch zu einer Aussprache zwischen ihr und ihrer Großmutter und Lina erfährt einiges. Doch sie stellt auch fest, dass neben ihrer Großmutter offenbar auch andere in Lütteby all die Jahre mehr wussten als sie selbst. Damit muss sie sich dann erst mal auseinandersetzen.
Auch mit Jonas führt sie ein aufschlussreiches Gespräch, aber ob die beiden eine Chance haben, muss sich noch zeigen.

Nebenher gibt es noch eine weitere Geschichte, die Ereignisse im Winter vor 48 Jahren bis zum Sommer vor 36 Jahren erzählt. Ein kleines Mädchen möchte Schlittschuhlaufen auf einem zugefrorenen See, bricht ein und wird von einem Jungen gerettet. Das war nett erzählt und ich ahnte schnell, wer das kleine Mädchen sein könnte.

Es gibt viele schöne und auch traurige Momente in der Geschichte und auch der Humor kommt an einigen Stellen nicht zu kurz.
Ein bisschen schade fand ich, dass es nicht mehr Interaktion zwischen Lina und Jonas gab. Die beiden haben ein paar romantische Momente, die auch wirklich schön an zauberhaften Orten in Szene gesetzt sind, aber so richtig entwickelt sich die Beziehung nicht weiter.
Auch die Nebenhandlungen um Amelie und Sinje hätte man etwas ausführlicher schildern können.

Trotz der kleinen Kritikpunkte hat mich aber dieser zweite Teil der Lütteby-Reihe gut unterhalten. Das Lesen hat Freude gemacht, da es auch diesmal eine schöne Wohlfühlatmosphäre gab und außerdem noch einige kluge Lebensweisheiten eingeflossen sind. Ich freue mich auf den 3. Teil, der dann sicherlich alle noch offenen Fragen beantworten und die Handlungsfäden zum Abschluss bringen wird.


Fazit: ⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB; 1. Edition (2. Mai 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 272 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426526220
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426526224  




 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B09KXBK132
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur eBook; 1. Edition (2. Mai 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 1934 KB






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Von Gabriella Engelmann außerdem gelesen und rezensiert:
Engelmann, Gabriella - Zu wahr, um schön zu sein     
Engelmann, Gabriella - Zauberblütenzeit (Im Alten Land 3)  
Engelmann, Gabriella - Ich dachte schon, du fragst mich nie   
 

Dienstag, 29. März 2022

Die Liebe tanzt barfuß am Strand von Gabriella Engelmann [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Idyllisch, charmant und ein bisschen aus der Zeit gefallen – das ist Lütteby an der Nordsee. Hier wohnt die 35-jährige Lina Hansen zusammen mit ihrer sagenkundigen Großmutter Henrikje in einem hyggeligen Giebelhäuschen am Marktplatz. Linas beste Freundin, die lebhafte Sinje, ist Lüttebys Pastorin – und verwickelt Lina gern in schräge Abenteuer, vor allem, wenn es um die alte Kapitänsvilla am Waldrand geht, in der es angeblich spukt. Eine historische Fehde entzweite einst die Kleinstädte Lütteby und Grotersum, und es geht die Legende, dass Liebende aus den beiden Orten niemals zueinander finden werden. Doch was bedeutet das für Lina, deren attraktiver neuer Chef Jonas Carstensen ausgerechnet aus Grotersum entsandt wurde? Richtig trubelig wird es, als Lina ein Glückstagebuch ihrer Mutter Florence findet, die als junge Frau einfach verschwand und Lina als Baby bei der Großmutter ließ. Und als dann auch noch Linas alte Liebe Olaf auftaucht und ihr Avancen macht, ist das Gefühlschaos perfekt.  
(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)
 
 
weitere Teile:
 
 
Die Autorin:
Die gebürtige Münchnerin entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben und fühlt sich im Norden pudelwohl. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Autorin von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern. Seit sie zum ersten Mal an der Nordsee war, träumt sie von einem eigenen Häuschen am Deich, mit einem Garten voller Wildrosen und knorrigen Apfelbäumen. 
(Quelle: Knaur Verlag)


Meine Meinung:
Dies ist der Auftakt zu einer neuen Wohlfühlroman-Reihe, die in dem fiktiven Ort Lütteby an der Nordsee spielt.
Hauptfigur und Ich-Erzählerin ist die 35-jährige Lina, die bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist, ihren Vater nicht kennt und deren Mutter spurlos verschwand, als Lina noch ein Kind war.
Nach einem Studium in Hamburg und einigen Jahren als Grundschullehrerin ist Lina in ihren Heimatort zurückgekehrt, nachdem sich ihr Verlobter Olaf von ihr getrennt hat.
Seit nunmehr sechs Jahren lebt Lina wieder in Lütteby, hilft ihrer Großmutter in deren Geschenkeladen und arbeitet halbtags in der Touristeninformation. Als Linas Chef durch einen Unfall längere Zeit ausfällt, kommt Jonas nach Lütteby, um den Job zu übernehmen. Zwischen Lina und Jonas fliegen erst die Fetzen und dann beginnt es wahrnehmbar zu knistern.
Aber dann taucht plötzlich Olaf in Lütteby auf und auch sonst gibt es einigen Trubel …

In dem bezaubernden Ort Lütteby habe ich mich gleich wohlgefühlt. Die Autorin beschreibt diesen fiktiven kleinen Ort sehr anschaulich und ich sah den kleinen Marktplatz, umrahmt von hübschen alten Giebelhäusern und die dortigen Geschäfte wie Blumenladen, Apotheke, Café und ein italienisches Restaurant sofort vor mir. Die Stimmung und Atmosphäre in dem kleinen Ort ist geprägt von Gemütlichkeit und Beschaulichkeit. Man spürt einen schönen Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft zwischen den Einwohnern, die auch größtenteils Freundschaft verbindet.
Diese schöne Wohlfühlstimmung zieht sich auch durch die Geschichte beim Lesen.

Lina ist eine sehr sympathische Protagonistin. Sie ist bescheiden, empathisch aber auch willensstark und entschlossen, wenn es nötig ist. Nur in Sachen Liebe hat sie die Trennung von ihrem Olaf immer noch nicht so richtig überwunden. Einerseits möchte sie gar keinen neuen Partner, sehnt sich aber andererseits schon nach einer eigenen kleinen Familie.
Trost und Halt findet Lina diesbezüglich durch ein Glückstagebuch ihrer Mutter, das sie zufällig fand und fortführt.

Auch die weiteren Bewohner von Lütteby passen gut in die Handlung. Da ist die Pastorin Sinje, die kurz vor der eigenen Hochzeit steht und Linas beste Freundin ist. Aber wir lernen auch noch die Inhaber des italienischen Restaurants, des französischen Cafés und einige andere Menschen kennen, die alle ihre Eigenarten haben, teilweise typisch norddeutsch sind und auch ein paar Klischees erfüllen.

Eingebettet in die Handlung ist eine erdachte, alte Legende aus dem 17. Jahrhundert, die immer wieder in kurzen Abschnitten eingeschoben erzählt wird. Diese historische Fehde führte dazu, dass die beiden Städtchen Lütteby und Grotersum nun verfeindet sind und Liebespaare aus diesen beiden Orten nicht zusammen finden können. Die Legende wird bis in die Gegenwart erzählt und sorgt bis heute für einen Mythos.

In diesem ersten Teil der Reihe werden einige Handlungsfäden begonnen. Da ist die Beziehung zwischen Lina und Jonas, die keinen guten Start hat, Sinjes bevorstehende Hochzeit, etliche Aktivitäten, die den Tourismus in Lütteby fördern sollen und natürlich das Geheimnis um Linas verschwundene Mutter Florence.
Gegen Ende kommen noch einige weitere Fragen auf und dann ist der Roman plötzlich zu Ende.
Man ist bei Reihen offene Enden in den ersten Bänden gewöhnt, aber hier kam mir das Ende nach einem Paukenschlag dann doch etwas zu abrupt und plötzlich. Glücklicherweise dauert es nicht lange, bis der zweite Teil erscheint.

Abgerundet und ergänzt wird der Roman durch einige schöne Glücksbotschaften und im Anhang gibt es noch einige norddeutsche Glücksrezepte von Linas Mutter wie z. B. Eier-Grog, Glückstee und Friesentorte.

Der Auftakt zur Reihe „Zauberhaftes Lütteby“ ist ein schöner Wohlfühlroman, der kurzweilige Unterhaltung bietet und beim Lesen ein Gefühl von Behaglichkeit erzeugt. Ich habe mich in Lütteby wohlgefühlt, freue mich auf die Fortsetzung und bin gespannt, wie es mit Lina, ihrem Familiengeheimnis und all den anderen netten Menschen in Lütteby weitergeht!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag!











 
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB; 2. Edition (1. März 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 320 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426526212
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426526217
 



 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B09KX3GQV2
Herausgeber ‏ : ‎ Knaur eBook; 1. Edition (1. März 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 1425 KB 
 
 
 
 
 
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Von Gabriella Engelmann außerdem gelesen und rezensiert:
Engelmann, Gabriella - Zu wahr, um schön zu sein     
Engelmann, Gabriella - Zauberblütenzeit (Im Alten Land 3)  
Engelmann, Gabriella - Ich dachte schon, du fragst mich nie     
 

Dienstag, 2. März 2021

Ich dachte schon, du fragst mich nie von Gabriella Engelmann [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag

Zum Inhalt:
Kann das Chaos noch ein bisschen größer werden?, fragt Sophie Hartmann sich. Tochter Pauli leidet am ersten Liebeskummer, Schwester Geli an notorischem Hang zu falschen Männern und dann bricht sich Tochter Liv ausgerechnet kurz vor Eröffnung des gemeinsamen Restaurants die Hand. Dummerweise ist Sophie in der Küche ein Totalausfall, selbst mit ihrem Wahlspruch „Familie ist das Allerwichtigste“ stößt sie hier an ihre Grenzen. Zum Glück beweist das Schicksal Sinn für Humor und schickt Hilfe von unerwarteter Stelle. Doch während sich in Sophies Umfeld alles zum Besten wendet, muss sie selbst erkennen, dass sie ihre eigenen Wünsche und Ziele viel zu lange begraben hat ...
(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)
 
 
 
Die Autorin:
Die gebürtige Münchnerin entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben und fühlt sich im Norden pudelwohl. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Autorin von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern. Seit sie zum ersten Mal an der Nordsee war, träumt sie von einem eigenen Häuschen am Deich, mit einem Garten voller Wildrosen und knorrigen Apfelbäumen. 
(Quelle: Knaur Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Sophie ist Ende 40, verwitwet und Mutter von 2 Töchtern. „Familie ist das Allerwichtigste“ ist ihr Wahlspruch. Aber im Moment herrscht Chaos in ihrem Leben. Ihre jüngere Tochter Pauli leidet am ersten Liebeskummer. Die ältere Tochter Liv mietet für 2 Monate ein Cook-up in Hamburg, um zu testen, ob ihr Konzept für ein Restaurant ankommt und die Gastronomie der richtige Beruf für sie ist.
Genau am Eröffnungstag stürzt Liv in der Küche und zieht sich mehrere Brüche zu. Sie fällt also aus und Sophie steht vor einem großen Problem, denn sie ist in der Küche ein Totalausfall.
Da bietet sich völlig unerwartete Hilfe an und dadurch verändert sich so einiges.

Der Roman beginnt ziemlich humorvoll und zeigt das trubelige Chaos in der Familie Hartmann. Neben Sophie und ihren Töchtern gibt es noch Sophies Schwester Geli, die ein Männerproblem hat und alle gemeinsam leben in einem Hausboot.
Doch Livs Unfall und ihr Ausfall stellt alle vor ein großes Problem, denn das Cook-up ist ausgebucht.

In einem zweiten Handlungsstrang lernen wir Marc kennen, einen erfolgreichen Unternehmensberater, der auf Mallorca lebt. Eine Panikattacke und viel Stress bringen ihn dazu, eine Auszeit in seiner Heimat Hamburg zu nehmen.
Am Eröffnungsabend des Cook-up ist er anwesend und bietet spontan seine Hilfe an, da er Hobbykoch ist und früher auch mal Koch werden sollte.

Die Kapitel werden wechselnd jeweils aus der Sicht von Sophie und Marc in der Ich-Form erzählt und sind auch jeweils mit dem aktuellen Ort versehen, so dass man genau weiß, ob man sich gerade in Hamburg oder auf Mallorca befindet.
Schnell zeichnet sich ab, dass es zwischen Sophie und Marc knistert. Aber bis sie zusammen finden, dauert es eine Weile, denn es gibt so einige Hindernisse. Beide tragen ein Päckchen mit sich herum, was in ihrer Vergangenheit liegt und damit müssen sie zurechtkommen bzw. es endlich verarbeiten. Durch die wechselnden Sichtweisen hat man viel Nähe zu den beiden und kann sich gut in ihre Gedanken und Handlungen hineinversetzen.

Aber auch die anderen Figuren, wie Sophies Töchter und ihre Schwester tragen zur Handlung und vor allem zur Unterhaltung bei. Schwester Geli ist gefühlt in den 1970er-Jahren hängen geblieben und hat notorisches Pech, da sie ständig an die falschen Männer gerät.
Tochter Pauli mit ihrem Liebeskummer ist sehr authentisch dargestellt, nur Tochter Liv bleibt insgesamt etwas blass.

Sehr gut gefallen hat mir das Setting auf Mallorca, das in mir Reiselust geweckt hat. Gabriella Engelmann beschreibt hier besonders schöne Orte auf der Insel sehr anschaulich und detailreich. Aber auch die mallorquinische Küche findet ihren Platz und mir ist das Wasser im Mund zusammen gelaufen.
Im Anhang gibt es dazu unter anderem auch Rezepte für Mallorquinischen Mandelkuchen und Crema Catalana.

Die Geschichte weiß gut zu unterhalten, denn sie vereint so einige Themen, wie gutes Essen aus regionalen Zutaten, verlassen werden und dem Mut zum Neuanfang. Er vermittelt aber auch eine schöne Botschaft, dass man das Leben nicht mit Dingen verbringen sollte, die unglücklich machen sondern den Mut haben sollte, etwas Neues zu beginnen.

Ich habe Sophies und Marcs Geschichte gerne verfolgt, bin mit ihnen nach Mallorca gereist und habe mich auch durch die immer wieder vorkommenden humorvollen Szenen gut unterhalten gefühlt.
Insgesamt ist der Roman eine schöne Wohlfühlgeschichte für eine entspannte Auszeit!


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag
und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber : Knaur TB; 1. Edition (1. März 2021)
Sprache : Deutsch
Taschenbuch : 320 Seiten
ISBN-10 : 3426525054
ISBN-13 : 978-3426525050   
 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN : B086SKR5H7
Herausgeber : Knaur Taschenbuch; 1. Edition (1. März 2021)
Sprache : Deutsch
Dateigröße : 814 KB  
 
 
 
 
 
 
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