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Montag, 12. April 2021

Höllenkind von Veit Etzold [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag

Zum Inhalt:
Alter römischer Adel, düstere Geheimnisse im Vatikan und ein unerbittlicher Rächer, der seine Feinde Dantes neun Kreise der Hölle durchschreiten lässt:
Im 8. Teil der Thriller-Reihe von Bestseller-Autor Veit Etzold ermittelt Patho-Psychologin Clara Vidalis in Rom.

Es ist ein einmaliges Ereignis für den Vatikan und ganz Rom: die Verbindung der alten römischen Adelsfamilien Sforza und Visconti durch eine prunkvolle Hochzeit in der Sixtinischen Kapelle.
Doch plötzlich krümmt sich die Braut vor Schmerz, und auf ihrem strahlend weißen Hochzeitskleid erblühen große rote Flecke. Bevor irgendjemand eingreifen kann, bricht sie tot zusammen.
Der zuständige Ermittler des Vatikans, Commendatore Adami, ahnt, dass es nicht bei diesem einen außergewöhnlichen Mord bleiben wird. Und dass er allein nicht weiterkommt. In Rom kursiert schon länger der Name einer Patho-Psychologin, die bereits in einen Fall von Satanismus involviert gewesen war: Clara Vidalis vom LKA Berlin… 
(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)
 
 
 
Der Autor:
Prof. Dr. Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, ist Autor von neun Spiegel-Bestsellern und gefragter Keynote-Speaker. Veit Etzold versteht es, komplexe Themen unterhaltsam und spannend aufzubereiten und zu einzigartigen Thrillern zu verarbeiten. Als Experte für Strategie und Storytelling hat er bereits zahlreiche internationale Unternehmen beraten. Er ist u. a. Mitglied der Atlantikbrücke und Global Bridges und lehrt zudem seit 2018 als Professor für Wirtschaftswissenschaften.
(Quelle: Knaur Verlag)
 
 
Meine Meinung:
„Höllenkind“ ist der 8. Teil der Reihe um die ermittelnde Patho-Psychologin Clara Vidalis.
Zeitlich schließt er unmittelbar an den Vorgänger „Blutgott“ an und im Verlauf werden weitere Bezüge zu früheren Teilen genommen, die mit Fußnoten gekennzeichnet sind.
Auch ohne die Kenntnisse der früheren Bände konnte ich der Handlung gut folgen, denn der Fall ist in sich abgeschlossen.

Das Buch beginnt mit der im Klappentext erwähnten Hochzeit in der Sixtinischen Kapelle, bei der ein Paar aus alten römischen Adelsfamilien vor den Traualtar tritt. Die Braut bricht plötzlich blutüberströmt zusammen und ist kurz darauf tot.
Der ermittelnde Commendatore Adami steht aufgrund der Prominenz der beteiligten Familien unter hohem Druck, den Todesfall schnell aufzuklären, kommt aber nicht richtig voran.

Clara Vidalis wurde nach den Ereignissen in „Blutgott“ vorübergehend vom Dienst suspendiert und macht sich mit einer Freundin zu einer Kurzreise nach Florenz auf. Dort wird sie von der römischen Polizei ausfindig gemacht und gebeten, nach Rom zu kommen, um die Polizei dort zu unterstützen.
Clara beginnt mit den Ermittlungen, auch mit Unterstützung ihrer Kollegen in Berlin. Sogar ihr Mann, ebenfalls Ermittler beim LKA stößt später dazu. Die beiden führen eine glückliche Ehe und arbeiten auch gut zusammen, wobei es oft zu tollen Dialogen kommt.
Aber es geschehen weitere Morde und der Täter gibt Hinweise bzw. nimmt Bezug auf die „Göttliche Komödie“ von Dante.

Dazu gibt es einen weiteren Handlungsstrang, der in Rumänien spielt und schlimme Szenarien mit Frauen aufzeigt. Eine Person steht im Mittelpunkt und mir war relativ schnell klar, um wen es sich da handeln könnte. Daher war für mich leider auch ein Teil der Auflösung etwas vorhersehbar.

Davon abgesehen waren die Ermittlungen von Clara Vidalis in Rom aber sehr spannend und durchaus auch fesselnd. Gemeinsam mit dem örtlichen Ermittler geht sie auf Spurensuche und kann auch den Hinterbliebenen der Opfer viele Befragungen nicht ersparen.
Es kommen etliche religiöse Dinge und Ansichten ins Spiel, die Clara noch mehr Rätsel aufgeben. Sie bewegt sich in altem römischem Adel aber auch in Bereichen der italienischen Geschichte, der Kunstgeschichte und auch der Mythologie.
Da sind Zeichen zu deuten und viele Rätsel zu lösen. Zeitweise erweckte es den Eindruck, man würde eine Geschichte von Dan Brown lesen.

Auch wenn diese Themen nicht so ganz mein Geschmack sind, hat mich der Thriller und besonders die Ermittlungsarbeit gefesselt.
Clara geht trotz vieler äußerer Einflüsse gewohnt sachlich vor und ermittelt Fakten, die sie dann zur Lösung des Rätsels führen.
Das Ende löst zwar die Motive der Morde auf, lässt aber auch etwas offen, so dass ich davon ausgehe, dass im nächsten Fall hier wieder Bezug genommen werden wird.

„Höllenkind“ war interessant und fesselnd und hat neben den genannten Themenbereichen auch viel italienisches Flair vermittelt und besonders von Rom und Florenz auch viele sehenswerte Orte bildhaft gezeigt.
Ich hatte mit Clara Vidalis spannende Lesestunden!


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber : Knaur TB; 2. Edition (1. April 2021)
Sprache : Deutsch
Taschenbuch : 368 Seiten
ISBN-10 : 3426524090
ISBN-13 : 978-3426524091  
 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN : B08M5M45XQ
Herausgeber : Knaur Taschenbuch; 1. Edition (20. März 2021)
Sprache : Deutsch
Dateigröße : 569 KB  
 
 
 
 
 
 
 
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Dienstag, 19. Mai 2020

Blutgott von Veit Etzold [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Ein Mädchen sitzt allein in einem schäbigen alten Abteil eines IC, der gerade Nordrhein-Westfalen durchfährt. Plötzlich öffnet sich quietschend die Tür: Eine Gruppe Jungen betritt das Abteil. Zielstrebig nähern sie sich den Fenstern und ziehen die Vorhänge zu. Was dann geschieht, jagt den hartgesottenen Ermittlern vom LKA Berlin um Patho-Psychologin Clara Vidalis Schauer über den Rücken …
Und es bleibt nicht bei diesem einen außergewöhnlich brutalen Mord, verübt noch dazu von einer Gruppe Minderjähriger – bald schlagen die kindlichen Killer-Kommandos in ganz Deutschland zu.
Clara Vidalis glaubt nicht an Zufälle. Und sie kann (und will) auch nicht glauben, dass die Teenager auf eigene Faust gehandelt haben. Was sie nicht ahnt: In seiner Welt ist ihr wahrer Gegner ein Gott. Und die Messen, die er von seinen Anhängern fordert, sind blutige »slash mobs«.

(Kurzbeschreibung gem. Knaur Verlag)

Leseprobe


Der Autor:
Prof. Dr. Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, ist Autor von neun Spiegel-Bestsellern und gefragter Keynote-Speaker. Veit Etzold versteht es, komplexe Themen unterhaltsam und spannend aufzubereiten und zu einzigartigen Thrillern zu verarbeiten. Als Experte für Strategie und Storytelling hat er bereits zahlreiche internationale Unternehmen beraten. Er ist u. a. Mitglied der Atlantikbrücke und Global Bridges und lehrt zudem seit 2018 als Professor für Wirtschaftswissenschaften.
(Quelle: Knaur Verlag)


Meine Meinung:
„Blutgott“ ist der 7. Teil der Reihe um die ermittelnde Psychologin Clara Vidalis.
Obwohl ich die vorherigen Bände nicht kenne, konnte ich dem Geschehen gut folgen, da die einzelnen Fälle offenbar in sich abgeschlossen sind.
Clara und ihre Kollegen konnte ich etwas kennenlernen, da sie als Ermittler große Rollen spielen und wesentliche Informationen zu den Personen gegeben werden.

In diesem Fall sind die Ermittler geschockt, denn ein junges Mädchen wird im Abteil eines Zuges regelrecht abgeschlachtet. Die Täter haben ein grausames Blutbad angerichtet und am Fenster des Zugabteils ein merkwürdiges Symbol aus Blut hinterlassen.
Noch während die Ermittlungen in Fahrt kommen, geschieht ein weiterer Mord, bei dem ebenfalls das Symbol hinterlassen wird.
Überwachungskameras liefern Spuren zu den Tätern und es stellt sich heraus, dass diese jünger als 14 Jahre und damit noch nicht strafmündig sind. Sie können für ihre Taten nicht belangt werden.
Doch Ermittlungsergebnisse weisen darauf hin, dass diese jungen Täter zu den Taten angestiftet werden. Jemand ruft zu diesen „slash mobs“ auf und die Jugendlichen folgen.
Die Ermittlungen führen ins Dark Web und die Jagd auf den Blutgott beginnt.

Das Buch ist in drei Teile geteilt und die einzelnen Kapitel sind jeweils mit Zeit- und Ortsangaben überschrieben, so dass ich dem Geschehen gut folgen konnte.
Die Ermittler um Clara haben viel Arbeit und müssen kleinsten Spuren nachgehen.
Diese ganze Ermittlungsarbeit, die auch viel durch Computer und Internet geführt wird, hat mir gut gefallen, denn sie war glaubhaft dargestellt.
Gut gelungen fand ich auch die Charakterisierung der jungen Täter. Da gehört sicher einiges dazu, sich als Autor in so junge Menschen hineinzuversetzen und deren Manipulation glaubhaft darzustellen. Ob so junge Menschen allerdings wirklich solche brutale Taten ausführen können bzw. würden, kann ich nicht beurteilen. Es war vielleicht ein bisschen überzogen, vor allem weil man kaum Informationen über den Hintergrund dieser Jugendlichen bekommt. Man erlebt sie nur als brutale Tötungsmaschinen, die einem Ruf folgen und fast in einen Wettstreit treten.

Zu den einzelnen Taten muss ich sagen, dass diese an Grausamkeit nicht zu überbieten waren. Die Darstellung war sehr detailliert und wirklich heftig. Ich konnte zwar damit umgehen aber in der Häufigkeit hat es mich dann irgendwann doch gestört.

An diesem Fall arbeiten eine Menge Ermittler zu denen ich menschlich leider kaum Zugang fand. Das mag vielleicht teilweise daran liegen, dass ich die vorherigen Teile der Reihe nicht kenne aber sicher auch daran, dass man außerhalb ihrer Arbeit kaum etwas über sie erfährt.

Die Jagd auf den Blutgott ist sehr spannend und ich habe gebannt verfolgt, ob sie erfolgreich sein wird und man das Monster fassen kann.
Allerdings fand ich die Methoden der Ermittler besonders im letzten Teil etwas unglaubwürdig. Dennoch ist der Plot gut aufgebaut und hat mich auch gefesselt.
Der Schluss allerdings hat mir gar nicht gefallen, denn er lässt alles offen. Ob da die Idee einer Fortsetzung im Kopf des Autors ist, kann ich nicht beurteilen, aber die Möglichkeit hat er sich damit geschaffen.

Insgesamt hat dieser brutale und sehr blutige Thriller mir zwar spannende Lesestunden geboten aber nicht so ganz meinen Geschmack getroffen!


Fazit: 3 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag!












 
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Knaur TB; Auflage: 2. (1. April 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426524082
ISBN-13: 978-3426524084





 
Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 828 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (27. März 2020)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07ZPW3PHD




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