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Donnerstag, 20. März 2025

Mörderfinder - Das Muster des Bösen von Arno Strobel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Fallanalytiker Max Bischoff und Handschriftenexperte Marvin Wagner stehen kurz vor der Eröffnung ihrer gemeinsamen Detektei WaBi Investigations, als in Düsseldorf der neunjährige Sohn eines Richters entführt wird. Ausgerechnet ein Häftling will nun, dass Max und Marvin in der Sache ermitteln. Rainer Klinke sitzt wegen Entführung einer Minderjährigen in U-Haft und fürchtet, dass er eine Mitschuld an dem aktuellen Fall tragen könnte.

Denn der Täter, der den Jungen in seiner Gewalt hat, hat Kontakt mit Klinke aufgenommen, will ihm zeigen, wie es »richtig geht«, damit die, die es verdient haben, bestraft werden.

Als der entführte Junge tot aufgefunden wird und erneut ein Kind verschwindet, ist Max und Marvin klar, dass ihnen extrem wenig Zeit bleibt, einen weiteren Mord zu verhindern. Und einen Irren zu stoppen, der vor nichts zurückschreckt, um seine eigene Vorstellung von Gerechtigkeit wahr werden zu lassen. 
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)
 
 

 
Der Autor:
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.
Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.
Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Max Bischoff, ehemaliger Polizist und Fallanalytiker wird gemeinsam mit Dr. Marvin Wagner, Psychologe und Handschriftenexperte, die Detektei WaBi Investigations eröffnen. Die beiden haben sich in einem früheren Fall kennengelernt, zwischenzeitlich schon öfter zusammengearbeitet und sich nun entschlossen, zusammen eine Detektei zu betreiben.
Schon vor der Eröffnung, die sie gerade vorbereiten, erhalten sie einen ersten Auftrag. Rainer Klinke, der wegen Entführung einer Minderjährigen in Untersuchungshaft sitzt, schickt seinen besten Freund, den Friseur Kai Weinand zu Max und Marvin, damit sie ermitteln. Klinke hatte das Kind einer Richterin entführt, um dieser zu zeigen, wie es sich anfühlt, ein Kind zu verlieren. Diese Richterin hatte den Täter, der Klinkes Sohn getötet hat, zu milde verurteilt. Nun wurde der kleine Sohn eines Richters entführt und klar ist, dass Klinke das nicht gewesen sein kann. Aber er erhält vom Täter eine Nachricht, dass dieser ihm jetzt zeigen wird, wie man so was richtig macht. Der entführte Junge wird kurz darauf tot aufgefunden und es verschwindet erneut ein Kind. Max und Marvin ermitteln unter Hochdruck, um einen weiteren Mord zu verhindern.

Das Grundthema fand ich schon einmal sehr interessant und spannend. Es geht darum, dass Richter häufig Straftaten zu milde verurteilen und die Täter dann erneut Straftaten begehen. Diese Fälle werden angeprangert und es kommt offenbar zu Selbstjustiz.
Eine Spur der Ermittlungen führt ins Darknet, wo es ein Forum gibt, in dem solche Fälle veröffentlicht werden, mit allen Fakten, Namen und Details, die bekannt sind. Hier recherchiert Max, meldet sich zur Tarnung selbst dort an und versucht Kontakte zu bekommen, die ihm weiterhelfen könnten. Doch wie soll er an die Personen herankommen, die sich hinter den Pseudonymen verbergen.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass Marvin Wagner jetzt noch mehr Raum in den Fällen bekommt, denn das Zusammenspiel zwischen Max und Marvin war bisher immer sehr gut und sie ergänzen sich mit ihren Fähigkeiten perfekt. Marvin bringt eine erfrischende Komponente in die Geschichte, da er einen speziellen Humor hat und immer sehr schlagfertig ist.
Auch in Max ehemaligem Kommissariat gibt es Veränderungen. Sein ehemaliger Partner Horst Böhmer ist dort jetzt der Chef, nachdem die bisherige Chefin Keskin nach dem letzten Fall abgelöst wurde. Die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und den beiden Detektiven wird dadurch erheblich einfacher, denn gerade Max und Horst vertrauen sich immer noch und sind auch Freunde.
Zusätzliche Unterstützung erhalten die beiden aber auch von dem Friseur Kai Weinand, der gerne helfen möchte und Recherchearbeit übernimmt.
Auch das Privatleben von Max und Marvin findet nebenbei immer wieder Erwähnung, was die beiden Figuren nicht nur gut weiterentwickelt sondern auch Nähe zu den beiden bringt.

Die Ermittlungen gestalten sich sehr spannend. Es gibt im Laufe der Zeit mehrere Verdächtige, es werden immer mehr Details bekannt und die Spannung steigt von Seite zu Seite. Zwischendurch gibt es immer wieder Einschübe in kursiver Schrift, in denen man die Motivation und die Gedanken des Täters erlebt, der für Gerechtigkeit sorgen will und dabei ziemlich brutal vorgeht. Grausame Details bleiben einem dabei nicht erspart.
Auf mich hat der Thriller ganz schnell einen gewissen Sog ausgeübt, da es immer wieder Neuigkeiten, Überraschungen und Wendungen gibt. Strobels Schreibstil ist temporeich und mitreißend und irgendwann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und musste weiterlesen, bis es zum großen Showdown und der überraschenden Auflösung kommt.

Arno Strobel ist es mit diesem Thriller erneut gelungen, mich zu begeistern. Toll gezeichnete Figuren, einen spannendes Thema und ein ausgeklügelter, wendungsreicher Plot machen den Thriller für mich zum Pageturner. Ich gebe gerne eine absolute Leseempfehlung!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag und NetGalley!
 













 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Taschenbuch; 1. Edition (26. Februar 2025)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 368 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3596711487
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3596711482 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0DK3LK5BD
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books; 1. Edition (26. Februar 2025)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 5.7 MB 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *)
 
 
 
Von Arno Strobel außerdem gelesen und rezensiert:
Strobel, Arno - Das Rachespiel 
Strobel, Arno - Die Flut
Strobel, Arno - Offline      
Strobel, Arno - Stalker-Er will dein Leben 
 
 
 

Mittwoch, 28. Februar 2024

Mörderfinder - Stimme der Angst von Arno Strobel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Auf einer Beerdigung steht Fallanalytiker Max Bischoff plötzlich einer Frau gegenüber, die seiner großen Liebe Jennifer Sommer zum Verwechseln ähnlich sieht. Aber Jennifer ist seit fünf Jahren tot. Und Max gibt sich noch immer die Schuld daran.

Die Begegnung lässt ihm keine Ruhe, und er spricht die Unbekannte an. Sie ist ebenso erstaunt wie er, es gibt keine Verbindung zu Jennifer.

Obwohl Max mit aller Macht versucht, das Vergangene ruhen zu lassen, gelingt es ihm nicht. Es ist alles wieder da, das alte Trauma, die inneren Dämonen.

Nie wieder wird ein Mensch seinetwegen sterben. Das hat er sich geschworen. Und doch scheint sich genau das zu wiederholen. Denn nur kurze Zeit später verschwindet jemand aus seinem Umfeld. Und Max wird zurückkatapultiert in den Keller, in dem er einst Jennifer fand, und jede Hilfe zu spät kam. 
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)
 
 
 
 
Der Autor:
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.

Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.

Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Der gute Freund und Mentor von Fallanalytiker Max Bischoff, Professor Bormann ist verstorben. Auf seiner Beisetzung sieht Max eine Frau, die seiner großen Liebe Jennifer Sommer verblüffend ähnlich sieht. Allerdings ist Jennifer bereits seit fünf Jahren tot und Max gibt sich daran die Schuld. Er spricht die Frau an, deren Name Dominique Klauber ist, doch sie kennt Jennifer nicht und es gibt auch keine Verbindung.
Allerdings glaubt Max Anzeichen zu erkennen, dass Dominique misshandelt wird. Und diese Begegnung ruft seine inneren Dämonen und das Trauma, das er seinerzeit erlitt, wieder hervor.
Max hatte sich seinerzeit geschworen, dass nie wieder ein Mensch seinetwegen sterben muss. Doch die Gefahr besteht nun, denn sein ehemaliger Kollege und Freund Kommissar Horst Böhmer wird schwer verletzt und muss ins Krankenhaus. Kurz darauf verschwindet die junge Kommissarin Jana Brosius, die Max sehr nahe steht, spurlos.
Die Leiterin des KK 11, Polizeirätin Keskin, zeigt sich gewohnt abweisend und weigert sich, mit Max zusammen zu arbeiten. Doch Max lässt sich nicht abweisen, denn er will Jana unbedingt lebend finden und retten.

Ohne lange Vorgeschichte ist man gleich mitten im Geschehen und erlebt die Begegnung von Max und Dominique auf der Beerdigung.
Danach geht es Schlag auf Schlag weiter, der Anschlag auf Horst Böhmer geschieht und Jana verschwindet. Max ist völlig verstört und verzweifelt, doch er besinnt sich auf seine Fähigkeiten und beginnt zu ermitteln. Zur Unterstützung und Hilfe wendet er sich an
Dr. Marvin Wagner. Der Psychologe und Wissenschaftler ist auch sofort bereit, mit Max zusammen zu arbeiten und reist an, um in Max Nähe zu sein.

Die Figur des Dr. Wagner bekommt in diesem Fall wesentlich mehr an Gewicht und seine Rolle wird erheblich größer, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Mit seinem ungewöhnlichen Äußeren verwirrt er Außenstehende und hat Spaß daran. Aber auch seine Art, die Dinge zu betrachten, ist der von Max sehr ähnlich, so dass die beiden zu einem sehr guten Team zusammen wachsen.

Der Fall ist unglaublich spannend und entwickelte sich für mich schnell zum Pageturner. Hierzu tragen auch kurze Kapitel bei, die oft mit kleinen Cliffhangern enden. Dadurch entsteht regelrecht ein Sog beim Lesen. Dazu kommen noch kursiv geschriebene Kapitel, die das Schicksal der verschwundenen Jana zeigen.
Max zeigt auch in diesem Fall sein analytisches Denken und er nimmt alles in Kauf, um Jana zu retten.
Dabei legt ihm Polizeirätin Keskin in gewohnter Weise Steine in den Weg und ist fast beleidigend zu ihm. Da stellen sich selbst in ihrem inneren Umfeld der Polizei Kollegen gegen sie, da sie finden, dass sie diesmal zu weit geht. Da es aber um eine vermisste Polizistin geht, macht sie irgendwann kleine Zugeständnisse.
Ich mochte die Leiterin des Kommissariats von Anfang an nicht. Es ist eine Sache, die Dienstvorschriften einzuhalten und eine andere, Menschen zu beleidigen und schlecht zu behandeln. Deshalb hoffe ich schon länger, dass sie die Quittung für ihr Verhalten bekommt.

Die Ermittlungen in diesem Fall sind schwierig und die Zeit drängt. Max und Marvin gehen vielen Spuren nach und werten Hinweise und Indizien aus.
Strobel hat hier von Anfang an eine Spur gelegt, der ich nur zu bereitwillig gefolgt bin, um irgendwann daran zu zweifeln, dass sie zum richtigen Täter führt. Aber ich hatte dann auch keine Idee, wer der Täter sein könnte.
Durch den Zeitdruck wird die Handlung immer temporeicher und die Spannung steigert sich mehr und mehr.
Am Ende gipfelt das Ganze in einen Showdown, der in mehr als einer Hinsicht Ergebnisse bringt.

Auch der 4. Fall für Max Bischoff ist ein sehr spannender, wendungs- und temporeicher Fall, der fesselnde Unterhaltung bietet und lesenswert ist. Ich hoffe, dass es weitere Fälle für Max Bischoff geben wird und bin auf die weitere Entwicklung der Figuren sehr gespannt!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag und NetGalley!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Taschenbuch; 1. Edition (28. Februar 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 352 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3596709210
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3596709212

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0CL8PFTQR
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books; 1. Edition (1. Februar 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 6196 KB 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *)
 
 
 
Von Arno Strobel außerdem gelesen und rezensiert:
Strobel, Arno - Das Rachespiel 
Strobel, Arno - Die Flut
Strobel, Arno - Offline      
 
 

Montag, 19. Juni 2023

Mörderfinder - Mit den Augen des Opfers von Arno Strobel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Damit hat Fallanalytiker Max Bischoff nicht gerechnet. Keine andere als die Leiterin des KK 11 in Düsseldorf, Polizeirätin Eslem Keskin, die bislang kein gutes Haar an ihm gelassen hat, bittet Max um Hilfe.

Er soll in dem kleinen Weinort Klotten an der Mosel inoffziell in einem nie gelösten Vermisstenfall ermitteln. Keskin ist in ihrem privaten Umfeld auf neue Hinweise zu dem über zwanzig Jahre alten Fall gestoßen und hofft, dass es Max gelingt, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Doch kaum vor Ort ereignet sich ein Mord. Max ist bald an etwas dran, aber ignoriert alle Warnungen. Eine Entscheidung, die ihn das Leben kosten könnte …
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)
 
 


Der Autor:
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.

Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.

Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Zum dritten Mal ermittelt Max Bischoff, ehemaliger Polizist und Fallanalytiker, jetziger Dozent an der Hochschule.
Seine brillanten analytischen Fähigkeiten sind polizeiweit bekannt, dennoch ist es erstaunlich, dass ausgerechnet Polizeirätin Keskin, die Leiterin des KK 11, ihn um Hilfe bittet. Die beiden sind wirklich keine Freunde und im vorherigen Fall bekam Max viel Gegenwind und Widerstand von ihr. Aber sie weiß auch seine Fähigkeiten zu schätzen und möchte, dass er in einem Fall ermittelt, der mehr als 20 Jahre zurück liegt und nie geklärt wurde. Keskin stößt im Tagebuch einer verstorbenen Freundin auf Hinweise zu diesem Fall und nun soll Max ihn lösen.
Kaum ist er in dem Weinort an der Mosel angekommen, geschieht ein Mord, der im Zusammenhang zu diesem alten Fall stehen könnte.

Für Max gestalten sich die Ermittlungen sehr schwierig.
Die Dorfbewohner schweigen seit Jahren und sind auch jetzt nur eingeschränkt bereit, ihr Schweigen zu brechen. Dennoch erkennt Max die Verbindung zu dem aktuellen Mordfall, so dass er sich auch dabei in die Ermittlungen einbringt. Das gefällt dem aktuellen Ermittler der Kripo natürlich gar nicht, wodurch es zu streithaften Begegnungen kommt.
Auch wenn Polizeirätin Keskin ihn um Unterstützung gebeten hat, unterstützt sie selbst Max dann aber kaum. Hilfe erhält er vielmehr von seinem ehemaligen Kollegen und Partner bei der Kripo Böhmer, mit dem er häufig Gespräche führt. Die Dialoge zwischen den beiden sind auch oft recht amüsant und unterhaltsam.

Gut gefallen hat mir auch die erneute Begegnung mit dem Psychologen Marvin Wagner, der von Max auch in diesem Fall um Hilfe gebeten wird. Diesmal spielt er eine noch größere Rolle, so dass ich hoffe, dass er künftig zum festen Bestandteil wird.

Trotz kursiver Einschübe aus Sicht des Täters oder der Täterin, die einen gewissen Wissensvorsprung zu Motiv und Gedanken geben, ist es mir nicht gelungen, die Identität festzustellen. Das ganze treibt aber die Spannung weiter an ebenso wie die Warnung an Bischoff, aufzuhören sonst sei er der nächste, die er natürlich ignoriert.

Die Verknüpfung des alten Falls mit dem aktuellen Mordfall ist meiner Meinung nach gut gelungen. Die Ermittlungen sind langwierig und schwierig, da Bischoff zuerst die Dorfbewohner zum Reden bringen muss. Da entstehen schon mal ein paar kleine Längen oder gar Wiederholungen aber es werden auch dunkle Geheimnisse gelüftet und nach und nach entsteht ein klareres Bild. Es gibt aber auch etliche falsche Fährten und Spuren, die Strobel wie immer gut gelegt hat.

Der 3. Fall für Max Bischoff ist spannend und gewohnt undurchsichtig. Solide Kriminalarbeit, einige Wendungen, ein mitreißender Schreibstil und facettenreiche Protagonisten machen ihn zu einem unterhaltsamen Thriller zum Miträtseln und kombinieren!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag
und NetGalley!
















 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Taschenbuch; 1. Edition (22. Februar 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 352 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3596708001
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3596708000 



 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0BJNP5JY2
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books; 1. Edition (22. Februar 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 2415 KB





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Von Arno Strobel außerdem gelesen und rezensiert:
Strobel, Arno - Das Rachespiel 
Strobel, Arno - Die Flut
Strobel, Arno - Offline       Strobel, Arno - Sharing - Willst du wirklich alles teilen?      
 

Freitag, 8. April 2022

Mörderfinder - Die Macht des Täters von Arno Strobel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Der Anruf kam unerwartet. Eine Ex-Kollegin bittet Fallanalytiker Max Bischoff um Hilfe. Ihr Neffe wurde des Mordes beschuldigt und hat sich daraufhin das Leben genommen. Mit 22. Ein Schuldeingeständnis? Oder die Tat eines Verzweifelten?

Max sichtet die Fakten, die Beweislast ist erdrückend, aber nichts passt zusammen. Kein Motiv, vollkommene Willkür. Und dann die vage Verbindung zu einem anderen Fall. Irgendetwas ist da, das kann Max beinahe körperlich spüren. Aber der Kopf des Mörders bleibt ihm verschlossen. Hat er sich verrannt? Oder versagt die Fallanalyse und damit Max zum ersten Mal in seiner gesamten Laufbahn? 
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)
 
 
Weitere Teile der Reihe:
 
 
Der Autor:
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.
Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.
Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Max Bischoff, ehemaliger Polizist und Fallanalytiker, ist jetzt Dozent an der Hochschule, steht seinen ehemaligen Kollegen aber immer noch mit seinen brillanten analytischen Fähigkeiten zur Verfügung.
Unerwartet erhält er den Anruf einer ehemaligen Kollegin, die ihn um Hilfe bittet. Deren Neffe hat sich das Leben genommen, weil er beschuldigt wurde, einen Mord begangen zu haben. Bischoffs ehemalige Kollegin bezweifelt, dass der Suizid ein Schuldeingeständnis war und bittet Max, sich des Falls anzunehmen. Die Fakten und Indizien sprechen gegen den jungen Mann aber es ist kein Motiv für die mutmaßliche Tat zu erkennen.
Als wieder ein Mord geschieht, wird bei der Leiche eine Nachricht gefunden, wie sie auch beim ersten Opfer gefunden wurde. Die Vermutung, dass es einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen gibt, liegt nahe, doch der mutmaßliche Täter lebt ja nicht mehr.

Max arbeitet erneut mit seinem ehemaligen Partner Böhmer zusammen, erhält aber viel Gegenwind von der neuen Chefin des Kommissariats. Dennoch weiß auch diese, Max Fähigkeiten zu schätzen und gesteht ihm Einblicke in die Polizeiarbeit zu.
Wie man es vom Autor kennt, ist man sofort mitten im Geschehen. Die Geschichte hat auch schnell einen gewissen Sog auf mich ausgeübt. Das lag teilweise auch daran, dass es kursiv geschriebene Einschübe gibt, die Empfindungen und Wahrnehmungen einer Person schildern, die vermutlich der Täter ist. Auch wenn man als Leser dadurch einen kleinen Wissensvorsprung hat, ist es mir nicht gelungen, den Täter zu identifizieren.

Obwohl Max ja dafür bekannt ist, sich in den Kopf des Mörders zu versetzen und seine Denkweise nachzuvollziehen, hat er in diesem Fall Probleme damit, was ihm bisher noch nie passiert ist. Er wird von Zweifeln gequält, gibt aber nicht auf.
In der Sonderkommission gehen die Meinungen bezüglich des Täters auseinander und so richtig kommen sie alle nicht voran, was auch für Unruhe sorgt. Aber auch wenn sie nicht immer einer Meinung sind, steht Böhmer zu Max, denn die beiden vertrauen sich uneingeschränkt.

Der Fall ist sehr komplex und hat durchgehend eine hohe Spannung. Ich habe eifrig mitgerätselt, war aber genauso ratlos wie die Ermittler.
Es gibt viele Wendungen, häufig werden neue Nebenfiguren eingeführt und immer wieder ergeben sich neue Spuren und Indizien.
Gut gefallen hat mir, dass Strobel die neuen Figuren immer schlüssig eingeführt hat und die jeweiligen Verbindungen darstellt. So kam keine Verwirrung auf, aber für mich gab es neue Verdächtige, die sich jedoch immer wieder als falsch herausgestellt haben.
Als schließlich Max selbst durch seine Vorgehensweise in den Mittelpunkt der Ermittlungen gerät, steigt die Spannung noch einmal enorm an und ich bin fast atemlos durch die Seiten geflogen.
Das Ende und die Auflösung hat mich dann regelrecht sprachlos zurückgelassen, denn damit hatte ich nicht gerechnet.

Arno Strobel hat mich wieder mit seinem lebendigen und fesselnden Schreibstil begeistert und hier einen wirklich packenden und nervenaufreibenden Thriller vorgelegt. Ein manipulativer Täter, der bis zum Ende unbekannt bleibt hat sowohl mich als auch die Ermittler in Atem gehalten und dieser Thriller hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Daher empfehle ich den „Mörderfinder“ sehr gerne weiter!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag
und NetGalley!
















 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Taschenbuch; 1. Edition (9. März 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 368 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3596706688
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3596706686 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B09JVSTHCB
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books; 1. Edition (9. März 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 2260 KB 






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Von Arno Strobel außerdem gelesen und rezensiert:
Strobel, Arno - Das Rachespiel 
Strobel, Arno - Die Flut
Strobel, Arno - Offline       Strobel, Arno - Sharing - Willst du wirklich alles teilen?   
 

Dienstag, 20. April 2021

Mörderfinder - Die Spur der Mädchen von Arno Strobel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Max Bischoff, begnadeter Fallanalytiker, kennt das Böse von Angesicht zu Angesicht
Der neue Psycho-Thriller von Nr. 1-Bestseller-Autor Arno Strobel

Seine Zeit beim KK 11 in Düsseldorf ist Geschichte. Jetzt fängt Fallanalytiker Max Bischoff an der Polizeihochschule in Köln neu an. Bildet die aus, die so gut werden wollen wie er. Aber die Fälle finden ihn trotzdem.

Als ihn der Vater der seit sechs Jahren verschwundenen Leni Benz um Hilfe bittet, will Max sofort ablehnen. Aber er merkt, dass er es nicht kann. Zu viele Fragen sind ungeklärt im Fall der Grundschülerin, die auf dem Schulweg verschwand und nie mehr gesehen wurde.

Doch wieso taucht jetzt Lenis Ranzen wieder auf, steht an seinem Platz in ihrem Elternhaus, als sei nichts geschehen? Wie kann das sein, nach all der Zeit? Und vor allem: Weshalb gibt es so viele Parallelen zu einem aktuellen Fall? Max begibt sich auf die Spur des Täters ...
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)
 
 
Weitere Teile der Reihe:


Der Autor:
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.

Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.

Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Der Fallanalytiker Max Bischoff hat seine Tätigkeit als Ermittler aufgegeben und arbeitet nun als Ausbilder an der Polizeihochschule.
Da bittet ihn der Vater eines vor sechs Jahren verschwundenen Mädchens um Hilfe. Weder das Mädchen noch seine Leiche wurden je gefunden. Nun steht plötzlich der Schulranzen von Leni wieder im Haus des Vaters an seinem angestammten Platz und der Vater erhält auch merkwürdige Anrufe. Der verzweifelte Mann bittet Max herauszufinden, ob da jemand ein grausames Spiel mit ihm treibt oder Leni tatsächlich noch lebt.
Max will zuerst ablehnen, aber der Fall geht ihm doch unter die Haut, vor allem auch weil es Parallelen zu anderen aktuellen Fällen gibt. Und so steckt Max schnell wieder in den Ermittlungen.

Wie man es vom Autor kennt, ist man schnell mitten im Geschehen und die Story hat auch sehr schnell einen starken Sog auf mich ausgeübt. Kurze Kapitel verleiten zum Weiterlesen und ich konnte das Buch bald nicht mehr aus der Hand legen.
Max beginnt mit den Ermittlungen und sucht auch oft die Unterstützung seines ehemaligen Kollegen Böhmer.
Aber auch zum aktuellen Ermittler der Kripo Bernd Menkhoff bekommt Max schnell Kontakt. Dieser weiß die Qualitäten von Max zu schätzen und arbeitet mit ihm zusammen, obwohl Max ja eigentlich nicht mehr für die Kripo tätig ist. Ob das so realistisch ist, lasse ich mal dahingestellt. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden hat mir gut gefallen, denn Menkhoff ist ein ganz anderer Typ als Max und die beiden müssen sich erst mal zusammenraufen.

Das Thema dieses Thrillers ist sehr sensibel und vielleicht auch nichts für schwache Nerven. Aber Strobel verzichtet auf allzu detaillierte Darstellungen ohne dadurch die Taten zu verharmlosen.
Das ist sehr feinfühlig und gut gelungen.

Die Spannung ist durchgängig sehr hoch und steigert sich im Verlauf auch immer mehr. Auch wenn Max nüchtern und sachlich ermittelt, gibt es viele falsche Fährten und Wendungen, die die Ermittlungen für Max und den Kommissar erschweren und zu einem Wettlauf gegen die Zeit machen.
Zwischendurch gibt es kursiv geschriebene Einschübe aus Täter-/Opfersicht, die die Grausamkeit der Taten noch verdeutlichen, aber mir haben sie nicht geholfen, vorzeitig dem Täter auf die Spur zu kommen.

Die gesamte Story ist gut durchdacht und am Ende auch schlüssig aufgelöst. Durch ein hohes Tempo und steigende Spannung hat mich der Thriller sehr gefesselt und fast atemlos dem Ende entgegen lesen lassen.

Auch wenn ich die vorherige Trilogie um Max Bischoff nicht kenne, konnte ich den sympathischen Protagonisten gut kennenlernen und schnell seine besonderen Fähigkeiten erkennen. Er lebt für Gerechtigkeit und findet keine Ruhe, bis er den Fall gelöst hat.

In einem sehr lebendigen und fesselnden Schreibstil hat Arno Strobel hier einen spannungsgeladenen, packenden und nervenaufreibenden Thriller vorgelegt, der mich schnell gepackt und dann nicht mehr losgelassen hat. So liebe ich Thriller und ich empfehle diesen Auftakt einer neuen Reihe gerne weiter!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag
und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber : FISCHER Taschenbuch; 2. Edition (24. März 2021)
Sprache : Deutsch
Broschiert : 352 Seiten
ISBN-10 : 3596700515
ISBN-13 : 978-3596700516 
 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN : B08LKGWNK8
Herausgeber : FISCHER Taschenbuch; 1. Edition (24. März 2021)
Sprache : Deutsch
Dateigröße : 578 KB 

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