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Dienstag, 4. Juni 2024

Kretisches Rätsel von Nikos Milonás [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Ein Toter im Palast von Knossos und ein geheimnisvoller archäologischer Fund – Kommissar Michalis Charisteas ermittelt in seinem sechsten Fall

Es ist September auf Kreta, und bis zur Hochzeit von Michalis und Hannah sind es nur noch wenige Tage. Damit Michalis genug Zeit für die Vorbereitungen hat, hält sein Vorgesetzter ihn von aufwändigen Ermittlungen fern – gegen Michalis' Willen, der ohnehin keine große griechische Hochzeit wollte und nur seiner Familie zuliebe nachgegeben hat. Doch ein scheinbar harmloser Unfall in einem Kloster auf der Halbinsel Akrotiri wird plötzlich kompliziert, als das Unfallopfer, ein Archäologe, tot auf dem Palastgelände von Knossos gefunden wird. Hat sein Tod etwas mit einem geheimnisvollen archäologischen Fund zu tun? Zwischen Hochzeitsvorbereitungen und schwierigen Verwandten findet Michalis sich auf einmal in der persönlich herausforderndsten Ermittlung seiner Karriere wieder.
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Scherz Verlag)
 
 
Weitere Teile der Reihe: 2. Kretischer Abgrund   
3. Kretisches Schweigen 
4. Kretische Ehre    
5. Kretische Nacht     

 
Der Autor:
Nikos Milonás alias Frank D. Müller hat sich bereits im Alter von 17 Jahren bei seiner ersten Kreta-Reise in die Mittelmeerinsel verliebt. Aus einem kühlen norddeutschen Sommer kommend, war er überwältigt, als er vom Schiff aus die Küste sehen konnte und der intensive Duft von wildem Thymian übers Meer zu ihm herüberwehte. Seither verbringt er so viel Zeit wie möglich auf Kreta und hat Land und Leute fest ins Herz geschlossen. In seinem deutschen Leben wohnt der gebürtige Hamburger in München, arbeitet als Regieassistent und Dokumentarfilmer und ist (Co-)Autor diverser TV-Sendungen (u.a. »München 7«). 
(Quelle: Fischer Verlage)
 
 
Meine Meinung:
Zum sechsten Mal reise ich lesend nach Kreta und erlebe den sechsten Fall für Michalis Charisteas.
Zeitlich schließt die Handlung an die des vorherigen Falls an.
Es ist inzwischen September geworden und die Hochzeit von Michalis und seiner Partnerin Hannah steht kurz bevor.
Damit Michalis genügend Zeit für die Vorbereitungen hat, hält sein Vorgesetzter, der auch sein Onkel ist, ihn von allen Ermittlungen fern, die auch nur im Entferntesten gefährlich werden könnten. Dahinter steckt natürlich Michalis Mutter, die ihren Schwager unter Druck gesetzt hat.
Doch dann geschieht ein harmloser Unfall in einem Kloster und das Opfer, ein Archäologe und Kollege von Hannah, wird wenig später tot auf dem Gelände des Palastes von Knossos gefunden. Nun müssen Michalis und sein Partner Koronaios doch ran und ermitteln, denn das war kein Unfall mehr. Sogar Kriminaldirektor Karagounis mischt sich ein und überträgt den beiden die Ermittlungen. Nur Michalis Mutter darf nichts davon erfahren …

Der Fall ist wie auch seine Vorgänger super spannend. Es geschehen weitere Morde, die Mönche im Kloster schweigen und die Ermittlungsarbeit ist kleinteilig und aufwändig. Michalis und Koronaios fahren von einem Ende der Insel zum anderen, haben lange Wege zurückzulegen und stehen unter einem enormen Druck, der durch ihren Kriminaldirektor noch verstärkt wird. Gefährlich und dramatisch wird es dann auch noch, denn plötzlich verschwindet Koronaios. Michalis tut alles, was ihm möglich ist.

Der Autor hat bei der Konstruktion erneut eine hohe Kreativität gezeigt, denn der Fall ist wirklich undurchsichtig und komplex. Da macht es Freude mitzurätseln und selbst nach Hinweisen auf den Täter zu suchen.
Daneben gibt es aufgrund der Örtlichkeiten wie immer auch noch einige Hintergrundinformationen zu den archäologisch interessanten Orten und zur Historie. Diesmal war es aufgrund des berühmten Palastes von Knossos sogar noch etwas ausführlicher als sonst.

Wie immer erleben wir neben der Krimi-Handlung das Privat- und Familienleben von Michalis. Und das hat es diesmal in sich. Die ruhigen und entspannten Momente mit seiner Hannah sind leider selten, denn irgendwie scheint seine gesamte Familie „durchzudrehen“ aufgrund der bevorstehenden Hochzeit. Angeführt von seiner Mutter hat Michalis Familie natürlich beschlossen, dass es eine große traditionelle griechische Hochzeit werden soll, auch wenn das Brautpaar das eigentlich nicht möchte und nur des lieben Friedens willen nachgegeben hat. Und dann reist natürlich auch noch Hannahs Familie an und Hannahs Vater verschwindet bei einer Bergwanderung.
Das gibt reichlich Trubel und Chaos.

So sehr ich diesen Familienanteil normalerweise in dieser Reihe mag, weil er auch immer wieder für humorvolle Momente sorgt, ist er diesmal doch ein bisschen nervig gewesen. Die Übergriffigkeit von Michalis Mutter und dem Rest der Familie war doch sehr hoch und ich hätte mir das so nicht gefallen lassen. Dass die Mutter sich sogar in Michalis Beruf einmischt, war mir etwas zu überzogen.

„Kretisches Rätsel“ gibt den Ermittlern und auch den Lesern ein spannendes Rätsel auf und führt an archäologisch interessante Orte auf der Insel Kreta. Es hat Freude gemacht, die vielen bekannten Charaktere erneut zu erleben und dazu viel über griechisches Lebensgefühl und griechische Esskultur zu erfahren.
Spannende Krimiunterhaltung mit Urlaubsflair die eine Empfehlung verdient hat!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Scherz Verlag und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Scherz; 1. Edition (27. März 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 384 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 365102508X
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3651025080

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0CL8LPH93
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books; 1. Edition (27. März 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 6461 KB 
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Mittwoch, 26. Juli 2023

Kretische Nacht von Nikos Milonás [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Es ist Juli auf Kreta, und die Zeit der langen, warmen Nächte hat begonnen. Früh am Morgen wird Michalis Charisteas zu einem Tatort im äußersten Nordwesten Kretas, zur Lagune von Balos, gerufen. An der Spitze der unbewohnten Halbinsel Gramvousa liegt diese traumhaft schöne Lagune, die mit ihrem flachen, türkisfarbenen Wasser und dem langgezogenen feinen Sandstrand bei Touristen sehr beliebt ist.

An diesem malerischen Ort ist in der Nacht eine Motorjacht gegen die Felsen gerast. Drei Menschen sind tot. Der Leiter des Polizeireviers von Kissamos geht von einem tragischen Unfall aus, vermutlich unter Alkoholeinfluss. Doch der Sohn des Bootsbesitzers, dessen Verlobte auch ums Leben kam, glaubt an einen gezielten Mordanschlag.

Bei ihren Ermittlungen stoßen Michalis und sein Kollege Koronaios auf ein Geflecht aus Rache und ohnmächtiger Verzweiflung, und Michalis ist zum ersten Mal gezwungen, seine Dienstwaffe einzusetzen. 
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Scherz Verlag)
 

Weitere Teile der Reihe:
2. Kretischer Abgrund   
3. Kretisches Schweigen 
4. Kretische Ehre    
 
 
Der Autor:
Nikos Milonás alias Frank D. Müller hat sich bereits im Alter von 17 Jahren bei seiner ersten Kreta-Reise in die Mittelmeerinsel verliebt. Aus einem kühlen norddeutschen Sommer kommend, war er überwältigt, als er vom Schiff aus die Küste sehen konnte und der intensive Duft von wildem Thymian übers Meer zu ihm herüberwehte. Seither verbringt er so viel Zeit wie möglich auf Kreta und hat Land und Leute fest ins Herz geschlossen. In seinem deutschen Leben wohnt der gebürtige Hamburger in München, arbeitet als Regieassistent und Dokumentarfilmer und ist (Co-)Autor diverser TV-Sendungen (u.a. »München 7«).
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Bereits zum fünften Mal bin ich lesend nach Kreta gereist, wo ich in der Realität leider noch nie war.
Diesmal verschlägt es uns in den Nordwesten der Insel, wo es in der Nacht in einer malerischen Lagune zu einem Bootsunfall kommt. Eine Motorjacht rast gegen die Felsen und drei Menschen sterben. Und so müssen Michalis Charisteas und sein Kollege Koronaios noch in der Nacht dorthin. Auf den ersten Blick könnte es sich um einen tragischen Unfall handeln, wovon auch der Revierleiter der örtlichen Polizei ausgeht. Aber Angehörige gehen von einem Mordanschlag aus. Und so nehmen die beiden die Ermittlungen auf und es soll noch weitere nächtliche Einsätze geben.

Wie es bei den Kretern so üblich ist, reden sie nicht gerne mit der Polizei und so auch in diesem Fall. Der örtliche Revierleiter hält auch zu den Bewohnern seines Ortes aber irgendetwas scheint an diesem Fall besonders zu sein, denn der direkte Vorgesetzte von Michalis und Koronaios, der auch Michalis Onkel ist, mischt sich in den Fall ein und sogar der Polizeichef persönlich schaltet sich ein und gibt merkwürdige Anweisungen.

Das Schweigen der Zeugen bzw. Dorfbewohner und die Einmischungen erschweren die Ermittlungen gewaltig und die beiden Kommissare haben es diesmal wirklich schwer. Es geht um Korruption, Bevorzugung bei der Erteilung von Baugenehmigungen und archäologische Funde, die Baustellen lahmlegen. Ein Themenmix der sich gut für einen Krimi eignet, ganz besonders auf Kreta.
Dabei ist der Fall ausgesprochen brisant, fesselnd und sehr spannend, denn es kommt tatsächlich zu einem Schusswaffeneinsatz, den es bisher noch nicht gab.

Neben all dieser kriminalistischen Spannung gibt es auch in Michalis Privatleben Spannung. Seine Freundin Hannah arbeitet viel und ist häufig unterwegs. Michalis Familie gefällt das gar nicht denn die Meinung der Kreter über das Berufsleben einer Frau ist völlig anders. Doch weil er seine Hannah oft so vermisst, plant Michalis eine Überraschung. Seine Familie bekommt prompt Wind davon und Michalis wird wieder einmal von ihnen bedrängt. Diesmal war mir die Familie fast ein bisschen zu übergriffig.

Das Setting auf Kreta im Hochsommer macht den Krimi zum perfekten Urlaubskrimi und der Autor beschreibt alle Örtlichkeiten sehr bildhaft und detailreich. Man spürt immer, dass er Kreta sehr gut kennt und auch liebt. Auch das Lebensgefühl der Kreter, ihre Gewohnheiten und vor allem all die guten Dinge die dort gegessen und getrunken werden, finden in der Handlung ihren Platz.

Auch der fünfte Fall für Michalis und seinen Partner hat mich wieder begeistert. Eine ständige Spannung im aktuellen Fall und einige rote Fäden in der Rahmenhandlung um die Protagonisten machen ihn zu einem fesselnden Leseerlebnis, das ich gerne weiterempfehle!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag und NetGalley!















 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Scherz; 1. Edition (29. März 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 384 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3651025047
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3651025042 
 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0BJNM6X3W
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books; 1. Edition (29. März 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 3473 KB  
 
 
 
 
 
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Mittwoch, 4. Mai 2022

Kretische Ehre von Nikos Milonás [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag

Zum Inhalt:
Eine Tauffeier, Freudenschüsse und ein toter Musiker – Kommissar Michalis Charisteas ermittelt in seinem vierten Fall
Ein langer, warmer Sommer geht auf Kreta zu Ende, jetzt bringt der Oktober kürzere, aber noch sehr angenehme Tage. An diesem Wochenende sind Michalis und Hannah ins Psiloritis-Gebirge gefahren und haben in Anoghia, dem größten  Bergdorf Kretas, eine Nacht verbracht. Am Abend findet im Dorf eine traditionelle Tauffeier statt – je wilder die Musik spielt, umso ausgelassener feiern die Gäste.
Und es dauert nicht lange, bis die ersten Schüsse fallen, die balothies, die traditionellen Freudenschüsse. Plötzlich bemerkt Michalis, dass dem eben noch umjubelten Manolis Mavropanos die Lyra aus der Hand gleitet und er nach vorn sackt.
Die anderen beiden Musiker spielen noch einen Moment weiter, dann kippt Manolis vom Stuhl und prallt auf den Boden. Menschen schreien auf, die Schüsse verstummen – Manolis Mavropanos ist tot. Von hinten tödlich getroffen.
Im vierten Fall für Michalis Charisteas geht es um kretische Ehre, Wiedergutmachung und gut gehütete Geheimnisse, die niemals ans Tageslicht kommen sollen.
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Scherz)

 
Weitere Teile der Reihe:
5. Kretische Nacht     
 
 
Der Autor:
Nikos Milonás alias Frank D. Müller hat sich bereits im Alter von 17 Jahren bei seiner ersten Kreta-Reise in die Mittelmeerinsel verliebt. Aus einem kühlen norddeutschen Sommer kommend, war er überwältigt, als er vom Schiff aus die Küste sehen konnte und der intensive Duft von wildem Thymian übers Meer zu ihm herüberwehte. Seither verbringt er so viel Zeit wie möglich auf Kreta und hat Land und Leute fest ins Herz geschlossen. In seinem deutschen Leben wohnt der gebürtige Hamburger in München, arbeitet als Regieassistent und Dokumentarfilmer und ist (Co-)Autor diverser TV-Sendungen (u.a. »München 7«). 
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Zum vierten Mal begleiten wir Kommissar Michalis Charisteas auf Kreta.
Michalis ist mit seiner deutschen Freundin Hannah, die inzwischen mit ihm auf Kreta lebt und arbeitet, zu einem Ausflug im Psiloritis-Gebirge unterwegs. Im Bergdorf Anoghia treffen sie zufällig auf eine traditionelle Tauffeier, die auf dem Dorfplatz stattfindet. Als die traditionellen Freudenschüsse abgefeuert werden, fällt der bekannteste Musiker Kretas plötzlich tot vom Stuhl. Zunächst wird durch die Bewohner ein tragisches Unglück durch einen Querschläger vermutet, doch Michalis stellt fest, dass der tödliche Schuss das Opfer von hinten getroffen hat. Michalis vermutet einen feigen Mord besonders weil Hannah die möglichen Täter gesehen haben könnte. Es waren verdächtige Personen mit markanten äußeren Merkmalen, die man schnell wiedererkennen müsste. Doch die Verdächtigen haben auch Hannah gesehen …

Dieser Fall hat mich besonders schnell gepackt und gefesselt. Denn obwohl Michalis ja Augenzeuge war, gibt es viel zu ermitteln. Sein Partner Koronaios kommt schnell samt Spurensicherung in das Bergdorf und die beiden beginnen sofort mit den Befragungen, auch wenn sie in diesem Bezirk Kretas eigentlich nicht zuständig sind.
Aber sie stoßen, wie so oft in Dorfgemeinschaften, auch auf viel Schweigen. Da gibt es alte und aktuelle Rivalitäten, Traditionen die eingehalten werden und familiären Zusammenhalt sowie ein altes Geheimnis, das schon seit dem Ende des 2. Weltkrieges gehütet wird.
Doch Michalis und sein Partner bleiben hartnäckig, führen viele Befragungen durch und kombinieren die Ergebnisse, bei denen es auch etliche Widersprüche gibt. Dazu kommen dann noch die nötigen Abstimmungen wegen der Zuständigkeiten der Polizei und politische Strömungen die den ganzen Polizeiapparat bis Athen nervös werden lassen.
Noch brisanter wird der Fall, als Michalis Freundin Hannah in Gefahr gerät und das kurz bevor ihre Mutter zu einem Besuch auf Kreta eintrifft.

Es war schön, in diesem Fall auch wieder auf alte Bekannte zu treffen, wie z. B. Michalis Familie, die eine Taverne betreiben und die Kollegen und Vorgesetzten von Michalis im Kommissariat in Chania.
Auf diese Weise wird auch die persönliche Geschichte von Michalis weiter vorangetrieben. Dabei steht natürlich der Besuch von Hannahs Mutter und ihrem Stiefvater im Mittelpunkt, denn Michalis Familie erwartet zu diesem Anlass die Ankündigung der Hochzeit der beiden.

Das Setting, diesmal in den Bergdörfern rund um das Psiloritis-Gebirge, verlangt von den Kommissaren viele lange Wege, die oft auch schwierig zu bewältigen sind. Aber es ist dem deutschen Autor und Kreta-Liebhaber, der hier unter Pseudonym schreibt, wieder sehr gut gelungen die Örtlichkeiten und auch das Lebensgefühl und die Traditionen der dortigen Bewohner zu beschreiben sowie auf die Historie einzugehen. Und wie immer finden auch viele griechische bzw. kretische Köstlichkeiten mit ihren Originalnamen Erwähnung und machen beim Lesen Appetit.

Der vierte Fall für Michalis Charisteas und seinen Partner ist komplex, undurchsichtig und sehr brisant. Da die beiden Ermittler unter hohem Druck stehen ist er auch sehr temporeich und dadurch besonders fesselnd und sehr spannend! Ich empfehle nicht nur diesen Fall sondern die gesamte Reihe!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag
und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Scherz; 1. Edition (30. März 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 384 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3651001059
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3651001053  
 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B09JVVPRJY
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books; 1. Edition (30. März 2022)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 1986 KB  
 
 
 
 
 
 
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Donnerstag, 27. Mai 2021

Kretisches Schweigen von Nikos Milonás [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Zwei Skelette am Strand und das Schweigen derer, die davon wussten – Kommissar Michalis Charisteas ermittelt in seinem dritten Fall

Es ist Ende Mai auf Kreta, und die Insel steht in voller Blüte. Im Süden Kretas haben sich zahlreiche Urlauber am Strand von Frangokastello eingefunden, weil sie im Morgengrauen die Drosoulites, die „Seelen des Taus“, sehen wollen. Der Legende nach erheben sich jedes Jahr Ende Mai diese Seelen für einige Minuten aus dem Sand und ziehen in riesigen Schwaden über den Strand. Doch in diesem Jahr kommen nicht die Seelen zum Vorschein: Im Sand finden sich die Skelette zweier Männer. Beide weisen Einschusslöcher auf. Also Mord? Als Michalis Charisteas seine Ermittlungen aufnimmt, erfährt er jedoch eine völlig andere Geschichte. 
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)
 
 
Weitere Teile der Reihe:
1. Kretische Feindschaft
4. Kretische Ehre      
5. Kretische Nacht     
 
 
Der Autor:
Nikos Milonás alias Frank D. Müller hat sich bereits im jungen Alter von 17 Jahren bei seiner ersten Kreta-Reise in die Mittelmeerinsel verliebt. Aus einem kühlen norddeutschen Sommer kommend, war er überwältigt, als er vom Schiff aus die Küste zu Gesicht bekam und der intensive Duft von wildem Thymian übers Meer zu ihm herüberwehte. Seither verbringt er so viel Zeit wie möglich auf Kreta und hat Land und Leute fest ins Herz geschlossen. In seinem deutschen Leben wohnt der gebürtige Hamburger mittlerweile in München, arbeitet als Regieassistent und Dokumentarfilmer und ist (Co-)Autor diverser TV-Sendungen (u.a. »München 7«).
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Dies ist der dritte Fall für Kommissar Michalis Charisteas auf Kreta und er schließt sich zeitlich nahe dem zweiten Fall an.
Michalis deutsche Freundin Hannah hat inzwischen ihre Prüfungen abgelegt und sucht nun einen Job. Michalis treibt die Sorge um, dass Hannah einen interessanten Arbeitsplatz in Deutschland oder sogar in einem ganz anderen Land, möglicherweise sogar in Übersee bekommen könnte. Das würde für beide erneut die räumliche Trennung bedeuten.
Seine Gedankenspiele werden unterbrochen als am Strand von Frangokastello im Süden der Insel Knochen gefunden werden. Sind es menschliche Knochen und wie sind diese Menschen gestorben?
Auf Michalis und seinen Partner Pavlos Koronaios kommt viel Arbeit zu.

Interessant macht diesen Fall besonders, dass hier eine kretische Legende eine Rolle spielt. Im 19. Jahrhundert fand in Frangokastello eine Schlacht statt. Die Einheimischen glauben daran, dass um den Jahrestag der Schlacht im Morgengrauen die Schatten ihrer getöteten Vorfahren, die sie Drosoulites nennen, am Strand zu sehen sind. Deshalb ist Ende Mai dort am Strand immer viel los und genau in diesem Trubel werden die Knochen gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um die Skelette zweier Männer handelt und diese offenbar erschossen wurden.
Michalis und Pavlos ermitteln also in Sachen Mord, unterstützt vom örtlichen Revierleiter Alekos, stoßen aber bei den Einheimischen auf viel Schweigen. Diese wünschen keine Einmischung durch die Polizei, einige wollen gar nicht mit Polizisten sprechen, aber die drei geben nicht auf und suchen nach jedem kleinen Anhaltspunkt, um herauszufinden, was damals passiert ist. Wendungen und Überraschungen sorgen dafür, dass der Fall durchgängig spannend bleibt.

Wie vom Autor bereits aus den beiden vorherigen Fällen gewöhnt, ist der Krimi gleichzeitig auch eine Reise über Kreta und seine schöne Landschaft. Es gibt viel Urlaubsgefühl, wenn man die schönen Strände, das Meer und auch die netten Orte beim Lesen bereist. Hunger sollte man beim Lesen nicht haben, denn hier wird oft und viel gegessen und die leckere griechische Küche gut beschrieben. Auch das Lebensgefühl der Kreter wird immer wieder deutlich gemacht und schön dargestellt. Das macht insgesamt eine schöne Stimmung, die die Spannung der Ermittlungen aber nicht beeinträchtigt.

Auflockerung bringt auch das Privatleben der Ermittler, das immer wieder einfließt. Diesmal erleben wir neben Michalis Familie auch die von Pavlos, wo gerade so einiges los ist. Da sind dann auch einige humorvolle Momente dabei.

Ich habe Michalis gerne bei seinem dritten Fall begleitet, der durch die alte Legende in interessantes Thema hat. Der Ausflug nach Kreta in diesem Urlaubskrimi hat sich wieder gelohnt!


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag
und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber : FISCHER Scherz; 1. Edition (28. April 2021)
Sprache : Deutsch
Broschiert : 384 Seiten
ISBN-10 : 3651000893
ISBN-13 : 978-3651000896  
 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN : B08LKDC4DM
Herausgeber : FISCHER Scherz; 1. Edition (28. April 2021)
Sprache : Deutsch
Dateigröße : 906 KB  
 
 
 
 
 
 
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Dienstag, 18. August 2020

Kretischer Abgrund von Nikos Milonás [Rezension]

Cover (alle Rechte beim Verlag)



Zum Inhalt:
Ein heißer Sommer auf Kreta und Kommissar Michalis Charisteas ist einem kaltblütigen Mörder auf der Spur – der zweite Band der Kreta-Krimiserie von Nikos Milonás

Es ist der heißeste August seit langem. Selbst für uns Kreter, denkt Kommissar Michalis Charisteas mit einem mitleidigen Blick auf seine deutsche Freundin Hannah, die das erste Mal im Hochsommer in der Hafenstadt Chania zu Besuch ist. Bis er selbst bei 40 Grad im Schatten ermitteln muss.

In der bekannten Samaria-Schlucht wurde eine junge Frau ermordet aufgefunden. Ein Eifersuchtsdrama, wie es scheint, und schnell ist ein Verdächtiger ohne Alibi verhaftet. Zu schnell für Michalis’ Geschmack. Doch spätestens als es einen weiteren Toten gibt, dieses Mal im beschaulichen Paleochora, wird klar, dass sich auf der Insel etwas ganz anderes in tödlicher Gewalt entlädt.
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)

Leseprobe

Weitere Teile der Reihe:
4. Kretische Ehre      
5. Kretische Nacht   



Der Autor:
Nikos Milonás alias Frank D. Müller hat sich bereits im jungen Alter von 17 Jahren bei seiner ersten Kreta-Reise in die Mittelmeerinsel verliebt. Aus einem kühlen norddeutschen Sommer kommend, war er überwältigt, als er vom Schiff aus die Küste zu Gesicht bekam und der intensive Duft von wildem Thymian übers Meer zu ihm herüberwehte. Seither verbringt er so viel Zeit wie möglich auf Kreta und hat Land und Leute fest ins Herz geschlossen. In seinem deutschen Leben wohnt der gebürtige Hamburger mittlerweile in München, arbeitet als Regieassistent und Dokumentarfilmer und ist (Co-)Autor diverser TV-Sendungen (u.a. »München 7«).
(Quelle: Fischer Verlag)


Meine Meinung:
Der zweite Fall für Kommissar Michalis Charisteas schließt zeitlich nahe an den ersten Fall an.
Michalis und seine deutsche Freundin Hannah haben gerade eine gemeinsame Wohnung bezogen aber Hannah wird nur noch wenige Tage auf der Insel sein können, bevor sie wieder nach Hause zurückkehren muss.
Da ist es Michalis natürlich nicht so recht, dass es einen Mordfall gibt.
In der bekannten Samaria-Schlucht wird eine junge Frau ermordet aufgefunden. Michalis und sein Partner Koronaios müssen zu Fuß mit der Spurensicherung und viel Ausrüstung zum Tatort wandern. Die Schlucht wird für Touristen gesperrt.
Michalis und Koronaios beginnen mit den Ermittlungen im Umfeld der Ermordeten und stoßen auf einen eifersüchtigen Verlobten sowie ihren Arbeitgeber, eine Firma, die in einer Bucht vor der Küste eine Fischzuchtfarm errichten will.
Als es einen zweiten Mord gibt, wird klar, dass es wohl nicht das vermutete Eifersuchtsdrama gewesen sein wird.

Es war schön nach Kreta zurückzukehren und so beim Lesen ein bisschen Urlaubsgefühl zu bekommen.
Der Autor, der nach eigenen Angaben Kreta gut kennt und die Insel liebt, beschreibt die Örtlichkeiten und auch das Leben in den kleinen Orten an der Küste sehr anschaulich und bildhaft. Man spürt die flimmernde Hitze im Hochsommer, sieht das blaue Meer vor dem inneren Auge und hat den Duft des leckeren griechischen Essens in der Nase.
Es hat mir auch gut gefallen, Michalis quirlige Familie, die ein Restaurant betreibt, wieder zu treffen. Die Familienmitglieder sorgen oft auch für humorvolle Situationen.

Der Fall gestaltet sich undurchsichtig und spannend und es gibt so einige Wendungen und Überraschungen.
Michalis und sein Partner ermitteln fast rund um die Uhr, observieren Verdächtige und müssen weitere Wege zurücklegen. Dadurch bekommt man als Leser neben der Spannung auch viel von der Insel „gezeigt“.
Das Thema der Fischzuchtfarm ist interessant, denn es zeigt, dass solche Firmen nur ihren Profit nicht aber die Natur und das ökologische Gleichgewicht, das sehr gestört werden würde, im Blick haben.
Dadurch gibt es natürlich einigen Widerstand in der Bevölkerung, was den Kreis der Verdächtigen nicht kleiner macht.

Für Auflockerung zwischen der Ermittlungsarbeit sorgt das Privatleben der Ermittler, vor allem das von Michalis. Seine Familie und natürlich seine Freundin Hannah liegen ihm am Herzen und er ihnen.
Der Autor zeigt aber auch viel von der kretischen Lebensweise, was zusätzlich für eine schöne Stimmung sorgt.

Ich habe Michalis gerne bei seinem zweiten Fall begleitet und den Ausflug in diesem Urlaubskrimi nach Kreta genossen.
Ich hoffe, es wird weitere Fälle mit dem sympathischen Kommissar und seiner turbulenten Familie geben!


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag
und NetGalley!














 
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 1. (29. Juli 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3651025810
ISBN-13: 978-3651025813





 
Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 744 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 329 Seiten
Verlag: FISCHER E-Books; Auflage: 1 (29. April 2020)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07ZGHBR2K 






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Samstag, 3. August 2019

Kretische Feindschaft von Nikos Milonás [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)

Zum Inhalt:
Frühling auf Kreta – Vor der Hafenstadt Chania blühen die Olivenbäume, doch ganz in der Nähe bricht eine alte Fehde wieder auf …

Wenn Kommissar Michalis Charisteas morgens vor der Arbeit seinen ersten Ellinikos trinkt und dabei den Blick auf den malerischen venezianischen Hafen seiner Heimatstadt Chania genießt, kann er sich nicht vorstellen, an einem anderen Fleck der Erde zu leben. Die Touristen schlafen noch, von den Bergen weht der Duft von Thymian, Oleander und den blühenden Olivenbäumen herüber und vom Meer der Geruch von Salz und Muscheln.

Alles wäre perfekt, könnte in diesem Moment seine Freundin Hannah bei ihm sein. Aber Hannah ist Deutsche und kommt nur alle paar Monate nach Kreta, was für Michalis und seine große Familie jedes Mal ein besonderes Ereignis ist und alle in helle Vorfreude versetzt.

So auch an diesem Tag Ende April. Doch noch bevor Michalis Hannah am Nachmittag am Flughafen in die Arme schließen kann, steckt er mitten in einem neuen Fall. Der Bürgermeister des Nachbarorts wird vermisst und kurz darauf tot in einem Autowrack an der Felsenküste gefunden. Ein Unfall, wie die örtliche Polizei schnell feststellt. Doch im Gegensatz zu seinen Kollegen gibt sich Michalis nicht mit einfachen Erklärungen zufrieden. Bei seinen nicht immer ganz offiziellen Ermittlungen stößt er auf alte Feindschaften, die weitere Opfer fordern werden …

Der erste Fall für Kommissar Michalis Charisteas 

(Kurzbeschreibung gem. Fischer Scherz)

Leseprobe

Weitere Teile der Reihe:
4. Kretische Ehre    
5. Kretische Nacht    



Der Autor:
Nikos Milonás alias Frank D. Müller hat sich bereits im jungen Alter von 17 Jahren bei seiner ersten Kreta-Reise in die Mittelmeerinsel verliebt. Aus einem kühlen norddeutschen Sommer kommend, war er überwältigt, als er vom Schiff aus die Küste zu Gesicht bekam und der intensive Duft von wildem Thymian übers Meer zu ihm herüberwehte. Seither verbringt er so viel Zeit wie möglich auf Kreta und hat Land und Leute fest ins Herz geschlossen. In seinem deutschen Leben wohnt der gebürtige Hamburger mittlerweile in München, arbeitet als Regieassistent und Dokumentarfilmer und ist (Co-)Autor diverser TV-Sendungen (u.a. »München 7«). »Kretische Feindschaft« ist sein erster Krimi und der erste Fall für Kommissar Michalis Charisteas.
(Quelle: Fischer Verlage)


Meine Meinung:
Kommissar Michalis Charisteas lebt im Hafenstädtchen Chania auf Kreta. Seine Familie betreibt eine Taverne und sein Onkel ist sein Vorgesetzter bei der Polizei. Seine Freundin Hannah ist Deutsche und arbeitet gerade an ihrer Doktorarbeit. Sie kommt alle paar Monate nach Kreta, was für Michalis natürlich immer ein Highlight ist. Aber auch seine Familie hat Hannah ins Herz geschlossen.
Genau an dem Tag, an dem Hannah mal wieder auf Kreta ankommen wird, muss sich Michalis aber um einen neuen Fall kümmern. Der Bürgermeister des Nachbarorts wird vermisst und kurze Zeit später tot in seinem Autowrack gefunden. Offenbar ist das Fahrzeug von der Straße abgekommen und eine felsige Steilküste hinunter gestürzt.
Die örtliche Polizei ermittelt fast gar nicht, sichert auch keine Spuren und legt den Fall als Unfall zu den Akten. Michalis glaubt aber nicht an einen Unfall und beginnt zu ermitteln. Doch mit den Befragungen stößt er nur auf Widerstand, bis ihm sogar verboten wird, weiter zu ermitteln.
Als es einen weiteren Toten gibt, entdeckt Michalis mögliche Verbindungen und ermittelt mit Feuereifer weiter.

Mit Michalis hat der Autor einen typischen Polizisten geschaffen, mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und einem guten Gefühl für Zusammenhänge. Das allein macht ihn schon sehr sympathisch. Aber auch sein Familiensinn und seine Liebe zu Hannah tragen dazu bei, dass ich ihn auf Anhieb mochte.
Auch Hannah ist liebevoll und warmherzig und offenbar die ideale Partnerin für ihn.
Mit Michalis Familie beschreibt der Autor eine offenbar typische kretische Großfamilie, die zusammenhält, aber auch ihre Eigenarten hat.
Ein interessanter Charakter ist auch Michalis Partner bei der Polizei Koronaios. Die beiden ergänzen sich gut in ihrer Arbeit.

Der Autor kennt sich nach eigenen Angaben gut auf Kreta aus, was man in diesem Krimi auch deutlich spürt. Seine Beschreibungen von Land und Leuten und dem guten Essen dort wirken bildhaft und authentisch. Auch das Lebensgefühl und die Lebensart der Menschen dort konnte er gut vermitteln.

Der Kriminalfall ist spannend, undurchsichtig und mit etlichen unvorhersehbaren Wendungen versehen. Erst ganz zum Ende verbinden sich alle Fäden und alles wird schlüssig aufgelöst.
Einiges war mir ein bisschen zu überzogen dargestellt, denn ich glaube nicht, dass in kretischen Polizeibehörden heutzutage geschlampt und gemauschelt wird oder gar Korruption ein Thema ist. Aber wer weiß …

Ich würde diesen Krimi als gelungenen Urlaubskrimi bezeichnen. Durch die schöne Atmosphäre der Insel Kreta kommt schon Urlaubsstimmung auf. Gefallen haben mir auch die vielen Einblicke in das Privatleben und die Familie von Michalis, wodurch man ihn gut kennenlernt und die Grundlage für weitere Entwicklungen in den Folgebänden gelegt wird.
Einiges wiederholt sich und manches fand ich etwas übertrieben, aber vielleicht ist gerade das der Charme dieser Familie und der Menschen dort.

Ich habe den Ausflug nach Kreta genossen, würde gerne einen weiteren Fall mit Michalis lösen und erfahren, wie es mit ihm und Hannah weiter geht!


Fazit: 4 von 5 Sternen













 
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 1. (17. April 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3651025802
ISBN-13: 978-3651025806





 
Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 674 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: FISCHER E-Books; Auflage: 1 (17. April 2019)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07JNH4KCY




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