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Samstag, 23. Januar 2016

Das Haus bei den fünf Weiden
von Liz Balfour [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Ein verwunschenes Haus am Rande von Cork gestapelt voll mit Büchern und Briefen: Die Anwältin Hanna soll im Auftrag ihrer Mutter, einer Antiquitätenhändlerin, den Nachlass des alten Mr. Oliver sichten. Noch ahnt die junge Frau nicht, wie tief sie hineingezogen werden wird in ein Leben von Liebe und Verrat. Es ist so schicksalhaft mit der irischen Vergangenheit verbunden, dass es auch heute noch jemanden gibt, der das Geheimnis des Hauses bei den fünf Weiden um jeden Preis wahren will. 
(Kurzbeschreibung gem. Heyne Verlag) 


Leseprobe


Die Autorin:
Liz Balfour, geboren 1968, studierte Theaterwissenschaften und ist als Dramaturgin in Deutschland sowie im englischsprachigen Raum tätig. Schon von früher Jugend an war sie fasziniert von Irland, der grünen Insel, und verbringt ihre freie Zeit am liebsten im County Cork.
(Quelle: Heyne Verlag)


Meine Meinung:
Auch in ihrem vierten Roman hat die Autorin ein Geheimnis der Vergangenheit zum Thema gemacht und die Geschichte wieder in Irland angesiedelt.
Sie erzählt die Geschichte von Hannah in der Gegenwart und von Dr. Thomas Oliver in der Vergangenheit.
Hannah, die Rechtsanwältin ist, hat ihren Job verloren, weil sie ihrem Gewissen gefolgt ist, sich gegen ihren Arbeitgeber gestellt und einen Skandal öffentlich gemacht hat. Im Auftrag ihrer Mutter, die Antiquitätenhändlerin ist, soll sie nun den Nachlass des kürzlich in hohem Alter verstorbenen Thomas Oliver sichten. Es gibt ein großes altes Haus voller Bücher und Papiere und einigen antiken Möbeln. Was wird Hannah wohl entdecken?
Im zweiten Handlungsstrang geht es um Thomas, aus dessen Sicht dieser Teil auch erzählt wird.
Anfangs hatte ich den Eindruck, dass es sich um ein Tagebuch handeln könnte. Später wird aber eine unbekannte Person direkt angesprochen, so dass es sich eher um einen langen Brief handelt.
Thomas Geschichte beginnt zu der Zeit, als er kurz vor der Vollendung seines Medizinstudiums stand und bei einem Besuch in seinem Elternhaus Sara kennenlernt. Sara soll die Liebe seines Lebens werden.

So wie sich Hannah sehr langsam durch den Nachlass von Thomas arbeitet, unzählige Akten und Papiere liest und immer ein bisschen mehr über ihn erfährt, erzählt Thomas im zweiten Handlungsstrang Stück für Stück seine Geschichte.
Aber der Leser erfährt nicht nur Thomas Schicksal sondern auch viel über die politische Situation in Irland zu der damaligen Zeit.
Thomas Geschichte hat mich mehr gefesselt und begeistert als Hannahs aktuelle Erlebnisse.
Hannah blieb ein bisschen farblos und auch ihre Emotionen, als sie plötzlich von ihrem ehemaligen Arbeitgeber unter Druck gesetzt und sogar verklagt werden soll, kamen nur ziemlich schwach bei mir an.
Thomas dagegen ist ein gut gezeichneter und charakterisierter Protagonist.
Seine Gefühle und Entscheidungen sind glaubwürdig und nachvollziehbar. Mit ihm konnte ich mitfühlen und mitfiebern, wie die Geschichte für ihn enden würde.
Dennoch hat mich das Buch gefesselt, wozu die Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen beigetragen hat.
Und natürlich die Frage, was Hannah im Nachlass von Thomas entdecken wird und welche Auswirkungen das in der Gegenwart hat.
Je mehr sich die beiden Handlungsstränge annähern und miteinander verknüpfen, desto mehr steigt die Spannung. Ich bekam eine Ahnung, welche Personen in der Gegenwart eine Rolle spielen bzw. betroffen sein könnten.
Aber auch hier hat mich die Autorin überrascht und klärt alles erst am Ende auf.
Das Ende war für meinen Geschmack dann ein bisschen zu knapp.
Ich hätte gerne noch ein bisschen mehr erfahren, wie es mit Hannahs persönlicher Geschichte und dem Erbe von Thomas Oliver weiter geht .

Liz Balfours Roman erzählt eine geheimnisvolle Geschichte über eine Familie, Verrat und Liebe, die sich über mehrere Generationen erstreckt.
Gelungen war die Verknüpfung der fiktiven Geschichte mit realen historischen Hintergründen der irischen Vergangenheit.
Diese Mischung hat mich in fesselnden Lesestunden gut unterhalten.

 

Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an das Bloggerportal und den Heyne Verlag!









 
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (11. Januar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453471261
ISBN-13: 978-3453471269




 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 937 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 305 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (11. Januar 2016)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00XSQHV7S




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Donnerstag, 16. April 2015

Die dritte Schwester von Liz Balfour [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Die Kunstgeschichtsdozentin Livvie braucht nach dem schmerzlichen Ende ihrer Beziehung eine Auszeit. Für einen Sommer verlässt die junge Frau St. Andrews, um bei ihrer Familie Ruhe zu finden – Irland wird sie heilen. Ihre alte Liebe zu Stephen flammt neu auf. Doch dann kommen längst vergessen geglaubte Erinnerungen an die Kindheit mit ihren zwei besten Freundinnen zurück, die ihr wie Schwestern waren. Livvie stößt auf ein Geheimnis, das so schrecklich ist, dass niemand je das Schweigen brach …
(Kurzbeschreibung gem. Heyne-Verlag) 


Leseprobe


Die Autorin:
Liz Balfour, geboren 1968, studierte Theaterwissenschaften und ist als Dramaturgin in Deutschland sowie im englischsprachigen Raum tätig. Schon von früher Jugend an war sie fasziniert von Irland, der grünen Insel, und verbringt ihre freie Zeit am liebsten im County Cork.  


Meine Meinung:
Mehr als den Klappentext sollte man zum Inhalt dieses Buches nicht verraten, denn das erwähnte Geheimnis lüftet sich erst zum Ende der Geschichte.

Die Protagonistin Livvie, die die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, wird von ihrer Mutter überredet, nach einem Unfall und schmerzlicher Trennung von ihrem Partner zur Erholung nach Hause zu kommen.
Livvie befindet sich plötzlich wieder im Umfeld ihrer Kindheit und Jugend.
Doch offenbar ist nicht mehr alles wie früher.

Livvie ist eine sympathische Protagonistin, in deren Gedanken und Handlungen ich mich gut hinein versetzen konnte. Sie erschien mir recht offen, einfühlsam und ehrlich.
Die Nebenfiguren sind auch alle gut gelungen. Livvies Jugendfreundin Holly wirkte authentisch und die Freundschaft der beiden glaubhaft. 
Hollys Bruder Stephen, Livvies Jugendschwarm, ist warmherzig, aber auch ein bisschen geheimnisvoll und spielt in der Geschichte eine wichtige Rolle.
Livvies Eltern sind einerseits sehr um ihre Tochter bemüht, verhalten sich aber teilweise merkwürdig. Daher waren die beiden mir nicht so sympathisch.

In Liz Balfours Büchern geht es ja bisher immer um große Geheimnisse, so auch hier. Aber bis man als Leser eine Ahnung bekommt, worum es gehen könnte, dauert es eine ganze Weile. 
Die gesamte Geschichte wirkt sehr geheimnisvoll und mysteriös, da sich im Verlauf immer mehr Fragen und Ungereimtheiten ergeben. Das hat für mich auch den Reiz der Story ausgemacht und mich an das Buch gefesselt.
Die Auflösung gibt es nicht erst ganz zum Ende sondern der Leser erlebt mit, welche Konsequenzen sich für die Beteiligten daraus ergeben und wie sie verarbeitet werden. Das hat mir besonders gut gefallen, denn man erlebt danach noch einmal die Gefühlswelt der Beteiligten und deren Veränderung.

Liz Balfour erzählt hier eine Geschichte über ein großes Geheimnis, gut gemeinte Lügen, die das Gegenteil bewirken wenn sie aufgedeckt werden, aber auch über Liebe, Freundschaft, Neuorientierung und Entscheidungen.
Die schöne Landschaft Irlands bietet eine wundervolle Kulisse für die Geschichte und wird von der Autorin liebevoll beschrieben, ohne zu detailverliebt zu sein.

Mit einer fesselnden Story, die mich völlig in ihren Bann gezogen hat, und ihrem einfühlsamen Schreibstil hat mich Liz Balfour begeistert und mir mit diesem Buch kurzweilige und unterhaltsame Lesestunden bereitet. Lesenswert!


Fazit: 5 von 5 Sternen  




 
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (8. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453471253
ISBN-13: 978-3453471252





Format: Kindle Edition

Dateigröße: 962 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 369 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (8. September 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00IHDPPKM



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Sonntag, 31. August 2014

Ich schreib dir sieben Jahre von Liz Balfour

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Ein dunkles Geheimnis vor der stürmischen Kulisse Irlands
Wer ist der mysteriöse Fremde, der ihrer Mutter sieben Jahre schrieb? Als die knapp dreißigjährige Ally Briefe eines M. an ihre Mutter findet, ist ihre Welt aus den Angeln gehoben: Hatte ihre Mutter ein Leben, das sie vor jedem geheim hielt? Dabei ist Ally schon genug damit beschäftigt, ihr erfolgreiches, scheinbar perfektes Leben weiterzuführen. Als sie die Briefe liest, kommt ihr ein schlimmer Verdacht: Der Mann, den sie nicht wagt zu lieben, könnte ihr Halbbruder sein.
(Kurzbeschreibung gem. Heyne Verlag)

Leseprobe

Interview mit der Autorin zum Buch


Meine Meinung:
Dies ist der Debütroman der studierten Theaterwissenschaftlerin Liz Balfour.
Mich hat der Klappentext neugierig gemacht, weil er nicht nach einer gewöhnlichen Liebesgeschichte klang sondern eher nach einer geheimnisvollen Familiengeschichte.
Ich wurde nicht enttäuscht, denn die Geschichte hat mich gleich in ihren Bann gezogen.
Die Hauptprotagonistin Ally musste ich zuerst ein bisschen kennenlernen, um sie einschätzen zu können, denn der erste Eindruck täuscht.
Anfangs kamen mir ihre Empfindungen und ihr Verhalten ihrer Mutter gegenüber doch etwas merkwürdig vor. Nach und nach erfährt der Leser doch mehr über die Hintergründe, die vieles erklären.
Allerdings bleibt das „kühle“ ja fast ablehnend wirkende Verhalten der Mutter lange undurchsichtig.
Recht unsympathisch war mir allerdings Allys Ehemann Benjamin, der auf mich den Eindruck machte, dass ihm Karriere und Erfolg wichtiger sind, als seine Frau, seine Ehe und Freundschaft.

Die Geschichte wird aus Allys Sicht erzählt, die immer wieder Rückblicke in ihre Kindheit und Jugend gibt und damit langsam erklärt, wie es zu dem angespannten Verhältnis zu ihrer Mutter kam.

Die geheimnisvollen Briefe an Allys Mutter Deirdre, die auch immer wieder Informationen zur Vergangenheit preisgeben, sind geschickt zwischen den einzelnen Kapiteln platziert.
Diese Briefe sind einfach wunderbar und gefühlvoll formuliert und haben mich sehr berührt.

Ein Zitat: „Ich wache morgens auf und sehne mich nach dir. Ich quäle mich durch den Tag und sehne mich nach dir. Ich warte auf die Nacht, in der ich endlich von dir träumen kann.“ (Seite 163)

Aber in der Geschichte geht es nicht nur um die Liebesgeschichte zwischen Deirdre und dem mysteriösen Briefeschreiber.
Ally hinterfragt, ausgelöst durch die aktuellen Ereignisse, ihr Leben und ihre Ehe und versucht dem Geheimnis ihrer Mutter auf die Spur zu kommen.
Dann gibt es noch Allys beste Freundin Kate, die mit größeren Problemen zu kämpfen hat und die Unterstützung ihrer Freundin braucht.
All das sorgt für Spannung und beste Unterhaltung, da sich die Puzzleteile erst nach und nach zusammensetzen.

Die Autorin erzählt die Geschichte nicht nur vor der schönen Kulisse Irlands sondern verarbeitet auch die Zeitgeschichte, Kultur und Lebensart des Landes sehr authentisch.
Mit ihrem lockeren aber mitreißenden Schreibstil hat die Autorin mich begeistert und mitgenommen nach Irland.
Die tolle Mischung aus verschiedenen Themen, glaubhaften und gut gezeichneten Figuren, hat in mir die unterschiedlichsten Emotionen ausgelöst und mich durchgängig an das Buch gefesselt.
Ein gelungener Debütroman der Lust auf weitere Bücher von Liz Balfour macht!



Fazit: 5 von 5 Sternen





Taschenbuch: 413 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (12. November 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453408616
ISBN-13: 978-3453408616



 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 572 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 414 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3453408616
Verlag: Heyne Verlag (9. November 2011)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00642NK0A


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