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Dienstag, 22. September 2026

Happy Weekend–Die perfekte Auszeit. Euer schlimmster Albtraum von Arno Strobel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Katja und Marcel sind bester Laune, als sie an diesem Freitag mit dem Auto aufbrechen. Eine kleine Auszeit über das verlängerte Wochenende, einfach mal ausspannen. Doch beim kurzen Halt an einer Raststätte wird ihnen das Gepäck aus dem Kofferraum gestohlen. Zum Glück hat Katja einen kleinen GPS-Tracker in den Koffer gelegt, über den sie ihn orten kann. Und tatsächlich, auf der Karte in der App sehen sie ihn als blauen Punkt, wie er sich eben der Autobahnauffahrt nähert. Ohne groß nachzudenken, folgen sie dem Wagen, in dem sie ihr Gepäck vermuten. Doch dann ist es zu spät – sie sitzen in der Falle. Denn jemand hat sie absichtlich an diesen Ort gelockt. Und ihr schlimmster Albtraum beginnt genau jetzt ...  
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)
 
 
 
Der Autor:
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.

Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.

Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier. 
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Katja und Marcel sind ein Pärchen und planen ein verlängertes Wochenende, zu dem sie gut gelaunt an einem Freitag losfahren.
Bei einer kleinen Pause an einer Raststätte wird ihnen ein Koffer gestohlen. Katja hat Spaß an den neuartigen kleinen Helferlein und hat einen GPS-Tracker in dem Koffer versteckt. Und es funktioniert, über die entsprechende App kann sie den Koffer orten und dem blauen Punkt, der den Standort anzeigt, folgen. So verfolgen sie das Fahrzeug, in dem sie den Koffer vermuten. Leider geraten sie dann genau in die Falle, die ihnen jemand gestellt hat und der Albtraum beginnt …

Gleich vorweg eine kleine Warnung: Es gibt in der Geschichte einige sehr brutale Szenen, die auch ziemlich heftig beschrieben werden. Das ist nicht der überwiegende Teil, aber wer so etwas nicht verträgt, sollte das Buch vielleicht besser nicht lesen.

Ich persönlich kann einem Psychothriller von Arno Strobel nicht widerstehen und war aufgrund des Klappentextes sehr gespannt, wie sich die Sache entwickeln würde und warum man die beiden in die Falle gelockt hat.
Da ist man noch ganz am Anfang aber es entwickelt sich schon, wie immer, ein Sog, der mich gleich an die Handlung gefesselt hat.
Überwiegend erleben wir Marcel. Es stellt sich heraus, dass er ein ehemaliger Polizist ist und nach einem Undercover-Einsatz eine neue Identität bekam und ein völlig neues Leben anfangen musste. Details zu den damaligen Ereignissen gibt es nach und nach im Verlauf.

Der Prolog zu Anfang und weitere Kapitel zwischendurch, in Kursivschrift dargestellt, sind aus Sicht „des Mechanikers“ geschrieben, der berichtet, wie er eine monströse Maschine gebaut hat und wie damit Opfer regelrecht gefoltert und dann getötet werden sollen.

Wie sich im Verlauf herausstellt, ist der Schauplatz, an dem man Marcel gelockt hat eine altes Krankenhaus bzw. eine psychiatrische Einrichtung, die möglicherweise in Marcels Vergangenheit eine Rolle gespielt haben könnte. Da gibt es natürlich viele Räume und Gänge, an denen merkwürdige Dinge geschehen. Es wird brutal und grausam, sowohl körperlich als auch psychisch. Das hat auch auf der psychischen Ebene teilweise ganz schön an meinen Nerven gezerrt.
Die ganze Atmosphäre in diesem alten, verlassenen Gebäude ist durchgehend düster, beklemmend und bedrohlich.
Die Sache steigert sich immer mehr und häppchenweise erfährt man dann, worum es hier eigentlich geht und wer da etwas von Marcel will. Es gibt auch immer wieder Twists und Überraschungen, die man so nicht vorher sehen kann.
Dadurch konnte ich kaum aufhören zu lesen, weil ich natürlich irgendwann nur noch wissen wollte, wie dieses Drama ausgeht.

Dieser Psychothriller von Arno Strobel, der bekanntlich gerne bis an gewisse Grenzen geht, war für mich erneut ein Pageturner, der mich mit seinen perfiden Psychospielchen schnell gepackt und sehr gefesselt hat. Trotz gewisser Brutalität und Grausamkeit hatte ich sehr spannende Lesestunden und war vom Ausgang überrascht!


Fazit:
⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Taschenbuch
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 26. August 2026
Auflage ‏ : ‎ 1.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 368 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3596712971
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3596712977 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0D57JTYH9
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 26. August 2026
Auflage ‏ : ‎ 1.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 5.6 MB
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3104923253 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *) 
 
 
 
Von Arno Strobel außerdem gelesen und rezensiert:
Strobel, Arno - Das Rachespiel 
Strobel, Arno - Die Flut
Strobel, Arno - Offline      
Strobel, Arno - Stalker-Er will dein Leben    
Strobel, Arno - Welcome Home 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Die Spur der Mädchen (Max Bischoff 1)  
Strobel, Arno - Mörderfinder - Die Macht des Täters (Max Bischoff 2) 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Mit den Augen des Opfers (Max Bischoff 3) 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Stimme der Angst (Max Bischoff 4) 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Das Muster des Bösen (Max Bischoff 5)
Strobel, Arno - Ungelöst - Die erste Zeugin (1) 
 

Dienstag, 17. März 2026

Ungelöst - Die erste Zeugin von Arno Strobel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Medizinstudentin Luisa Menkhoff kennt die verschwundene Frau auf dem Flugblatt. Es ist Jahre her, dass sie sie gesehen hat. Aber trotzdem kann sie sich erinnern, als wäre es gestern gewesen. Nicole Klement war die Lebensgefährtin des Mannes, der Luisa als Fünfjährige entführt hat. Und damals ebenfalls in die Sache verwickelt.

Luisa wendet sich umgehend an die Münchner Polizei und trifft auf Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade im Begriff ist, eine neue Cold-Case-Einheit aufzubauen, die alte Fälle mit modernen Mitteln aufklären soll.

Als Luisa ihm die Umstände ihrer Entführung als Kind schildert, ist Ramin verblüfft. Luisa hat ein eidetisches Gedächtnis und erinnert sich an jedes Detail einer einmal erlebten Situation. Und alles, was sie sagt, deutet darauf hin, dass ihr damaliger Entführer - Dr. Joachim Lichner - jetzt Nicole Klement in seiner Gewalt hat.

Luisa wird als externe Beraterin zu dem aktuellen Vermisstenfall hinzugezogen. Bis klar wird, dass sie sich getäuscht haben muss. Denn es gibt Hinweise, dass es Lichner nicht gewesen sein kann. Aber warum fühlt Luisa sich dann beobachtet? Zu spät erkennen sie und Ramin, dass sie etwas Entscheidendes übersehen haben, das allen Beteiligten zum Verhängnis werden könnte.
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)
 


Der Autor:
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.
Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.
Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier. 
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Luisa Menkhoff ist Anfang 20 und studiert Medizin. Auf dem Weg zur Uni sieht sie ein Plakat auf dem eine vermisste Frau abgebildet ist. Luisa kennt die Frau namens Nicole Klement, denn sie war an Luisas eigener Entführung als Fünfjährige beteiligt.
Luisa wendet sich an die Polizei und trifft auf Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade sein Aufgabengebiet wechseln und eine neue Cold-Case-Einheit aufbauen soll.
Luisa, die über ein eidetisches Gedächtnis verfügt, verblüfft den Kommissar mit ihren präzisen Erinnerungen. Alles deutet darauf hin, dass der damalige Entführer Dr. Joachim Lichner jetzt seine damalige Lebensgefährtin Nicole entführt und in seiner Gewalt hat.
Kommissar Brunner bittet Luisa als externe Beraterin um Mithilfe im aktuellen Fall, der sich bald ganz anders darstellt als zunächst angenommen und dann verschwindet ein kleines Mädchen …

Dies ist der Auftakt einer neuen Reihe des Autors, die in München spielt und sich um Cold Cases dreht.
Die beiden Hauptfiguren sind Kommissar Brunner und Luisa Menkhoff. Brunner lernen wir zu Anfang gut kennen und erleben, wie er von seinen Vorgesetzten mit dem Aufbau der neuen Einheit beauftragt wird, als der Vermisstenfall reinkommt. Da er bisher in solchen Fällen gute Erfolge erzielt hat, soll er diesen Fall noch übernehmen, bevor er die Abteilung wechselt. Und indirekt handelt es sich hier ja auch bereits um einen Cold Case, da der Bezug zu Luisa nie aufgeklärter Entführung besteht.
Luisa Menkhoff studiert Medizin und steht kurz vor ihrem praktischen Jahr als Ärztin. Sie ist die Tochter des inzwischen .verstorbenen Kommissars Bernd Menkhoff, den man aus früheren Thrillern des Autors kennt. Dieser durfte damals im Entführungsfall seiner eigenen Tochter natürlich offiziell nicht ermitteln, hat sich aber trotzdem beteiligt.
Der Ursprung dieses Thrillers liegt also in „Das Wesen“ in dem diverse Protagonisten bereits ihre Rollen haben und jetzt erneut auftauchen. Man muss „Das Wesen“ aber nicht zwingend gelesen haben, um dieser Handlung folgen zu können, denn die wichtigsten Fakten werden noch einmal aufgegriffen.

Wie man es vom Autor gewöhnt ist, legt er gleich von Anfang an ein hohes Tempo vor. Schnell war ich in der Story gefangen und habe gebannt die Ereignisse verfolgt.
Die Erzählweise wechselt immer zwischen Brunner und Luisa und dazu kommen noch Passagen aus der Sicht einer weiteren Person, von der man bald erahnt, wer sie ist.
Die Handlung entfaltet schnell eine Sogwirkung und ist sehr spannend. Fast atemlos bin ich durch die Seiten geflogen, immer in der Sorge, dass die Entführten nicht rechtzeitig und lebend gefunden und gerettet werden können. Besonders als ein Kind ins Spiel kommt, geht das Ganze auch noch ans Herz.

Die Figuren sind alle gut gezeichnet und gewählt. Der sympathische und akribische Kommissar Brunner, der ein belastendes Ereignis in der Vergangenheit hat. Dazu Luisa mit ihren besonderen Fähigkeiten und dem Trauma aus der Kindheit sowie dem Verlust des Vaters.
Und dann gibt es da noch einen weiteren Kommissar der anfangs der burschikos und robust daher kommt, sich aber schnell als zuverlässiger und guter Polizist herausstellt.
Diese Charaktere machen wirklich Lust auf mehr.

Auch die Ermittlungsarbeit und die Zusammenarbeit mit Luisa als „ziviler“ Beraterin und wird logisch, nachvollziehbar und glaubhaft dargestellt. Insgesamt ist der Spannungsbogen ständig vorhanden und auch hoch, da bei Entführungen ja von Natur aus immer ein großer Zeitdruck herrscht. Das Finale und der Abschluss sind stimmig und dann konnte ich endlich aufatmen.

„Ungelöst – Die erste Zeugin“ ist ein sehr fesselnder und packender Reihenauftakt, der mich vollständig überzeugt hat. Die Handlung entwickelt sich schnell zum Pageturner und macht Lust auf weitere Fälle der neuen Cold Case Einheit in München!


Fazit:
⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag und NetGalley!













 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Taschenbuch
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 25. Februar 2026
Auflage ‏ : ‎ 2.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 384 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 359671298X
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3596712984 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0FW7D8ZN3
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 25. Februar 2026
Auflage ‏ : ‎ 1.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 5.2 MB
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3104923260 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *) 
 
 
 
Von Arno Strobel außerdem gelesen und rezensiert:
Strobel, Arno - Das Rachespiel 
Strobel, Arno - Die Flut
Strobel, Arno - Offline      
Strobel, Arno - Stalker-Er will dein Leben    
Strobel, Arno - Welcome Home 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Die Spur der Mädchen (Max Bischoff 1)  
Strobel, Arno - Mörderfinder - Die Macht des Täters (Max Bischoff 2) 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Mit den Augen des Opfers (Max Bischoff 3) 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Stimme der Angst (Max Bischoff 4) 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Das Muster des Bösen (Max Bischoff 5)
 
 

Dienstag, 23. September 2025

Welcome Home von Arno Strobel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Dein größter Traum ist wahr geworden – endlich bist du stolzer Besitzer eines eigenen Zuhauses. Hier kannst du dich sicher und geborgen fühlen. Oder?

Ines und Marco Winkler können ihr Glück kaum fassen, als sie den Schlüssel zu ihrem ersten eigenen Haus in Händen halten. Sofort nach dem Einzug mit ihrer kleinen Tochter Emilia wissen sie: Jetzt sind wir als Familie angekommen. Hier, in unserem kleinen Reich, in der neu gebauten Siedlung Auf Mons im beschaulichen Spessart. Auch in der Nachbarschaft finden die Winklers schnell Anschluss, vor allem das Ehepaar Mannstein freundet sich mit der jungen Familie an und schließt ihre Tochter sofort ins Herz.
Doch dann hat Ines eines Nachts das Gefühl, im Schlaf beobachtet zu werden. Sie reißt die Augen auf, aber da ist niemand. Auch im Haus kann sie nichts entdecken, was auf einen Einbrecher deuten könnte.
Als sie kurz darauf im noch leerstehenden Nachbarhaus einen Schatten zu sehen glaubt, versucht sie sich zu beruhigen. Wahrscheinlich hat der Umzug sie mehr gestresst als sie dachte. Bestimmt hat sie sich getäuscht. Bis sie am nächsten Morgen begreift: Sie hat ganz richtig gesehen. Es war jemand im Nachbarhaus. Und sie weiß jetzt auch, was er dort wollte. Einen Menschen töten.
Mit einem Mal herrscht Panik in der Siedlung. Wer geht um Auf Mons? Wer ist noch sicher? Und wer stirbt als Nächstes?
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)
 
 
 
Der Autor:
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.
Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.
Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Der neue Psychothriller von Arno Strobel trägt den Untertitel „Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher, oder?“
Und genau das trifft es auf den Punkt.
Die junge Familie Winkler, bestehend aus dem Ehepaar Ines und Marco sowie der kleinen vierjährigen Tochter Emilia, hat sich den Traum vom neuen Zuhause erfüllt. Aus Norddeutschland kommend beziehen sie im beschaulichen Spessart ihr Eigenheim in der Neubausiedlung „Auf Mons“. Etwa die Hälfte der Häuser, die dort gebaut wurden, ist bereits verkauft und bezogen. So finden die Winklers, die auch bereits neue Arbeitsstellen gefunden haben, in der Nachbarschaft schnell Anschluss. Besonders Nachbarin Johanna mit ihrem sehr schweigsamen Ehemann ist ganz vernarrt in die kleine Emilia.
Doch gleich in der ersten Nacht geschieht etwas seltsames. Marco wird durch ein Geräusch geweckt, der Familienhund James knurrt und der Strom ist ausgefallen. Da Marco aber bei einem Rundgang nichts Ungewöhnliches feststellen kann, schaltet er die Hauptsicherung wieder ein und legt sich wieder schlafen.
In der folgenden Nacht ist es Ines, die glaubt einen Schatten an ihrem Bett gesehen zu haben und vom Fenster aus im noch leerstehenden Nachbarhaus ebenfalls einen sich bewegenden Schatten. Sie weckt Marco und wieder ist der Strom ausgefallen aber im Haus ansonsten nichts Ungewöhnliches feststellbar. Marco ruft trotzdem die Polizei, die die Winklers beruhigt aber auch nichts feststellen kann.
Am nächsten Tag bei der Gassirunde rennt Hund James gleich los zum Nachbarhaus und Marco ist entsetzt, denn er findet dort eine grausam zugerichtete Frauenleiche, die kopfüber von der Decke hängt.
Nun beginnt die Polizei zu ermitteln und stellt gleich fest, dass es keine Einbruchspuren gibt. Wie ist der Täter ins Haus gekommen?
Es beginnt für alle eine Zeit der Unruhe und Angst. Sind sie alle in Gefahr? Wird der Täter erneut morden?
Ines würde am liebsten sofort das Haus aufgeben und zurück nach Norddeutschland gehen. Aber das ist der Familie nicht möglich, denn sie haben sich für den Traum vom Eigenheim verschuldet und im Norden auch alles inklusive ihrer Jobs aufgegeben. 
Und es geht weiter, der Mörder schlägt wieder zu.

Von Beginn an ist die Stimmung düster und durch die Morde wird sie auch bedrohlich. Die Geschichte spielt im Spätherbst und es gibt oft Nebel und es wird auch bereits früh dunkel, so dass die ganze Atmosphäre gut zur Handlung passt. Auf den Spaziergängen und Gassirunden mit Hund James lerne ich die Siedlung kennen und die diversen Nachbarn.
Eine witzige Idee des Autors ist es, die Straßen in der Siedlung nach Figuren aus früheren Romanen zu benennen. Da sind einige mir bekannte Namen aufgetaucht.
Die Polizei ermittelt, meiner Meinung nach etwas halbherzig und verdächtigt, wie so oft, die falschen und verärgert damit die Menschen in der Siedlung, die alle Angst haben.
Deshalb konnte ich gut verstehen, dass sie sich organisieren und eine Art „Bürgerwehr“ auf die Beine stellen, die abends und nachts durch die Siedlung patrouilliert, denn die Polizei sieht sich nicht in der Lage, die Bewohner zu beschützen. Mehr als einen Wagen, der ab und zu Streife fährt, gibt es nicht.
Nach wie vor ist es auch unklar, wie der Täter in die Häuser kommt, denn es gibt keinerlei Einbruchspuren.
Dadurch wird der Verdacht auch in eine bestimmte Richtung gelenkt, denn es könnte jemand aus der Baufirma, die die Siedlung errichtet hat, noch Schlüssel besitzen. Natürlich gibt es viele weitere Fährten und wie bei Arno Strobel üblich wusste ich bald nicht mehr, wem man trauen kann und wem nicht.
Dann gibt es einen weiteren Paukenschlag, den ich nicht erwartet hatte und die Situation spitzt sich zu, besonders für Marco Winkler.

Ich hatte weiterhin keine Idee wer da mordet und warum.
Wie oft bei Strobel gibt es eingeschobene Kapitel in kursiver Schrift, die von einer unbekannten Person berichten, die eine Tragödie erlebt hat. Dadurch erhält man sparsame Einblicke in mögliches Leid, das zu einem Motiv werden könnte.

Für mich war die Spannung gleichbleibend hoch und es gab eine ständige Bedrohung, dass weitere Morde geschehen könnten. Besonders die ungeklärte Frage, wie der Täter unbemerkt in die Häuser kommt, vermittelt einen fast unerträglichen Nervenkitzel.
Die Auflösung, die sich am Ende offenbart, hat mich überrascht und sie lässt wieder einmal in menschliche Abgründe blicken.

„Welcome Home“ ist ein sehr fesselnder Psychothriller mit interessanten aber auch rätselhaften Figuren, der sich für mich schnell zum Pageturner entwickelt hat. Arno Strobel ist erneut ein Spiel mit der Angst gelungen, das mich begeistert hat!


Fazit:
⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Taschenbuch
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 27. August 2025
Auflage ‏ : ‎ 1.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 352 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3596711517
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3596711512 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0F4ZBPQ7D
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 27. August 2025
Auflage ‏ : ‎ 1.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 6.1 MB
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3104921198 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *) 
 
 
 
Von Arno Strobel außerdem gelesen und rezensiert:
Strobel, Arno - Das Rachespiel 
Strobel, Arno - Die Flut
Strobel, Arno - Offline      
Strobel, Arno - Stalker-Er will dein Leben    
Strobel, Arno - Mörderfinder - Die Spur der Mädchen (Max Bischoff 1)  
Strobel, Arno - Mörderfinder - Die Macht des Täters (Max Bischoff 2) 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Mit den Augen des Opfers (Max Bischoff 3) 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Stimme der Angst (Max Bischoff 4) 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Das Muster des Bösen (Max Bischoff 5)
 
 

Donnerstag, 20. März 2025

Mörderfinder - Das Muster des Bösen von Arno Strobel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Fallanalytiker Max Bischoff und Handschriftenexperte Marvin Wagner stehen kurz vor der Eröffnung ihrer gemeinsamen Detektei WaBi Investigations, als in Düsseldorf der neunjährige Sohn eines Richters entführt wird. Ausgerechnet ein Häftling will nun, dass Max und Marvin in der Sache ermitteln. Rainer Klinke sitzt wegen Entführung einer Minderjährigen in U-Haft und fürchtet, dass er eine Mitschuld an dem aktuellen Fall tragen könnte.

Denn der Täter, der den Jungen in seiner Gewalt hat, hat Kontakt mit Klinke aufgenommen, will ihm zeigen, wie es »richtig geht«, damit die, die es verdient haben, bestraft werden.

Als der entführte Junge tot aufgefunden wird und erneut ein Kind verschwindet, ist Max und Marvin klar, dass ihnen extrem wenig Zeit bleibt, einen weiteren Mord zu verhindern. Und einen Irren zu stoppen, der vor nichts zurückschreckt, um seine eigene Vorstellung von Gerechtigkeit wahr werden zu lassen. 
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)
 
 

 
Der Autor:
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.
Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.
Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Max Bischoff, ehemaliger Polizist und Fallanalytiker wird gemeinsam mit Dr. Marvin Wagner, Psychologe und Handschriftenexperte, die Detektei WaBi Investigations eröffnen. Die beiden haben sich in einem früheren Fall kennengelernt, zwischenzeitlich schon öfter zusammengearbeitet und sich nun entschlossen, zusammen eine Detektei zu betreiben.
Schon vor der Eröffnung, die sie gerade vorbereiten, erhalten sie einen ersten Auftrag. Rainer Klinke, der wegen Entführung einer Minderjährigen in Untersuchungshaft sitzt, schickt seinen besten Freund, den Friseur Kai Weinand zu Max und Marvin, damit sie ermitteln. Klinke hatte das Kind einer Richterin entführt, um dieser zu zeigen, wie es sich anfühlt, ein Kind zu verlieren. Diese Richterin hatte den Täter, der Klinkes Sohn getötet hat, zu milde verurteilt. Nun wurde der kleine Sohn eines Richters entführt und klar ist, dass Klinke das nicht gewesen sein kann. Aber er erhält vom Täter eine Nachricht, dass dieser ihm jetzt zeigen wird, wie man so was richtig macht. Der entführte Junge wird kurz darauf tot aufgefunden und es verschwindet erneut ein Kind. Max und Marvin ermitteln unter Hochdruck, um einen weiteren Mord zu verhindern.

Das Grundthema fand ich schon einmal sehr interessant und spannend. Es geht darum, dass Richter häufig Straftaten zu milde verurteilen und die Täter dann erneut Straftaten begehen. Diese Fälle werden angeprangert und es kommt offenbar zu Selbstjustiz.
Eine Spur der Ermittlungen führt ins Darknet, wo es ein Forum gibt, in dem solche Fälle veröffentlicht werden, mit allen Fakten, Namen und Details, die bekannt sind. Hier recherchiert Max, meldet sich zur Tarnung selbst dort an und versucht Kontakte zu bekommen, die ihm weiterhelfen könnten. Doch wie soll er an die Personen herankommen, die sich hinter den Pseudonymen verbergen.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass Marvin Wagner jetzt noch mehr Raum in den Fällen bekommt, denn das Zusammenspiel zwischen Max und Marvin war bisher immer sehr gut und sie ergänzen sich mit ihren Fähigkeiten perfekt. Marvin bringt eine erfrischende Komponente in die Geschichte, da er einen speziellen Humor hat und immer sehr schlagfertig ist.
Auch in Max ehemaligem Kommissariat gibt es Veränderungen. Sein ehemaliger Partner Horst Böhmer ist dort jetzt der Chef, nachdem die bisherige Chefin Keskin nach dem letzten Fall abgelöst wurde. Die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und den beiden Detektiven wird dadurch erheblich einfacher, denn gerade Max und Horst vertrauen sich immer noch und sind auch Freunde.
Zusätzliche Unterstützung erhalten die beiden aber auch von dem Friseur Kai Weinand, der gerne helfen möchte und Recherchearbeit übernimmt.
Auch das Privatleben von Max und Marvin findet nebenbei immer wieder Erwähnung, was die beiden Figuren nicht nur gut weiterentwickelt sondern auch Nähe zu den beiden bringt.

Die Ermittlungen gestalten sich sehr spannend. Es gibt im Laufe der Zeit mehrere Verdächtige, es werden immer mehr Details bekannt und die Spannung steigt von Seite zu Seite. Zwischendurch gibt es immer wieder Einschübe in kursiver Schrift, in denen man die Motivation und die Gedanken des Täters erlebt, der für Gerechtigkeit sorgen will und dabei ziemlich brutal vorgeht. Grausame Details bleiben einem dabei nicht erspart.
Auf mich hat der Thriller ganz schnell einen gewissen Sog ausgeübt, da es immer wieder Neuigkeiten, Überraschungen und Wendungen gibt. Strobels Schreibstil ist temporeich und mitreißend und irgendwann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und musste weiterlesen, bis es zum großen Showdown und der überraschenden Auflösung kommt.

Arno Strobel ist es mit diesem Thriller erneut gelungen, mich zu begeistern. Toll gezeichnete Figuren, einen spannendes Thema und ein ausgeklügelter, wendungsreicher Plot machen den Thriller für mich zum Pageturner. Ich gebe gerne eine absolute Leseempfehlung!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag und NetGalley!
 













 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Taschenbuch; 1. Edition (26. Februar 2025)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 368 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3596711487
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3596711482 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0DK3LK5BD
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books; 1. Edition (26. Februar 2025)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 5.7 MB 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *)
 
 
 
Von Arno Strobel außerdem gelesen und rezensiert:
Strobel, Arno - Das Rachespiel 
Strobel, Arno - Die Flut
Strobel, Arno - Offline      
Strobel, Arno - Stalker-Er will dein Leben 
 
 
 

Mittwoch, 6. November 2024

Stalker-Er will dein Leben von Arno Strobel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Dein großer Durchbruch als Schauspieler steht kurz bevor. Alles läuft perfekt. Bis er sich in dein Leben drängt. Und nur eines will: es zerstören …

Eric Sanders spürt, dass diese Rolle seine große Chance ist. Und er soll recht behalten: Die Resonanz auf seine schauspielerische Leistung im Münchner Tatort ist rundum positiv, seine Bekanntheit wächst, seine Followerzahlen auf Social Media steigen.

Bis plötzlich jemand anfängt, sich für ihn auszugeben. Seine Identität zu übernehmen, sich in sein Leben zu drängen. Zunächst digital, dann in Person.

Eric fühlt sich massiv bedroht, kann es sich nicht erklären.

Bis die Nachricht bei ihm eintrifft: Gestehe den Mord, oder alle, die du liebst, werden sterben. Und Erinnerungsfetzen auftauchen.

Was hat er getan? Damals, als er gerade einmal elf Jahre alt war. 
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)
 
 
 
Der Autor:
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.
Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.
Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.
(Quelle: Fischer Verlag)
 

Meine Meinung:
Eric Sanders ist Schauspieler, verheiratet und Familienvater. Als erfolgreicher Theaterschauspieler hat er es nun endlich geschafft, eine Hauptrolle im Fernsehen zu bekommen, von der er sich einen Durchbruch erhofft. Seine schauspielerische Leistung die er in dem bekannten und beliebten Münchner Tatort zeigt, wird tatsächlich hoch gelobt und er seine Bekanntheit steigert sich. Besonders auf den einschlägigen Social Media Kanälen steigen seine Followerzahlen und häufen sich die positiven Kommentare.
Doch bereits nach kurzer Zeit werden Kommentare auf eine angeberische und überhebliche Art beantwortet, die nicht von ihm stammt. Offenbar hat sich jemand ein Fakeprofil angelegt und gibt sich als Eric Sanders aus. Schnell sieht es nach einem Identitätsdiebstahl aus, auch in der Realität durch Briefe, Rechnungen usw., womit jemand Eric massiv schaden will. Eric fühlt sich und seine Familie bedroht und schaltet auch die Polizei ein. Dann erhält er die Forderung, einen Mord zu gestehen, den er im Alter von 11 Jahren begangen haben soll. Anderenfalls werden alle sterben, die er liebt.

Nach einem kurzen ruhigen Beginn der Geschichte hat Strobel mich ganz schnell in den Bann der Handlung gezogen. Er schafft es immer wieder mit seinem Schreibstil und seinen Plots einen regelrechten Sog beim Lesen aufzubauen, so dass man das Buch kaum noch weglegen kann.
Der Spannungsbogen ist konstant hoch und steigert sich zum Ende noch mal.

Die Geschichte wird überwiegend aus der Sicht von Eric erzählt, wodurch man nah an seinen Gefühlen und Ängsten ist und im Verlauf seine Verzweiflung und Hilflosigkeit deutlich spürt. Gleich zu Beginn erfährt man von Albträumen, die er immer wieder hat und wegen derer er auch in therapeutischer Behandlung ist. Immer wieder träumt er von einem großen Brand, bei dem seine Eltern ums Leben kamen, als er noch ein Kind war. Die Forderung des Unbekannten einen Mord aus seiner Kindheit zu gestehen, lässt plötzlich merkwürdige Erinnerungen wach werden.

Es war interessant Erics Veränderung zu beobachten. Anfangs war er selbstbewusst und erfolgreich in seinem Beruf. Doch durch die Drohungen und den Identitätsdiebstahl verbunden mit der Sorge um seine Familie verliert er mehr und mehr die Kontrolle. Ich habe sehr mit ihm gelitten und gehofft, dass er so schnell wie möglich allem auf den Grund gehen und die Sache beenden kann. Doch die Drohungen nehmen zu und unterschwellig gibt es ständig eine subtile Bedrohung und Gefahr.

Gerätselt habe ich natürlich, wer ihm da so übel mitspielt und was es mit dieser merkwürdigen Forderung auf sich hat. Doch ich hatte keine Idee, was dahinter stecken könnte und wurde vom Autor immer wieder auf falsche Fährten gelockt. Umso mehr haben mich Plottwists und Wendungen überrascht und das Ende war regelrecht schockierend und unerwartet.

Erneut hat Arno Strobel einen unglaublich fesselnden und spannenden Psychothriller vorgelegt, der mich völlig in seinen Bann ziehen konnte. Ein aktuelles Thema, gut gezeichnete Figuren und eine durchweg vorhandene Spannung haben das Buch für mich zu einem Pageturner gemacht, den ich gerne empfehle!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Taschenbuch; 1. Edition (28. August 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 368 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3596709237
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3596709236

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0D1WD72LW
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books; 1. Edition (28. August 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 5998 KB
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon*)



Von Arno Strobel außerdem gelesen und rezensiert:
Strobel, Arno - Das Rachespiel 
Strobel, Arno - Die Flut
Strobel, Arno - Offline      
Strobel, Arno - Mörderfinder - Die Spur der Mädchen (Max Bischoff 1)  
Strobel, Arno - Mörderfinder - Die Macht des Täters (Max Bischoff 2) 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Mit den Augen des Opfers (Max Bischoff 3) 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Stimme der Angst (Max Bischoff 4) 
 

Mittwoch, 28. Februar 2024

Mörderfinder - Stimme der Angst von Arno Strobel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Auf einer Beerdigung steht Fallanalytiker Max Bischoff plötzlich einer Frau gegenüber, die seiner großen Liebe Jennifer Sommer zum Verwechseln ähnlich sieht. Aber Jennifer ist seit fünf Jahren tot. Und Max gibt sich noch immer die Schuld daran.

Die Begegnung lässt ihm keine Ruhe, und er spricht die Unbekannte an. Sie ist ebenso erstaunt wie er, es gibt keine Verbindung zu Jennifer.

Obwohl Max mit aller Macht versucht, das Vergangene ruhen zu lassen, gelingt es ihm nicht. Es ist alles wieder da, das alte Trauma, die inneren Dämonen.

Nie wieder wird ein Mensch seinetwegen sterben. Das hat er sich geschworen. Und doch scheint sich genau das zu wiederholen. Denn nur kurze Zeit später verschwindet jemand aus seinem Umfeld. Und Max wird zurückkatapultiert in den Keller, in dem er einst Jennifer fand, und jede Hilfe zu spät kam. 
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)
 
 
 
 
Der Autor:
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.

Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.

Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Der gute Freund und Mentor von Fallanalytiker Max Bischoff, Professor Bormann ist verstorben. Auf seiner Beisetzung sieht Max eine Frau, die seiner großen Liebe Jennifer Sommer verblüffend ähnlich sieht. Allerdings ist Jennifer bereits seit fünf Jahren tot und Max gibt sich daran die Schuld. Er spricht die Frau an, deren Name Dominique Klauber ist, doch sie kennt Jennifer nicht und es gibt auch keine Verbindung.
Allerdings glaubt Max Anzeichen zu erkennen, dass Dominique misshandelt wird. Und diese Begegnung ruft seine inneren Dämonen und das Trauma, das er seinerzeit erlitt, wieder hervor.
Max hatte sich seinerzeit geschworen, dass nie wieder ein Mensch seinetwegen sterben muss. Doch die Gefahr besteht nun, denn sein ehemaliger Kollege und Freund Kommissar Horst Böhmer wird schwer verletzt und muss ins Krankenhaus. Kurz darauf verschwindet die junge Kommissarin Jana Brosius, die Max sehr nahe steht, spurlos.
Die Leiterin des KK 11, Polizeirätin Keskin, zeigt sich gewohnt abweisend und weigert sich, mit Max zusammen zu arbeiten. Doch Max lässt sich nicht abweisen, denn er will Jana unbedingt lebend finden und retten.

Ohne lange Vorgeschichte ist man gleich mitten im Geschehen und erlebt die Begegnung von Max und Dominique auf der Beerdigung.
Danach geht es Schlag auf Schlag weiter, der Anschlag auf Horst Böhmer geschieht und Jana verschwindet. Max ist völlig verstört und verzweifelt, doch er besinnt sich auf seine Fähigkeiten und beginnt zu ermitteln. Zur Unterstützung und Hilfe wendet er sich an
Dr. Marvin Wagner. Der Psychologe und Wissenschaftler ist auch sofort bereit, mit Max zusammen zu arbeiten und reist an, um in Max Nähe zu sein.

Die Figur des Dr. Wagner bekommt in diesem Fall wesentlich mehr an Gewicht und seine Rolle wird erheblich größer, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Mit seinem ungewöhnlichen Äußeren verwirrt er Außenstehende und hat Spaß daran. Aber auch seine Art, die Dinge zu betrachten, ist der von Max sehr ähnlich, so dass die beiden zu einem sehr guten Team zusammen wachsen.

Der Fall ist unglaublich spannend und entwickelte sich für mich schnell zum Pageturner. Hierzu tragen auch kurze Kapitel bei, die oft mit kleinen Cliffhangern enden. Dadurch entsteht regelrecht ein Sog beim Lesen. Dazu kommen noch kursiv geschriebene Kapitel, die das Schicksal der verschwundenen Jana zeigen.
Max zeigt auch in diesem Fall sein analytisches Denken und er nimmt alles in Kauf, um Jana zu retten.
Dabei legt ihm Polizeirätin Keskin in gewohnter Weise Steine in den Weg und ist fast beleidigend zu ihm. Da stellen sich selbst in ihrem inneren Umfeld der Polizei Kollegen gegen sie, da sie finden, dass sie diesmal zu weit geht. Da es aber um eine vermisste Polizistin geht, macht sie irgendwann kleine Zugeständnisse.
Ich mochte die Leiterin des Kommissariats von Anfang an nicht. Es ist eine Sache, die Dienstvorschriften einzuhalten und eine andere, Menschen zu beleidigen und schlecht zu behandeln. Deshalb hoffe ich schon länger, dass sie die Quittung für ihr Verhalten bekommt.

Die Ermittlungen in diesem Fall sind schwierig und die Zeit drängt. Max und Marvin gehen vielen Spuren nach und werten Hinweise und Indizien aus.
Strobel hat hier von Anfang an eine Spur gelegt, der ich nur zu bereitwillig gefolgt bin, um irgendwann daran zu zweifeln, dass sie zum richtigen Täter führt. Aber ich hatte dann auch keine Idee, wer der Täter sein könnte.
Durch den Zeitdruck wird die Handlung immer temporeicher und die Spannung steigert sich mehr und mehr.
Am Ende gipfelt das Ganze in einen Showdown, der in mehr als einer Hinsicht Ergebnisse bringt.

Auch der 4. Fall für Max Bischoff ist ein sehr spannender, wendungs- und temporeicher Fall, der fesselnde Unterhaltung bietet und lesenswert ist. Ich hoffe, dass es weitere Fälle für Max Bischoff geben wird und bin auf die weitere Entwicklung der Figuren sehr gespannt!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag und NetGalley!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Taschenbuch; 1. Edition (28. Februar 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 352 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3596709210
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3596709212

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0CL8PFTQR
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books; 1. Edition (1. Februar 2024)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 6196 KB 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *)
 
 
 
Von Arno Strobel außerdem gelesen und rezensiert:
Strobel, Arno - Das Rachespiel 
Strobel, Arno - Die Flut
Strobel, Arno - Offline      
 
 

Dienstag, 28. November 2023

Der Trip von Arno Strobel [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Evelyn Jancke ist nur noch ein Schatten ihrer selbst, seit ihr Bruder Fabian zwei Jahre zuvor auf einem Wohnmobil-Trip spurlos verschwand. Es gibt kein Lebenszeichen von ihm, die Ermittlungen wurden eingestellt.

Allein ihre Arbeit als forensische Psychologin hält Evelyn aufrecht, vor allem, als die Oldenburger Polizei um ihre Mithilfe bei einer Mordserie bittet. Im norddeutschen Raum tötet ein Unbekannter scheinbar wahllos Menschen auf Campingplätzen. Er kommt immer nachts und verschwindet unerkannt wieder. Bis es einen Zeugen gibt. Und daraufhin ein Phantombild.

Evelyn traut ihren Augen nicht, als sie es sieht. Und fasst einen verzweifelten Entschluss, der sie alles kosten könnte … 
(Kurzbeschreibung lt. Fischer Verlag)
 


Der Autor:
Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt.
Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller.
Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.
(Quelle: Fischer Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Evelyn Jancke ist forensische Psychologin und unterstützt regelmäßig die Polizei. Seit ihr Bruder Fabian, dem sie sehr nahe stand, vor zwei Jahren mit seiner Ehefrau auf dem Weg in den Camping-Urlaub mit dem Wohnmobil spurlos verschwand, ist die Arbeit das Einzige, das sie aufrecht hält. Abends vertreibt sie sich die Zeit in diversen Bars und wacht auch häufig in fremden Betten auf. Aber sie gibt die Hoffnung nicht auf, dass ihr Bruder noch lebt und sie eines Tages wieder von ihm hören wird.
Als die Polizei von Oldenburg sie um ihre Mithilfe in der „Sonderkommission Camping“ bittet, ist Evelyn sofort dabei. Gesucht wird ein Serientäter der auf Campingplätzen im norddeutschen Raum scheinbar wahllos Menschen tötet. Nun gibt es einen Zeugen, der den Täter gesehen hat und es wird ein Phantombild erstellt. Dieses Bild lässt Evelyn dem Atem stocken.

Der Prolog schockt den Leser gleich, den er erzählt von den Leiden eines kleinen Jungen, der entführt wurde. Das war schon recht harte Kost. Aber so ging es nicht weiter.
Im ersten Kapitel erleben wir dann Fabian Jancke und seine Frau mit dem Wohnmobil auf den Weg in den Urlaub. In der Nähe von Dijon haben sie einen Wildunfall, der das Wohnmobil beschädigt. Sie benötigen Hilfe und geraten dann in die Situation, die zu ihrem Verschwinden führt.

Erst im zweiten Kapitel, das zwei Jahre später beginnt, lernen wir Evelyn Jancke und ihr aktuelles Leben kennen.
Auch gleich zu Beginn erfahren wir, dass sie in der Sonderkommission häufig mit Hauptkommissar Gerhard Tillmann zusammenarbeitet. Die beiden waren einmal ein Paar doch Evelyn entschied nach einer Weile, dass sie ihn als Freund mehr brauchte und nicht als Geliebten. Tillmann fiel es offenbar schwer, das zu akzeptieren, fand sich aber letztendlich damit ab. Dennoch fiel mir auf, dass Tillmann sich manchmal etwas merkwürdig verhält und ich traute ihm nicht immer über den Weg. Er war für mich tatsächlich eine recht undurchsichtige Figur.

Die Handlung dieses Psychothrillers verlief anders als ich das erwartet hatte. Ich dachte mehr über Fabians Verschwinden und Evelyns Suche nach ihm zu erfahren. Aber die Handlung dreht sich hauptsächlich um den so dringend gesuchten Serientäter von den Campingplätzen.
Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Einschübe aus der Sicht des Täters. Ich ahnte schnell, wer das sein könnte und behielt auch Recht.
Während Evelyn ständig eine mögliche Verbindung zu ihrem verschwundenen Bruder sah, konnte ich die nicht finden. Aber Evelyns Hartnäckigkeit hat mich schon etwas beeindruckt, auch wenn sie selbst mir nicht immer sympathisch war.
Während des Lesens fragte ich mich ständig, ob Fabian und seine Frau noch leben oder nicht, was mit ihnen geschah und was das alles mit dem Serientäter zu tun hat.
Die Suche nach dem Serientäter gestaltet sich spannend aber insgesamt haben mir die typischen Psychothriller-Elemente etwas gefehlt.
Das Ende war für mich nicht ganz schlüssig, was ich ohne zu spoilern hier nicht detaillierter beschreiben kann. Auch hätte ich mir in Bezug auf Evelyns Bruder mehr Informationen gewünscht.

Dieser Psychothriller ist für mich mehr ein Thriller mit einer spannenden Suche nach einem Serientäter aber weniger Einblicke in Psyche und menschliche Abgründe. Dennoch hatte ich auch aufgrund Strobels lebendigem Schreibstil unterhaltsame Lesestunden!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 




 
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Taschenbuch; 2. Edition (30. August 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 352 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3596708028
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3596708024 
 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0C26831BW
Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER E-Books; 1. Edition (30. August 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 6453 KB  
 
 
 
 
 
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Von Arno Strobel außerdem gelesen und rezensiert:
Strobel, Arno - Das Rachespiel 
Strobel, Arno - Die Flut
Strobel, Arno - Offline      
Strobel, Arno - Mörderfinder - Die Spur der Mädchen (Max Bischoff 1)  
Strobel, Arno - Mörderfinder - Die Macht des Täters (Max Bischoff 2) 
Strobel, Arno - Mörderfinder - Mit den Augen des Opfers (Max Bischoff 3) 
  
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