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Mittwoch, 31. März 2021

Die Frauen von der Purpurküste - Claires Schicksal von Silke Ziegler [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag

Zum Inhalt:
Eine Liebe, die unvergessen bleibt

Mehr als 1000 Kilometer liegen zwischen Emma und ihrer Vergangenheit, als sie die Nachricht vom Schlaganfall ihres Vaters erreicht. Seit einem Streit vor einigen Jahren hat sich der Kontakt zwischen ihnen auf Telefonate beschränkt, entsprechend gemischt sind ihre Gefühle, als sie in ihre südfranzösische Heimat reist. Als wäre das nicht genug, trifft Emma nach ihrer Ankunft am Strand auf ihre erste große Liebe – und bemerkt, wie sehr sie Léon all die Jahre vermisst hat. In der Pâtisserie, in der sie kurzfristig aushilft, findet sie Briefe einer Mutter an ihre Tochter, die 1942 in einem Internierungslager zur Welt gekommen sein muss. Das Schicksal dieser Frau, die bereits wusste, dass sie ihre Tochter nie würde aufwachsen sehen, geht ihr nahe und lässt sie ihre eigenen Entscheidungen überdenken. Kann sie sich mit ihrer Vergangenheit aussöhnen, ehe es zu spät ist?
(Kurzbeschreibung lt. Ullstein Verlag)
 

 
 
Die Autorin:
Silke Ziegler lebt mit ihrer Familie in Weinheim an der Bergstraße. Zum Schreiben kam sie 2013 durch Zufall, als sie während eines Familienurlaubs im Süden Frankreichs auf ihre erste Romanidee stieß. Wenn sie nicht gerade in ihre französische Herzensheimat reist, liest und schreibt sie sich die traumhafte Kulisse einfach herbei.
(Quelle: Ullstein Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Emma ist in Collioure an der Purpurküste geboren und aufgewachsen. Nach einem Streit mit ihrem Vater vor sieben Jahren zog sie nach Stuttgart, wo auch ihre Tante lebt, und sie sich ihren Wunsch erfüllte und als Tierpflegerin in der Wilhelma arbeitet.
Als sie von ihrem Bruder die Nachricht erhält, dass ihr Vater einen Schlaganfall erlitten hat, macht sie sich schweren Herzens auf den Weg nach Südfrankreich, wo sie in die Ferienwohnung ihrer Tante über einer Pâtisserie zieht.
In Collioure trifft sie nicht nur auf die Familie ihres Bruders, die sie noch gar nicht kennt, sowie auf die zweite Frau ihres Vaters, zu der sie bisher keinen guten Kontakt hatte sondern auch auf ihre erste große Liebe Léon.
Emma muss sich der Vergangenheit stellen.
In der Abstellkammer der Ferienwohnung findet sie einen Stapel Briefe, die im Jahr 1942 von einer Mutter, die sich in einem Internierungslager befand, an ihre gerade geborene Tochter geschrieben wurden. Emmas Neugier ist geweckt, denn die Briefe gehen ihr sehr zu Herzen und sie möchte das Schicksal von dieser Mutter und ihrem Kind aufklären.

Zum dritten Mal nimmt uns Silke Ziegler mit an die Purpurküste in den kleinen, bezaubernden Ort Collioure. Man kann den Roman auch ohne Vorkenntnisse lesen.
Es gibt aber auch ein Wiedersehen mit Amélie und Benjamin sowie Lara und Felix aus den ersten beiden Teilen. Beide Paare werden schön in die Handlung integriert.

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der im Jahr 1942 im Internierungslager Rivesaltes in der Nähe von Collioure spielt. Die Krankenschwester Jeanne kümmert sich um die internierten Frauen und auch um eine junge jüdische Mutter, die gerade ihre Tochter Claire geboren und sie in ein Heim gegeben hat, wo sie es besser hat als im Lager.
Die junge Mutter schreibt ihrer Tochter Briefe, in denen sie von ihrem Leben erzählt und übergibt sie vor ihrem Abtransport ins Ungewisse an Jeanne mit der Bitte, die Briefe ihrer Tochter Claire zu geben. Dazu ist es aber offenbar nie gekommen oder warum lagen diese Briefe in der Abstellkammer der Ferienwohnung?

Emma spürt bald nach ihrer Ankunft in Collioure wieder ein Heimatgefühl und wie sehr sie das alles vermisst hat.
Der Kontakt mit ihrem Bruder, dessen Familie und auch der zweiten Frau des Vaters ist schnell hergestellt, da sich die Familie regelmäßig am Krankenbett des Vaters trifft. Da müssen Probleme erörtert und Missverständnisse ausgeräumt werden.
Emma beginnt die Situation zu überdenken, wozu sie auch durch das Lesen der Briefe angeregt wird.
So wie Emma immer wieder zwischendurch ein oder zwei der Briefe liest, werden sie auch in der Geschichte abgedruckt und der Leser erlebt ebenfalls die tragische Geschichte der jungen Mutter.
Diese Briefe sind sehr emotional und haben mich wirklich bewegt. Wie kann eine Mutter es ertragen, ihr Kind wegzugeben, damit es ihm besser geht, aber mit dem Risiko, es nie wiederzusehen.
Emma begibt sich auf Spurensuche und möchte unbedingt herausfinden, was mit der Mutter und ihrer Tochter Claire geschah.

Die Geschichte war im doppelten Sinne fesselnd, denn es gilt nicht nur das Schicksal von Claire aufzuklären sondern auch zu verfolgen, wie Emma ihr bisheriges Leben immer mehr in Frage stellt und erwägt, nach Collioure zurückzukehren.
Durch Silke Zieglers lebendigen mitreißenden Schreibstil bin ich nur so durch die Seiten geflogen und völlig in der Handlung versunken.
Die Geschichte ist emotional, bewegend, fesselnd und auch unterhaltsam, denn Emma erlebt so einiges während ihres Aufenthaltes in Collioure.

Die Rückkehr an die Purpurküste und damit auch der Abschluss der Trilogie hat mich begeistert und ich empfehle gerne nicht nur diesen dritten Teil sondern die gesamte Trilogie!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Ullstein Verlag
und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber : Ullstein Taschenbuch; 1. Edition (15. März 2021)
Sprache : Deutsch
Taschenbuch : 448 Seiten
ISBN-10 : 354806213X
ISBN-13 : 978-3548062136  
 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN : B07ZTPNB2M
Herausgeber : Ullstein Taschenbuchvlg.; 1. Edition (15. März 2021)
Sprache : Deutsch
Dateigröße : 2282 KB  
 
 
 
 
 
 
 
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Kommentare:

  1. Liebe Conny,
    dein Leseeindruck hat mich fasziniert. Das ist genau so ein Buch wie ich es gern lesen möchte. Soll ich die beiden Bände davor zuerst lesen oder kann man unabhängig voneinander?
    Liebe Grüße Hanne

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    Antworten
    1. Liebe Hanne,
      man kann die Bücher unabhängig voneinander lesen.
      Im 2. und 3. tauchen halt die Frauen aus den vorherigen Bänden als Nebenfiguren wieder auf, aber das versteht man auch so.
      Allerdings waren alle 3 Bücher sehr schön, deshalb kann ich alle 3 sehr empfehlen.

      Liebe Grüße
      Conny

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    2. Danke für deine Antwort Conny. Ich werde mir die Teile für den Frühsommer aufheben. April und Mai bin ich noch gut bedient mit Büchern, aber dann habe ich Luft - bis jetzt jedenfalls☺ Liebe Grüße Hanne

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