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Bildrechte beim Verlag
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Zum Inhalt:
Eine Insel im Frühling, ein neues Zuhause und ein Ort zum Verlieben.
Ein
überraschender Anruf von Sylt: Lina soll den alten Camper der verstorbenen
Mutter entfernen, der dort seit Jahren vor sich hin rostet. Kurzerhand reist
sie auf die Insel, mit dem Ziel, alles möglichst schnell zu erledigen. Denn
mit der Mutter hatte sie zuletzt kaum Kontakt, das Verhältnis war nie
besonders innig. Doch der Wagen birgt mehr Überraschungen, als Lina erwartet
hätte. Vielleicht erfährt Lina hier noch etwas über ihre Wurzeln?
Der
Kioskbesitzer Manni scheint jedenfalls ein guter Vertrauter der Mutter
gewesen zu sein. In seinem Imbiss treffen sich Einheimische und Urlauber.
Aber es könnte die letzte Saison für den kleinen Dünenkiosk sein, denn es
gibt Ärger mit den Behörden. Lina möchte helfen. Als passionierte Köchin
sorgt sie für frischen Wind und eine neue Speisekarte. Sie legt sich sogar
mit dem Mann vom Dünenschutz an. Und schon bald möchte sie den attraktiven
Lars nicht nur von ihren Ideen überzeugen …
Die Autorin:
Lena Wolf ist das Pseudonym einer Autorin aus Norddeutschland, die zuvor
unter dem Namen Mia Morgowski erfolgreich Unterhaltungsromane veröffentlicht
hat. Mit «Ein Sommer auf Sylt» landete sie erneut einen Spiegel-Bestseller.
Es folgten weitere Romane, die auf Sylt spielen. Ihren Urlaub verbringt Lena
Wolf am liebsten mit der Familie. Im Gegensatz zu ihren Protagonistinnen
träumt sie allerdings noch von einem Zuhause auf Sylt.
(Quelle: Rowohlt
Verlag)
Meine Meinung:
Lina erhält ganz überraschend einen Anruf von Sylt. Der Campingplatz in den
Dünen wurde aus Gründen des Naturschutzes verlegt und sie soll nun den alten
Camper ihrer inzwischen verstorbenen Mutter dort entfernen.
Sie reist
nach Sylt, sucht den Camper auf und mietet sich erst mal in einer kleinen
Pension ein.
Dort lernt sie neben der warmherzigen
Pensionsbetreiberin auch eine weitere ältere Dame kennen, die ebenfalls dort
wohnt und offenbar ein Problem mit sich herumträgt.
Außerdem trifft sie
auf den Kioskbesitzer Manni, der ihre Mutter gut kannte. Auch Manni hat ein
Problem, denn die Behörden könnten wegen des Naturschutzes in den Dünen den
weiteren Betrieb des Kiosk untersagen. Lina möchte ihm helfen und sieht hier
auch eine Möglichkeit, ihre Leidenschaft fürs Kochen einzubringen. Und dann
ist da noch Lars, der für den Schutz der Dünen zuständig ist. Die beiden
treffen öfter aufeinander als Lina anfangs lieb ist.
Wie auch in
ihren vorherigen Romanen entführt uns Lena Wolf auch mit diesem Roman erneut
nach Sylt. Offenbar liebt sie diese Insel sehr und sie ist für sie ein
Sehnsuchtsort. Sie beschreibt das Setting sehr detailreich und thematisiert
in diesem Roman auch das Thema Naturschutz, insbesondere der Dünenwelt, und
auch den Tourismus.
Beides ist ihr aus meiner Sicht gut gelungen, denn
es wird vieles deutlich, was für den Erhalt und den Schutz der besonderen
Natur in den Dünen wichtig ist, ohne zu sehr „belehrend“ zu wirken.
Als
Lina auf Sylt eintrifft und erstmals den alten Camper ihrer Mutter betritt,
wird schnell klar, dass hier einiges aufzuarbeiten ist. Mutter und Tochter
hatten offenbar in den letzten Jahren keinen besonders innigen Kontakt. Und
so habe ich gespannt verfolgt, was Lina in dem alten Camper alles entdeckt
und wie sie dadurch ihre Mutter eigentlich neu kennenlernt.
Die
Geschichte um Manni und den Dünenkiosk ist ebenfalls sehr warmherzig
erzählt. Manni und Linas Mutter kannten sich offenbar gut und waren sehr
vertraut miteinander. Der Kiosk ist das zweite Zuhause für einige Camper und
auch Einheimische. Doch das Angebot ist nicht besonders ausgeprägt, so
wundert es niemanden, dass die Spezialität des Hauses Currywurst ist.
Als
Manni erkrankt, hilft Lina aus und kann so ihre Leidenschaft als Köchin und
Bäckerin ausleben. Sie lässt sich neue Gerichte einfallen, findet sogar ein
Rezept ihrer Mutter für eine Minestrone, die sie dann anbietet und überzeugt
die Stammgäste, dass auch andere Gerichte als Currywurst lecker sein
können.
Und so trifft sie dann auch auf Lars, der für den
Dünenschutz tätig ist.
Sie legt sich mit ihm an, weil sie den Kiosk für
Manni unbedingt erhalten möchte, aber auch dafür sorgen, dass die Kundschaft
die Dünen nicht schädigt. Durch die Tätigkeit im Kiosk und die vielen Dinge,
die Lina im Camper ihrer Mutter entdeckt, bleibt Lina länger auf der Insel,
als sie eigentlich geplant hatte.
Es wir so schön zu erleben, wie sie
beginnt ihre Mutter besser zu verstehen und daraus auch ihre Erkenntnisse
zieht. Sie überdenkt ihr Leben, entwickelt sich und zieht einen Neuanfang in
Betracht. Dabei spielt Lars natürlich auch eine Rolle, was man irgendwann
leicht vorhersehen konnte.
Aber auch die Freundschaft mit den beiden
älteren Damen aus der Pension gibt Lina neue Impulse und ist wirklich
charmant beschrieben.
„Der kleine Dünenkiosk auf Sylt“ ist eine
warmherzige Geschichte über Veränderungen, Neuanfänge, Verarbeitung der
Vergangenheit und Familienbande. Die schöne Landschaft der Insel und der
Naturschutz sind ebenfalls ein Thema und so entsteht eine unterhaltsame
Mischung für ein kurzweiliges Lesevergnügen!
Fazit: ⭐⭐⭐⭐
Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den
Rowohlt Verlag und NetGalley!
Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungstermin : 20. Februar 2026
Auflage : 1.
Sprache : Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 400 Seiten
ISBN-10 : 3499016729
ISBN-13 : 978-3499016721
Kindle-Ausgabe
ASIN : B0F3KZFQNQ
Herausgeber : Rowohlt E-Book
Erscheinungstermin : 1. Februar 2026
Auflage : 1.
Sprache : Deutsch
Dateigröße : 2.2 MB
ISBN-13 : 978-3644022867
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *)
Von Lena Wolf außerdem gelesen und rezensiert: