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Donnerstag, 5. April 2018

Das Versprechen der Jahre (Lytton-Saga 1) von Penny Vincenzi [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
London 1904: Lady Celia Lytton betört die englische Society mit ihrer Intelligenz und Schönheit zugleich. Sie ist die perfekte Gastgeberin, veröffentlicht im eigenen Verlag einen Bestseller nach dem anderen und genießt ihr junges Familienglück – ein privilegiertes Leben. Doch dramatische Ereignisse kündigen sich an, und als ihr Mann Oliver in den Krieg eingezogen wird, können die Lyttons nicht mehr die Augen vor der Realität verschließen. Die makellose Fassade bekommt erste Risse, und Celia beginnt zu verstehen, dass sie einen Preis zahlen muss, für die Entscheidungen, die sie getroffen hat, und die Geheimnisse, die sie bewahrt …  
(Kurzbeschreibung gem. Goldmann Verlag) 

Leseprobe

Weitere Teile:
2. Die Stürme der Zeit
3. Die Stunde des Schicksals 


Die Autorin:
Penny Vincenzi (1939-2018) zählt zu Großbritanniens erfolgreichsten und beliebtesten Autorinnen. 1989 erschien ihr erster von insgesamt 20 Romanen, die sich weltweit über 4 Millionen Mal verkauften. Sie gilt als »Königin des modernen Blockbusters« (Glamour). 
(Quelle: Goldmann Verlag)


Meine Meinung:
Dieser Roman ist der Auftakt zu einer dreiteiligen Familien-Saga und er deckt den Zeitraum der Jahre 1904 bis 1918 ab.

Wir lernen die junge Celia kennen, die sich gegen ihre Eltern, die dem englischen „Landadel“ angehören, durchsetzt und ihre große Liebe Oliver Lytton heiratet.
Der Familie Lytton gehört ein Verlagshaus in London, das von Oliver und seiner Schwester Margaret geführt wird.
Schon bald nach der Hochzeit beginnt Celia Interesse am Verlagswesen zu entwickeln und überredet schließlich ihren Mann, dort mitarbeiten zu dürfen. Nur das Führen des Haushalts lastet die junge Ehefrau nicht aus.
Es stellt sich heraus, dass Celia ein gutes Gespür für Bücher, neue Autoren und gute Geschichten hat und bald wird sie zur Lektorin ernannt.
Doch dann droht der 1. Weltkrieg und vieles wird sich verändern.

In diesem ersten Teil der Trilogie begleiten wir also die junge Celia in ihre Ehe, bei der Gründung einer Familie und den ersten Schritten im Verlagswesen bis zu den ersten Erfolgen.
Es war wirklich schön zu erleben, wie die junge Familie ihr Glück genießt und alles gut läuft.
Mir hat es als Bücherwurm natürlich besonders gut gefallen, dass das Familienunternehmen der Lyttons ein Verlag ist und es viel Einblick in die Verlagsarbeit der damaligen Zeit gibt.
Es wird auch ziemlich deutlich, welchen Stand eine (Ehe-)Frau zu dieser Zeit hatte. Dass eine Frau der Oberschicht berufstätig war, gehörte wohl eher zu den Ausnahmen. Neben repräsentativen Pflichten, der Führung des Haushalts und der Erziehung der Kinder gehörten eher karitative oder soziale Tätigkeiten zur Beschäftigung einer Frau.
Daher musste Celia viel Überredungskunst anwenden, um ihren Mann zu überzeugen, dass sie im Verlag mitarbeiten darf.


Es wird auch sehr deutlich, welche Standesunterschiede es zur damaligen Zeit in der Bevölkerung gab. Eine Mittelschicht gab es wohl kaum, eher nur reich und arm.
Die Jahre des 1. Weltkriegs verändern dann vieles und auch die Oberschicht muss um ihre Existenz kämpfen. Die Frauen tragen zu Hause die Verantwortung für alles während die Männer im Krieg sind.
Die Kriegszeit erleben wir allerdings überwiegend aus der Sicht der Frauen zu Hause während die Ehemänner die Greuel von der Front in Briefen berichten.

Allerdings werden auch die Folgen des Krieges deutlich und die Männer, die zurückkehren habe oft lange mit ihrem Kriegstrauma zu  kämpfen.
 

Neben Celia und Oliver Lytton gibt es noch viele weitere Personen, die es kennenzulernen gilt.
Da sind z. B. die Eltern von Celia sowie ihre Schwester, Olivers Schwester und sein Bruder, der mit seiner Familie in den USA lebt, die Kinder der Familien und noch etliche mehr. Das hört sich verwirrender an als es ist, denn die Personen werden nach und nach eingeführt und lassen sich dann im Verlauf gut einordnen. Zusätzlich gibt es aber auch am Anfang des Buches ein gutes Personenverzeichnis.
Mir haben alle Figuren gut gefallen, denn sie sind alle gut charakterisiert und passen in die Zeit. Zu allen konnte ich eine gewisse Nähe aufbauen, mit ihnen fühlen und ihre Handlungen nachvollziehen. Beim Lesen fühlte ich mich fast wie ein Familienmitglied.


Es werden viele Themen berührt, die Verlagsbranche, das Leben zu dieser Zeit allgemein, die Wirren des Krieges aber auch Liebe, Intrigen und Standesdünkel.
Geheimnisse, unerwartete Wendungen und Schicksale, bringen viel Abwechslung und Unterhaltung in die Geschichte.
Der Schreibstil ist sehr lebendig, mitreißend und auch ausdrucksvoll und hat mein Kopfkino angeregt. Ich könnte mir diese Saga auch gut als Verfilmung vorstellen.

Der Auftakt zu dieser großen Familiensaga ist sehr fesselnd, wunderbar erzählt und hat mich sehr gut unterhalten.
Ich freue mich auf die baldige Fortsetzung und die weiteren Schicksale der Familie Lytton!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Goldmann Verlag 
und das Bloggerportal!








 
Broschiert: 640 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (19. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442486734
ISBN-13: 978-3442486731
Originaltitel: No Angel
Übersetzung: Sonja Hauser 


 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1589 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 641 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3442486734
Verlag: Goldmann Verlag (19. März 2018)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B077C3SH57




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Mittwoch, 4. April 2018

Der Himmel über unseren Träumen von Heidi Rehn [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Ein großer Nachkriegsroman über die Aufbruchsstimmung in den 50er Jahren, aber auch über die Schatten der Nazizeit, die noch prägend waren.
Ein berührender Roman von der Bestseller-Autorin Heidi Rehn über eine junge Frau mit jüdischen Wurzeln, die im München der Nachkriegszeit als Architektin Karriere machen will.
München in den frühen fünfziger Jahren: Mit der Rückkehr in ihre geliebte Heimatstadt erfüllt sich für die junge Architektin Vera Cohn ein Traum. Sie will den Wiederaufbau mitgestalten und ihre Sehnsucht nach einer friedlicheren Zukunft verwirklichen, auch wenn dies das Land ist, in dem ihr und ihrer Familie so viel Leid widerfahren ist. Außerdem will sie beweisen, dass Frauen als Architektinnen genauso viel leisten können wie Männer.
Als sie und ihr Kollege Arthur sich ineinander verlieben, scheint ihr Glück perfekt. Voller Elan schmieden die beiden Zukunftspläne. Doch Vera, die gerade aus dem Exil zurückgekehrt ist, kann nicht vergessen. Die Vergangenheit steht zwischen ihnen – und die Frage nach der Schuld, die Arthur und seine Familie auf sich geladen haben …

(Kurzbeschreibung gem. Knaur Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Heidi Rehn, Jahrgang 1966, wuchs im Mittelrheintal auf und kam zum Studium der Germanistik und Geschichte nach München. Seit vielen Jahren widmet sie sich hauptberuflich dem Schreiben. 2014 erhielt sie den "Goldenen Homer" für den besten historischen Beziehungs- und Gesellschaftsroman. Als „Kopfkino live“ bietet sie sehr erfolgreich Romanspaziergänge durch die Münchner Innenstadt an, bei denen das fiktive Geschehen eindrucksvoll mit der realen Historie verbunden wird. Aktuelle Infos dazu auf www.heidi-rehn.de
(Quelle: Knaur Verlag)


Meine Meinung:
In „Der Himmel über unseren Träumen“ erzählt Heidi Rehn die Geschichte der jungen Architektin Vera Cohn, die sich in den fünfziger Jahren in München den Traum einer Karriere als Architektin erfüllen will.
Vera, deren Vater Jude ist, war mit ihrer Familie während des Krieges in den USA und ist erst kürzlich zurückgekehrt in ihre Heimatstadt München. Dort hat sie eine Stelle in einem Architekturbüro gefunden, in dem sie Arthur kennenlernt, mit dem sie zusammenarbeitet.
Bald fühlt sie sich zu Arthur hingezogen und auch er verliebt sich in Vera.
Hat die Liebe eine Chance?

Wer denkt, es handelt sich nur um eine Liebesgeschichte, wird überrascht werden, denn Veras Geschichte ist weit mehr.
Sie zeigt sehr atmosphärisch das Leben in den frühen fünfziger Jahren, den Wiederaufbau und den wirtschaftlichen Aufschwung.
Auch wenn ich selbst diese Zeit nicht miterlebt habe, ist die Stimmung dieser Zeit gut bei mir angekommen.
Nachdenklich gemacht hat mich die Stellung bzw. die Rolle der Frauen in dieser Zeit. Während die Frauen als „Trümmerfrauen“ direkt nach dem Krieg als Arbeitskräfte noch gefordert waren, wandelt sich das in dieser Zeit langsam. Die Frau wird im Berufsleben höchstens als „schmückende“ Sekretärin oder Empfangsdame gebraucht, die anspruchsvolleren Tätigkeiten reklamieren die Männer für sich. Viele sind eher der Meinung, dass eine Frau sich darauf beschränken sollte, einen Haushalt zu führen und Kinder zu erziehen. Man kann sich das heute nur noch schlecht vorstellen, wenn man die Zeit selbst nicht miterlebt hat.
So hat auch Protagonistin Vera es in ihrem Beruf als Architektin nicht leicht sich durchzusetzen und zu beweisen, besonders da sie kreative moderne Ideen entwickelt.
Mir war Vera sehr sympathisch, besonders weil sie sich ihr Selbstbewusstsein nicht nehmen lässt und weiß, was sie kann. Sie lässt sich nicht einschüchtern und versucht sich in der Männerwelt der Architekturbüros durchzusetzen.

Natürlich spielt die Liebesgeschichte zwischen Vera und ihrem Kollegen Arthur eine große Rolle. Sie entwickelt sich sehr zaghaft und wird gefühlvoll, der Zeit angemessen, erzählt.
Aber sie wird auch von einem aktuellen Thema dieser Zeit berührt. Die Jahre von 1933 bis 1945 wurden von vielen Menschen später gerne totgeschwiegen bzw. ihre Handlungen und Entscheidungen verdrängt. Aber eben diese Ungewissheit anderer hat sicher das Vertrauen zwischen den Menschen sehr beeinträchtigt. Und genau das Thema bewegt auch Vera sehr, denn sie weiß nicht viel über die Vergangenheit von Arthur bzw. seiner Familie.

Es ist Heidi Rehn wunderbar gelungen, ihre fiktive Geschichte in die Ereignisse dieser Zeit einzubetten und alles miteinander in Verbindung zu bringen.
Veras Geschichte und ihr Schicksal hat mich berührt und bewegt aber auch sehr gefesselt, denn es ist lange Zeit nicht absehbar zu welchem Ende die Geschichte kommen wird. Dabei kommt auch gute Unterhaltung nicht zu kurz, denn es gibt auch romantische und humorvolle Momente.
Vor allem aber wurde die Zeit der fünfziger Jahre, die ich nur aus Erzählungen meiner Eltern kenne, für mich sehr lebendig.
Ich habe über vieles nachgedacht, manches sogar recherchiert, so dass der Roman noch eine Weile in mir nachklingen wird.

Dieser wirklich tolle Nachkriegsroman bietet eine Menge Themen, gut gezeichnete Protagonisten und erzählt sehr authentisch eine Geschichte, wie sie sich wirklich zugetragen haben könnte.
Für mich war es ein schönes Leseerlebnis, das ich gerne weiter empfehle!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag!





 
Broschiert: 464 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. April 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426519380
ISBN-13: 978-3426519387




 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 634 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 458 Seiten
Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (1. Februar 2018)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B077VH12PM




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Dienstag, 3. April 2018

Lesestatistik März 2018

Der März war für mich ein außergewöhnlich guter Lesemonat. 15 Bücher sind es geworden, so viel schaffe ich sonst nur im Urlaub.
Und es waren 8 Bücher dabei, die ich mit 5 Sternen bewertet habe!
Durch meine Krankheit und 2 freien Tagen vor den Feiertagen hatte ich sehr viel Extra-Lesezeit. Als ich krank war, konnte ich glücklicherweise gut lesen, nur für die Rezensionen hat die Konzentration einfach nicht gereicht. Deshalb fehlen auch noch ein paar Rezensionen, die ich jetzt aber nach und nach noch schreiben werde.
 
Und hier sind meine Leseerfolge aus dem März: 



  1. Annette Hennig - Jene Tage in St. Germain
    294 Seiten *****
  2. Kimberly Belle - Solange du lügst
    384 Seiten *****
  3. Andreas Hoppert - Ein eindeutiger Fall
    320 Seiten ****
  4. Rita Falk - Kaiserschmarrndrama
    304 Seiten *****
  5. Jojo Moyes -  Mein Herz in zwei Welten
    592 Seiten *****
  6. Annette Hohberg - Stellas Traum
    320 Seiten *****
  7. Luanne Rice - Ein zitronengelber Sommer
    336 Seiten ****
  8. Christiane Antons - Yasemins Kiosk: Zwei Kaffee und eine Leiche
    224 Seiten ****
  9. Amy Hatvany - Das Licht zwischen den Wolken
    512 Seiten ****
  10. Angelika Schwarzhuber - Barfuß im Sommerregen
    400 Seiten *****
  11. H. Dieter Neumann - Blutmöwen
    220 Seiten ****
  12. Ulrike Sosnitza - Hortensiensommer
    400 Seiten *****
  13. Anne Barns - Drei Schwestern am Meer
    352 Seiten ****
  14. Valentina Cebeni - Die Blütenmädchen
    416 Seiten ****
  15. Penny Vincenzi - Das Versprechen der Jahre (Lytton-Saga Teil 1)
    640 Seiten *****


Monatsstatistik:
gelesene Bücher: 15

gelesene Seiten: 5.714 Seiten
Ø gelesene Seiten je Tag: 184 Seiten



Jahresstatistik:

gelesene Bücher: 29
gelesene Seiten: 11.762
Ø gelesene Seiten je Monat: 3.921
Ø gelesene Seiten je Tag: 131




Ein Klick auf den Buchtitel führt zur Buchbeschreibung bei Amazon * und der Klick auf die Sterne führt zu meiner Rezension, falls schon vorhanden.  

Montag, 2. April 2018

Wochenrückblick KW 13/2018



gelesen:
















gewesen: 

gefreut:


genossen:


geschlafen:

gedacht: 


gebloggt:





gezwitscher: 
ausgelesen Die Blütenmädchen von Valentina Cebeni
Ein Wohlfühlroman, der ein bisschen Drama und
ein bisschen Liebesgeschichte ist.

durchgelesen Das Versprechen der Jahre
von Penny Vincenzi
Der erste Teil der Lytton-Saga hat mich gefesselt
und große Lust auf die beiden weiteren Teile gemacht.

durchgelesen Der Himmel über unseren Träumen
von Heidi Rehn
Eine bewegende Geschichte in den 50er Jahren in München.

angefangen Die Insel der Zitronenblüten
von Cristina Campos
Ein Roman, der auf meiner Lieblingsinsel Mallorca spielt


beim Friseur, der Frühlingsschnitt war fällig


auf 6 freie Tage, da ich vor den Feiertagen noch
Überstunden abbauen musste


einen schönen Abend und ein leckeres Fisch-Essen
mit dem Lieblingsmann und meiner Mutter


 dank freier Tage gut und ausreichend

jetzt gibt es erst zum nächsten Monatswechsel wieder
ein verlängertes Wochenende


6 Beiträge:

Montagsfrage
Freitags-Füller
Bücher-Neuzugänge
3 Rezensionen *1* *2* *3*


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Ich wünsche Euch eine schöne neue Woche!

Sonntag, 1. April 2018

Frohe Ostern


Ich wünsche Euch allen
ein schönes Osterfest
und
schöne, entspannte Stunden
im Kreis Eurer Lieben!



Bildquelle: Pixabay


Liebe Grüße,

Eure Conny
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