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Dienstag, 30. Juli 2019

Nachts schweigt das Meer von Kate Penrose [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)

Zum Inhalt:
Türkisblaues Meer, sattgelbe Ginsterbüsche, majestätische Klippen – doch die Idylle auf den Scilly-Inseln trügt …

Detective Inspector Ben Kitto wollte bei seiner Rückkehr auf die Scilly-Inseln vor Cornwall eigentlich nur eines: zur Ruhe kommen. Seinem Onkel beim Bootsbau helfen, sich vom Inselwind den Kopf freipusten und London hinter sich lassen. Soweit der Plan. Doch bereits bei der Ankunft auf seiner Heimatinsel Bryher wird die 16-jährige Laura Trescothick vermisst und kurz darauf ermordet aufgefunden. Ben meldet sich freiwillig, die Ermittlungen zu übernehmen, aber bald hat er mehr Verdächtige, als ihm lieb ist. Darunter auch Menschen, die er sein Leben lang kennt und die ihm viel bedeuten. Denn in der kleinen Inselgemeinschaft auf Bryher gibt es dunkle Geheimnisse. Und der Täter kann jederzeit erneut zuschlagen.

Der packende Start einer neuen Krimireihe auf den Scilly-Inseln mit dem charismatischen Ermittler Ben Kitto, der Ruhe sucht und Verbrechen findet.

(Kurzbeschreibung gem. Fischer Verlag)

Leseprobe

Weitere Teile der Reihe:
2. Dunkel leuchten die Klippen 
3. Kalt flüstern die Wellen         
4. Tiefrot tanzen die Schatten  
5. Leise steigt die Flut   
6. Düster ruht die See    
7. Tödlich rauscht die Brandung   


Die Autorin:
Kate Penrose kennt die Scilly-Inseln vor der Küste Cornwalls wie ihre Westentasche. Seit Kindertagen verbringt sie fast jeden Sommer dort und ist jedes Mal aufs Neue fasziniert von dem atemberaubenden Naturparadies. Die Idee für eine Krimiserie mit diesem einzigartigen Schauplatz kam ihr spontan bei einem Restaurantbesuch, und aus ein paar hastig hingekritzelten Stichworten auf der Speisekarte wurde einige Monate später der erste Insel-Krimi. Kate Penrose, die auch unter dem Namen Kate Rhodes schreibt, lebt mit ihrem Mann, dem Autor David Pescod, in Cambridge am Ufer des River Cam.
(Quelle: Fischer Verlag)


Meine Meinung:
Detective Inspector Ben Kitto von der Londoner Polizei hat sich eine Auszeit genommen, um den Tod seiner Partnerin bei der Polizei zu verarbeiten. Er kehrt zurück in seine Heimat auf die Scilly-Inseln von der Küste Cornwalls. Dort will er zur Ruhe kommen und sich über seine Zukunft bei der Polizei klar werden.
Als die 16-jährige Laura getötet wird, übernimmt er auf Bitten des zuständigen Polizeichefs die Ermittlungen, da er die Insel Bryher und die Menschen dort sehr gut kennt.
Die Aufgabe gestaltet sich sehr schwierig …

Mit den kleinen Scilly-Inseln hat die Autorin einen ganz besonderen Schauplatz für ihre Krimi-Reihe gewählt, für die dies der Auftakt ist. Die Schönheit der teilweisen wilden Natur kommt durch die bildhaften Beschreibungen gut zur Geltung und trägt auch zur Atmosphäre des Krimis bei.
Auch die knapp 100 Bewohner der Insel Bryher beschreibt die Autorin gut und stellt das Zusammenleben interessant und glaubhaft dar. Jeder kennt jeden und man ist eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt.
Und genau das macht Ben Kitto seine Ermittlungen so schwer. Zum Tatzeitpunkt waren offenbar keine Fremden auf der Insel, deshalb muss er unter Menschen ermitteln, die er teilweise sein Leben lang kennt und von denen einige enge Freunde sind.
Aber jeder von ihnen kann der Täter sein, deshalb muss er auch jeden einzelnen befragen. Das gestaltet sich nicht nur für Ben sondern auch beim Lesen manchmal etwas zäh. Gleichzeitig bietet es aber auch die Möglichkeit, die Bewohner kennenzulernen und einiges über ihren Charakter zu erfahren. Obwohl man im Prolog die Tat miterlebt, hatte ich bis zum Schluss keine Ahnung, wer der Täter ist und was das Motiv war.
Da ein weiterer Mord und andere Straftaten geschehen, ist die Spannung unterschwellig gleichbleibend vorhanden.
Mit hat es Spaß gemacht, mit Ben in alle Richtungen zu ermitteln und dabei viel über das Inselleben zu erfahren.
Die Auflösung des Falls ist schlüssig und war für mich sehr überraschend.
Ben hat mir als Protagonist gut gefallen. Er ist charismatisch, einfühlsam und ein sachlicher, gründlicher Ermittler. Auch sein Privatleben kommt nicht zu kurz, denn wir erfahren etwas über seine Familie, seinen Onkel und seine Patentante. Auch eine Frau tritt in sein Leben und hier bietet sich Potential für die weitere Entwicklung der Figur in den Folgebänden.
Für einige heitere Momente sorgt der Hund Shadow, der Bens verstorbener Partnerin gehörte und den er mit auf die Insel gebracht hat.
Ein weiterer Handlungsstrang, der in kursiver Schrift dargestellt ist, beschreibt Ereignisse um eine Person, die ein bisschen als Außenseiterin auf der Insel lebt. Es gibt zwar einige Berührungspunkte zur eigentlichen Handlung, dennoch hätte dieser Teil vielleicht nicht ganz so ausführlich sein müssen.

Dieser ruhige und unblutige Krimi punktet mit seiner geheimnisvollen Atmosphäre, dem besonderen Schauplatz und einem interessanten Ermittler. Der flüssige und anschauliche Schreibstil ist gut geeignet für eine „kriminelle“ Auszeit auf den Scilly-Inseln und macht Lust, mit Ben Kitto weitere Fälle zu lösen!


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Fischer Verlag
und NetGalley!










 
Broschiert: 464 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1. (22. Mai 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596703492
ISBN-13: 978-3596703494
Originaltitel: Hell Bay
Übersetzung: Birgit Schmitz 



 
Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 951 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: FISCHER E-Books; Auflage: 1 (27. März 2019)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07JN39ZFC




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Montag, 29. Juli 2019

Wochenrückblick KW 30/2019

gelesen:
ausgelesen Bis wir wieder fliegen von Ella Simon
Eine schöne herzerwärmende Geschichte über tragische Ereignisse in der Vergangenheit, neue Chancen und die Liebe!

durchgelesen Die Seidentöchter von Cristina Caboni
Eine bezaubernde Geschichte in der Modewelt auf zwei Zeitebenen und ein Geheimnis in der Vergangenheit! 

angefangen Schatten über Brodersby von Stefanie Ross
Der dritte Teil in der Reihe der Landarzt-Krimis ...

gesehen:
das chaotische Formel 1 Rennen in Hockenheim

gewesen:
zu Besuch und für den Großeinkauf bei meiner Mutter

bei Freunden in Münster

gefreut:
über den schönen Sommer, auch wenn über 40 Grad schon anstrengend waren

über den schönen Tag in Münster

über neue Bücher zur Rezension

geärgert:
dass mein Auto nach dem Urlaub nicht anspringen wollte

gekauft:
eine neue Batterie für mein Auto

gedacht:
jetzt ist die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub schon wieder geschafft

geschlafen:
dank mobiler Klimaanlage auch bei den hohen Temperaturen gut

gebloggt:
Lesestatistik Juni
Freitags-Füller
3 Rezensionen *1* *2* *3*

gezwitscher:







Ich wünsche Euch eine schöne Woche!

Freitag, 26. Juli 2019

Freitags-Füller #308









  1. Gestern war es hier fast 42 Grad.
     
  2. Zur Abkühlung habe ich lauwarm geduscht, Füße und Handgelenke gekühlt und rund 3 Liter getrunken.
     
  3. Wenn so warm ist kann ich mich im Büro nur schwer konzentrieren und schaffe nur wenig von meiner Arbeit weg.
     
  4. Mein Schlafplatz ist angenehm temperiert, dank einer mobilen Klimaanlage, die wir uns vor ein paar Jahren angeschafft haben.
     
  5. Der beste Durstlöscher ist bei mir gut gekühltes Wasser mit Limettensaft.
     
  6. Gekühltes Obst ist mein Lieblingssnack im Sommer.
     
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend, denn die Woche war anstrengend, morgen habe ich geplant, zu Freunden nach Münster zu fahren und dort einen schönen Tag zu verbringen und Sonntag möchte ich das Formel 1 Rennen sehen und vielleicht noch bloggen!





Ich wünsche Euch ein schönes, entspanntes Wochenende!
 

Den Freitags-Füller gibt es jede Woche bei Barbara
(Vorgaben in Normal- und meine Ergänzungen in Fettschrift)  

Hier sind alle bisher von mir ausgefüllten Freitags-Füller

Donnerstag, 25. Juli 2019

Zitronensommer von Cathy Bramley [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Rosie beschließt, ihren gut bezahlten Job in einer Werbeagentur aufzugeben, um ihrer Großmutter für eine Weile in ihrem Café auszuhelfen. Sie liebt die Zitronenbäume, die den kleinen Laden schmücken und den Duft von Sommer versprühen. Schnell wird das Café zu Rosies Lebensmittelpunkt. Die freundlichen Gäste, die köstlichen Biscotti ihrer Großmutter und vor allem Gabriel möchte sie nicht mehr missen. Doch Rosies Glück wird überschattet von einem Geheimnis aus ihrer Vergangenheit ... 
(Kurzbeschreibung gem. Heyne Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Cathy Bramley lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern und ihrem Hund in einem kleinen Dorf in Nottinghamshire. Sie war schon immer eine Leseratte und las früher oft mit der Taschenlampe unter der Bettdecke. Damit war erst Schluss, als ihr Mann ihr einen E-Reader mit Beleuchtung schenkte. Nachdem sie achtzehn Jahre lang eine Marketingagentur geleitet hatte, startete sie als Autorin noch einmal neu durch. Von ihrem Erfolg war sie dabei wohl als einzige selbst überrascht.
(Quelle: Heyne Verlag)

Homepage der Autorin

Cathy Bramley auf Twitter und Facebook


Meine Meinung:
Rosie wirft ihren Job in einer Werbeagentur hin, als sie gegen ihre Prinzipien verstoßen und an der Figur eines Models "Verbesserungen" auf einem Foto vornehmen soll.
Sie lebt im kleinen Dorf Barnaby in einem Cottage. Dort lebt auch ihre Familie und ihre Großmutter "Nonna" Maria betreibt dort das Lemon Tree Café, in dem Rosie dann aushilft. Nonna Maria hat italienische Wurzeln, die sich auch im Café mit den Zitronenbäumen widerspiegeln. 
Rosie findet Gefallen an ihrer Tätigkeit im Café und daran, ihre Fmilie um sich zu haben. Da ist Schwester Lia mit ihrem Mann und Sohn, Rosies Eltern und natürlich die bereits 75-jährige Nonna Maria. Rosies Mutter möchte schon lange, dass die Nonna kürzer tritt oder gar in den Ruhestand geht. So ist sie erfreut, dass Rosie im Café mitarbeitet.
Da kehrt der junge Witwer Gabe, den Rosie von früher kennt, mit seinem kleinen Sohn zurück ins Dorf und Rosie frischt die alte Freundschaft auf.
Rosie lehnt ein lukratives Jobangebot ab und entschließt sich im Dorf und im Café zu bleiben.

Dieser wunderbare Sommerroman hat mich wirklich überrascht, denn es ist mehr als nur eine leichte Geschichte.
In vier Teilen erzählt die Autorin eine Familien- und Liebesgeschichte, die mit ihren Themen und auch Tiefgang überzeugt.
Es geschieht wirklich viel, das das Leben einiger Menschen grundlegend ändert. Da geht es um Missbrauch, alte und neue Trauer, Freundschaft und Zusammenhalt. 
Eine Kette von Garten- und Wohnmärkten eröffnet eine neue Filiale im Dorf und bedroht damit die Existenz der kleinen Geschäfte im Ort.
Rosies Fähigkeiten im Bereich Marketing und Social Media sind hilfreich und das ganze Dorf hält zusammen und wehrt sich.

Die Haupt-Protagonistinnen sind sicher Rosie und Nonna Maria, aber auch die anderen Dorfbewohner und Rosies Familie spielen eine Rolle und haben alle ihre kleinen Geschichten. Und so entwickelt sich ein großes Ganzes, das abwechslungsreich und unterhaltsam ist.
Besonders gut gefallen hat mir Nonna Maria mit ihrem italienischen Charme. Die Autorin bzw. Übersetzerin verleihen ihr eine tolle Sprache mit italienischem Akzent, die mich begeistert und auch oft amüsiert hat.
Nonna Maria ist eine gute Seele, herzlich, liebevoll und verbirgt vor allen ein Geheimnis. Eine Reise nach Italien, bei der Rosie sie begleitet, verändert nicht nur ihr sondern auch Rosies Leben. Denn auch Rosie trägt ein Geheimnis mit sich herum, das sie noch nicht verarbeitet hat.

Diese Geschichte sprüht nur so von Ereignissen, berührenden und humorvollen Momenten. Der mitreißende und lebendige Schreibstil hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen und Langeweile kam zu keinem Zeitpunkt auf, weder bei mir noch bei den Protagonisten.
Es gibt viele Überraschungen und Wendungen und ich konnte tief in die Geschichte versinken und das Geschehen beobachten und miterleben.

"Zitronensommer" ist eine wunderbare Geschichte, wie sie das Leben schreiben könnte. Sie hat mich begeistert und überzeugt, weil sie frisch und modern ist, nachdenkliche Momente mit Tiefgang hat und sehr unterhaltsam ist.
Eine perfekte Geschichte für eine schöne sommerliche Auszeit mit dem Duft von Zitronen und anderen Köstlichkeiten in der Nase!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Heyne Verlag
und das Bloggerportal!












Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (10. Juni 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345342316X
ISBN-13: 978-3453423169
Originaltitel: The Lemon Tree Café
Übersetzung: Aimée de Bruyn Ouboter 



Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 1865 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 577 Seiten
Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (10. Juni 2019)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07K28LR6P




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Mittwoch, 24. Juli 2019

Das Haus am Rand der Klippen von Lucy Clarke [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Das Haus am Rand der Klippen war Elles größter Traum. Doch kaum eingezogen, liegt ihre Welt in Trümmern: Ihre Ehe zerbricht, sie ist bankrott, und ihr Verlag drängt auf ihr neues Buch, während sie mit Schreibblockaden und Schlaflosigkeit kämpft. Der Abgabetermin rückt näher, ihre Existenz hängt davon ab, und vielleicht liegt es an den angespannten Nerven, dass sie sich ständig beobachtet fühlt. Doch als Elle von einer Reise zurückkehrt, spürt sie schon beim Betreten ihres Hauses, dass etwas anders ist. Jemand war hier. Und hat ihr schlimmstes Geheimnis entdeckt.
(Kurzbeschreibung gem. Piper Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Lucy Clarke studierte Englische Literatur an der Universität von Cardiff, bevor sie sich ganz ihrer Karriere als Schriftstellerin widmete. Ihre Romane erobern auf der ganzen Welt die Bestsellerlisten. Sie ist passionierte Tagebuchschreiberin und mit einem professionellen Windsurfer verheiratet, mit dem sie zwei Kinder hat und die Liebe zum Meer teilt. Den Sommer verbringen sie an der Südküste Englands, den Winter in fernen, exotischen Ländern.
(Quelle: Piper Verlag)


Meine Meinung:
Die Schriftstellerin Elle Fielding hat sich einen Traum erfüllt und aus einem alten Cottage ihr Traumhaus auf den Klippen gemacht. Ganz oben gibt es ihr geliebtes, fast gläsernes Schreibzimmer mit einer tollen Aussicht aufs Meer.
Ihr erstes Buch war ein Bestseller und auch für ein zweites Buch hat sei einen Verlagsvertrag. Ihr Leben könnte also perfekt sein, ist es aber nicht. Ihre Ehe ist zerbrochen, die finanziellen Belastungen sind hoch und der Abgabetermin für das neue Buch ist schon bedrohlich nahe. Allerdings hat sie noch nichts geschrieben und steht massiv unter Druck.
Während einer Frankreich-Reise hat sie ihr Haus über Airbnb vermietet. Nach ihrer Rückkehr häufen sich plötzlich die Merkwürdigkeiten. Es sind nur Kleinigkeiten wie ein beschädigter Briefbeschwerer, eine verschwundene Brosche und das Wort Lügnerin, das als Schmiererei in ihren Büchern und am Schreibtisch auftaucht.
Elle verdächtigt zunächst die Airbnb-Mieterin, deren Account dort plötzlich verschwunden ist.
Was geht in ihrem Haus und in ihrem Leben vor?

Ellas Geschichte hat an meinen Nerven gezerrt, genau so wie an ihren.
Lucy Clarke schafft in dieser Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre.
Ellas Nervenanspannung, ihre Ängste und der psychische Druck sind bei mir angekommen und waren nachvollziehbar. Sie leidet unter Schlaflosigkeit und einer Schreibblockade. Doch wenn sie ihr neues Buch nicht termingerecht fertig stellt, wird sie alles verlieren. Der Druck wird von Tag zu Tag höher und die merkwürdigen Ereignisse hören auch nicht auf.
Auf Facebook "spielt" sie allerdings die erfolgreiche Autorin und lässt ihre Fans an ihrem Leben teilhaben. Die Autorin zeigt hier eindrucksvoll, wie Elle als Autorin die sozialen Medien gut als Marketing-Instrument benutzt, sich aber auch zum "gläsernen Menschen" macht und welche Risiken das nach sich ziehen kann. Nach einer Weile hatte ich so ziemlich jeden im Verdacht. Ob es der unfreundliche Sohn der Nachbarn oder die Damen aus dem Buchclub waren, alle waren für mich verdächtig, aber ich konnte kein Motiv erkennen.
Zwischendurch gibt es Rückblicke in Ellas Vergangenheit als Studentin und auch hier gab es mögliche Verdächtige.
Dazu gibt es Einblicke in die Gedanken der Person, die in Elles Haus war, aber ich konnte auch daraus keine Schlüsse auf die Person ziehen. Klar ist nur, dass da jemand ein perfides Spiel mit ihr treibt.
Nach und nach offenbart sich, dass Elle ein Geheimnis hat, in dem die Ereignisse begründet liegen können.
Auch durch das toll und detailreich beschriebene Setting des ziemlich einsamen Hauses auf den Klippen war die Stimmung sehr bedrückend. Die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt immer mehr und bald zweifelte ich auch an Elle und ob sie das wirklich alles real erlebt.
Was sich dann am Ende als Auflösung offenbart, hatte ich so nicht erwartet.
Lucy Clarke gelingt nach vielen falschen Fährten am Ende eine Überraschung und sie löst alle Fäden auf und alle Fragen werden geklärt.

Dieser geheimnisvolle Roman war für mich psychologische Spannung pur und er hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ich war gebannt im Sog der Geschichte und zu jedem Zeitpunkt bestens unterhalten!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Piper Verlag
und NetGalley!









 
Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Piper Paperback (4. Juni 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492061214
ISBN-13: 978-3492061216
Originaltitel: You let me in
Übersetzung: Claudia Franz 



 
Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 3160 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Piper ebooks (4. Juni 2019)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07KGF8Y9T





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