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Montag, 21. September 2020

So weit die Störche ziehen von Theresia Graw [Rezension]

 

Cover-Rechte beim Verlag

 
Zum Inhalt:
Ostpreußen 1939: Während die Welt aus den Fugen gerät, wächst die junge Dora Twardy behütet auf dem Pferdegestüt ihrer Familie auf. Der Tochter des Gutsherren mangelt es an nichts, auch nicht an Verehrern. Doch als die deutsche Wehrmacht Polen angreift, muss Dora schlagartig erwachsen werden. Ihr Vater wird eingezogen und übergibt ihr die Verantwortung für den Hof. Mit aller Kraft kämpft Dora um den Erhalt des Familienbesitzes. In den Wirren des Krieges stehen ihr zwei Männer bei: der sanftmütige Freund ihres Bruders, Wilhelm von Lengendorff, und der abenteuerlustige Kriegsfotograf Curt von Thorau. Zu spät erkennt Dora, wen sie wirklich liebt …
(Kurzbeschreibung lt. Ullstein Verlag)
 
 
Weitere Teile:
 
 
Die Autorin:
Theresia Graw wurde 1964 in Oberhausen geboren. Nach ihrem Studium der Germanistik und Kommunikationswissenschaft war sie als Reporterin und Moderatorin für verschiedene Privatsender tätig, bevor sie zum Bayerischen Rundfunk wechselte. Neben ihrer Tätigkeit als Journalistin schreibt sie Romane. »So weit die Störche ziehen« ist ihr persönlichstes Buch, in dem sie die Geschichte ihrer aus Ostpreußen stammenden Familie mit einer fiktiven Handlung verwebt. Theresia Graw hat zwei erwachsene Kinder und lebt in München.  
(Quelle: Ullstein Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Wir schreiben das Jahr 1939 in Ostpreußen und die 16-jährige Dora lebt wohlbehütet und glücklich auf dem Hof der Familie, die auch eine Pferdezucht betreibt. Sie liebt den Hof, das Land und vor allem die Pferde.
Und sie ist verliebt in Wilhelm von Lengendorff, den Freund ihres Bruders, und hofft auf einen baldigen Heiratsantrag.
Doch alles kommt anders als der 2. Weltkrieg beginnt. Die jungen Männer werden eingezogen und Dora muss nach Königsberg, um dort ihrem Onkel zu helfen, dessen Frau verstorben ist. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lernt sie das Stadtleben schätzen und lernt den Kriegsfotografen Curt von Thorau kennen.
Doch auch als sie auf das Gut ihrer Familie zurückkehren kann, ist nichts mehr wie es war. Dora muss schneller erwachsen werden, als ihr lieb ist …

Mit diesem Roman wagt sich Theresia Graw erstmals ins historische Genre und verarbeitet dabei ein Stück der Geschichte ihrer Familie. Auch wenn die Handlung fiktiv ist, so beinhaltet sie doch vieles, was ihre Familie erleben musste und woran sie die Erinnerung bewahren möchte.

Anfangs habe ich mich schwer getan, mit Dora warm zu werden. Sie war eine verwöhnte Tochter, einerseits sehr naiv aber auch unbeschwert und lebenslustig. Ihre große Liebe gehört den Pferden und sie träumt davon, mit Wilhelm eine Pferdeschule zu eröffnen.
Aber dann durfte ich im Verlauf der Geschichte eine Entwicklung von Dora erleben, die mich mehr als einmal überrascht und beeindruckt hat.
Nachdem auch ihr Vater in Krieg muss, übernimmt Dora die Verantwortung für das Gut und die Familie. Sie wird schnell erwachsen, verantwortungsbewusst, trifft Entscheidungen und tut alles, um ihre Familie und auch die Beschäftigten auf dem Gut über die schwere Zeit zu bringen.
Der Krieg und seine Grauen kommen immer näher und Dora und ihre Familie spüren die Auswirkungen mehr und mehr. Pferde und Lebensmittel werden beschlagnahmt, Zwangsarbeiter kommen auf den Hof und schließlich kommt der Feind immer näher. Dora muss erneut eine folgenschwere Entscheidung treffen.

Theresia Graw erzählt diese Familiengeschichte mit sehr viel Leidenschaft und hat mir dabei ein Stück Zeitgeschichte sehr lebendig vermittelt.
Eindrucksvoll erzählt sie am Beispiel von Dora und ihrer Familie das Schicksal, dass damals die Ostpreußen erleben mussten. Sie litten, wie viele andere auch, während des Krieges und danach war ihr Leid auch noch nicht zu Ende.
Dabei beschreibt sie sehr bildhaft die Schönheit der ostpreußischen Landschaft und die Liebe der Menschen zu ihrem Land.
Aber auch das Kriegsgeschehen mit all seinen Facetten und Folgen vermittelt sie realistisch.
Diese Mischung aus einer packenden Familiengeschichte mit realen historischen Hintergründen hat in mir viele Emotionen ausgelöst und mich mit den Menschen dort ihr Schicksal erleben lassen. Ich fühlte mich den Protagonisten sehr nahe und habe mit ihnen gefühlt.
Neben Doras Familie gibt es viele weitere Figuren, die alle ihre kleinen oder größeren Geschichten haben und die Handlung wunderbar ergänzen.

Diese Familiensaga ist ein großartig erzähltes Epos, realistisch, fesselnd und emotional. Der Roman hat mich sehr bewegt und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Ullstein Verlag
und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Taschenbuch : 640 Seiten
ISBN-10 : 3548062520
ISBN-13 : 978-3548062525
Herausgeber : Ullstein Taschenbuch; 1. Auflage (3. August 2020) 
 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
Dateigröße : 2937 KB
ASIN : B07ZTQ2T5N
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 611 Seiten
Herausgeber : Ullstein eBooks; 1. Auflage (3. August 2020)
Sprache: : Deutsch  
 
 
 
 
 
Klicks auf die Cover führen zur entsprechenden Ausgabe bei Amazon *
 

Wochenrückblick KW 38/2020



 
gelesen:
(insgesamt rund 13 Stunden)

ausgelesen Der Glanz vergangener Tage von Penny Vincenzi
Ein historischer Roman über drei Frauen während der Zeit des 2. Weltkrieg
 
angefangen Rosenträume von Debbie Macomber
Der zweite Teil der Cedar Cove-Reihe
 
gesehen:
Wer wird Millionär, Marie Brand Krimi, Kommissar Dupin-Verfilmung Bretonisches Leuchten, Fußball
 
gewesen:
wie immer bei meiner Mutter

gearbeitet:
5 Tage im Home Office, anstrengende Woche mit viel Arbeit und Überstunden

geärgert:
dass die alte Blogger-Version nun endgültig abgeschaltet wurde. Die neue Oberfläche ist doch sehr gewöhnungsbedürftig und hat leider auch noch Fehler

gefreut:
über die Anfrage vom Portal Leserkanone.de bezügl. einer Vorstellung meines Blogs

geschlafen:
zu wenig und nicht besonders gut

gedacht:
immer noch kein Urlaub in Sicht

gegessen:
Tortelli mit Ricotta und Spinat, Leberkäse mit Brezeln, Gebackener Camembert mit Preiselbeerbirnen, Cannelloni, Currywurst mit Pommes, Spaghetti mit Tomatensauce, selbstgemachte Hamburger

gebloggt:
(insgesamt rund 3 Stunden)

leider aufgrund Zeitmangel nur 2 Beiträge:
Freitags-Füller
1 Rezension

gezwitscher:

 

Ich wünsche Euch eine schöne Woche!

 

Freitag, 18. September 2020

Freitags-Füller #366

 








  1. Es gibt Menschen, da könnte man stundenlang den Kopf schütteln über deren rücksichtsloses Verhalten.
     
  2. Es dauerte tatsächlich 3 Monate bis wir von der Fluggesellschaft einen Gutschein für unseren abgesagten Urlaubsflug erhalten haben.
     
  3. Ich habe schon länger nicht mehr herzhaft gelacht.
     
  4. Meine Mutter ist neben dem Lieblingsmann der wichtigste Mensch in meinem Leben. Sie ist inzwischen 85 Jahre alt und lebt noch alleine in ihrer Wohnung. Mit unserer Unterstützung klappt das ganz gut.
     
  5. Noch laufe ich barfuß in den Schuhen und brauche keine Socken gegen kalte Füße.
     
  6. Die erste Kürbissuppe wird es nicht geben, da mein Mann sie nicht mag und in ein Restaurant gehen wir derzeit nicht.
     
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen entspannten Abend, morgen habe ich geplant, wie immer ein wenig Hausarbeit zu erledigen und Sonntag möchte ich ausschlafen und mich von einer anstrengenden Woche erholen!
 





Ich wünsche Euch ein schönes, entspanntes Wochenende!
 

Den Freitags-Füller gibt es jede Woche bei Barbara
(Vorgaben in Normal- und meine Ergänzungen in Fettschrift)  

Hier sind alle bisher von mir ausgefüllten Freitags-Füller

Dienstag, 15. September 2020

Wohin der Himmel uns führt von Dani Atkins [Rezension]

Cover (alle Rechte beim Verlag)


Zum Inhalt:
An einem schicksalhaften Tag beschließt Beth, eine lebensverändernde Entscheidung zu treffen. Denn für sie und ihren Mann Tim gibt es noch eine letzte Möglichkeit, Eltern zu werden. Ein letzter gemeinsamer Embryo ist in einer Klinik für künstliche Befruchtung eingefroren. Doch dann ändert ein Anruf der Klinik einfach alles.
Seit acht Jahren ist der kleine Noah das ganze Glück seiner Eltern Izzy und Pete und das Einzige, was die beiden noch zu verbinden scheint. Sie wundern sich nur hin und wieder, dass er keinem von ihnen ähnlich sieht …
Als Beth und Izzy aufeinandertreffen, geraten ihre jeweiligen Welten ins Wanken. Ein Ereignis vor acht Jahren bringt sie auf eine Weise zusammen, die keine von ihnen je für möglich gehalten hätte. Und sie müssen sich beide der Frage stellen: Wie viel Liebe braucht es, um ein Kind loszulassen?

(Kurzbeschreibung lt. Knaur Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Hertfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. Mit ihren gefühlvollen und dramatischen Liebesgeschichten »Die Achse meiner Welt«, »Die Nacht schreibt uns neu«, »Der Klang deines Lächelns«, »Sieben Tage voller Wunder« und »Das Leuchten unserer Träume« eroberte sie die Herzen der Leserinnen im Sturm. Ihr 2019 erschienener Roman »Sag ihr, ich war bei den Sternen« stieg sofort auf die Spiegel-Bestsellerliste ein.
(Quelle: Knaur Verlag)


Meine Meinung:
Beth hat ihre große Liebe, ihren Mann Tim, durch eine unheilbare Krankheit verloren. Als Tim die Diagnose bekam, haben sich Beth und Tim dazu entschieden, in einer Kinderwunschklinik Embryos einfrieren zu lassen, damit sie auch nach einer Behandlung von Tim noch Kinder bekommen können. Nach zwei Fehlversuchen gibt es nun noch einen Embryo, der für Beth die letzte Möglichkeit ist, ihre große Liebe zum Tim in einem Kind weiterleben zu lassen.
Sie teilt der Klinik ihren Wunsch mit, doch dann ändert ein Anruf alles…

Izzy und Pete sind glückliche Eltern des achtjährigen Noah, ihre Ehe steckt jedoch in einer Krise. Auch wenn sie sich schon oft gewundert haben, warum Noah keinem von beidem ähnelt, ist er ihr ganzes Glück und das einzige, das sie zur Zeit verbindet.
Dann wird auch ihr Leben auf den Kopf gestellt und ein tragisches Ereignis führt Izzy, Pete und Beth näher zusammen, als sie sich das je vorstellen konnten.

Das zentrale Thema dieser emotionalen Geschichte ist Mutterliebe bzw. die Liebe von Eltern zu ihrem Kind.
Die Geschichte wird wechselnd aus der Sicht von Beth und Izzy erzählt, beide in der Ich-Form. So war ich beiden Frauen gleich ziemlich nah und mochte beide auf Anhieb, so unterschiedlich sie auch sind.
Ich habe mit Beth um ihren Mann getrauert und ihr gewünscht, dass der letzte Versuch schwanger zu werden, klappen möge.
Mit Izzy habe ich gelitten, denn schnell ist klar, dass sie ihren Mann eigentlich noch liebt und unter der Trennung leidet.
Dann tritt eine Situation ein, in der ich nicht wusste, wer von beiden mir mehr leid tat. Ich hätte weder an Beths noch an Izzys Stelle sein wollen.
Gerade als sich eine Lösung für die Situation anbahnt, tritt ein tragisches Ereignis ein, das erneut alles verändert und ich war gespannt, wie Izzy und Beth damit zurechtkommen werden.

Die Geschichte entwickelt sich im Verlauf immer wieder zu einer Achterbahn der Gefühle. Es gibt viele traurige und sehr bewegende Momente aber auch viele glückliche, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie ich reagiert hätte. Auch wenn ich selbst kein Kind habe, bin ich doch Kind einer Mutter und erlebe die große Mutterliebe jeden Tag.
Begeistert hat mich der einfühlsame Schreibstil, in dem Dani Atkins diese Geschichte erzählt. Ohne Kitsch oder zu viel Drama transportiert sie die vielen unterschiedlichen Emotionen zum Leser und hat mich mit ihren Protagonistinnen fühlen lassen. Ich fühlte mich ihnen so nah wie eine Freundin und habe Anteil am Geschehen genommen.
Beide Frauen zeigen im Verlauf der Geschichte sehr viel Stärke und Größe, die ich so nicht erwartet hätte, aber beeindruckend fand.
Auf leisen Sohlen schleicht sich auch noch ein bisschen Romantik in die Geschichte, was sehr gut ins Gesamtbild passt und für schöne Momente sorgt.

„Wohin der Himmel uns führt“ ist eine sehr emotionale aber authentisch anmutende Geschichte über Mutterliebe, Verlust und Trauer, die mich sehr gefesselt und begeistert hat. Das Ende hat mich lächelnd zurück gelassen und die Geschichte hat sich in mein Herz geschlichen!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Knaur Verlag!














Taschenbuch : 432 Seiten
Originaltitel : A Million Dreams
ISBN-10 : 3426524295
ISBN-13 : 978-3426524299
Herausgeber : Knaur TB; 3. Auflage (1. September 2020)
Sprache: : Deutsch
Übersetzung: Simone Jakob, Anne-Marie Wachs




 
Format: Kindle-Ausgabe
Dateigröße : 732 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 432 Seiten
Herausgeber : Knaur eBook; 1. Auflage (1. August 2020)
Sprache: : Deutsch
ASIN : B086SL76MS







 


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Montag, 14. September 2020

Wochenrückblick KW 37/2020

gelesen:
(insgesamt rund 12 Stunden)
 
ausgelesen So weit die Störche ziehen von Theresia Graw
Ein historischer Roman, in dem die Autorin auch eigene Familiengeschichte verarbeitet, sehr fesselnd.


durchgelesen Die Frauen von der Purpurküste - Julies Entscheidung 
von Silke Ziegler
Der zweite Teil der Purpurküsten-Reihe war sehr bewegend. 

angefangen Der Glanz vergangener Tage von Penny Vincenzi
Ein historischer Roman über drei Frauen ... 

gesehen:
Wer wird Millionär und andere Quizshows, eine Kommissar Dupin Verfilmung, Formel 1

gewesen:
bei meiner Mutter zum Großeinkauf

gearbeitet:
5 Tage im Home Office

geärgert:
keine Ärgernisse diese Woche

gefreut:
über überraschende Buchpost vom Knaur Verlag


geschlafen:
leider ziemlich unruhig

gedacht:
leider musste schon wieder ein ehemaliger Kollege viel zu jung gehen ...

eigentlich wäre jetzt Pützchens Markt ... doofe Pandemie ...

gegessen:
Spaghetti Bolognese, Linguine mit Steinpilzen, Pizza mit Spinat, Bratkartoffeln mit Spiegelei, Seelachsfilet mit Kartoffelsalat, Schinkennudeln, Schnitzel mit Pommes und Erbsen

gebloggt:
(insgesamt rund 7,75 Stunden)

4 Beiträge:
Freitags-Füller
3 Rezensionen *1* *2* *3*

gezwitscher:


Ich wünsche Euch eine schöne Woche!

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