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Bildrechte beim Verlag
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Zum Inhalt:
Zwischen Hoffnung und Sehnsucht auf Sylt
Sylt, Mitte der
1980er Jahre. Brits Tochter Kari begeistert sich nicht sonderlich für die
Arbeit im Café König Augustin, sie ist mehr am Schickimicki-Leben von Sylt
interessiert. Dann aber scheint sich alles zum Guten zu wenden, Kari
heiratet einen berühmten Modedesigner und gehört von da an zur High
Society. Als sie schwanger wird, sind ihre Eltern endgültig versöhnt. Doch
irgendetwas stimmt nicht mit Karis Ehe, und als ihre Tochter auf die Welt
kommt, wird ein skandalöses Geheimnis offenbar.
Weitere Teile:
Die Autorin:
Gisa Pauly hat zwanzig Jahre lang als Berufsschullehrerin gearbeitet, ehe
sie das Unterrichten an den Nagel hängte und sich ganz dem Schreiben
widmete. 1994 erschien ihr erstes Buch "Mir langt's - eine Lehrerin steigt
aus!", darauf folgten zahlreiche Drehbücher und Romane. Mit den
Sylt-Krimis rund um Mamma Carlotta erobert sie Jahr um Jahr die
Bestsellerlisten und die Herzen der Leserinnen und Leser. Gisa Pauly zählt
heute zu den erfolgreichsten Autorinnen im deutschsprachigen Raum.
(Quelle: Heyne Verlag)
Meine Meinung:
„Café Hoffnung“ ist der zweite Teil der Sylt-Saga.
Nachdem der erste
Teil im Jahr 1964 endete befinden wir uns nun im Jahr 1985, also gut 20
Jahre später.
Brit ist inzwischen mit Olaf verheiratet, den sie nicht
so liebt wie ihre große Jugendliebe Arne sondern mehr aus Dankbarkeit seit
der Geburt ihrer Tochter Kari mit ihm zusammen ist.
Beide führen das
Hotel und das Café König Augustin auf Sylt und wünschen sich, dass Kari in
ihre Fußstapfen treten wird.
Aber Kari hat kaum Interesse am
Familienunternehmen.
Sie bewegt sich lieber in der
Schickimicki-Szene auf Sylt, spricht dem Alkohol und auch Drogen zu und
rebelliert gegen ihre Eltern. Sie möchte ein selbstbestimmtes Leben führen
und sich nicht von den Eltern den Weg vorschreiben lassen. Aber wohin ihr
Weg sie führen soll, weiß sie selbst noch nicht. Als sie erfährt, dass
Olaf nicht ihr leiblicher Vater ist, bricht sie komplett mit ihren Eltern
vor Enttäuschung über die jahrelange Lüge.
Brit und Olaf schöpfen
Hoffnung, als Kari den bekannten Modedesigner Mike Heiser heiraten wird,
über den das Gerücht umgeht, er sei homosexuell. Diese Neuigkeit ruft
Enttäuschung beim Geschäftsführers des Hotels Hajo Keller hervor, der
heimlich in Kari verliebt ist, sich aber wenig Hoffnung auf Kari gemacht
hat, da er als Schwarzer Mensch als Außenseiter gilt.
Karis
Umfeld hegt bald den Verdacht, dass Karis Ehe nicht glücklich ist, denn
die frisch gebackenen Eheleute pflegen keine sehr liebevolle Ehe. Kari
wird auch schnell unzufrieden, denn sie wird von der Presse verfolgt, was
sich noch verschlimmert, als sie feststellt, dass sie schwanger ist. Sie
ergreift die Flucht in das inzwischen modernisierte Entbindungsheim, in
dem seinerzeit auch ihre Mutter lebte und leiden musste. Inzwischen ist
dieses Heim zu einem liebevollen Heim für ledige Mütter geworden, die dort
eine wirkliche Zuflucht und Unterstützung finden können. Doch Karis
Verfolger finden sie auch dort und die Lage spitzt sich zu.
Trotz
des großen Zeitsprungs war ich schnell wieder in der Geschichte um Brit
und ihre Familie gefangen. Dieser Teil deckt nur einen Zeitraum von rund
einem Jahr ab, aber es geschieht trotzdem recht viel und die Handlung
nimmt immer mehr Fahrt auf.
Zwischendurch gibt es auch immer wieder
Einblicke in das Leben von Brits Familie in ihrem Heimatort Riekenbüren,
wo ihre Eltern weiterhin leben und ihr inzwischen ebenfalls verheirateter
Bruder die Schreinerei übernommen hat und seine Frau den Campingplatz
führt. Es gibt dann auch Verknüpfungen zwischen diesen beiden
Handlungssträngen, so dass beide Familiengeschichten weiterführt
werden.
Die Handlung ist abwechslungsreich, unterhaltsam und
spitzt sich teilweise sogar etwas dramatisch zu.
Die Autorin gibt
einerseits ein stimmiges Bild des Lebens in den 1980er Jahren, verarbeitet
aber auch Themen wie Homosexualität, Aids, die Diskriminierung Schwarzer
Menschen und Legasthenie. Deutlich stellt sie dar, wie fragwürdig der
Umgang seinerzeit damit war und welche Ausgrenzung damit verbunden war.
Diese Themen tragen auch zur Brisanz der Handlung bei und es gibt etliche
spannende Szenen. Zwischenzeitlich gibt es auch ein paar Längen aber
insgesamt kann die Geschichte auch einige Überraschungen bieten.
Die
größtenteils schon bekannten Figuren entwickeln sich glaubhaft weiter.
Hierbei macht besonders Kari eine große Entwicklung durch. Sie entwickelt
sich von einer flatterhaften und trotzigen jungen Frau zu einer
verantwortungsvollen und liebevollen Mutter. Dabei entwickelt sie auch
eine Stärke, die ich ihr nicht zugetraut hätte, denn sie kämpft für ihr
Ziel.
„Café Hoffnung“ ist eine spannende und unterhaltsame
Fortsetzung der Familien-Saga, die weiterhin ihren Schwerpunkt auf der
wunderbar beschriebenen Insel Sylt hat. Dieser zweite Teil macht Lust auf
den dritten und letzten Teil, in dem dann Karis Tochter im Mittelpunkt
stehen wird.
Gerne empfehle ich die Sylt-Saga, die man auf jeden Fall
in der richtigen Reihenfolge lesen sollte!
Fazit: ⭐⭐⭐⭐
Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar
an den Heyne Verlag
und das Bloggerportal!
Herausgeber : Heyne Verlag; Originalausgabe Edition (14.
September 2022)
Sprache : Deutsch
Broschiert : 496
Seiten
ISBN-10 : 3453425782
ISBN-13 :
978-3453425781
Kindle-Ausgabe
ASIN : B091KYMGZW
Herausgeber : Heyne Verlag; Originalausgabe Edition (14. September 2022)
Sprache : Deutsch
Dateigröße : 2450 KB
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