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Dienstag, 18. März 2025

Jedes Jahr im Winter von Emily Stone [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Sie kann ihm nicht verzeihen. Doch kann sie ihn vergessen?

Jedes Jahr zum Fest der Liebe begegnet Cassie dem Mann, mit dem sie bereits ihre Kindheit verbracht hat. Dem Mann, den sie schon immer heimlich liebte und der stets unerreichbar schien. Doch ein einziger Kuss an einem verschneiten Wintertag könnte alles zwischen ihnen verändern. Plötzlich scheint mehr als nur Freundschaft möglich. Wäre da nicht das Leben, das sie immer und immer wieder auseinandertreibt. Doch dann geschieht das Unvorstellbare: Ein furchtbarer Schicksalsschlag führt die beiden wieder zueinander und droht ihre Liebe für immer zu brechen …

Eine hochemotionale Lektüre über die große Liebe und die schmerzhaften Folgen eines einzigen Fehlers.
(Kurzbeschreibung lt. Penguin Verlag)
 
 
 
Die Autorin:
Emily Stone lebt und arbeitet in Chepstow, Wales. Für immer im Dezember ist in einem alten viktorianischen Herrenhaus entstanden, das auf eine beeindruckende literarische Geschichte zurückblicken kann. Ihr Debütroman wurde zum Teil durch den Tod ihrer Mutter inspiriert, die starb, als Emily Stone sieben Jahre alt war. Die Autorin wollte zeigen, wie sehr diese Trauer das Leben eines Menschen beeinträchtigen kann, selbst wenn das Ereignis Jahre zurückliegt. 
(Quelle: Penguin Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Cassie und ihr Bruder Tom verloren bereits als Kinder ihre Eltern bei einem Unfall. Dieser tragische Verlust hat die beiden sehr zusammengeschweißt, dass sie fast eine Einheit sind. Tom hat seine jüngere Schwester immer beschützt und sich um sie gekümmert. Er ist für Cassie der Fels in der Brandung, der verlässliche Punkt, der immer da ist.
Jedes Jahr zum Weihnachtsfest veranstaltet Tom für Cassie eine Art Schatzsuche oder Schnitzeljagd, die ihr etwas abverlangt und sie am Ende zu ihrem Geschenk führt.
Sam ist Toms bester Freund und dadurch auch für Cassie ein Freund.
Cassie schwärmt heimlich für Sam und eines Tages kommt es zu einem Kuss, der in Cassie Hoffnungen schürt, die Sam aber nicht erfüllt.
Dann kommt es zu einem schrecklichen Ereignis, dass die Verbindung zwischen Sam und Cassie endgültig zertrennt.
Cassie begibt sich noch einmal auf Schatzsuche, die für sie besonders emotional wird und von der sie nicht erahnt, wohin sie geführt wird.

Der Klappentext dieses Romans hatte mich sehr angesprochen und ich hatte gewisse Erwartungen an die Geschichte, die sich aber dann doch anders darstellte.
Der Titel ist etwas verwirrend, denn die Geschichte spielt keinesfalls nur im Winter und zu Weihnachten sondern erstreckt sich tatsächlich über mehrere Jahre. Es gibt immer wieder größere Zeitsprünge von Monaten oder gar Jahren und auch immer wieder mal kleinere Rückblicke. Eine besondere Rolle spielt dabei besagte Schnitzeljagd oder Schatzsuche, die Cassie nach Briefen von Tom durchführt.

Die Hauptfiguren sind Tom, Cassie und eben auch Sam.
Die Geschichte erzählt von großer Geschwisterliebe, Freundschaft aber auch der Liebe zwischen Mann und Frau als Paar. Dazu kommt Verlust, Trauer und Neuanfang. Diese Themen sorgen alle dafür, dass es oft sehr emotional zugeht. Diese Emotionen konnte die Autorin gut transportieren und ich habe besonders mit Cassie mitfühlen können. Sam ist mir teilweise ein bisschen fern geblieben, dennoch konnte ich seine Gefühle und besonders auch seine Entscheidungen nachvollziehen.
Cassie macht wohl die größte Entwicklung durch und geht teilweise bis an ihre Grenzen und wächst über sich hinaus. Dabei muss sie auch manchmal mutig sein und Ängste bewältigen. Das hat mir durchaus gut gefallen.
Da sich die Handlung über einen sehr langen Zeitraum zieht, bleibt es nicht aus, dass es zwischendurch auch mal zu Längen kommt, die nicht hätten sein müssen.
Durch die Schnitzeljagd bekommt die Handlung neben der emotionalen Komponente auch noch eine unterhaltsame, die zu verschiedenen Orten und Gelegenheiten führt und dabei auch mal für Leichtigkeit sorgt.

„Jedes Jahr im Winter“ ist eine sehr emotionale, teilweise auch tiefgründige Geschichte, die mich gut unterhalten hat und die man meiner Meinung nach zu jeder Jahreszeit lesen kann!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Penguin Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (27. September 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 448 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3328110119
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3328110118
Originaltitel ‏ : ‎ One Last Gift 
Übersetzung  :  Babette Schröder 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0C171LHL1
Herausgeber ‏ : ‎ Penguin Verlag (27. September 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 4.3 MB 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *)
 
 

Montag, 17. März 2025

Die kleine Villa in Italien von Julie Caplin [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Lia Bathurst braucht dringend eine Auszeit. Privat und beruflich steckt die Künstlerin in einer Sackgasse - warum also nicht den Sommer an der Amalfiküste verbringen? Schon lange träumt Lia davon, die weißen Sandstrände, das türkisblaue Meer und die italienische Küche zu genießen. Aber niemals hätte sie geglaubt, dass sie hier auch auf die Spuren ihres leiblichen Vaters Ernesto stoßen könnte. Ein Vater, von dem sie bis vor ein paar Wochen überhaupt nichts wusste! Und nun steht sie vor den Toren seiner hübschen Villa und hofft, endlich mehr über ihre Wurzeln zu erfahren. Wenn da nur nicht Ernestos unausstehlicher Manager wäre. Raphael hält Lia für eine Erbschleicherin und ist entschlossen, sie zu entlarven. Selbst wenn das bedeutet, dass er sie nicht mehr aus den Augen lassen darf und die beiden sich immer näherkommen … 
(Kurzbeschreibung lt. Rowohlt Verlag)
 
 
 
Die Autorin:
Julie Caplin lebt im Südosten Englands, liebt Reisen und gutes Essen. Als PR-Agentin hat sie in zahlreichen Großstädten auf der ganzen Welt gelebt und gearbeitet. Mittlerweile widmet sie sich komplett dem Schreiben. Mit ihrer Romantic-Escapes-Reihe landet sie regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Die Romane sind auch unabhängig voneinander ein großes Lesevergnügen. 
(Quelle: Rowohlt Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Lia Bathurst ist Textilkünstlerin und arbeitet aus Stoffen und Stickereien Kunstwerke. Sie hat auch einen sehr lukrativen Auftrag für ein Restaurant, doch ihre ersten Vorschläge fanden keinen Anklang und nun fehlt ihr die Inspiration für weitere Ideen dazu.
Außerdem hat sie kürzlich erfahren, dass der Ehemann ihrer Mutter nicht ihr leiblicher Vater ist. Das ist ein recht berühmter Hollywood-Schauspieler italienischer Herkunft namens Ernesto.
Ihre Kontaktversuche wurde jedoch bereits von dessen Manager Raphael Knight in London abgeblockt. Sie hat allerdings erfahren, dass Ernesto den Sommer mit seiner Familie an der Amalfiküste verbringt.
So reist Lia kurzentschlossen dorthin und kann im kleinen Dachatelier eines Bekannten unterkommen. Sie hofft, in Italien die nötige Inspiration für ihr Restaurant-Projekt zu finden und gleichzeitig auf eine Chance, Kontakt zu Ernesto, ihrem Vater, aufnehmen zu können.

Die Geschichte beginnt gleich turbulent und erzählt, wie Lia am Tor zur Villa steht, in der Ernesto mit seiner Familie leben soll.
Doch sie wird nicht vorgelassen, bekommt keine Chance zu erklären, wer sie und vor allem wer ihre Mutter ist und wird an den Manager verwiesen. Doch mit dem hat sie ja schon unerfreuliche Kontakte gehabt. Raphael Knight hält Lia für eine Erbschleicherin und glaubt ihr kein Wort.
Zufällig trifft sie auf der Straße in der Nähe der Villa auf Leo, der sie mit zurück in den Ort nimmt und ihr so aus der Patsche hilft.
Später stellt sich Leo als Bruder von Raphael heraus.
Durch einen weiteren Zufall bekommt Ernesto Kenntnis von ihrer Anwesenheit und Lia wird in die Villa eingeladen. So erfährt sie, dass Ernestos Frau von ihrer Existenz weiß und sie wird mit offenen Armen empfangen. Nur Raphael bleibt weiterhin sehr skeptisch und misstrauisch.

In dieser Geschichte thematisiert die Autorin Patchworkfamilien mit all ihren Facetten, denn auch Ernestos aktuelle Familie ist eine Patchworkfamilie. Raphael und Leo sind nicht seine Söhne sondern nur die seiner Ehefrau und das Paar hat auch noch gemeinsame Kinder.
Aber ein Schwerpunkt ist auch der Vertrauensbruch ihrer Mutter, die Lia bis ins Erwachsenenalter verschwiegen hat, dass der Mann den sie für ihren Vater gehalten hat, das eben nicht ist. Darunter leidet Lia sehr und im Moment spricht sie auch nicht mit ihrer Mutter und blockt deren Kontaktversuche ab.
Ihre Sehnsucht, ihren leiblichen Vater kennenzulernen und zu erfahren, wie es dazu kam, dass sie ihn nicht früher kennenlernen durfte, ist gut bei mir angekommen und war für mich auch sehr verständlich und nachvollziehbar. Jeder möchte sicher seine Wurzeln kennen.

Daneben geht es in diesem schönen Roman viel um Familie an sich, die gute italienische Küche und das italienische Dolce Vita im Sommer.
Die Figuren bieten allerlei und sind vielfältig angelegt.
Während Raphael sehr misstrauisch ist und einen ausgeprägten Beschützerinstinkt gegenüber seinem Stiefvater und seiner Mutter hat ist sein Bruder Leo eine Frohnatur und lebt sehr unbekümmert in den Tag hinein. Aurelia, Ernestos Ehefrau, ist eine tolle Mutter, die ihre Familie und besonders natürlich ihren Mann liebt und für ihr Leben gerne kocht. Sie hält den ganzen Laden zusammen. Ernesto selbst ist zwar ein bekannter Schauspieler aber keinesfalls überheblich oder von Starallüren geprägt.
Die Kinder sind ebenfalls sehr liebevoll und altersgerecht dargestellt. So entsteht eine bunte Truppe, die für viel Unterhaltung sorgt.

Raphael wird von seiner Mutter genötigt, viel Zeit mit Lia zu verbringen, nachdem diese in die Villa eingeladen wurde. Und so war es etwas vorhersehbar, was da folgen würde. Das Knistern, das zwischen den beiden entsteht war dann auch schnell spürbar und ich habe mich gefragt, ob sich da wirklich etwas ernsthaftes entwickeln kann, so misstrauisch wie Raphael ansonsten ist.

Die Rahmenhandlung dieser Familiengeschichte ist geprägt vom Sommer an der Amalfiküste und man bekommt beim Lesen die Gelegenheit den Ort Positano, die Amalfiküste und schöne Strände zu entdecken. Es geht auch häufig um gutes, landestypisches Essen und Trinken und man riecht und schmeckt die berühmten Zitronen, leckeres Eis und Pastagerichte.

Dieser Roman ist eine schöne Wohlfühlgeschichte mit ernsteren Themen, die einfühlsam erzählt werden und viel sommerlicher, italienischer Leichtigkeit, die Reiselust und Urlaubsgefühle weckt und bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt.
Alles zusammen hat mich gut unterhalten und mich mit Lia mitfiebern lassen und ich habe ihre Freude über ihre neue Familie geteilt!
Diese schönen Lesestunden an der Amalfiküste empfehle ich gerne weiter!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Rowohlt Verlag und NetGalley! 















 
Herausgeber ‏ : ‎ Rowohlt Taschenbuch; 2. Edition (18. Februar 2025)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 432 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3499014580
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3499014581
Originaltitel ‏ : ‎ A Villa with a View 
Übersetzung  :  Christiane Steen 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0DK643DWX
Herausgeber ‏ : ‎ Rowohlt E-Book; 1. Edition (18. Februar 2025)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 6.9 MB 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *)
 
 
 

Wochenrückblick KW 11/2025

 


 
gelesen:
beendet Die Bücherfrauen von Listland-Der Gesang der Seeschwalben von Gabriella Engelmann
Der Auftakt zur Sylt-Dilogie ist eine schöne Familiengeschichte auf zwei Zeitebenen

angefangen Der Duft von Kuchen und Meer von Anne Barns
Ein Roman über ein Familiengeheimnis und einen Neuanfang auf Amrum

gesehen:
Wer wird Millionär, Fußball Champions League, Starkbieranstich am Nockherberg 2025, Das 1 % Quiz, Let's Dance, Wer stiehlt Teddy Teclebrhan die Show, Biathlon Weltcup

gewesen:
einkaufen, bei meiner Mutter im Seniorenheim, im Büro

gearbeitet:
4 Tage im Home Office, 1 Tag im Büro
 
getan:
eingekauft, gelesen, gebloggt, rezensiert, Wäsche gewaschen, kleinen Spaziergang gemacht
 
geärgert:
Im Zusammenhang mit den Streiks im öffentlichen Dienst höre ich immer wieder diese uralten Klischees und Vorurteile, die mich maßlos ärgern. So was wie "Die tun doch eh nichts", "Wofür streiken die denn, die bekommen viel Geld fürs Nichtstun" usw.
Ich arbeite seit über 40 Jahren in einer Bundesbehörde und erlebe täglich, dass es völlig anders ist. Wir haben Personalmangel, finde keine neuen Arbeitskräfte, weil die Gehälter im Vergleich zur Wirtschaft viel zu niedrig sind und die vorhandenen Mitarbeitenden müssen die Arbeit der fehlenden mitmachen. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen werden durch den Stress und die andauernde Überbelastung krank. Und was die Bezahlung angeht: Solange ich mich zurückerinnern kann, haben wir bei den letzten Tarifverhandlungen meistens noch nicht mal den Inflationsausgleich bekommen. Die Schere zwischen öffentlichem Dienst und Wirtschaft wird jedes Mal größer.

gefreut:
über ein bisschen Sonnenschein

geschlafen:
nachts schlecht und unruhig, dafür tagsüber nach Feierabend öfter mal ein Stündchen

gedacht:
Was für eine blöde Woche, mir ging es bis auf Freitag und das Wochenende fast jeden Tag ziemlich schlecht, schwindlig, Übelkeit usw.

gegessen:
Cheeseburger, Bratkartoffeln mit Spiegelei, gebackener Camembert mit Preiselbeeren, kleines Schnitzel mit Wirsing, Gefüllte Paprikaschote, überbackener Blumenkohl, Fleischspießchen mit Pommes

gebloggt:

 
Ich wünsche Euch eine schöne Woche!
 

Freitag, 14. März 2025

Freitags-Füller #572

 







  1. Mein Tag startet üblicherweise mit einer Tasse Kaffee.
     
  2. Ein letztes Jahr gekauftes Sommerkleid habe ich aufgrund des gruseligen Sommerwetters im letzten Jahr noch nie getragen.
     
  3. Wie weit sollte man gehen, um sich in der Öffentlichkeit zu positionieren? Herr M. schießt meiner Meinung nach mal wieder deutlich über das Ziel hinaus. Er will Macht, um jeden Preis.
     
  4. Die Fenster auf der Wetterseite der Wohnung müsste ich mal wieder gründlich putzen.
     
  5. Ich bewundere ein befreundetes Ehepaar, 92 und 91 Jahre alt, die vorgestern ihren 70. Hochzeitstag gefeiert haben!!!
     
  6. Am liebsten würde ich jeden Tag stundenlang lesen.
     
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen schönen Abend mit Let's Dance, morgen habe ich geplant, wie immer die Hausarbeit zu erledigen und die Biathlon-Rennen zu schauen und Sonntag möchte ich ausschlafen, einen kleinen Spaziergang machen und ebenfalls Biathlon schauen!
 





Ich wünsche Euch ein schönes, entspanntes Wochenende!
 

Den Freitags-Füller gibt es jede Woche bei Barbara
(Vorgaben in Normal- und meine Ergänzungen in Fettschrift)  

Hier sind alle bisher von mir ausgefüllten Freitags-Füller

Montag, 10. März 2025

Die Bibliothek der zweiten Chancen von Marie Adams [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag



Zum Inhalt:
Warmherzig und sehr inspirierend – über Freundschaft, Liebe und den zurückgekehrten Spaß am Leben!

Charlotte arbeitet seit Jahrzehnten in der Bibliothek, in der sie auch ihren Mann kennengelernt hat. Täglich verlassen dort hunderte Bücher das Gebäude, um die Menschen der Stadt glücklich zu machen und kommen zurück, um wieder andere zu bereichern. Charlotte weiß am besten, dass alles im Leben im Fluss und vergänglich ist. Die Liebe zu ihrem verstorbenen Mann währt ewig, eine neue Liebe bleibt unvorstellbar. Als ihre beiden Töchter ausziehen und die Arbeit bedroht ist, fühlt sie sich verloren, doch eine unerwartete Reise nach Paris und eine neue Freundschaft erinnern sie an einen beinahe vergessenen Traum. 
(Kurzbeschreibung lt. Blanvalet Verlag)
 


Die Autorin:
Marie Adams veröffentlichte unter anderem Namen bereits Romane – in denen es darum geht, die Liebe nach Jahren durch den Alltag zu retten und das Familienchaos zu meistern. Umso mehr Freude hat sie nun daran, ein Liebespaar auf fast märchenhafte Weise erst einmal zusammenzubringen – schließlich weiß sie aus eigener Erfahrung, wie irrational das Glück manchmal arbeitet. 
(Quelle: Blanvalet Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Charlotte arbeitet seit Jahrzehnten in der Stadtbibliothek in Köln und liebt ihren Beruf. Sie liebt die Bücher, lebt mit den Büchern und empfiehlt auch gerne den Kunden den Lesestoff.
Ihrem Mann Cedric begegnete sie damals das erste Mal auf einem berühmten Friedhof in Paris und richtig kennengelernt haben sich die beiden dann in der Bibliothek. Charlotte verlor ihn vor fünf Jahren und inzwischen werden ihre Töchter erwachsen und verlassen das Nest. Auch die Zukunft der Bibliothek ist ungewiss, da das Gebäude saniert werden muss. Charlotte hat sich nach dem Tod ihres Mannes in ihren Büchern vergraben und für ihre Töchter gelebt, denn ihre Liebe zu Cedric ist unvergänglich und ihr Herz für eine neue Liebe verschlossen.
Auf einer Reise nach Paris lernt Charlotte die junge frisch verlobte Lisa kennen. Auch Lisa liebt Bücher und hat ihren Job in einem Verlag aufgegeben, um ihren eigenen kleinen Verlag zu gründen, mit dem sie schwarze Zahlen schreiben möchte, bevor sie eine Familie gründet.
Die beiden Frauen kommen über ihre gemeinsame Liebe zu Büchern ins Gespräch und es entwickelt sich eine Freundschaft, die auch zu Hause in Köln ihre Fortsetzung findet.

Ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil ich Geschichten liebe, die sich um Bücher drehen. Und ich mag es auch sehr, wenn die Protagonistin eine Frau im besten Alter ist. Hier ist beides gegeben und ich habe Charlotte schnell ins Herz geschlossen. Sie ist eine liebenswerte, warmherzige Frau, die das Herz am rechten Fleck hat. Sie liebt Bücher, ihren Beruf, hat die Liebe zu ihrem Mann fest im Herzen und kümmert sie um ihre Töchter und sorgt sich, dass es beiden gut geht.
Doch nun steht sie an einem Punkt in ihrem Leben, an dem es Veränderungen gibt. Die Reise nach Paris eröffnet ihr nicht nur ein wenig Ruhe und Muße sondern erinnert sie auch an Träume und eröffnet ihr eine neue Freundschaft, die wiederum neue Inspiration in ihr Leben bringt. Und dann taucht auch noch ein neuer Mann in ihrem Leben auf.

Das alles hat mir richtig gut gefallen und es ist der Autorin schnell gelungen, mich mit ihrer Geschichte zu erreichen und zu überzeugen.
Auch die Teile, die sich mit Lisa beschäftigen und aus deren Leben erzählen, sind wirklich gelungen und Lisas Liebe zu den Büchern und ihrem kleinen Verlag ist ebenfalls bei mir angekommen.
Die entstehende Freundschaft zwischen der älteren Charlotte und der jüngeren Lisa ist sehr schön beschrieben und gibt der Geschichte immer wieder neue Kicks.
Beide Frauen stehen irgendwie an einem Punkt im Leben, an dem es in eine andere Richtung gehen kann oder soll und ein Neuanfang möglich wird. Und da sind dann plötzlich die zweiten Chancen, die ergriffen werden könnten.

Auch die Nebenfiguren, wie Charlottes Töchter und Lisas Verlobter sind gelungen und fügen sich gut in die Handlung ein. Nur Nadine, Charlottes Schwägerin und Schwester ihres verstorbenen Mannes, ist mir oft etwas negativ aufgestoßen. Sie ist Charlotte gegenüber öfter sehr dominant, ja sogar bestimmend oder übergriffig. Charlotte lässt sich da vieles gefallen, was sie aus meiner Sicht nicht müsste, da Nadine sie nach Cedrics Tod trotz ihrer eigenen Trauer immer unterstützt hatte.

Der Roman erzählt in gefühlvoller Art und Weise sehr lebendig und realitätsnah die Geschichte von zwei Frauen, die trotz Altersunterschieds Freundinnen werden und einander einiges geben. Verlust, Neubeginn, Träume und Hoffnungen, die Magie der Bücher und zweite Chancen sind die Themen, die die Handlung bestimmen. Mich hat dieser Roman berührt und gut unterhalten!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag; Originalausgabe Edition (22. Januar 2025)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Taschenbuch ‏ : ‎ 368 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3734113458
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3734113451 

Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0CZW8V7DF
Herausgeber ‏ : ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag (22. Januar 2025)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 4.4 MB 
(Klick aufs Cover führt zur Buchseite bei Amazon *)
 
 
 
Von Marie Adams außerdem gelesen und rezensiert:
 
Free Read Cursors at www.totallyfreecursors.com