Donnerstag, 12. Juni 2014

Anleitung zur Schwerelosigkeit von Chris Hadfield

Cover
(alle Rechte beim Verlag bzw. Autor)
Zum Inhalt:
»Von Zeit zu Zeit erscheinen vor den Fenstern eines Raumschiffs Wunder …«
Millionen haben das Video gesehen, in dem der Astronaut Chris Hadfield singend und Gitarre spielend durch die Raumstation ISS schwebt. Fasziniert schauen die Menschen seither nach oben: Wie verändert der Blick aus 400 km Höhe die Sicht auf unser Leben?

Chris Hadfield nimmt uns mit in schwindelerregende Sphären: Er erzählt von riskanten Manövern und von der Kunst, stets auf das Schlimmste vorbereitet zu sein und zugleich an das Unmögliche zu glauben.

Chris Hadfield ist neun Jahre alt, als er im Juli 1969 die Mondlandung live im Fernsehen verfolgt. Augenblicklich weiß er, was er werden will: Astronaut! Mittlerweile hat er an die 4000 Stunden im Weltraum verbracht und gehört zu den erfahrensten Raumfahrern der Welt – zuletzt als Kommandeur der internationalen Raumstation ISS. Jetzt nimmt er uns mit in den Weltraum: Wir erfahren, wie man überhaupt Astronaut wird (für alle, die den Traum noch nicht aufgegeben haben), was man dafür alles können muss (u.a. Schwimmen!, Toiletten reparieren), wie sich der erste Raketenstart anfühlt (als säße man in einem Container, der von einem riesigen LKW gerammt wird) und was man beim ersten Raumspaziergang beachten muss.

Eine realistische, humorvolle, aber auch demütige Liebeserklärung an das Leben auf der Erde und die Wunder des Universums, die uns zeigt, wie viel Bodenhaftung man braucht, um abheben zu können.
(Klappentext gem. Verlagsseite)

Leseprobe


Buchtrailer des Autors




Meine Meinung:
Schon während seines Aufenthaltes auf der ISS hat mich Chris Hadfield mit seinen vielen Tweets, Fotos und Videos begeistert, besonders natürlich mit dem tollen Video zu „Space Oddity“.
Daher war ich gespannt, sein Buch zu lesen und damit seine ganze Geschichte zu erfahren.
Gleich nach wenigen Seiten hatte Hadfield mich mit seinem schönen und mitreißenden Erzählstil gefesselt. Er schreibt so angenehm, dass man sich gut vorstellen kann, man säße mit ihm zusammen gemütlich bei einem Glas Wein und er erzählt und erzählt….


Das Buch ist im wesentlichen in 3 Teile gegliedert, sein Weg zum Traumberuf Astronaut, der Aufenthalt auf der ISS und die Zeit nach der Rückkehr.
Beeindruckt hat mich der lange Weg, den er gehen musste, über Militärausbildung, Pilotenausbildung, Kampfpilot und Testpilot, bis zur Bewerbung für das kanadische Raumfahrtprogramm.
In dieser Zeit heiratete er und gründete eine Familie.
Egal was er tat oder wo er gerade mit seiner Familie lebte, sein Ziel Astronaut zu werden, verlor er nie aus den Augen und verfolgte es mit großem Eifer und konsequent.
Wie ein roter Faden zieht sich dabei seine besonders enge und emotionale Bindung an seine Familie durch das Buch und durch sein Leben. Seine Familie hatte es mit ihm sicher nicht immer einfach und musste mit ihm viele Hürden gemeinsam überwinden.


Ausführlich beschreibt er sein Astronauten-Training in Kanada, den USA und Russland, das sich über viele Jahre hingezogen hat und widmet dann natürlich einen großen Teil des Buches seinem Aufenthalt auf der ISS über 5 Monate.
Auch die Zeit nach der Rückkehr aus dem All zur Erde beschreibt er ausführlich und die dann erforderliche Rehabilitation. Ich war sehr erstaunt, welche Nachwirkungen ein längerer Aufenthalt im All auf den menschlichen Körper hat und wie lange es dauern kann, bis diese wieder vollständig beseitigt sind.


Der Leser erfährt viele Hintergrundinformationen und Details, die man sonst bei öffentlicher Berichterstattung über die Raumfahrt nicht mitbekommt, was ich sehr interessant fand.

Es ist sicher normal, dass in einem Buch zu diesem Thema viele Fachausdrücke verwendet werden (müssen).
Hadfield versteht es sehr gut, diese in meist wenigen Worten gut zu erklären, so dass jeder verstehen kann, worum es geht.


Man darf sich das Buch aber nicht als „Fachbuch“ vorstellen, dass voller technischer Dinge und Erklärungen steckt. Es ist viel mehr.
Es ist die Lebensgeschichte von Chris Hadfield mit allen Höhen und Tiefen, Träumen, Hoffnungen, Wünschen, Erfolgen, Gedanken und Emotionen.
Seine Empfindungen, wenn er aus dem All auf die Erde blickt und besonders bei seinen „Weltraumspaziergängen“ sind gut und nachvollziehbar gelungen.
Je weiter man im Buch voran kommt, desto mehr wird klar, was der Traum Astronaut zu sein und am Ende seiner Karriere tatsächlich 5 Monate auf der ISS leben und arbeiten zu können, Hadfield bedeutet hat.


Auch der Untertitel "Was wir im All fürs Leben lernen können" wird im Verlauf des Buches mehr und mehr deutlich. Ich habe viele Anregungen zum Nachdenken gefunden und denke, jeder kann daraus Anregungen mitnehmen.

Abgerundet wird die Geschichte durch viele Anekdoten und Ereignisse, die auch oft zum Schmunzeln sind.

Chris Hadfield hat mich mitgenommen auf seine Reise durch sein Leben und ins All und hat mich dabei sehr begeistert und gefesselt!
Eine Leseempfehlung für jeden, nicht nur für Raumfahrt-Begeisterte.



Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank an den Heyne-Verlag für die Überlassung des Rezensionsexemplars im Rahmen der Testleser-Aktion.




 

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (12. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453200683
ISBN-13: 978-3453200685
Originaltitel: An Astronaut's Guide to Life on Earth. What Going to Space Taught Me About Ingenuity, Determination, and Being Prepared for Anything 

 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 6046 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 369 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3453200683
Verlag: Heyne Verlag (12. Mai 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00IHDM1PO




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