Donnerstag, 14. August 2014

Weit weg und ganz nah von Jojo Moyes

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Einmal angenommen, dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Und du bist zu arm, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher.

Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, euch mitzunehmen. Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast?

Und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?

(Kurzbeschreibung gem. Rowohlt Verlag)

Leseprobe


Meine Meinung:
Diese Geschichte ist ganz anders als ihre beiden Vorgänger.
Anfangs war ich ein bisschen enttäuscht und vermisste das gefühlvolle, das mich in den vorherigen Büchern von Jojo Moyes so begeistert hat.
Anfangs laufen eigentlich zwei Handlungsstränge nebeneinander ab.
Da ist Ed Nicholls, der wohlhabende Geschäftsmann, der einen Fehler gemacht hat und dem größere Schwierigkeiten ins Haus stehen, die Veränderungen in seinem Leben bedeuten.
Und da ist Jess Thomas mit 2 Kindern und einem großen Familienhund, die durch mehrere Jobs versucht, ihre kleine Familie über Wasser zu halten.
Die einzige Verbindung zwischen Ed und Jess ist anfangs, dass Jess in Eds Haus sauber macht und die beiden sich flüchtig kennen.


Im ersten Teil des Buches, der sich für meinen Geschmack etwas zu sehr hingezogen hat, erfährt man viel über die Protagonisten.
Jess wurde mir schnell sympathisch, da sie mit allen Mitteln versucht, ihre Kinder zu beschützen, sie zu guten Menschen zu erziehen und ihnen eine ordentliche Zukunft zu ermöglichen.


Beide Handlungsstränge verknüpfen sich, als Ed Jess und ihre Familie am Straßenrand aufsammelt und ein Roadtrip beginnt.
Erst ab diesem Zeitpunkt kam für mich wieder der bekannte Stil von Jojo Moyes zum Vorschein.
Die Geschichte wurde tiefgründiger, fesselnd und gefühlvoll.
Erst relativ spät entwickelt sich die Romanze zwischen Ed und Jess und sie ist auch eigentlich nicht das Hauptthema.
Vielmehr geht es darum zu erkennen, dass das Leben für jeden etwas zu bieten hat, egal ob arm oder reich und dass es nach jedem Tief auch wieder aufwärts geht.
So unterschiedlich die beiden auch sind, jeder kann dem anderen etwas geben.
Eds große Hilfsbereitschaft der Familie gegenüber hätte man ihm anfangs nicht zugetraut und das überrascht auch Jess immer wieder.
Jess, die es in ihrem Leben nie leicht hatte, vermittelt Optimismus, Zielstrebigkeit, Freundschaft und Liebe.


Das Buch hat humorvolle Momente, besonders während des Roadtrips, aber auch nachdenkliche und traurige Momente.
Besonders etwa aber der Hälfte haben bei mir die Emotionen ständig gewechselt.
Viele kleine Details, überraschende Wendungen und ein versöhnliches Ende haben mich nach einem schwächeren Beginn doch noch an das Buch gefesselt und mich gut unterhalten.



Fazit: 4 von 5 Sternen





Broschiert: 512 Seiten
Verlag: rororo; Auflage: 3 (23. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499267365
ISBN-13: 978-3499267369
Originaltitel: The One Plus One



 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 543 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 508 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3499267365
Verlag: Rowohlt E-Book; Auflage: 1 (23. Mai 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00H07CB9O


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Kommentare:

  1. Ich habe das Buch schon länger auf der WL. Aber nach "Ein ganzes halbes Jahr" befürchte ich doch eine Enttäuschung.

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    1. Es ist ganz anders als "Ein ganzes halbes Jahr", längst nicht so emotional. Aber wenn Du völlig ohne Erwartungen an das Buch ran gehst, wird es Dir auch gefallen.
      "Eine Handvoll Worte" kann ich Dir aber uneingeschränkt empfehlen, das hat mich sehr berührt.

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