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Montag, 23. Oktober 2023

Der Freiheit entgegen von Theresia Graw [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag


Zum Inhalt:
Wenn die Zeiten stürmisch sind, darfst du deinen inneren Kompass nicht verlieren!

1962: Raus in die große Welt, das ist Claras Ziel. Nachdem die junge Fotografin während der Unruhen in Schwabing mit der Polizei aneinandergeraten ist, kehrt sie München den Rücken und macht sich gemeinsam mit ihrer Freundin Sanni auf nach Hamburg. Dort gelingt ihr der Sprung in die Redaktion einer angesehenen Zeitung. Aber nicht jedem ist recht, dass eine Frau hier Karriere macht, und nach einem Artikel über den Umgang mit der Nazivergangenheit kommt es zum Eklat. Immer an ihrer Seite stehen ihr Sanni, die als Mannequin die Laufstege der Welt erobert, und Maria, die ihren Verlobten in Neapel zurückgelassen hat, und sich den Traum von einem eigenen Café erfüllt. Die Freundinnen lassen sich nicht unterkriegen und suchen neue Wege, um für Gerechtigkeit und ihren Traum vom Glück zu kämpfen. 
(Kurzbeschreibung lt. Ullstein Verlag)
 
 
Weitere Teile:
 
 
Die Autorin:
Theresia Graw wurde 1964 in Oberhausen geboren. Nach ihrem Studium der Germanistik und Kommunikationswissenschaft war sie als Reporterin und Moderatorin für verschiedene Privatsender tätig, bevor sie zum Bayerischen Rundfunk wechselte. Neben ihrer Tätigkeit als Journalistin schreibt sie Romane. »So weit die Störche ziehen« ist ihr persönlichstes Buch, in dem sie die Geschichte ihrer aus Ostpreußen stammenden Familie mit einer fiktiven Handlung verwebt. Theresia Graw hat zwei erwachsene Kinder und lebt in München.
(Quelle: Ullstein Verlag)
 
 
Meine Meinung:
Vorliegend handelt es sich um den dritten Teil der sogenannten „Gutsherrin-Saga“.
Man kann diesen Teil auch ohne Vorkenntnisse lesen aber es macht sicherlich mehr Freude, wenn man die beiden vorherigen Teile kennt.
Während es in den ersten beiden Bänden vorrangig um Dora Twardy, die ehemalige Gutsherrin aus Ostpreußen, und ihre große Liebe, den Fotografen Curt von Thorau, ging, steht nun Doras Ziehtochter und Curts leibliche Tochter Clara im Mittelpunkt.
Wir befinden uns Anfang der 1960er Jahre und Clara möchte in die Fußstapfen ihres Vaters treten und studiert Fotografie. Sie verliebt sich in den charismatischen Freddy und die beiden geraten gemeinsam in die Unruhen in Schwabing, wo sie auch mit der Polizei in Konflikt geraten.
Claras Freundin Sanni arbeitet in der familieneigenen Bäckerei und soll beruflich auch der Familientradition folgen. Doch Sanni träumt von einer Karriere als Model und Schauspielerin und verehrt als Vorbild Marilyn Monroe. Als Sanni endlich 21 Jahre alt wird und damit volljährig überredet sie Clara, mit ihr gemeinsam nach Hamburg zu gehen und dort einen Neuanfang zu wagen. Die beiden verschwinden bei Nacht und Nebel und trampen der Freiheit entgegen.
Dino und seine Schwester Maria, beide aus Italien, nehmen die beiden jungen Frauen mit. Dino betreibt eine Pizzeria in Hamburg und Maria will ein Jahr in Hamburg verbringen, Dino im Lokal helfen und dann zurück nach Italien gehen zu ihrem Verlobten, heiraten und Kinder bekommen.

Theresia Graw lässt uns sehr lebendig am Leben dieser drei jungen Frauen teilhaben. Maria wird schnell zur dritten Freundin im Bunde und die Pizzeria von Dino wird ihr Treffpunkt.
Wir erleben wie Clara, die von einem Job als Journalistin träumt, auf die Widerstände gegen berufstätige Frauen in dieser Zeit trifft. Die wirklich wichtigen Jobs waren den Männern vorbehalten und so wird sie zunächst nur Schreibkraft in einem Verlag bzw. einer Redaktion.
Sanni wird durch einen Zufall als Model entdeckt und kommt ihrem Traum ein Stück näher. Und Maria träumt auf einmal von einem eigenen Café und arbeitet darauf hin, ihren Traum zu erfüllen.

Es hat große Freude gemacht die drei Freundinnen zu begleiten wobei der Schwerpunkt auf Clara liegt. Ihre Erfahrungen in der Zeitungsbranche, die gar nicht so sind, wie sie sich das vorgestellt hat. Doch tapfer hält sie durch und dann eröffnet sich ihr tatsächliche eine Chance als Journalistin zu arbeiten. Sie kann ihr Talent unter Beweis stellen und tut dies auch in Wort und Bild, denn die Fotografie ist immer noch ihre Leidenschaft, auch wenn sie ihr Studium nicht abgeschlossen hat.

In wirklich wunderbarer Weise bettet Theresia Graw die fiktiven Geschichten um die drei Freundinnen in die realen historischen Ereignisse ein. Dabei beweist sie wieder einmal, wie gut sie recherchiert, denn alles wird authentisch geschildert. Wir erleben den Kennedy-Besuch in Berlin, später das Attentat auf ihn, den Mauerbau in Deutschland, die Miniröcke von Mary Quant, die Sanni auf dem Laufsteg vorführt und natürlich auch die Beatles bei ihrem legendären Auftritt in Hamburg.
Aber auch die Stimmung des Aufbruchs dieser Zeit besonders unter den jüngeren Menschen wird gekonnt dargestellt. Die Erfindung der Anti-Baby-Pille, die Musik dieser Zeit, Frauen die in Berufe strömen und nicht mehr nur Hausfrau sein wollen, all das sind Themen, die aufgegriffen werden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt aber auch auf den Frankfurter Auschwitzprozessen. Clara erhält die Chance als Journalistin von dort zu berichten während ihr Jugendfreund Leo als einer der Staatsanwälte sogar beteiligt ist. Die Grauen der Konzentrationslager der Nationalsozialisten wurden mir hier noch einmal vor Augen geführt und berichtet, dass manche Menschen damals durch diese Prozesse erstmals von diesen Grauen erfuhren.

Theresia Graws lebendiger und emotionaler Schreibstil ist mitreißend und hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen.
Es ist ihr wunderbar gelungen, die damalige Zeit mit all ihren Facetten lebendig werden zu lassen und durch ihre drei Protagonistinnen die Stimmung und das Gefühlsleben der Menschen darzustellen.
Ich habe mit allen drei jungen Frauen mitfühlen können, gespannt ihr jeweiliges Leben verfolgt und für sie gehofft, dass sich ihre Träume erfüllen.

Dieser dritte Teil der „Gutsherrin-Saga“ ist ein sehr gelungenes Zeitbild der frühen 1960er Jahre. Ich habe diese Zeitreise sehr genossen und wurde durch Aufbruchstimmung, viele lebendig geschilderte Ereignisse und drei tolle Protagonistinnen wunderbar unterhalten. Gerne empfehle ich nicht nur diesen dritten Teil sondern die gesamte Saga!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Ullstein Verlag und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Paperback; 1. Edition (1. Juni 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 608 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3864932076
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3864932076  
 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0BJW7LPZ4
Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein eBooks (1. Juni 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 4204 KB  
 
 
 
 
 
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Von Theresia Graw außerdem gelesen und rezensiert:
Graw, Theresia - Wenn das Leben Loopings dreht
Graw, Theresia - Mit Hanna nach Havanna       
  

Wochenrückblick KW 42/2023

 

 
gelesen:
ausgelesen Ein Geschenk zur Winterzeit von Karen Swan
Ein emotionaler Roman zur Weihnachtszeit 
 
durchgelesen Weihnachtszauber und Hundepfoten von Petra Schier
Der jährlich Weihnachtsroman mit Santa Claus, den Elfen und einem Hund 

angefangen Steckerlfischfiasko von Rita Falk
Der 12. Fall für den Eberhofer ...

gesehen:
Wer wird Millionär, Terra X Show, Ninja Warrior Germany, 1 Live Comedy Show, Grill den Henssler 
 
gewesen:
einkaufen, bei meiner Mutter 

gearbeitet:
4 Tage im Home Office, 1 Tag im Büro
 
getan: 
gesportelt, gelesen, rezensiert, gebloggt, eingekauft, Hausarbeit

geärgert:
Über das trübe, dunkle Wetter, auch wenn ich weiß, dass es zur Jahreszeit dazu gehört 

gefreut:
über ein neues Rezensionsexemplar
 
Der vierte Teil der Krimi-Reihe in Weinheim mit Kommissarin Sina Engel
 
Der neue Eberhofer ist endlich da, das Dutzend ist voll 

geschlafen:
meistens sehr unruhig, mit etlichen Unterbrechungen 

gedacht:
Wie wohl der Corona-Winter ohne jegliche Schutzmaßnahmen werden wird? 

gegessen:
Nürnberger Rostbratwürstchen mit Sauerkraut, Spaghetti Bolognese, Rouladen mit Kartoffeln und Möhrengemüse, Pizza Vier Käse (TK), Leberkäse mit Spiegelei und Pommes, gebackener Camembert mit Preiselbeeren, Schnitzel mit Erbsen und Pommes 

gebloggt:


 

Ich wünsche Euch eine schöne Woche!

 

Freitag, 20. Oktober 2023

Freitags-Füller #508

 







  1. Ich versuche zurzeit, regelmäßig ein bisschen zu schwimmen. Das bewegungstechnisch das Einzige das einigermaßen geht.
     
  2. Vor dem 1. Advent gibt es hier keine Lebkuchen.
     
  3. Ist es nicht verblüffend, wie die Zeit gefühlt immer schneller rast? Für mich fühlt es sich jedenfalls so an, je älter ich werde.
     
  4. Den Rhein kann ich direkt vor meinem Fenster sehen.
     

  5. Grüne Bohnen mag ich als Gemüse nicht so gerne. In der Suppe oder als Salat sind sie ok.
     
  6. Ich mag keine politischen Talkshows. Die nerven nur, es geht nie um Fakten sondern es wird immer nur spekuliert. Warum sollte ich meine Zeit mit so was vergeuden?
     
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend mit Ninja Warrior Germany, morgen habe ich geplant, wie immer Haushalt und Wäsche erledigen und Sonntag möchte ich ausschlafen, lesen, entspannen!
 





Ich wünsche Euch ein schönes, entspanntes Wochenende!
 

Den Freitags-Füller gibt es jede Woche bei Barbara
(Vorgaben in Normal- und meine Ergänzungen in Fettschrift)  

Hier sind alle bisher von mir ausgefüllten Freitags-Füller

Mittwoch, 18. Oktober 2023

Das größte Glück im Leben von Gaby Hauptmann [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag



Zum Inhalt:
Töpferin Maike kämpft um ihre Existenz und ihr Elternhaus in Timmendorfer Strand

Maike liebt ihr kleines, von Rosen umranktes Elternhaus in Timmendorfer Strand. Und obwohl es komisch klingt, fühlt sie, dass auch das Haus sie liebt. Seit ihrer Trennung lebt sie dort allein in einer idyllischen Sackgasse. Nicht ganz allein, denn mit ihren Nachbarn bildet sie eine verschworene Gemeinschaft. Bis ein Immobilienmakler ein Auge auf ihr Häuschen wirft – ihm ist jedes Mittel recht, um sein Ziel zu erreichen. Und er scheint zu wissen, dass Maike als Töpferin kaum Einnahmen hat ... Wie aus einem vermeintlichen Unglück Glück entstehen kann, erzählt niemand besser als Gaby Hauptmann! 
(Kurzbeschreibung lt. Piper Verlag)
 
 
 
Die Autorin:
Gaby Hauptmann, geboren 1957 in Trossingen, lebt als freie Journalistin und Autorin in Allensbach am Bodensee. Viele ihrer Romane sind Bestseller und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und erfolgreich verfilmt.

Die Liebe zum Wasser trieb sie auch immer wieder an die deutschen Küsten, nicht zuletzt nach Timmendorf, in das sie sich schon vor langer Zeit verliebte. Ihr neuer Roman „Das größte Glück im Leben“ erzählt sie davon, wie ein altes Haus das Glück einer Familie bewahren kann.
(Quelle: Piper Verlag)
 
 
Meine Meinung:
In diesem Roman entführt uns Gaby Hauptmann nach Timmendorfer Strand an der Ostsee. Hier lebt Maike nach ihrer Trennung alleine in ihrem kleinen, hübschen Elternhaus. Im Gartenhäuschen hat sie eine kleine Werkstatt eingerichtet, denn Maike ist Töpferin.
Ihre Produkte verkauft sie direkt oder auch über Geschäfte im Ort, die ihre lokal geprägten Werke anbieten.
Mit ihren Nachbarn im Butenweg, einer kleinen idyllischen Sackgasse bilde Maike eine schöne nachbarschaftliche Gemeinschaft, man hält zusammen und unterstützt sich gegenseitig. So hat Maike ihr bescheidenes Auskommen und ist eigentlich zufrieden.
Doch dann zeigt ein Immobilienmakler plötzlich ein großes Interesse an Maikes Häuschen.

Die gesamte Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum von vier Monaten, von Ende April bis Ende August.
Es war schön, Maike kennenzulernen, die ihr Leben in Timmendorfer Strand und am Meer genießt. Wenn sie die Kinder der Nachbarin hütet denkt sie oft an ihre eigene Tochter Lilly, die inzwischen eine 19-jährigige Studentin in Hamburg ist. Es bedrückt Maike, dass sie ihre Tochter finanziell nur schwer unterstützen kann, da sie selbst nur wenig Geld verdient.
Als ein Makler im Auftrag eines wohlhabenden Ehepaars auf Maikes Häuschen aufmerksam wird, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Plötzlich will die Inhaberin des Andenkenladens Maikes Töpferprodukte nicht mehr verkaufen und Maikes Einkünfte sinken. Die Geldknappheit und weitere Intrigen führen zum Verlust des Hauses.
Doch Maike steckt den Kopf nicht in den Sand und da sind ja auch noch die Nachbarn aus dem Butenweg.

Ich habe Maike gerne begleitet und habe sehr mit ihr gefiebert und auch mit ihr gelitten. Die schwere Entscheidung, ob sie ihr Elternhaus nun verkauft oder nicht, hätte ich nicht treffen wollen. Das Haus steckt voller Erinnerungen an ihre Kindheit und ihren verstorbenen Vater.
Maikes Mutter lebt weit entfernt in Köln, wohin sie nach dem Tod des Vaters zurückging.
Es war wunderschön zu erleben, wie die Nachbarschaft und auch einige andere in dem schönen Ort an der Ostsee zusammenhalten und Maike unterstützen. Gespannt habe ich verfolgt, wohin das alles führt und vor allem, wie es für Maike weiter geht.

Das Setting in Timmendorfer Strand passt gut zur Geschichte und man spürt beim Lesen, dass die Autorin oft selbst dort war. Sie beschreibt die schöne Landschaft, das Meer, den Strand und auch die dort lebenden Menschen sehr anschaulich. Ich bekam gleich Lust auf einen Sommerurlaub an der Ostsee.

Locker und leicht erzählt Gaby Hauptmann Maikes Geschichte, die mich mit ihren Wendungen und Überraschungen durchaus fesseln konnte. Manches war vielleicht ein bisschen überzogen oder Probleme lösten sich etwas zu einfach aber insgesamt ist es eine schöne Geschichte von Freundschaft, Zusammenhalt, Glück im Unglück und einem Neuanfang!
Ich habe die Lesereise an die Ostsee genossen und wurde gut unterhalten!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Piper Verlag und NetGalley!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herausgeber ‏ : ‎ Piper; 1. Edition (27. April 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Broschiert ‏ : ‎ 384 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3492064604  
 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0BKL8QSKN
Herausgeber ‏ : ‎ Piper ebooks (27. April 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 7192 KB  
 
 
 
 
 
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Von Gaby Hauptmann außerdem gelesen und rezensiert:
Hauptmann, Gaby - Unsere allerbeste Zeit     
Hauptmann, Gaby - Unser ganz besonderer Moment    
  

Dienstag, 17. Oktober 2023

Was die Nacht an den Tag bringt von Annette Hohberg [Rezension]

 
Bildrechte beim Verlag



Zum Inhalt:
Was bleibt von einer großen Liebe - und einer scheinbar glücklichen Ehe?

Als Chiara aus ihrer Heimat Sizilien nach Bali reist, ist sie voller Erwartungen: Endlich wird sie Georg wiedersehen, den Mann, den sie liebt und mit dem sie sich ein neues Leben aufbauen will. Aber Georg kommt nicht, und Chiara beginnt zu zweifeln. Ihre Unruhe wächst von Stunde zu Stunde.

Da lernt sie Elisabeth kennen, die sich sehr um sie bemüht und mit der sie schon bald so etwas wie Freundschaft verbindet. Doch Chiara ahnt nichts von Elisabeths Geheimnis, das Chiaras Glück zerstören wird. Auf Bali entscheidet sich das Schicksal der beiden Frauen ...
(Kurzbeschreibung lt. Droemer Verlag)
 


Die Autorin:
Annette Hohberg wurde 1960 in Schleswig-Holstein geboren. Sie verließ den Norden nach der Schule Richtung München. Dort studierte sie Linguistik, Literaturwissenschaften und Soziologie und begann danach als Journalistin zu arbeiten. In der Zeit besuchte sie viele Male die indonesische Insel Bali. Ihre erste Reise fand Ende der 80er-Jahre statt. In den nachfolgenden Jahrzehnten war sie immer wieder für einige Wochen dort, knüpfte Freundschaften und schrieb mit einer balinesischen Köchin ein Kochbuch. Die Insel und ihre Bewohner, ihre Traditionen und Bräuche haben tiefe Spuren in ihr hinterlassen. Die Idee, einen Roman auf der Insel der Götter zu verorten, war da nur folgerichtig. Es ist auch eine Liebeserklärung an einen Ort, in dem sie so etwas wie eine zweite Heimat gefunden hat. Annette Hohberg ist gut dreißig Jahre später wieder in ihre erste Heimat, nach Schleswig-Holstein gezogen. Sie lebt jetzt auf einem Gutshof an der Ostsee. 
(Quelle: Droemer Verlag)


Meine Meinung:
Dieser Roman führt uns auf die Insel Bali, ein sicherlich wunderbares Reiseziel voller Traditionen und Kultur aber auch mit tollen Landschaften. Hierher reist die Sizilianerin Chiara, um dort ihre große Liebe Georg zu treffen. Gemeinsam mit ihm will sie sich ein neues Leben aufbauen.
Doch Chiara wartet vergeblich, Georg kommt nicht und Chiara sorgt sich, da sie nicht weiß warum.
Im Hotel lernt sie die etwas ältere Elisabeth kennen, die sich ein bisschen um Chiara kümmert. Chiara freut sich, in Elisabeth eine Art Freundin gefunden zu haben. Doch sie ahnt nicht, dass Elisabeth ein Geheimnis hütet, das die beiden Frauen in gewisser Weise verbindet und das Chiaras Leben verändern wird.

Von Beginn an werden die Kapitel wechselnd jeweils aus der Sicht der beiden Frauen erzählt.
Wir erfahren, wie Chiara und Georg sich kennenlernten und was danach geschah. Und wir erleben wie Elisabeth nach einem Schicksalsschlag alleine nach Bali zurückkehrt, wo sie schon so oft glückliche Zeiten mit ihrem Mann verbracht hat.

Zeitlich wird die Handlung nicht ganz chronologisch erzählt, denn es gibt immer wieder Rückblicke zu früheren Ereignissen.
Und so entstehen zwei Handlungsstränge, jeweils um eine der beiden Frauen.
Annette Hohberg ist eine wirklich gute Erzählerin. Sie versteht es, beide Handlungsstränge geschickt miteinander in Verbindung zu setzen. Und auch wenn man beim Lesen gegenüber beiden Frauen, besonders aber gegenüber Chiara, einen Wissensvorsprung hat, versteht Hohberg es wunderbar, eine gewisse Spannung zu erhalten.
Gebannt und auch gefesselt habe ich verfolgt, wie sich die Handlung entwickelt und oft überlegt, wie es enden wird. Nur so viel: Das Ende hat mich dann doch lächeln lassen!

Die Charakterisierung der beiden Frauen ist gut gelungen. Ihre Emotionen sind bei mir angekommen und ich konnte mich in beide hineinversetzen. Dennoch habe ich nicht jede Entscheidung nachvollziehen können und ich selbst hätte mich evtl. an manchen Punkten anders verhalten.

Das Setting auf Bali bildet einen schönen Hintergrund oder auch Rahmen für diese Geschichte. Annette Hohberg beschreibt die Insel, ihre Bewohner, deren Kultur und Lebensweise sehr detailreich und setzt damit auch oftmals einen fröhlichen oder locker leichten Gegenpunkt zur teilweise dramatischen Handlung.

Dieser Roman erzählt die Geschichte von zwei Frauen, einem Geheimnis bzw. Schicksalsschlag und thematisiert Liebe, Verlust, Trauer und Vergebung. Durch einen geschickten Aufbau des Plots, zwei starken Protagonistinnen und einer schönen Kulisse entsteht ein Roman mit Tiefgang, vielfältigen Emotionen und fesselnder Unterhaltung!


Fazit: ⭐⭐⭐⭐



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Droemer Verlag
und NetGalley!















 
Herausgeber ‏ : ‎ Droemer HC; 1. Edition (2. Mai 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 288 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426282828
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426282823 
 
 
 
 
 
Kindle-Ausgabe
ASIN ‏ : ‎ B0BL6BRN3L
Herausgeber ‏ : ‎ Droemer eBook; 1. Edition (1. April 2023)
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Dateigröße ‏ : ‎ 2776 KB  
 
 
 
 
 
Klicks auf die Cover führen zur entsprechenden Ausgabe bei Amazon *
 
 
 
Von Annette Hohberg außerdem gelesen und rezensiert:
Hohberg, Annette - Ein Sommer wie dieser   
Hohberg, Annette - Alles, was bleibt    
Hohberg, Annette - Das unendliche Blau     
Hohberg, Annette - Stellas Traum     
 
 
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