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Dienstag, 26. September 2017

AchtNacht von Sebastian Fitzek [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen! 

(Kurzbeschreibung gem. Knaur Verlag)

Leseprobe


Der Autor:
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.
(Quelle: Knaur Verlag)

Homepage von Sebastian Fitzek

Der Autor auf Facebook


Meine Meinung:
Der Klappentext hat mich spontan angesprochen, denn die geschilderte Idee der AchtNacht fand ich schon ziemlich kurios.
Natürlich habe ich mich gefragt, ob so etwas in der Realität funktionieren würde. Würden Menschen tatsächlich glauben, dass sie straffrei töten dürfen?
Das ausgelobte Kopfgeld von 10 Millionen Euro würde sicherlich eine unglaubliche Jagd auslösen, bei der nicht nur der Auserwählte der AchtNacht gejagt würde sondern sich sicher auch die Jäger untereinander jagen würden, um an das große Geld zu kommen.
Der Klappentext spricht von einem "massenpsychologischen Experiment, das aus dem Ruder lief".
Und tatsächlich stehen auf der Internetseite der AchtNacht zwei Namen:
Benjamin (Ben) Rühmann und Arezu Herzsprung.
Und beide werden dann auch zu Gejagten. Aber warum gerade diese beiden?
Offensichtlich haben sie nichts gemeinsam und kennen sich auch bisher nicht. 
Arezu ist Psychologiestudentin, die selbst psychisch immer noch mit den Folgen ihrer traumatischen Kindheit zu tun hat.
Ben ist recht erfolglos, seine Frau hat sich von ihm getrennt und seine Tochter sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl. Zum Zeitpunkt der AchtNacht liegt sie jedoch nach einem Selbstmordversuch ohne Bewusstsein im Krankenhaus.

Und so erleben wir mit den beiden Protagonisten als Leser die AchtNacht, wobei Ben und Arezu erst im Verlauf dieser Nacht zusammentreffen.
Die Geschichte ist von Anfang an sehr rasant, bietet viel Action und führt kreuz und quer durch Berlin. Im Verlauf lernt man Ben und Arezu dann immer besser kennen.
Ben erlebt gerade nicht allzu rosige Zeiten, aber es hat mich beeindruckt, wie er sich trotz all der Probleme um seine Familie besonders seine Tochter sorgt und versucht, sie zu beschützen.
Arezu konnte ich von Anfang an nicht gut einschätzen, denn sie ist sehr undurchsichtig und gibt nicht viel von sich preis.
Gefesselt hat mich die Geschichte aber durchgängig, auch wenn es zwischendurch mal etwas ruhiger zu ging.
Die Fragen, ob und wie die beiden die AchtNacht überleben würden und wer eigentlich der Initiator dieser Todeslotterie ist, haben mich nicht losgelassen.
Ein paar Reaktionen bzw. Handlungen der beiden Gejagten erschienen mir allerdings etwas unlogisch und nicht nachvollziehbar.
Auch nachdem einige Fakten bekannt sind, verliert die Story ihre Spannung nicht, denn dann kommen neue Wendungen hinzu, die dem Ganzen wieder einen neuen Blickwinkel geben.
Das ganze Ausmaß der Geschichte und alle Zusammenhänge werden erst gegen Ende klar.
Aber das Ende war mir dann ein bisschen zu konstruiert und in gewisser Weise ist es auch ein bisschen "offen" und bietet Interpretationsspielraum. Das war auch nicht so ganz nach meinem Geschmack.

Insgesamt hat mir dieser rasante Thriller spannende Lesestunden geboten, aber dieses massenpsychologische Experiment war auch beängstigend und vielleicht gar nicht so abwegig, wie man denkt! Wie man immer wieder sieht, sind Menschen sehr beeinflussbar und auch manipulierbar.
Trotz kleiner Kritikpunkte gebe ich gerne eine Leseempfehlung, auch wegen des außergewöhnlichen Kernthemas!


Fazit: 4 von 5 Sternen








 
Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Knaur TB (14. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426521083
ISBN-13: 978-3426521083




 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 513 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (14. März 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B01N41Y457




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Kommentare:

  1. Hallo Conny, das Buch erinnert mich von der Thematik her ein wenig an *Anonym* von Strobel/Poznanski. https://literaturgarten.blogspot.de/search?q=anonym Deine Rezi liest sich jedenfalls sehr spannend!
    Einen guten Abend für DICH,,
    Angela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Angela,

      das Buch "Anonym" kenne ich noch nicht. Aber von Strobel habe ich schon ein paar gelesen.
      Deine Rezi dazu klingt aber gut, sollte ich mal auf meine Wunschliste setzen.

      Ich wünsche Dir auch einen schönen, gemütlichen Abend!

      Liebe Grüße
      Conny

      Löschen
  2. Liebe Conny,

    Danke für deine Besprechung. Ich bin mit Büchern von Fitzen vorsichtig geworden, nach dem ich sie früher alle gelesen habe. Für mich hat sich der Autor in eine Richtung entwickelt, die mir nicht gut gefällt, das spiegelt sich auch etwas in deinen Kritikpunkten wieder.

    Ich zögere noch, ob ich dieses Buch lesen werden. Gebe aber gern zu, dass mich das Thema reizt.

    Liebe Grüße

    Anja

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Anja,
    ja, ich muss Dir Recht geben, die letzten Bücher von ihm, die ich gelesen habe, waren auch nicht alle mein Ding. Dieses hier war gut, weil es eben ein außergewöhnliches Thema ist und er mich wirklich fesseln konnte.
    Vielleicht kannst Du Dir das Buch irgendwo leihen, dann gehst Du kein Risiko ein :-)

    Liebe Grüße
    Conny

    AntwortenLöschen

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