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Freitag, 21. Februar 2020

Freitags-Füller #337









  1. Beim Aufwachen heute Morgen habe ich mich gefreut, dass ich frei habe und mich noch mal umdrehen konnte.
     
  2. An Arbeitstagen stehe ich freiwillig um 5 Uhr auf, aber es fällt mir schwer.
     
  3. Karneval feiere ich als Rheinländerin gerne und traditionell. Ich ärgere mich oft über die Vorurteile und Pauschalisierung, dass es nur Party und Alkohol wäre. Das ist unter Jugendlichen sicher öfter so aber wir Rheinländer pflegen hier ein Brauchtum!
     
  4. Wenn man etwas nur halbherzig macht, kann man es auch lassen.
     
  5. Die Fastenzeit beachte ich nicht sonderlich, da für mich eigentlich das ganze Jahr Fastenzeit ist, da ich bestimmte Dinge gar nicht oder nur eingeschränkt essen darf.
     
  6. Biomains von Biotherm ist eine gute Handcreme.
     
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend mit der Fernsehsitzung aus Mainz, morgen habe ich geplant, mir die aufgezeichnete Auftaktsendung von Let's Dance anzuschauen und Sonntag möchte ich zum Rathaussturm in Bonn gehen, wenn das Wetter es zulässt!





Ich wünsche Euch ein schönes, entspanntes Wochenende und allen die mögen, schöne Karnevalstage!
 

Den Freitags-Füller gibt es jede Woche bei Barbara
(Vorgaben in Normal- und meine Ergänzungen in Fettschrift)  

Hier sind alle bisher von mir ausgefüllten Freitags-Füller

Mittwoch, 19. Februar 2020

Liebe mich, töte mich von Jennifer Hillier [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Der Mörder hinterlässt grausame Botschaften. Und du weißt, sie gelten dir.

Vor vierzehn Jahren kehrte Geos beste Freundin Angela nach einer Party nicht nach Hause zurück. Nun wird ihre zerstückelte Leiche gefunden. Für die Polizei ist schnell klar: Angela ist das Opfer des berüchtigten Serienmörders Calvin James. Doch für Geo ist Calvin nicht nur ein Serienmörder. Für sie ist er ihre erste große Liebe. Seit vierzehn Jahren weiß sie, was in dieser einen Nacht geschah, und vierzehn Jahre lang hat sie niemandem davon erzählt. Doch dann werden weitere Frauen ermordet, auf dieselbe Weise wie damals Angela. Der Mörder hinterlässt am Tatort eindeutige Botschaften. Und diese Botschaften gelten Geo ...
(Kurzbeschreibung gem. Penguin Verlag)


Leseprobe


Die Autorin:
Jennifer Hillier hat Angst im Dunkeln – bevor sie schlafen geht, überprüft sie mehrmals, ob alle Türen gut verschlossen sind. Trotzdem ist ihr Lieblingsautor Stephen King. Mit ihrem Mann und dem gemeinsamen kleinen Sohn lebt sie in Toronto, Kanada. »Liebe mich, töte mich« ist ihr erstes Buch auf Deutsch.
(Quelle: Penguin Verlag)


Meine Meinung:
Im Teenageralter verschwand Geos beste Freundin Angela. Nun gibt es endlich Klarheit für die Eltern und die Freunde, denn es wird ihre Leiche gefunden. Diese wurde grausam zerstückelt und im Wald vergraben.
Schnell ist klar, dass der berüchtigte Calvin James der Mörder sein muss. Calvin war Geos erste große Liebe und sie weiß, was in der Nacht vor 14 Jahren geschah. Nie hat sie jemandem davon erzählt und ist daran fast zerbrochen. Calvin wird geschnappt und vor Gericht gestellt. Auch Geo wird verhaftet, ausgerechnet von einem ehemaligen Schulfreund Kaiser Brody, sagt gegen Calvin aus und muss selbst für 5 Jahre ins Gefängnis wegen Beihilfe.
Auch Calvin landet selbstverständlich im Gefängnis, kann aber nach kurzer Zeit ausbrechen.
Nachdem Geo ihre Strafe abgesessen hat werden plötzlich weitere Frauen auf dieselbe Art wie damals Angela ermordet. Für alle ist klar, dass das nur Calvin gewesen sein kann und er hinterlässt Botschaften, die nur für Geo bestimmt sein können.

Das Buch gliedert sich in insgesamt 5 Teile, Verleugnung, Wut, Verhandlung, Depression und Akzeptanz.
Die Titel machen schon ein bisschen deutlich, worum es in den jeweiligen Teilen geht.
Es beginnt mit Geos Aussage vor Gericht und ihrem anschließenden Einzug ins Gefängnis. Wir erleben ihre Eingewöhnung und ich war überrascht, wie schnell sie sich an die Gegebenheiten anpasst und ihre Situation akzeptiert. Der Gefängnisalltag war gut beschrieben und die Autorin lässt uns ans Geos Gedankengängen teilhaben, so dass ihre Handlungen für mich nachvollziehbar waren. Nach einer Weile erhält Geo Besuch von Kaiser, der als ermittelnder Polizist erscheint und ihr mitteilt, dass es Calvin gelungen ist, aus dem Gefängnis auszubrechen.
In diesem ersten Teil lernt man Geo richtig gut kennen und ich hatte den Eindruck, dass sie die Gefängnisstrafe tatsächlich dafür akzeptiert, dass sie all die Jahre geschwiegen hat. Sie beginnt sich auch zu verändern, was bei einem Gefängnisaufenthalt sicher normal ist.

Der zweite Teil ist aus Sicht des Polizisten Kaiser geschrieben und spielt dann schon kurz vor Geos Entlassung aus dem Gefängnis. Die weiteren Morde geschehen und Kaiser ist immer noch fieberhaft auf der Suche nach Calvin, der seit seinem Ausbruch auf der Flucht ist.

Ab dem dritten Teil entwickelt sich das Buch zum Pageturner. Geo wird entlassen und zieht bei ihrem Vater ein.
Die Geschichte nimmt unglaublich Fahrt auf.
Immer wieder gibt es Rückblicke, die nach und nach die Geschichte von Geos und Angelas Jugendfreundschaft während der Highschool erzählen. Hier erfährt man dann auch, wie sie Calvin kennenlernte und er ihre erste große Liebe wurde. Nach einer Weile konnte ich dann auch nachvollziehen, warum sie ihm so „verfallen“ war und sich nie richtig von ihm lösen konnte. Die Rückblicke enden mit Angelas Tod in jener Nacht, die Geos Leben für immer veränderte.

Die Autorin hat hier einen sehr intensiven Thriller vorgelegt, der mich besonders in der zweiten Hälfte fast atemlos durch die Seiten fliegen ließ.
Sie spart nicht mit Grausamkeiten, die aber dennoch so beschrieben sind, dass auch zartbesaitete Leser damit klar kommen dürften.
Und insbesondere ist ihr mit Geo eine wirklich tolle Protagonistin gelungen. Auch wenn ich nicht immer so gehandelt hätte wie sie, konnte ich mich sehr gut in sie hinein versetzen und sie wirkte sowohl als Jugendliche als auch später als Erwachsene authentisch auf mich. Ihr Ängste, Sorgen und Nöte sind bei mir angekommen und ich fühlte mich ihr die ganze Zeit nahe.
Gegen Ende bietet uns die Autorin dann einen spektakulären Showdown, dem eine Wendung bzw. Überraschung voraus geht, mit der ich nicht gerechnet hätte. Das hat mich fast sprachlos gemacht.
Aber dann kommt mein Kritikpunkt: Es gibt einen Epilog, der diesen großartigen Schluss ein bisschen kaputt macht. Zeitlich ist er einige Zeit nach dem Ende angesiedelt und er bietet noch einige nette Informationen aber er lässt mich auch fragend zurück. Ich kann das jetzt nicht erklären, ohne zu spoilern aber mir hätte es besser gefallen, wenn es diesen Epilog nicht gegeben hätte.

Insgesamt ist dieser Thriller, der auch Elemente eines Psychothrillers enthält, sehr packend und fesselnd erzählt. Mich hat er vor allem mit seinem gut konstruierten Plot und einer toll charakterisierten Protagonistin begeistert!


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Penguin Verlag
und das Bloggerportal!
 











Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Penguin Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (13. Januar 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3328103899
ISBN-13: 978-3328103899
Originaltitel: Jar of Hearts
Übersetzung: Charlotte Breuer, Norbert Möllemann 



Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 2245 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 465 Seiten
Verlag: Penguin Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (13. Januar 2020)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07QL7ZPJT




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Dienstag, 18. Februar 2020

Die Zwillinge von Summerbourne von Emma Rous [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Ein Haus auf den sturmumtosten Klippen Norfolks. Ein ungleiches Zwillingspaar. Ein tragischer Todesfall.

Seraphine Mayes und ihr Bruder Danny sind Zwillinge, geboren auf dem Familienanwesen Summerbourne House an der Küste Norfolks. Noch am Tag ihrer Geburt stürzte sich ihre Mutter von den Klippen, das Au-pair-Mädchen verschwand, und düstere Gerüchte machten im Dorf die Runde.
Fünfundzwanzig Jahre sind seither vergangen. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Seraphine zurück nach Summerbourne, wo ihr überraschend ein Foto in die Hände fällt. Es zeigt die Familie am Tag ihrer und Dannys Geburt, doch nur ein Baby ist darauf zu sehen. Noch dazu wirkt die Mutter glücklich – nicht wie jemand, der kurz vor dem Selbstmord steht. Seraphine kommen Zweifel, dass man ihr die Wahrheit gesagt hat über die lange zurückliegenden Geschehnisse, die ihr ganzes Leben geprägt haben. Warum floh das Au-pair Laura an jenem Tag? Wo ist sie jetzt? Und vor allem: Kann sie Seraphine sagen, was damals wirklich geschah?
(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet Verlag)


Leseprobe


Die Autorin:
Emma Rous wuchs in England, Indonesien, Kuwait, Portugal und Fidschi auf, und schon als Mädchen waren ihr zwei Dinge am wichtigsten: Geschichten zu schreiben und sich um Tiere zu kümmern. Sie studierte Tiermedizin und Zoologie in Cambridge und arbeitete achtzehn Jahre als Tierärztin, bevor sie anfing zu schreiben. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in Cambridgeshire, England.
(Quelle: Blanvalet Verlag)


Meine Meinung:
Seraphine und Danny sind Zwillinge und sie sind nicht das erste Zwillingspaar in der Familie Mayes. Auch ihr älterer Bruder Edwin hatte einen Zwillingsbruder, der im Kindesalter ums Leben kam.
Die Familie lebt auf dem Landsitz Summerbourne in Norfolk.
Am Tag der Geburt von Seraphine und Danny nahm die Mutter der beiden sich das Leben und sprang von den Klippen.
Nun 25 Jahre später starb der Vater bei einem Unfall und Seraphine findet im Nachlass ein Foto der Familie, das am Tag ihrer Geburt aufgenommen wurde. Die Mutter lächelt glücklich und sieht nicht aus, wie jemand der sich mit Selbstmordgedanken trägt. Aber auf dem Foto ist nur ein Baby zu sehen. Ist es Seraphine oder Danny? Und warum ist nur ein Kind auf dem Bild zu sehen?
Seraphine hat ein ungutes Gefühl und möchte unbedingt herausfinden, was damals geschah. Warum nahm die Mutter sich das Leben und warum verließ das AuPair-Mädchen Laura fluchtartig das Anwesen?
Sie beginnt nachzuforschen, stößt aber überall auf Widerstand. Ihre Großmutter will nicht darüber sprechen und auch Alex, ein früherer Freund der Familie spricht nicht mit ihr. Schon bald kann sie Laura, das ehemalige AuPair-Mädchen ausfindig machen, aber auch diese ist über die Kontaktaufnahme nicht begeistert.
Aber Seraphine gibt nicht auf, auch nicht, als sie Drohungen erhält, sie solle die Vergangenheit ruhen lassen …

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die Gegenwart aus Seraphines Sicht und die Vergangenheit im Zeitraum 1991/92 aus der Perspektive von Laura, dem AuPair-Mädchen.
Wir erleben wie Laura für ein Jahr auf Summerbourne einzieht und sich um den damals noch kleinen Edwin kümmert. Mit den Eltern entwickelt sich schnell ein vertrautes Verhältnis und auch zu Großmutter Vera, die häufig zu Besuch auf Summerbourne weilt, hat sie einen guten Kontakt. Alex, der Freund der Familie, ist ein häufiger und gern gesehener Gast und hat es Laura angetan.
In der Gegenwart begleiten wir hauptsächlich Seraphine bei ihren Nachforschungen, die lange nicht erfolgreich sind. Dazu kommen immer wieder merkwürdige Gerüchte, die im Dorf erzählt werden und Seraphines Zweifel weiter schüren.

In einem bildhaften und flüssigen Schreibstil erzählt die Autorin diese Familiengeschichte. Die Zeitebenen wechseln sich ab, so dass hier eine sich steigernde Spannung erzeugt wird. Während Seraphine in der Gegenwart nur langsam vorankommt, erzählt der Handlungsstrang in der Vergangenheit die Ereignisse um Laura schrittweise und man erkennt, dass Laura in Verstrickungen gezogen wird, die sich so sicher niemals vorgestellt hätte.

Seraphine und Laura als Hauptprotagonistinnen sind gelungen. Seraphine ist zielstrebig und fest entschlossen, das Rätsel zu lösen. Immer wieder stellt sie Unterschiede zwischen sich selbst und ihren Brüdern fest, die ihre Zweifel bestätigen.
Laura ist zu ihrer Zeit ist eine sehr junge Frau, die noch mit einer gewissen Naivität im Leben steht und deshalb vielleicht nicht erkennt, was in der Familie vor sich geht.
Aber auch die anderen Familienmitglieder und sonstigen Nebenfiguren passen gut in das Gesamtbild.

Mich hat dieses Wechselspiel zwischen den Zeiten sehr gefesselt und gepackt. Genau wie Seraphine wollte ich das Rätsel lösen und im anderen Handlungsstrang habe ich mich Laura nahe gefühlt.
Die Autorin erzählt die Geschichte sehr spannend und hat auch immer wieder Wendungen und Überraschungen eingebaut.
Die Auflösung und das Finale sind spektakulär, überraschend und verändern das Leben aller Beteiligten.
Gut gefallen hat mir, dass die Geschichte mit der Aufklärung der Wahrheit nicht beendet war sondern zumindest noch ansatzweise erzählt wird, wie alle Beteiligten damit umgehen.

Diese geheimnisvolle Familiengeschichte hat mich durchgehend in ihren Bann gezogen und mir mit ihren Überraschungen und teilweise sogar Krimi-Elementen spannende und packende Lesestunden beschert!


Fazit: 5 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Blanvalet Verlag
und das Bloggerportal!













Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (20. Januar 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734107008
ISBN-13: 978-3734107009
Originaltitel: The Au Pair
Übersetzung: Alexandra Kranefeld 



Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 1306 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 465 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3734107008
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (20. Januar 2020)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07QM6TY93




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Montag, 17. Februar 2020

Wochenrückblick KW 07/2020

gelesen:
ausgelesen Die Zwillinge von Summerbourne von Emma Rous
Eine fesselnde und geheimnisvolle Geschichte um ein Zwillingspaar und ein Familiengeheimnis.


durchgelesen Liebe mich, töte mich von Hennifer Hillier
Ein packender Psychothriller mit Überraschungen und offenen Fragen am Ende!

angefangen Sternenblütenträume von Ulrike Sosnitza

gesehen:
Biathlon-WM
Fastnacht in Franken aus Veitshöchheim
die 4. Folge von Star Trek Picard

gearbeitet: 
nur 4 Tage, am Montag habe ich Überstunden abgebaut

gefreut:
über neue Rezensionsexemplare und eine Prämie von der Lesejury

gesorgt:
um den Lieblingsmann, der leider wieder eine heftige Erkältung hat.
Hoffentlich ist er bis zu den Karnevalstagen wieder fit

geschlafen:
ziemlich schlecht und zu wenig

geklickt:
Fotostrecke mit tollen Street Art Bildern zu Büchern

gegessen:
Gemüsesuppe, Pizza 4 Käse, Bratwurst mit Sauerkraut, Lasagne, Leberkäse, Spaghetti mit Tomatensauce, Gulasch mit Nudeln

gebloggt:
5 Beiträge:
Lesestatistik Januar
Top Ten Thursday
Freitags-Füller
2 Rezensionen *1* *2*

gezwitscher:





Ich wünsche Euch eine schöne Woche und schöne Karnevalstage!

Samstag, 15. Februar 2020

Das Versprechen der Sterne von Brooke Harris [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Annie Talbot liegt im Sterben, doch Angst hat sie keine. Nach sechzig langen Jahren, die sie nun schon allein in dem alten irischen Bauernhaus neben dem Apfelgarten lebt, ist sie bereit, wieder mit ihrem geliebten Mann vereint zu werden. Zunächst muss sie aber ihre Enkelin Holly davor bewahren, sich ins Unglück zu stürzen. Holly hat ihren Verlobten verlassen, nachdem sie mit einer schrecklichen Diagnose konfrontiert wurde. Doch Annie weiß: Liebe zu erfahren, egal wie lange, ist das Einzige, was im Leben zählt ...
(Kurzbeschreibung gem. Goldmann Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Brooke Harris hat Psychologie studiert und liebt es, in die unterschiedlichsten, dramatischen Gefühlswelten einzutauchen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern in Kildare, Irland.
(Quelle: Goldmann Verlag)


Meine Meinung:
Hollys Großmutter Annie hat unheilbaren Krebs und liegt im Sterben. Holly selbst hat gerade eine schlimme und traurige Nachricht erhalten und sich von ihrem Verlobten Nate getrennt.
So belastet reist sie zu ihrer Großmutter, um diese in den letzten Tagen gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Bruder zu begleiten und Abschied zu nehmen. Aber Großmutter Annie hat noch eine Aufgabe zu erfüllen…

Der Anfang dieser Geschichte ist von viel Traurigkeit erfüllt und wir begleiten Holly und ihre Familie, die sich an Annies Bett versammeln und sich nicht damit abfinden können und wollen, dass Annies Tage gezählt sind. Annies Pflegerin erzählt, dass Annie immer wieder nach „Entwürfen“ verlangt hat. Holly und ihr Bruder Ben glauben, es handelt sich um Zeichnungen oder Bilder und suchen auf dem Dachboden danach. Dabei stoßen sie auf eine Schachtel mit einem Stapel Blätter, die in Annies Handschrift beschrieben sind. Holly beginnt damit ihrer Großmutter vorzulesen, nicht ahnend, was sie erfahren wird und welche Botschaft darin enthalten ist.

Zitat: „Wenn es regnet, halte Ausschau nach einem Regenbogen. Wenn es dunkel ist, nach den Sternen.“ (eBook, Seite 315)

So wie Holly ihrer Großmutter aus dem Manuskript vorliest, wobei es sich um Annies Geschichte handelt, so erfährt der Leser diese ebenfalls als zweiten Handlungsstrang. Wir erleben Annies Jugend in den Jahren 1958/59, die geprägt war von einem gewalttätigen Vater und Annies großer Liebe zu Arthur „Sketch“ Talbot.
Zwischen beiden Zeitebenen wird häufig gewechselt, so dass man Annies Geschichte nur stückweise erfährt.
Dieser Teil des Romans hat mich sehr bewegt, denn Annie hatte es als junge Frau nicht leicht in ihrem Elternhaus. Als sie Sketch kennenlernt, beginnt sich alles zu verändern und Annie erfährt auch Liebe und Glück in ihrem Leben.

In der Gegenwart ist die Handlung hauptsächlich davon beeinflusst, dass die Familie sich nicht damit abfinden kann, dass Annie bald sterben wird. Ein geliebtes Familienmitglied zu verlieren ist schwer, aber Annie ist unheilbar krank und muss schon sehr leiden, so dass der Tod für sie auch Erlösung sein wird.
Bei allen Familienmitgliedern hatte ich so ein bisschen das Gefühl, dass sie mehr mit sich selbst und ihrer Trauer beschäftigt sind, als sich mit Annie zu beschäftigen und jede gemeinsame Minute, die noch bleibt, auszufüllen.
Das ändert sich dann ein bisschen, als so langsam die Ereignisse aus Annies Jugend bekannt werden, denn all das regt die Familie und besonders Holly zum Nachdenken an.
Als dann auch noch Hollys Freund Nate eintrifft beginnt für Holly eine Zeit, die alles verändern wird.
Ab da waren mir die Figuren dann näher und ich konnte mit ihnen fühlen.
Als sich Annies Zustand dann plötzlich sehr verschlechtert, steht die Familie zusammen und handelt.

Zitat: „Aber jeder Tag ist ein Geschenk. Wenn dir auch nur ein Tag vergönnt ist, dann nutze diese vierundzwanzig Stunden, um genügend Erinnerungen zu schaffen, dass sie ein ganzes Leben halten.“ (eBook, Seite 351)

Dieser Roman enthält eigentlich zwei Geschichten, die von Annie und Sketch und die von Holly und Nate.
Annies Geschichte hat mich mehr gefesselt und berührt, denn Holly und Nate verhalten sich doch oft etwas „unreif“ und nicht wie Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Dennoch hat Brooke Harris hier einen sehr warmherzigen Roman vorgelegt, der sich ganz langsam in mein Herz geschlichen hat und aus dem ich schöne Botschaften mitnehmen konnte!


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Goldmann Verlag
und das Bloggerportal!













Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (20. Januar 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442489512
ISBN-13: 978-3442489510
Originaltitel: When You're Gone
Übersetzung: Sina Hoffmann 



Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 1336 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (20. Januar 2020)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07NTN9QVL




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