Kennzeichnung von Werbung

Kennzeichnung von Werbung gem. TMG
Links in den Beiträgen, sofern sie nicht auf einen anderen Beitrag im Blog verweisen, führen zu fremden Webseiten, wie Autoren- oder Verlags-Webseiten, Twitter, Facebook oder anderen Blogs. Diese Links werden von mir ohne Auftrag und Gegenleistung oder Bezahlung angebracht. Alle Blogposts, auch zu erhaltenen Rezensionsexemplaren, erfolgen ohne Auftrag oder Bezahlung und geben uneingeschränkt meine freie Meinung wieder!
* Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links

Mittwoch, 8. Januar 2020

Winterfreundinnen von Clara Weißberg [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Esther, Dörthe und Maj-Britt stehen mitten im Leben. Nur Maj-Britt wohnt noch in St. Peter-Ording, wo sie das Restaurant, die elegante, aber renovierungsbedürftige „Seeschwalbe“ betreibt. Als sich die drei Freundinnen kurz nach Weihnachten zufällig wiedertreffen – Esther besucht ihre alte Mutter, Dörthe versucht in einer Kurklinik ein paar Pfunde zu verlieren – stellt sich die alte Vertrautheit zwischen ihnen schnell wieder ein.
Obwohl alle drei Frauen ein erfolgreiches Leben führen, brodelt es hinter der Fassade. Die Freundinnen ahnen nicht, dass ihr Leben sich bis zum Ende des Winters völlig verändern wird …
(Kurzbeschreibung gem. Ullstein Verlag)


Leseprobe


Die Autorin:
Clara Weißberg, geboren 1968, ist Germanistin und Ethnologin. Für eine wissenschaftliche Forschungsarbeit verbrachte sie viele wunderbare Monate in der Toskana. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie in der Nähe von Hamburg auf dem Land.  
(Quelle: Ullstein Verlag)

Homepage der Autorin


Meine Meinung:
In „Winterfreundinnen“ entführt uns die Autorin in das winterliche St. Peter-Ording.
Dort lebt Maj-Britt und betreibt das Restaurant „Seeschwalbe“, das schon lange im Familienbesitz ist.
Esther, eine erfolgreiche Reise-Journalistin, besucht ihre Mutter, deren 80. Geburtstag bevorsteht, bei dessen Vorbereitungen sie helfen soll.
Dörthe bekam von ihrem Freund einen Gutschein für eine Wellness-Fastenkur in einer Klinik in ihrem Heimatort geschenkt und plagt sich nun dort damit, einige Pfunde zu verlieren.
Die drei Frauen waren Schulfreundinnen haben sich aber im Laufe der Jahre etwas aus den Augen verloren.
Nun treffen sie zufällig wieder aufeinander und lassen die alte Freundschaft wieder aufleben …

Zu Beginn lernt man erst mal die drei Frauen kennen, die alle im sogenannten „besten Alter“ sind.
Dörthe befindet sich in der Klinik und plagt sich mit ihrer Fastenkur herum und ist der Auffassung, dass ihr Freund Recht hat und sie unbedingt abnehmen muss.
Schnell wurde mir klar, dass Dörthe offenbar recht wenig Selbstwertgefühl hat und sich von ihrem Freund vieles einreden lässt. Dabei ist sie so eine lebenslustige und charmante Frau, die es nicht nötig hat, sich von ihrem Partner so behandeln zu lassen. Aber darauf muss sie erst mal kommen.
Esther schottet sich sehr ab, lässt kaum Nähe zu und lebt für ihren Beruf, bei dem sie schon viele interessante Orte auf der Welt bereist hat.
Ihre Beziehung zu ihrer Mutter ist auch leicht problematisch und irgendwie macht Esther den Eindruck, als wäre sie ständig vor sich selbst auf der Flucht.
Auch Maj-Britt hat zu kämpfen, denn nur mit den Sommergästen kann sie das Restaurant nicht am Leben erhalten. Sie hat Geld investiert und braucht dringend mehr Einnahmen, besonders im Winter. Dazu kommt, dass ihr Mann, mit dem sie das Restaurant gemeinsam geführt hat, sie verlassen hat.

Mit den drei Frauen hat die Autorin authentische und liebenswerte Figuren geschaffen. Sie wirkten auf mich alle drei glaubwürdig und mir gefiel es, dass wir es hier mit gestandenen Frauen zu tun haben, die alle so um die 50 Jahre alt sind.
Es war schön zu erleben, wie sie sich nach vielen Jahren wiedertreffen und die alte Vertrautheit schnell wieder da ist. In einigen gemeinsamen Gesprächen tauschen sie sich aus und die alte Freundschaft lebt wieder auf.
Die Erzählperspektive wechselt ständig zwischen den drei Frauen, so dass man viel über ihre Gefühle und Gedanken erfährt. Ich fühlte mich allen dreien ständig nahe, wobei ich mit Esther ein paar Schwierigkeiten hatte, weil sie sich selber so unter Druck setzt.
Dörthe hätte ich manchmal schütteln mögen, dass sie sich von ihrem Freund so beeinflussen lässt und nicht merkt, dass sie genau so wie sie ist bleiben sollte, einfach liebenswert.

Mir hat es gut gefallen, wie die drei Freundinnen sich gegenseitig unterstützen können und vor allem, wie sie alle drei angeregt durch die gemeinsamen Gespräche und Unternehmungen beginnen, sich zu verändern. Sie gewinnen Erkenntnisse, treffen Entscheidungen und schlagen neue, andere Wege ein.
Dabei kommt die Liebe und auch der Humor nicht zu kurz, so dass die gesamte Geschichte sehr unterhaltsam ist.
Vor allem ist sie aber realitätsnah und wie aus dem Leben gegriffen, was mir Freude gemacht hat.

St. Peter-Ording ist eine schöne Kulisse für diese Geschichte und kann auch im Winter mit Dünen und Meer eine schöne Stimmung und Nordseeflair verbreiten.

Diese Geschichte erzählt sehr warmherzig von Freundschaft, Liebe und vor allem davon, dass das Leben in jedem Alter lebenswert und schön ist und für Veränderungen ist es nie zu spät!
Insgesamt ist ein schönes Wohlfühlbuch für kuschelige Lesestunden!


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Ullstein Verlag
und NetGalley!












 
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1. (29. November 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548291465
ISBN-13: 978-3548291468





 
Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 2207 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Ullstein eBooks; Auflage: 1. (29. November 2019)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B07QW2FH9Q




Klicks auf die Cover führen zur entsprechenden Ausgabe bei Amazon *

Kommentare:

  1. Guten Morgen Conny

    Ostfriesland hat sehr schöne Orte. St. Peter-Ording habe ich mir gerade Bilder angesehen. Abnehmen wegen dem Partner? Niemals. Wenn dann muss ich es selber wollen. Die Geschichte klingt gut. Vor allem gefällt mir, dass die Frauen so um die 50 sind. Für Veränderungen ist es wirklich nie zu spät. Meist hat man sie, weil sich die Lebenssituation verändert. Das buch merke ich mir.

    Liebe Grüße,
    Gisela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo liebe Gisela,

      die Geschichte war richtig schön zu lesen.
      Ja, die "älteren" Protagonistinnen haben mir auch gut gefallen, eben nicht immer die jungen und schönen.
      Das Buch ist schöne Unterhaltung, weil eben auch die Stimmung passst.
      Schöne Lesestunden damit, wenn es denn bei Dir einziehen darf.

      Liebe Grüße
      Conny

      Löschen
    2. Liebe Conny

      Das wird noch dauern. Ich habe sehr viel Lesestoff. Notiert ist es schon mal.

      Schönes Wochenende,
      Gisela

      Löschen

Vielen Dank für Deinen Besuch! Ich freue mich über jeden Kommentar und antworte meistens :-)
Mit dem Absenden eines Kommentars bestätigst du, die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen zu haben.