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Mittwoch, 10. Januar 2018

Die Wolkenfischerin von Claudia Winter [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec …
(Kurzbeschreibung gem. Goldmann Verlag

Leseprobe


Die Autorin:
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben "Aprikosenküsse" und "Glückssterne", beide im Goldmann Verlag erschienen, hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.
(Quelle: Goldmann Verlag)

Interview mit Claudia Winter

Homepage der Autorin

Claudia Winter auf Twitter und Facebook


Meine Meinung:
Die Protagonistin dieser Geschichte, Claire Durant, hat es mir anfangs nicht leicht gemacht, sie zu mögen.
Ihre berufliche Karriere hat sie mit diversen Lügen und einem geschönten Lebenslauf aufgebaut. Dennoch hat sie offenbar gute Leistungen erbracht, denn ihr Chef Sebastian bietet ihr im Rahmen einer Umstrukturierung den Posten der Chefredakteurin für ein Kunstmagazin an. Bevor es jedoch dazu kommt, muss Claire in ihren Heimatort in der Bretagne reisen, da ihre Mutter ins Krankenhaus muss. Claire soll sich um ihre gehörlose Schwester kümmern und kehrt so nach fast 20 Jahren erstmals zurück in ihr Elternhaus. Claires Schwester Maelys war noch recht klein als Claire die Familie damals verlassen hat und sie hat es Claire eigentlich bis heute nicht verziehen, dass sie entgegen ihres Versprechens nicht nach Hause zurück gekommen ist.
Als ich miterlebte wie sich Claire und Maelys eigentlich wieder neu kennenlernen mussten und sich langsam und vorsichtig wieder annähern, stieg meine Sympathie für Claire deutlich. Claires Liebe zu ihrer Schwester wurde erkennbar und es hat mich berührt, wie Claire sich um ihre Schwester bemüht, lernt sie zu verstehen und Dinge in ihr zu erkennen. 
Und auch Maelys muss lernen, ihrer großen Schwester, die sie einst so sehr enttäuschte, wieder zu vertrauen.
Dieser Teil der Geschichte war für mich der warmherzigste und gefühlvollste und hat für mich den größten Charme der Geschichte ausgemacht.
Aber auch die Mutter der beiden macht eine Veränderung durch und arbeitet ein lange zurück liegendes trauriges Ereignis auf und erkennt, welche Fehler sie gemacht hat.

Die Schauplätze der Geschichte sind der kleine Ort Moguériec in der Bretagne, Paris und Berlin.
Das kleine bretonische Fischerdorf an der Atlantikküste hat es mir besonders angetan und man merkt deutlich, dass die Autorin im Rahmen einer Recherchereise dort war. Sie beschreibt nicht nur den Ort sondern auch die dort lebenden Menschen und deren Lebensweise sehr anschaulich und bildhaft, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann und das Meer rauschen hört.
Aber auch einige typische bretonische Gerichte, die im Buch eine Rolle spielen und mir das Wasser im Mund zusammen laufen ließen, werden toll beschrieben und geschickt für die Geschichte genutzt. Wer nach der Lektüre Appetit bekommen hat, findet am Ende des Buches einige Rezepte.

Claires Geschichte ist eine Rückkehr zu ihren Wurzeln und das Verarbeiten der Vergangenheit. Aber nicht nur Trauer und Melancholie bestimmen die Stimmung der Geschichte sondern auch eine gute Portion Humor und allerlei Verwicklungen sorgen für turbulente und gute Unterhaltung.
Neben ihrem Jugendfreund Nicolas, der an die damalige Freundschaft anknüpfen möchte taucht auch noch Claires Chef Sebastian auf, der eigentlich nur Urlaub machen möchte. Claire versucht ihr Lügengespinst gegenüber Sebastian aufrechtzuerhalten und richtet damit ein ziemliches Durcheinander und jede Menge Missverständnisse an. 
Und so kommt am Ende auch die Liebe in der Geschichte nicht zu kurz, wobei die Lovestory etwas vorhersehbar war.
Dennoch war die Geschichte auch fesselnd, denn wie Claire die ganzen Verwirrungen auflöst und sich am Ende entscheidet, konnte man nicht erahnen.

Ich bin gerne mit Claire in die Bretagne gereist und habe viel von bretonischer Lebensweise und der typischen Küche erfahren.
Claudia Winter ist es gelungen, eine berührende und gefühlvolle Lebensgeschichte mit humorvollen Ereignissen und Turbulenzen zu verbinden und hat damit eine Geschichte geschaffen, die mit sommerlichem und französischen Flair gut unterhält.
Ihr lockerer Schreibstil macht das Buch zu einem schönen Wohlfühlroman.


Fazit: 4 von 5 Sternen



Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Goldmann Verlag
und das Bloggerportal!









 
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. Dezember 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442485738
ISBN-13: 978-3442485734
 



 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2197.0 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 401 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3442485738
Verlag: Goldmann Verlag (18. Dezember 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B06ZXVFVY2
 




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Kommentare:

  1. Eine feine Rezension :-), die Region interessiert mich auch besonders und ich habe tatsächlich den bretonischen Butterkuchen nachgebacken. Er war köstlich.
    Hab einen guten Wochenrest!
    Angela

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  2. Vielen Dank liebe Angela!
    Ja, in mir wurde auch die Reiselust geweckt. Ich war auch noch nie in dieser Region.
    Dieser Butterkuchen reizt mich auch, aber ich backe so selten, da ich den Kuchen meistens alleine essen muss :-)

    Liebe Grüße und bald ist Wochenende *g*

    Conny

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  3. Liebe Conny,

    ein Buch wäre das nicht für mich, aber ich kann mir gut vorstellen, dass man als Hörbuch seine helle Freude hätte.

    Liebe Grüße

    Anja

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    Antworten
    1. Liebe Anja,
      ja, das kann ich mir auch als Hörbuch gut vorstellen, da gebe ich Dir Recht.
      Allerdings kann ich mich immer noch nicht so richtig mit Hörbüchern anfreunden.

      Liebe Grüße
      Conny

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  4. Hallo Conny,
    ich habe das Buch gestern angefangen, so ca. 50 Seiten. Aber - leider es packt mich gar nicht. Das ganze macht mich total nervös, dieses Hin und Her. Wo man überlegen muss, wer ist das denn nun usw. Da es ein Reziexemplar ist, brech ich das so nicht ab. Aber vom Bauch her scheint es überhaupt nicht mein Ding zu sein. Schade, denn der Text klang vielversprechend.
    LG HANNE

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    Antworten
    1. Hallo Hanne,

      ich fand den Anfang auch ein bisschen verwirrend. Halte durch, es wird besser :-)

      Liebe Grüße
      Conny

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    2. Okay Conny, wenn du meinst☺ Ich habe das weiterlesen erst mal aufs Wochenende verschoben. Bin heute "leider" bei Thalia eskaliert☺☺☺ Auf das der SUB noch höher wird.
      Liebe Grüße Hanne

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