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Dienstag, 24. Mai 2016

Ein Buchladen zum Verlieben von Katarina Bivald [Rezension]

Cover
(alle Rechte beim Verlag)
Zum Inhalt:
Wie eine Buchhandlung einen verschlafenen Ort wieder zum Leben erweckt.

Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher – mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt die arbeitslose Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara plötzlich mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung einen Laden. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: »Die verlässlichsten Autoren«, »Keine unnötigen Wörter«, »Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel tatsächlich zu lesen – während Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern. Zum Beispiel einen ziemlich leibhaftigen Mr. Darcy …

(Kurzbeschreibung gem. btb Verlag

Leseprobe

Trailer

 



Die Autorin:
»Ich war nie in den USA, aber ich bin dort aufgewachsen. Mit Fannie Flagg, Annie Proulx, Louisa May Alcott und Marshall Grover. Das ländliche Amerika war mir so nah wie die kleine schwedische Vorstadt, in der ich zufällig geboren wurde. Und ich wusste immer, dass ich eines Tages schreiben würde. Schon als Kind erzählte ich ständig Geschichten.«

Katarina Bivald arbeitete 10 Jahre lang in einem Buchladen. Sie lebt in der Nähe von Stockholm, gemeinsam mit ihrer Schwester und so vielen Bücherregalen, wie sie nur gerade so reinpassen in die Wohnung. Sie weiß bis heute nicht genau, was sie bevorzugt: Menschen oder Bücher.
(Quelle: btb Verlag)

Brief der Autorin an die Leser


Meine Meinung:
Ein Buch in dem es um Bücher geht, damit kann man als Leseratte doch nichts falsch machen, dachte ich. Aber leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.
Die Grundidee, wie sie auch aus dem Klappentext erkennbar ist, gefällt mir gut.
Die Brieffreundschaft zwischen der älteren Amy und der jüngeren Sara, die durch die gemeinsame Buchliebe entstand, ist ein schöner roter Faden, der sich durch das ganze Buch zieht. Amys Briefe werden zwischen den einzelnen Kapiteln eingestreut, leider aber nicht Saras Antworten. Aber so erfährt man einiges über Amy und ihr Leben, denn Amy als Protagonistin erlebt man ja nicht mehr, weil Amy starb bevor Sara zu ihrem Besuch eintrifft.
Die Briefe fand ich sehr schön, weil sie gefühlvoll waren und außer vielem zum Thema Bücher auch einige Lebensweisheit beinhalten.

Sara als Hautprotagonistin habe ich als ziemlich farblos, emotionslos und stellenweise sogar als langweilig empfunden. Sie ist völlig unselbständig, fast weltfremd und beschäftigt sich fast ausschließlich mit ihrem geliebten Büchern. Auch ihr Selbstbewusstsein ist anfangs fast nicht vorhanden und sie wirkt verschüchtert und ein bisschen menschenscheu. Woher sie plötzlich das Selbstvertrauen nimmt, mit Amys Büchersammlung einen Buchladen zu eröffnen, hat sich mir nicht ganz erschlossen.
Aber genau dieser Handlungsstrang hat mir am gesamten Buch am besten gefallen. Sara entwickelt ein wirklich schönes Konzept für die Buchhandlung. Sie sortiert die Bücher nicht nach Genre sondern nach Themen bzw. den Eigenschaften der Bücher, so wie sie sie den Bewohnern der Kleinstadt, die bisher offenbar alle keine Bücherfreunde sind, näher bringen möchte. So gibt es Bücherregale mit Titeln wie "Kleinstadtleben", "Sex, Gewalt und Waffen", "Garantiert zuverlässiger Autor" und schließlich auch "Amys Regal".
Sie spricht Empfehlungen aus, gibt Lesetipps, wobei dem Leser einige "alte Bekannte" begegnen, und vermittelt auch ihre Buchliebe.
Da gibt es wirklich schöne Textstellen wie zum Beispiel:

"Merkst du das? Der Duft von neuen Büchern. Ungelesenen Abenteuern. Freunden, die man noch nicht kennengelernt hat, Stunden magischer Wirklichkeitsflucht, die auf uns warten."
(Zitat, Seite 350)

Auf diese Art und Weise findet sie tatsächlich für jeden ein passendes Buch und schafft es, die Leute zum Lesen zu bringen.

Das Setting, der kleine Ort Broken Wheel in Iowa, erfüllt so ziemlich alle Klischees, die es zu so einer Kleinstadt gibt. In dem verschlafenen Ort ist kaum etwas los, es gibt kaum noch Infrastruktur und auch die Bewohner passen dazu, wie z. B. die örtliche Klatschtante und der begehrte Junggeselle. Jeder kennt jeden, aber irgendwie halten auch alle zusammen.
Genau so fade und ereignislos wie ich mir das Leben in der Stadt vorstelle war es teilweise auch, die Passagen zu lesen, auch wenn es hin und wieder amüsante Szenen oder Dialoge gab.

Insgesamt ist die Geschichte ziemlich ruhig erzählt aber leider wenig fesselnd und auch nicht besonders spannend. So wie das Leben in dieser amerikanischen Kleinstadt dahin plätschert tut es auch die Story.
Mein Highlight waren die Themen und Ereignisse rund um die Bücher und den Buchladen sowie Amys herzerwärmende Briefe.
Eine eigentlich schöne Grundidee, die leider für meinen Geschmack nicht so gut umgesetzt wurde, wie sie es verdient hätte!


Fazit: 3 von 5 Sternen





 
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: btb Verlag (11. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442754569
ISBN-13: 978-3442754564
Originaltitel: Läsarna i Broken Wheel rekommenderar
Übersetzung: Gabriele Haefs


 

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: btb Verlag (13. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442713927
ISBN-13: 978-3442713929
 



 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1301 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 449 Seiten
Verlag: btb Verlag (11. August 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00KG63NL6
 


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Kommentare:

  1. Ja, so ging es mir eigentlich auch! Ich hatte viel mehr erwartet und war letzendlich enttäuscht...schade!
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Aus der Idee hätte man so viel mehr machen können. Ich fand es auch schade!

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  2. Ich habe das Buch auch gelesen und war recht zufrieden damit. Für mich zählt "Ein Buchladen zum Verlieben" zu einer schönen Sommerlektüre - leicht und seicht.
    Liebe Grüße
    Anja vom kleinen Bücherzimmer

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    1. Hallo Anja,
      mir war es einfach zu ereignislos.
      So sind Geschmäcker halt verschieden. Ist doch auch gut so!
      Liebe Grüße
      Conny

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  3. Och nöh, seichte Lektüre, das ist aber schade! Ich hatte mich schon so auf das Buch gefreut. Jetzt schiebe ich es doch wieder weiter weg!

    LG Barbara

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    1. Hallo Barbara,
      die Meinungen zu dem Buch gehen ja ziemlich auseinander. Wie Du oben siehst, mochte Anja es gerne. Mir war da einfach zu wenig los und manches war auch sehr konstruiert. Aber das Buchladen-Thema und die Buchliebe war schön umgesetzt. Einfach lesen und selber eine Meinung bilden :-)
      Liebe Grüße
      Conny

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